Kunden em pfehlungen
Rezensionen von M:
Schwierige Beziehungen in der Vorwendezeit
Rückkehr nach Budapest von Nikoletta Kiss
Nikoletta Kiss erzählt in ihrem Buch Rückkehr nach Budapest die Geschichte von Marta, die nach dem Tod ihrer ehemals besten Freundin und Cousine Theresa, ihre Beziehung zu Theresa als junge Frau und deren ehemaligen Freund noch einmal rekapituliert. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben, der Schreibstil der Autorin angenehm zu lesen, besonders interessant sind auch die Teile der Erzählung, die in die ehemalige Zeit mit ihren Problemen für kritische Schriftsteller oder kritische Personen überhaupt spielen.
Man kann sich gut hineinversetzen in die Hauptperson Marta, in ihre Gefühle und Wirren, als junge Frau und Studentin, als Kummerkasten für ihre Freunde und Freundinnen und in ihre Sehnsucht zum Freund ihrer Cousine. Eine interessante Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, die sich gut lesen lässt, aber trotzdem keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.
Wunderbares Bewegungsbilderbuch
Bloß nicht bewegen - oder doch? von Nanna Neßhöver
Das kleine Monster Bewegtsichnicht liegt auf einem Sitzsack und lässt sich nicht motivieren sich zu bewegen. Im Bilderbuch versuchen verschiedene Tiere es mit verschiedenen Turnübungen zu animieren. Die Bilder des Buchs sind schön bunt, die Figuren sind bekannte Tiere niedlich gezeichnet. Zu jeder Seite gibt es eine Turnübung und das betrachtende Kind wird angesprochen, die Übung mitzumachen.
Dazu kommt auch noch eine Steigerung, kannst Du noch mehr? Die Sprache ist klar und verständlich mit wenig, aber prägnantem Text. Das Buch ist sehr anregend und die Kinder, mit denen ich es betrachtet habe, haben großen Spaß an der Geschichte und an dem Turnen und Zappeln dazwischen gehabt. Eine tolle Idee Bewegung und Freude an Büchern zu verbinden. Als Zugabe gibt es auf den letzten Seiten noch ein Poster mit den Bewegungsübungen zum aufhängen.
Gut für Jugendliche
Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer
Das Cover des Buchs und der Titel - Das Leben fing im Sommer an- beschreibt genau das Thema des Erstlingswerks von Christian Kramer. Es geht um 3 Tage im Sommer im Leben des 15 jährigen Chris, an denen sich alles ändert. Die erste Liebe, die erste Enttäuschung, der erste Liebeskummer, Freundschaften, Abenteuer, die Einstellung zur eigenen Person, dem eigenen Körper.
Der Roman ist gut geschrieben, er erzählt von den Dingen, die einen Jugendlichen an der Wende zum Erwachsen sein bewegen, Probleme, die jeder Jugendliche mit sich selber und den anderen hat. Man kann sich gut in Chris, die Hauptperson, hineinversetzen und mit ihm leben und leiden. Ich denke Jugendliche im entsprechenden Alter wird das Buch sehr gut gefallen und Chris biete eine Person zur Identifikation. Mir als Erwachsener fehlte etwas die Handlung oder Spannung in der Geschichte.




