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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von L.:

kurzweilig

Eisnebel von Kate Alice Marshall

Als erstes ist mir bei Eisnebel natürlich dieses wahnsinnig atmosphärische Cover mit dem schönen Farbschnitt ins Auge gefallen. Dank Leseprobe lies ich mich in das Ambiente ein und es ist genau das Richtige bei kalten Temperaturen. Geheimnisvoll unheilvoll und von Anfang an beklemmend würde sich die Stimmung wohl am besten beschreiben lassen.

Die ruhige Erzählweise hat perfekt zur Geschichte gepasst und gerade dadurch eine konstante Spannung aufgebaut.

Ich mochte besonders, dass alles aus der Perspektive von Theo, der Hauptperson erzählt wurde und es keine großen Sprünge gab. Kaum Blutvergießen, viel Ungewissheit und das Langsame machten die Atmosphäre so beklemmend.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, alle Personen und Orte sind sehr greifbar, wenn auch nicht wirklich tief gezeichnet.

Obwohl ich dies sonst sehr bei Geschichten schätze, hat mich die Autorin mich dennoch abgeholt und mit Eisnebel in ihren Bann gezogen.

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fantasievoll

Ins hohe Gras von Trevor Noah

Ins hohe Gras ist ein sehr hochwertig gestaltetes Buch. Die ganze Aufmachung und das Cover laden dazu ein es gemeinsam mit Kindern zu lesen. Es wirkt wie ein Buch, das man gerne ganz kitschig in einem Schaukelstuhl vorliest.

Mir haben besonders die Illustrationen gut gefallen. Sie sind nicht überladen, sondern deuten vieles nur an.

Genau das regt die Fantasie an und lässt beim Lesen und Anschauen immer wieder neue kleine Entdeckungen zu. Die Geschichte selbst ist sehr liebevoll erzählt und hat eine warme, ruhige Stimmung, die auch beim Vorlesen schön zur Gestaltung kommt.

Es geht um Heimat, Zuhause, das Ausbrechen und Zurückkommen als Kind. Thematisiert wird auch, dass eine liebende Familie Halt gibt. Es sind so wunderschöne Botschaften versteckt.

Ein wunderschönes Buch, das man gerne gemeinsam mit seinen Kindern liest. Ruhig, liebevoll und voller kleiner Momente zum Träumen.

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langwierig

In einem Zug von Daniel Glattauer

Das Cover von In einem Zug hat mich sofort angesprochen – stilvoll gestaltet und genau die Art von Buch, die ich gerne mit auf eine Reise nehme. Auch der Klappentext klang vielversprechend und die Leseprobe machte Lust auf mehr. Also habe ich mich darauf gefreut, für ein paar Stunden in die Geschichte einzutauchen.

Die Grundidee ist eigentlich charmant: Eine Zugfahrt von Wien nach München, ein Gespräch zwischen zwei Fremden. Ein ehemaliger Bestsellerautor und eine neugierige Mitreisende. Ein Gespräch das sich zunehmend um das Thema Liebe dreht. Anfänglich sind die Dialoge spritzig, mit feinem Humor und Wortwitz. Besonders die Ironie hat mir gefallen und einige Passagen haben mich wirklich zum Schmunzeln gebracht.
Doch je weiter die Reise und das Buch voranschritt, desto mehr zog sich das Ganze. Die zu Beginn unterhaltsame Leichtigkeit wich immer wieder langen, sich im Kreis drehenden Gesprächen. Das hätte eine tiefsinnige Reflexion über Liebe, Beziehungen und das Schreiben werden können, blieb für mich aber oft an der Oberfläche hängen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sich die Figuren in einer Endlosschleife verheddern.
Trotzdem wollte ich wissen, ob die Geschichte noch eine Wendung nimmt – tat sie, aber Ende fühlte ein wenig zu gewollt an.
In einem Zug hatte definitiv seine Momente. Die Idee ist charmant, der Schreibstil gewohnt elegant, aber mir fehlte das gewisse Etwas. Wer Glattauers Stil mag und sich auf eine dialoglastige Erzählung ohne großen Spannungsbogen einlassen kann, wird hier sicher unterhalten. Für mich war es eher eine nette, aber etwas langwierige Lektüre.

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