Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Micki:
Toll für kleine Fahrzeug-Fans!
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge von Maria Höck
Wir haben "Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge" seit ein paar Tagen und es ist jeden Tag im Einsatz.
Was mir besonders gefällt: Die Bilder sind altersgerecht. Als Mama von einem 1,5-jährigen kenne ich das Problem: Viele Wimmelbücher sind einfach viel zu voll. Hier ist alles überschaubar.
Mein Kleiner wird nicht überfordert, findet aber trotzdem jedes Mal was Neues.
Die Szenen sind aus dem Alltag: Baustelle, Bahnhof, Bauernhof. Genau das, was Kinder kennen und lieben. Er zeigt begeistert auf "Feuerwehr!" und "Bagger!". Man merkt richtig wie der Wortschatz wächst.
Das Buch ist stabil, die Seiten sind dick und die Farben sind schön klar. Für alle kleinen Fahrzeug-Fans ab 12 Monaten ein absolutes Muss.
Allerdings ist das Buch vom Format deutlich größer als erwartet und daher für kleine Kinder nicht ganz so handlich. Da finde ich die klassischen Sachen suchen-Bücher etwas besser.
Leider viel zu kurz
Alleinruhelage von Eva Menasse
Von miriam0000
Alleinruhelage von Eva Menasse hat mir ausgesprochen gut gefallen. Vor allem ihr Schreibstil hat mich sofort überzeugt: leicht, elegant und mit einem feinen, oft trockenen Humor erzählt sie von einem Neuanfang nach dem Ende einer Ehe. Trotz der eher alltäglichen Handlung gelingt es ihr, große Themen wie Verlust, Veränderung, Heimat und Identität auf eine sehr tiefgründige und zugleich unaufdringliche Weise zu behandeln.
Besonders gefallen haben mir die Begegnungen mit Alla und Bolek, den polnischen Handwerkern, sowie die vielen kleinen Beobachtungen über das Leben, zwischenmenschliche Beziehungen und die deutsch-deutsche Geschichte. Menasse schafft es, ihre Figuren lebendig und glaubwürdig wirken zu lassen, ohne sie zu überzeichnen.
Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Dialoge mit dem Haus. Diese haben mich eher aus der Geschichte herausgerissen und konnten mich nicht überzeugen. Sie wirkten auf mich etwas konstruiert und hätten für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen.
Mein größter Kritikpunkt ist allerdings, dass das Buch viel zu kurz ist. Gerade weil mir die Figuren, der Humor und die Atmosphäre so gut gefallen haben, hätte ich die Protagonistin gern noch länger begleitet.
Insgesamt ist Alleinruhelage ein kluges, warmherziges und humorvolles Buch, das trotz seiner Leichtigkeit lange nachhallt. Wer literarische Romane mit feinem Humor und viel Tiefgang schätzt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Nicht nur toll für Kinder
Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon
Mit „Idefix und die Unbeugsamen“ kehrt der mutige kleine Hund aus dem Asterix-Universum als Held seiner eigenen Abenteuer zurück. Die Geschichten spielen im Jahr 52 vor Christus, als ganz Lutetia von den Römern besetzt ist – bis auf eine kleine Gruppe unbeugsamer Tiere, die sich unter der Führung von Idefix gegen die Besatzer stellt.
Der Comic überzeugt mit drei abwechslungsreichen Geschichten, die durch eine schnelle Handlung und viele lustige Einfälle bestechen. Die Abenteuer sind witzig und humorvoll erzählt und greifen den bekannten Charme der Asterix-Reihe gekonnt auf. Dabei sorgen Idefix, Turbine, Dertutnix und ihre tierischen Freunde immer wieder für amüsante Situationen, in denen die Römer das Nachsehen haben.
Dank der kurzen Texte und der übersichtlichen Gestaltung eignet sich der Band auch für Leseanfänger, die erste Comics selbst entdecken möchten. Gleichzeitig kommen erwachsene Fans von Asterix und Obelix voll auf ihre Kosten, denn der typische Humor, die liebevollen Anspielungen und die vertraute Atmosphäre machen das Lesen zu einem großen Vergnügen.
Ein rundum gelungener Comic, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert und mit viel Witz zeigt, dass auch die Kleinsten den Römern ordentlich die Stirn bieten können.
Identitätssuche im grellen Licht des Wrestlings
Sunset Flip von Joey Goebel
Mit Sunset Flip hat mich Joey Goebel auf ganzer Linie überrascht. Wrestling? Ehrlich gesagt ein Thema, das mich sonst kaum interessiert. Umso beeindruckender, wie sehr mich dieser Roman gefesselt hat. Es wird ganz sicher nicht das letzte Buch sein, das ich von Joey Goebel lese.
Im Mittelpunkt steht Auggie Schnuck, der als Wrestler kurz davorsteht, alles erreicht zu haben.
Seine Karriere läuft, mit Nadine plant er eine gemeinsame Zukunft – eigentlich könnte alles perfekt sein. Doch je höher Auggie steigt, desto mehr beginnt er, mit seiner Kunstfigur „The Aug“ zu verschmelzen. Der Traum vom Erfolg kippt langsam in eine existenzielle Unsicherheit: Wer ist er noch, wenn die Rolle überhandnimmt? Und was bleibt von den eigenen Träumen – etwa seinem Wunsch, zum Film zu gehen – wenn die Show zur Realität wird?
Joey Goebel erzählt diese Entwicklung raffiniert und mit einer dichten, spannungsgeladenen Handlung. Die Geschichte entfaltet einen starken Sog, weil sie weit mehr ist als ein Roman über Wrestling. Es geht um Identität, um Inszenierung und Authentizität, um die Zerbrechlichkeit von Glück und die feine Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Gerade das Zusammenspiel von Künstlichkeit, Kampf und überraschender Zärtlichkeit macht den Reiz des Buches aus.
Besonders gelungen sind die Figuren. Auggie ist keine schillernde Projektionsfläche, sondern ein vielschichtiger, nahbarer Protagonist, dessen innere Zerrissenheit man hautnah miterlebt. Auch Nadine und die Nebenfiguren wirken lebendig und authentisch. Man fiebert mit, leidet mit und hofft, dass Auggie einen Weg findet, sich selbst nicht zu verlieren. Wirklich ein gelungender Roman!
Süßes Buch für die Kleinsten
Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit
„Ich bin gut, so wie ich bin“ – allein dieser Satz zeigt schon, wie wertvoll dieses besondere Pappbilderbuch für die Kleinsten ist. Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das Mut macht, stärkt und berührt.
Das stabile Pappbilderbuch richtet sich an Kinder ab 2 Jahren und führt sie behutsam an erste Affirmationen heran.
Die kurzen, klar formulierten Sätze sind kindgerecht gestaltet und laden zum Mitsprechen ein. Gerade für kleine Kinder, die beginnen, Sprache und Gefühle bewusster wahrzunehmen, sind diese positiven Botschaften ein wunderbarer Einstieg in das Thema Selbstwert und Selbstvertrauen.
Besonders gut gefallen haben mir die warmen, liebevollen Illustrationen. Die zehn alltagsnahen Szenen greifen typische Situationen aus dem Kinderleben auf – vom Spielen über kleine Herausforderungen bis hin zu Gefühlen wie Unsicherheit oder Stolz. Dadurch entstehen ganz automatisch Gesprächsanlässe zwischen Kind und Bezugsperson. Das Buch bietet weit mehr als nur eine Vorlesegeschichte: Es schafft echte Wohlfühlmomente.
Was dieses Buch so wertvoll macht, ist seine klare Botschaft: Du bist richtig, so wie du bist. Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern sanft und stärkend vermittelt es Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Es eignet sich wunderbar als kleines Alltagsritual oder für die Einschlafroutine – ein ruhiger Moment, in dem Nähe entsteht und positive Gedanken Raum bekommen.
Fazit: Wie gut, dass ich ICH bin ist ein liebevoller Begleiter für die ersten Lebensjahre.
Gelungenes, interaktives Kinderbuch
Hör mal (Soundbuch): DU und ICH und unser WIR von Daniela Kunkel
„Du und ich und unser WIR – Soundbuch“ ist ein wirklich gelungenes interaktives Kinderbuch, das vor allem durch seine liebevolle Umsetzung und die gelungene Verbindung aus Geschichte und Geräuschen überzeugt.
Besonders positiv fallen sofort die klaren und angenehmen Sounds auf. Sie sind weder zu laut noch störend, sondern ergänzen die Szenen sinnvoll und machen das gemeinsame Lesen und Entdecken zu einem echten Erlebnis.
Kinder können aktiv mitmachen, zuhören und in die kleinen Alltagsmomente eintauchen – vom Lachen bis zum Pfützenhüpfen.
Ein echtes Highlight ist die Aufladefunktion per USB-C. Dass hier keine Batterien mehr nötig sind, ist nicht nur nachhaltig, sondern auch im Alltag extrem praktisch. Gerade unterwegs oder bei häufiger Nutzung macht das einen großen Unterschied und hebt das Buch deutlich von vielen anderen Soundbüchern ab.
Wie man es von dieser Reihe kennt, sind auch die Illustrationen wieder sehr liebevoll gestaltet. Die Zeichnungen transportieren Wärme, Nähe und das zentrale „Wir-Gefühl“ auf eine sehr zugängliche Weise, sodass Kinder sich schnell wiederfinden und mitfühlen können.
Ein kleiner Kritikpunkt: Etwas mehr Text zum Vorlesen wäre wünschenswert gewesen. Die vorhandenen Inhalte sind schön, aber an manchen Stellen hätte man sich noch etwas mehr erzählerische Tiefe gewünscht, um die gemeinsamen Lesemomente noch länger genießen zu können.
Insgesamt ist es aber ein rundum gelungenes Soundbuch, das viel Freude bereitet und besonders durch seine durchdachte Technik und die warmherzige Gestaltung überzeugt. Ideal für Familien, die gemeinsame, interaktive Lesezeit schätzen.
Berührende Ansätze, aber nicht ganz ausgereift
Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami
Rafik Schami erzählt in Das Mosaik der Frauen die Lebensgeschichte von Nadim Suri als eine Art Erinnerungsalbum – oder eben als Mosaik, zusammengesetzt aus den Begegnungen mit den wichtigsten Frauen seines Lebens. Dieser erzählerische Ansatz ist zugleich die größte Stärke des Romans: Jedes Kapitel widmet sich einer Frau, die Nadim geprägt hat, und verleiht der Geschichte eine klare Struktur sowie eine schöne, fast poetische Idee von Identität als Summe zwischenmenschlicher Beziehungen.
Inhaltlich begleitet man Nadim von seiner Kindheit in Damaskus über seine dramatische Flucht bis hin zu seinem Leben in Deutschland. Dabei entstehen durchaus eindrückliche Szenen – etwa die tragische Geschichte um seine erste Frau Salma oder die Schilderungen politischer Verfolgung. Der Roman hat viele bewegende Momente und vermittelt spürbar Schamis Wertschätzung für starke Frauenfiguren.
Trotz dieser gelungenen Grundidee blieb bei mir jedoch ein gewisser Abstand. Die Sprache wirkte stellenweise recht abgehackt und nicht immer flüssig, was den Lesefluss wiederholt gestört hat. Auch die einzelnen Episoden hätten für meinen Geschmack mehr Tiefe vertragen: Viele der Beziehungen werden eher angerissen als wirklich ausgearbeitet, sodass emotionale Entwicklungen teilweise oberflächlich bleiben. Gerade weil jede Frau so zentral für Nadims Leben sein soll, hätte ich mir hier mehr Raum und Intensität gewünscht.
So ist Das Mosaik der Frauen ein Roman mit einer sehr schönen Konzeption und wichtigen Themen – Erinnerung, Identität, Liebe und Verlust –, der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Insgesamt ein gutes Buch mit starken Ansätzen, das jedoch hinter seinem eigenen Potenzial zurückbleibt und für mich kein echtes Highlight war.
Interessanter Mutter-Tochter-Roman
Schlaf von Honor Jones
Schlaf von Honor Hones hat mir überraschend gut gefallen. Er ist eine angenehme Sommerlektüre – leicht zu lesen, aber mit einer subtilen Tiefe, die sich nach und nach entfaltet. Die Sprache ist unaufgeregt, meistens sauber, manchmal etwas seicht, doch genau diese Leichtigkeit hat mir die Geschichte schön zugänglich gemacht.
Die Handlung ist etwas vorhersehbar, aber das hat der Atmosphäre keinen Abbruch getan. Viel mehr hat mich überzeugt, wie gut die Autorin Margarets innere Welt einfängt: ihr Kampf, ihrer eigenen Stimme Raum zu geben, während sie sich von der sterbenden Mutter verabschiedet. Die Mutter bleibt eine faszinierende, widersprüchliche Figur – streng und fürsorglich zugleich –, und ihre Beziehung zu Margaret fühlt sich durchdacht und glaubwürdig an. Man schwankt beim Lesen wirklich zwischen Mitgefühl und Frust, genau wie Margaret selbst.
Besonders gefallen hat mich die kindliche Sommerstimmung in den Abschnitten von Margarets Kindheit – das Glitzern des Pools, die Hitze, das drückende Gefühl der elterlichen Räume. Diese Atmosphäre schafft eine wunderbare Gegenwelt zu den schweren Geheimnissen, die Margarets Kindheit geprägt haben
Die Figuren bleiben mir im Gedächtnis, vor allem Margaret. Ihre Entwicklung – von Zurückhaltung zu eigener Stimme – wirkt glaubwürdig und ehrlich. Die Mutter bleibt ambivalent, was sie zu einer bleibenden, prägenden Figur macht, statt einer einstudierten Vorlage.
Oberflächliche Sommerlektüre für den Strand
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Der Roman Der Sommer, der uns blieb hinterlässt bei mir einen eher durchwachsenen Eindruck. Insgesamt handelt es sich um eine solide, aber nicht besonders herausragende Sommerlektüre, die sich zwar angenehm lesen lässt, aber wenig bleibenden Eindruck hinterlässt.
Die Handlung ist von Anfang an sehr vorhersehbar.
Viele Entwicklungen zeichnen sich früh ab, sodass überraschende Wendungen weitgehend ausbleiben. Dadurch fehlt es der Geschichte stellenweise an Spannung und Tiefe. Auch die Figuren konnten mich nicht wirklich überzeugen – sie bleiben eher blass und wirken in ihren Motiven und Emotionen wenig differenziert, sodass es schwerfällt, eine echte Bindung zu ihnen aufzubauen.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die Sprache: Sie ist leicht, flüssig und gut zugänglich, was das Buch zu einer unkomplizierten Lektüre für zwischendurch macht. Allerdings wirkt der Stil an manchen Stellen auch etwas zu seicht und oberflächlich, wodurch emotionales Potenzial verschenkt wird.
Gelungen finde ich die Atmosphäre des Romans. Die Autorin schafft es, dieses Gefühl von Kindheit, Unbeschwertheit und sommerlicher Leichtigkeit sehr stimmig einzufangen. Diese Passagen haben für mich den größten Reiz des Buches ausgemacht und verleihen der Geschichte zumindest stellenweise eine gewisse Wärme und Nostalgie.
Mein Fazit: Der Sommer, der uns blieb ist eine nette, leicht konsumierbare Lektüre für warme Tage, die vor allem durch ihre Stimmung punktet. Wer jedoch eine tiefgründige Handlung oder vielschichtige Figuren erwartet, könnte enttäuscht werden. Insgesamt also ein „ganz okay“ – weder besonders gut noch wirklich schlecht.
Solides Kochbuch, aber wenig Neues
Cooking for Family von Julia Lanzke
Von miriam0000
Cooking for Family ist ein sympathisches Kochbuch mit einer klaren Mission: den Familienalltag in der Küche einfacher und stressfreier zu gestalten. Und das gelingt dem Buch streckenweise auch ganz gut. Besonders die kleinen Alltags- und Organisationstipps sowie die Ideen zur Resteverwertung sind nützlich und alltagstauglich – man merkt, dass Julia Lanzke aus Erfahrung schreibt.
Bei den Rezepten selbst war ich allerdings nur mäßig begeistert. Es gibt zwar ein paar nette Anregungen – die Maultaschenpfanne hat mir zum Beispiel wirklich gut gefallen –, aber vieles wirkt doch recht bekannt. Noch ein Pfannkuchenrezept oder Klassiker wie Nudeln mit Tomatensoße brauche ich persönlich nicht mehr. Wer schon ein paar Familienkochbücher im Regal hat, wird hier nicht viel Neues finden.
Insgesamt ist Cooking for Family ein solides, liebevoll gemachtes Buch, das vor allem für Einsteiger:innen oder gestresste Eltern mit wenig Kochroutine hilfreich sein dürfte. Für alle anderen bietet es zwar angenehme Lektüre und ein paar gute Ideen, aber keine großen kulinarischen Entdeckungen.











