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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Carmen19994:

Toxische Beziehungen

Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen von Anna Brüggemann

Toxische Beziehungen, sei es im Freundeskreis, in der Beziehung, oder auch, wie hier beispielsweise, im Familiekreis, sind aktuell ein Thema, welches sehr oft behandelt wird. Das Thema ist also sehr aktuell und auch sehr spannend, wie ich finde. Nur passen, meiner Meinung nach, der Titel und auch das Cover nicht wirklich zum Text.

Beides ist interessant, wie ich finde, aber es gibt nicht wikrlich einen Zusammenhang mit dem Text selbst.
Im Text spielen Männer eigentlich kaum eine wichtige Rolle, sie sind eher Randfiguren. Das Hauptaugenmerk liegt hier vor allem auf der Mutter und ihren beiden, sehr unterschiedlichen, Töchtern und deren Beziehung zueinander. Die Erwartungen der Mutter sind dehr hoch, die Töchter haben Probleme damit und sie leiden psychisch stark darunter. Noch dazu entwikelt sich, durch diese Behandlung der Mutter, ein stetiger Konkurrenzkampf zwischen den Schwestern. Wir begleiten über Jahre hinweg, wie hier die Mutter ihre Töchter überfordert, demütigt und ihnen auch keine Sicherheit im Leben gibt. Eine sehr faszinierende Geschichte. Ich finde nicht alle Figuren in dem Buch sympathisch, das macht mir in diesem Fall jedoch nicht viel aus. Die Sprache ist knapp und trifft immer den richtigen Ton. Eine gelungene Darstellung einer toxischen Familienbeziehung!

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Sehr gut umgesetzt!

Trinken wie ein Dichter von Apollo Publishers

Ein wirklich tolles Grundkonzept, das diesem Buch zugrunge liegt- ich bin wirklich begeistert! Bereits die Aufmachung des Buches- das Material und die Gestaltung des Einbandes- finde ich sehr gelungen und auch haptisch ist das Buch sehr ansprechend!

Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn macht es einem einfach, sich im Buch zurecht zu finden.

Sehr schön finde ich, dass auch immer graphisch dargestellt ist, was man zum Mixen der Drinks braucht und was an Vorräten benötigt wird.
Sehr schön finde ich auch die eingearbeiteten Fakten, die kleinen Exkursionen in die Welt bekannter Schriftsteller und die liebevollen Rezeptbeschriebungen. Bereits das Duchblättern macht Lust auf das Ausprobieren- sei es alleine oder zusammen mit Freunden oder auch Familie.
Das Buch ist nicht nur nett aufgemacht, die Drinks schmecken auch sehr gut- was ich bis jetzt zumindest probeirt habe.
Das Buch eignet sich durch seine besondere Aufmachung auch mit Sicherheit gut als Geschenk für Literaturbegeisterte.

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Misteriös

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

Ich habe bereits das ein oder andere Buch von Simone Buchholz gelesen- ich mag ihre Kriminalromane und die Art, wie sie schreibt, daher habe ich mich über dieses Buch jetzt besonders gefreut und ich bin auch nciht enttäuscht worden.
Das Buch ist, meiner Meinung nach, anders als die Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe.

Alles startet mit einem spannendem Szenario- ein Flug nach Griechenland, das Flugzeug kommt in Turbulenzen und der erste Landeversuch missglückt. Die Beschreibungen hier sind schon sehr realistisch und ziehen einenj gleich in die Geschichte.
Die Stimmung im Buch ist seltsam bedrückt unter denReisenden, sie alle irgendwie miteinander verbunden sind. Die Ereignisse werden währenddessen immer misteriöser und auch surrealer- der Himmel verdunkelt sich komplett, die Erinnerungen der ProtagonistInnen verschwinden langsam.
Am Anfang denkt man, das Buch werde leichte Lektüre und einfach zu deuten. Wenn man sich jedoch darauf einlässt erkennt man auch eine tiefere Metapher und mehr Schichten als zu beginn vermutet.

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Viele Facetten

Antichristie von Mithu Sanyal

Der Erzählstil der Autorin bleibt auch nach der Leseprobe weiterhin rasant- man wird förmlich in die rießende Geschichte hineinkatapultiert. Der Spannungsbogen baut sich rasend schnell auf, in dem Buch gibt es kein langsames dahindümpeln!

Ich finde es auch toll, wie die Autorin es geschafft hat, die Zeitreise (von mir zu Beginn noch kritisch betrachtet) in die Geschichte einzubauen.

Es wirkt nicht gezwungen. Die Autorin schafft es auch hier gekonnt, verschiedene Welten und Erfahrungen miteinander verschmelzen zu lassen.

Der Roman ist humorvoll und trotzdem behandelt er unglaublich ernste Themen und liefert auch viele Informationen dazu. Ich finde jedoch, dass der Roman manchmal leider etwas verwirrend war, eben wegen dieser Informationsdichte und nach meinem Geschmack wurden auch ein paar Themen zu viel mit eingearbeitet. Etwas weniger Dichte hätte meiner Meinung nach an manchen Stellen nicht geschadet. Trotzdem ist es ein sehr lesenswerter Roman!

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Reise in die Vergangenheit

Tage mit Milena von Katrin Burseg

Bereits den Klappentext und die Leseprobe fand ich sehr spannend! Die Hausbesetzerszene ist etwas, mit dem ich bisher keine Berührungspunkte hatte und daher fand ich es auch besonders interessant, mehr von dieser Welt zu erfahren.
Vor allem die tolle Weiterentwicklung der ProtagonistInnen fand ich schön- man hatte nicht das Gefühl, dass sie auf der Stelle stehen.

Sie entwickelten sich mit der Handlung zusammen weiter und man konnte sich auch toll in ProtagonistInnen und Handlung hineinfühlen.
Das Buch ist wirklich spannend- aber sicher nichts, zum schnell weglesen- man muss sich schon konzentrieren und auf das Buch einlassen. Es sind auch einige Themen mit eingearbeitet, die zum Nachdenken anregen- beispielweise die Klimakrise.

Ein sehr spannendes Buch, in dem sehr viel passiert und auch sehr viel untergebracht ist- ich fand es wirklich gut und habe es gerne gelesen. Nur ist für meinen Geschmack vielleicht etwas zu viel untergebracht worden...

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Leider anders als erwartet...

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks

Leider hat sich das "Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" von Sarah Brooks anders wentwickelt, als nach der Leseprobe gedacht... Ich bin leider überhaupt kein Fantasy-Fan und lese dahingehend gar nichts. Die Fantasy-Momente in diesem Buch hielten sich zwar eigentlich eh im Hintergrund, nur war es trotzdem nicht mein Geschmack und ich fand sie eher störend als passend.

Allgemein war der Roman auch eher ruhig, was ich für die Handlung als sehr passend empfand, aber es hat sich auch an einigen Stellen sehr gezogen und vieles hätte man aus meiner Sicht auch streichen können.
Besonder spannend fand ich die unterschiedlichen Gründe, aus denen sich die einzelnen Protagonisten auf die Reise machen, was sie sich dadurch versprechen und was sie sich erwarten.
Manche Passagen habe ich sehr gerne gelesen, andere eher weniger. Alles in allem war es mir aber doch ein wenig zu ruhig und vor allem hatte es mir zu wenig Handlung...

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Familienroman

Das erste Licht des Sommers von Daniela Raimondi

"Das letzte Licht des Sommers" von der Autorin Daniela Raimondi hat mich von Beginn an in die wundervolle Landschaft der italienischen Provinz gezogen. Der Erzählstil ist lebendig und sehr anschaulich und wirklich stimmungsvoll.
Der Roman handelt von einer italienischen Familie und beschreibt die unterschliedlichen Epochen und die jeweiligen Probleme und Erlebnisse der Familie zu unterschliedlichen Zeiten.

Vor allem die lebendigen Landschaftsbeschreibungen und wie viel Tiefe in den Charakteren steckt, hat mich begeistert. Die Autorin schafft es wirklich hervorragend die Konflikte der Protagonisten und auch die Gefühlswelten darzustellen und man hat gar keine Probleme sich in die Protagonisten einzufühlen.
An manchen Stellen war der Roman etwas langatmig, jedoch finde ich, dass durch die tollen Beschreibungen und die Stimung, die dadurch transportiert wird, das Buch trotzdem sehr lesenwert ist!

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Flucht in ein anders Leben

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Die Autorin, Jacqueline O‘Mahony, hat hier einen wirklich bewegenden Roman geschaffen, der von einer jungen Irin handelt, die in ein besseres Leben flüchtet.
Beginnend in Amerika wechselt die Geschichte sehr schnell in einer Rückblende nach Irland in das Jahr 1849.
Die Autorin schafft es hier, meiner Meinung nach, sehr gut das Leiden und Leben der Iren zu dieser Zeit, der Zeit der großen Hungersnot, darzustellen.

Zu dieser Zeit hegten viele Iren den Wunsch, nach Amerika zu emigrieren, um die Chance auf ein besseres Leben zu haben. Dieser Wunsch nimmt einen großen Teil der Geschichte ein und endet schließlich in der Erfolgreichen Umsetzung dieses Traums.
Ich habe das Buch sehr genossen, es gab keine stellen die sich gezogen haben oder mich nicht interessiert haben. Mir hat auch die Sprache sehr gut gefallen, sie passt ausgesprochen gut zum beschriebenen. Trotzdem war es schlussendlich dann doch nichts so ganz neues für mich, es hat der letzte kleine Funke gefehlt, um perfekt zu sein...

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tragisch komisch!

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

Immer, wenn ich etwas neues aus meinem Lieblingsverlag entdecke und es bei mir daheim einziht, bin ich sehr neugierig und erst mal sehr positiv gestimmt. Und wenn einem das Lachen im Halse stecken bleibt und man nicht aufhören will zu lesen, dann hat der Autor definitiv etwas richtig gemacht!
Es ist die Geschichte einer absurden Flucht, Ängste, die den Hauptprotagonisten so sehr beuteln, dass er sich aberwitzig verbiegt und kühne Entscheidungen trifft und auch die Geschichte des sich Änderns und der Selbstfindung.

Die Flucht mit nur einem Teil seiner Familie und ohne seiner neuen großen Liebe und das Anschließende Warten auf den Atomkrieg haben schon etwas tragie-komisches. Als der Atomkrieg jedoch auf sich warten lässt, beginnt der Hauptprotagonist nachzudenken und sich selbst zu ändern, um nicht immer von Angst getrieben zu sein.
Alles in allem ein tolles Buch, welches zum Lachen und Nachdenken anregt. Teils jedoch hatte mich der Hauptprotagonist etwas genervt...

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poetische Sprache, rauer Schauplatz

Die Gräfin von Irma Nelles

Ein wirklich tolles Buch!
Man taucht sehr schnell in die Handlung ein, die Sprache ist einfach und trotzdem poetisch.
Das Setting war wirlkich spannend- Norddeutschland, die Inseln, das Watt und dann noch die eingestreuten Sätze auf Plattdeutsch. Die Beschreibungen der Schauplätze sind auch wirklich toll- man fühlt sich fast so, als wäre man mit dabei.

Die ProtragonistInnen sind von der Autorin toll gezeichnet worden. Ich fand sie sehr authentisch und sie hatten auch durchaus Tiefgang.
Auch das Leben auf dieser einsamen und rauen Insel hat mich sehr fasziniert- ein wirklich spannender Schauplatz.

Die Lektüre war kurzweilig- ich hatte das Buch in etwas mehr als einem Tag durchgelesen. Es gab keine Stellen, die sich gezogen haben. Die Handlung ist sehr dicht.
Die tolle Atmosphäre, die die Autorin schafft hat mich hier wirklich begeistert!

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