Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Multikulti Liebesroman
Bissle Spätzle, Habibi? von Abla Alaoui
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Amaya Baysan ist Marokkanerin, lebt aber schon ihr ganzes Leben in Hamburg. Sie ist Schauspielerin und eigentlich recht modern, ihre Eltern wollen allerdings einen Muslimen als Schwiegersohn. Dumm nur, wenn man zwar einen Muslimen datet, sich aber in dessen besten Freund verliebt und er Schwabe ist.
Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich las das Buch hauptsächlich weil es ein Schwabe ist der das Herz von Amaya eroberte und ich einen humorvollen Roman erwartete. Es gab auch jede Menge Momente, bei den ich lachen musste. Ich fand Amaya und Daniel sehr sympathisch und auch der Rest der Nebencharakteren passte gut, es war quasi von allem was dabei. Allerdings wurden sehr oft arabische Worte benutzt, die leider nicht übersetzt wurden und da ich kein Arabisch spreche konnte ich mit den meisten nichts anfangen und hätte mir da gerne eine kleine Fußnote gewünscht. Wenn man ein Buch über und fremde Kulturen schreibt, sollte man diese Sätze auch übersetzen, es hätte für mich jedenfalls nicht so den Lesefluss gebremst.
Ansonsten fand ich die Geschichte ganz unterhaltsam, es gab auch immer wieder Rückblicke in Amayas Kindheit und Vergangenheit was die Geschichte noch authentischer machte.
Ein schöner, humorvoller und stellenweise auch romantischer Unterhaltungsroman, der schon Spaß gemacht hat.
Es hat mich sehr berührt
Vor uns die Dämmerung von B. Celeste
Bewertet mit 4.5 Sternen
Zum Buch:
Emery zieht zu ihrem Vater um dort ihr letztes Highschooljahr zu machen. Mit ihrer Mutter ist es schwierig, da sie nie über den Tod von Emerys Zwillingsschwester hinweggekommen ist.
Bei ihrem Vater lernt sie auch dessen neue Frau und ihren Stiefbruder Kaiden kennen.
Vor allem Kaiden bringt sie völlig durcheinander und die beiden kommen sich näher. Was Kaiden nicht weiß, Emery leidet unter der gleichen Krankheit wie ihre Schwester.
Meine Meinung:
Ich war vom Klappentext sehr angesprochen, ich lese manchmal ganz gerne Bücher mit einem ernsteren Hintergrund. Und dieses Buch hat es echt in sich. Zuerst die Trauer um die Schwester, dann die Liebe zwischen den Stiefgeschwistern, das ist moralisch schon bedenklich, aber auch irgendwie romantisch. Kaiden hat einige Charakterzüge die ihn einerseits liebenswert machen, anderseits zu einem Bad Boy, ich mochte ihn.
Die Story hat mich sehr berührt und ich hatte ein paar mal sehr nahe am Wasser gebaut. Eine sehr bewegende Geschichte mit Tiefgang. Sehr unterhaltsam und absolut empfehlenswert.
Die Wippe des Lebens
Das Meer und ich von Tessa Randau
Zum Buch:
Eine Frau Mitte vierzig möchte sich gemeinsam mit ihrer besten Freundin eine Auszeit aus der Familie nehmen. Da sagt die Freundin kurz vor der Reise ab und sie reist alleine auf eine Insel. Dort lernt sie die lebensfrohe Lene kennen und die beiden freunden sich an.
Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Tessa Randau, ich las schon das mit den Bergen, aber es ist auf jeden Fall das Buch in dem ich mich am häufigsten selbst erkannte, leider.
Zuerst muss ich Lene erwähnen, mit gefiel die Idee mit der Wippe des Lebens so gut. Am besten ist natürlich wenn es ausgeglichen ist, aber jeden kennt es wenn man oben ist, voller Freude, und wenn man unten ist und sich fragt wie es weitergehen soll. Ab sofort sehe ich mein Leben als Wippe.
Die Frau, deren Namen man nie erfährt (oder ich habe ihn vergessen) erzählt in der Ich-Perspektive von ihrer Auszeit auf der Insel, davon was sie erlebt, vor allem zusammen mit Lene. Aber man erfährt auch was sie alles ändern möchte und wieder glücklich zu sein. Es war jetzt vielleicht nicht das spannendste Buch aber es hat mich trotzdem sehr berührt und hat mir auch viel gegeben.
Chaotischer Comicroman
Quest Kids - (K)ein Auftrag für Anfänger von Mark Leiknes
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Die Quest-Kids sind fünf "Kinder". Ned und Gil sind Menschen, dann gehört noch die Elfe Terra, ein Felstroll namens Boulder und ein Hundeschweindings, Ash, dazu.
Gemeinsam wollen sie das Dorf retten indem sie für den Drachen, den sie versehentlich geweckt haben, einen Jogginganzug aus dem Fell der wilden Bestie machen.
Aber die Bestie muss erstmal gefunden werden.
Meine Meinung:
Ich las eine Leseprobe des Buches und dachte es könnte ganz witzig werden und eventuell auch etwas für mein Lesepatenkind sein. Stellenweise war es auch ganz witzig, aber im großen und ganzen konnte ich mit der Story nicht wirklich was anfangen. Ich mochte z.B. nicht wie Ned als Anführer mit seinen Freunden Umgang. Der Text hatte auch teilweise sehr schwierige Wörter, die für die LeserInnen nicht so einfach zu lesen sind, daher war es für mein Lesepatenkind nicht geeignet.
Der Fließtext war groß geschrieben und auch in einer Schreif die für Grundschüler einfach zu lesen sein sollte. Dazu kamen immer wieder Comic Anteile, ist ja auch ein Comic Roman. Die Bilder waren teilweise sehr wirr, es gab einiges zu entdecken. Ich denke Kinder, die gerne Bücher lesen wie Gregs Tagebuch, finden an dieser Geschichte sicher gefallen, mich konnte es nicht unterhalten, ich fand den Witz teilweise platt und die ganze Geschichte war zwar spannend, aber sie konnte mich trotzdem nicht überzeugen. Für mich sind Comic Romane wohl eher nicht geeignet und für meine Lesepatenkinder ist das Buch auch noch nichts, ich würde es eher erst ab zehn, elf Jahren empfehlen. So kann ich dem Buch nur 3,5 Sterne geben.
Beginn einer Freundschaft
Quest Kids - (K)ein Auftrag für Anfänger von Mark Leiknes
Zum Buch:
Shealynn und ihr bester Freund Taylor sind neu in New York. Sie beginnen beide in einer Agentur für Influencer, die Sheas Onkel mitgegründet hat, Sheas großes Vorbild, der aber leider schon verstorben ist. Dort lernen sie Evie kennen, eine Fotografin aus Deutschland.
Meine Meinung:
Mich sprach Cover und Klappentext an, außerdem mag ich beide Autorinnen und war daher sehr gespannt auf ihr gemeinsames Buch.
Zu Beginn hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Die Story wird aus vier Perspektiven erzählt, aus Sicht von Shea, Taylor, Evie und Ariana. (Ariana ist die Vorgesetzte von Shea)
Es wird jeweils in der Ich-Perspektive erzählt, der Namen des jeweiligen E
"Erzählers" steht klein über dem jeweiligen Kapitel, man muss schon aufpassen, damit man immer mitkommen, das mag ich nicht so gerne und fand es auch echt anstrengend. Die vier Protagonisten werden im Laufe der Story echte Freunde die füreinander da sind, das hat mir gut gefallen, aber jede*r hat irgendein Problem, ein Trauma und das wiederum fand ich wieder etwas zu viel und anstrengend. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, ist das Buch der Auftaktband einer Reihe und dann wahrscheinlich mehr zur Vorstellung von allen gedacht, denn so einen wirklichen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Am Ende war es eine nette Story in einem tollen Setting. New York kam jedenfalls echt gut dabei weg.
Für mich waren es zuviel verschiedene Themen und oftmals einfach zuviel auf einmal. Lieber ein, zwei "Dramen" und dafür eine etwas gefälligere Geschichte.
Ziemlich trocken erzählt
Rote Sirenen von Victoria Belim
Bewertet mit 2,5 Sternen
Zum Buch:
Die Autorin ist in der Ukraine geboren und hat eine schöne Kindheit bei ihren Urgroßeltern erlebt. Dann zog sie mit ihren Eltern in die USA und lebt jetzt in Brüssel. Im Jahr 2014 kehrt sie für einige Zeit in die Ukraine zurück um ihre Wurzeln zu untersuchen.
Vor allem ihr Urgroßonkel Nikodim hat es ihr angetan, von ihm spricht nämlich keiner.
Meine Meinung:
Ich hatte mir einiges versprochen von dem Buch, ich mag Familiengeschichten, Familiengeheimnisse. Aber mit dieser Erzählung konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Es war doch recht zäh und trocken Viktoria in ihre Heimat zu begleiten. Seiten- oder eher Kapitrlweise ging es z.B. um eine besondere Art Handtücher zu besticken und meiner Meinung nach fiel die Suche nach dem verschollenen Urgroßonkel zu sehr in den Hintergrund. Sie kam oft nicht zum Punkt, zumindest nicht für mich. Vielleicht muss man aus der Ukraine stammen um das Buch mit Genuss lesen zu können. Mir war es zu fad.
Niedliches Hörbuch zu den Bilderbüchern
Spekulatius und Bammelchen, der Osterhase von Tobias Goldfarb
Zum Hörbuch:
Spekulatius, der Weihnachtsdrache langweilt sich schrecklich. Es ist noch so lange bis Advent. Da erzählt ihm eine Möwe von Bammelchen, dem Osterhasen, der bald keiner mehr sein darf.
In der zweiten Geschichte soll Spekulatius nur ein paar Stunden auf die Eier seiner Geschwister aufpassen und nicht in den verbotenen Teil des Vulkans gehen.
Ob es ihm gelingt?
Meine Meinung:
Ich kenne Spekulatius hauptsächlich aus den Adventskalender-Büchern, habe dann aber die Bilderbücher entdeckt und zuletzt jetzt auch noch das Hörbuch.
Die Geschichten kannte ich beide schon. Dennoch hat es großen Spaß gemacht dem Sprecher zuzuhören. Eine sehr angenehme Stimme, eine lustige Geschichte und schon sitzen die Kleinen da und lauschen. Wenn man dann noch gleichzeitig im Bilderbuch blättern kann ist es nahezu perfekt.
Mit hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich kann Specki nur empfehlen.
Wenn sich Traum und Realität vermischen
Die magischen Träume des Malcolm Bell von Ross Welford
Zum Buch:
Malcolm kann seine Träume beeinflussen.
Bei einer Mutprobe findet er in einem Schuppen eine Tüte mit zwei Trauminatoren. Noch hat er keine Ahnung was das ist, aber damit gelingt es ihm zusammen mit seinem kleinen Bruder Seb im gleichen Traum zu sein und diesen auch zu beeinflussen.
Bis Seb nicht mehr aufwacht.
Meine Meinung:
Das Cover sieht ein wenig düster aus, aber durchaus interessant. Der Klappentext tat sein übriges und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Eine spannende Story, sehr gut erzählt, flüssig zu lesen und interessante Chataktere. Da wäre zuerst Malcolm, der keine Freunde hat und dann Susan, die neu in der Stadt ist und auf einmal Malcolms einzige Freundin. Die Träume , die Malcolm zusammen mit seinem Bruder Seb hat haben es in sich, nach und nach erfährt man, wie es dazu kam.
Eine fantasievolle, spannende Geschichte in der Freundschaft eine große Rolle spielt. Nicht nur für Kinder lesenswert, es macht Spaß Malcolm dabei zu begleiten wie er zusammen mit Susan versucht seinen Bruder wieder zurückzuholen. Hat mir sehr gut gefallen.
Abenteuerroman der überrascht
Die Polidoris (Bd. 1) von Anja Fislage
Zum Buch:
Die Eltern von Petronella und ihren Geschwistern, Pellegrino und Roberta, sind verschollen. Darum leben die Geschwister jetzt bei ihren Großeltern im Pelidorium, einer alten Villa am Meer.
Dort ist es seltsam, es geht wohl nicht mit rechten Dingen zu. Ein Haus voller Geheimnisse und seltsamen Gestalten.
Petronella beschließt ihre Angst zu überwinden und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung:
Ein Cover, das anspricht. Dazu kommen noch die Illustrationen, es fängt schon im Vorsatz an, da werden auch alle Personen vorgestellt.
Die Aufmachung des Biches ist sehr ansprechend, die Geschichte wird in drei Teilen erzählt. Ein gut zu lesender Schreibstil, auch schon für jüngere LeserInnen ab zehn, elf Jahren.
Die Figuren sind teilweise recht gruselig, aber alles in annehmbaren Rahmen. Es dauert zu Beginn ein bisschen, bis man in der Geschichte ist, aber dann fliegen die Seiten. Ich fand den Auftakt ganz gut und vielversprechend.
Neuanfang im Café am Leuchtturm
Leuchtturmsommer von Marie Merburg
Zum Buch:
Eva hat aus der Ferne das Café am Leuchtturm gepachtet, ihre fünfzehn jährige Tochter Nele ins Auto gepackt und ist vom Tegernsee an die Ostsee gezogen. Nach Liebwitz, in das Dorf der Liebe. Dort lernt sie Jakob kennen, den Standesbeamten der für die Hochzeiten im Leuchtturm zuständig ist.
Die beiden müssen zusammenarbeiten und das ist nicht einfach. Jakob ist ein Griesgram und guckt immer sehr ernst, Eva ist Romantikerin und glaubt noch an die Liebe.
Meine Meinung:
Leuchtturmsommer ist das zweite Buch rund um Liebwitz und man trifft einige "Bekannte" aus dem ersten Buch, Leuchtturmsommer kann aber auch sehr gut einzeln gelesen werden, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist, auch die vom Vorgänger.
Eine humorvolle und sehr romantische Geschichte mit einigen Überraschungen, ein toller Schreibstil, sehr angenehm zu lesen. Ich habe sehr mit Eva und Jakob mitgeliefert, die Wandlung vom Griesgram zum Freund der Familie hat Jakob gutgehen, ob es auch für die Liebe reicht, man wird es lesen.
Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr gut unterhalten, ich habe mich in das wunderbare Setting verliebt, auch wenn es Liebwitz in echt leider nicht gibt. Leuchtturmsommer ist jedenfalls ein sehr gelungener Roman der schon mal Freude auf den kommenden Sommer bringt.










