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Rezensionen von Ele:

Das Erbe der Schuld

Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz

Das Ritual des Wassers, Thriller von Eva Garcia Saenz, 544 Seiten, erschienen bei Fischer Scherz.
Inspektor Ayala genannt Kraken ermittelt in seinem zweiten, sehr persönlichen Fall.
Für Inspektor Ayala genannt Kraken wird es in seinem neuesten Fall sehr persönlich, seine erste Liebe Annabel Lee wird nach keltischem Ritual ermordet, aufgefunden.

Als weitere Morde folgen, zeichnet sich eine Serie ab. Werdende Väter oder Mütter werden getötet, alle Opfer aus seinem Bekanntenkreis. Zusammen mit seiner besten Freundin und Kollegin Estibaliz macht er sich an die Ermittlungen, denn die Zeit drängt, seine Chefin Alba ist schwanger und er könnte der Vater sein.
Der Plot teilt sich in 70 spannende Kapitel, welche mit großen Kapitelzahlen und Ortsangaben sowie mit Datum überschrieben sind. Schwierigkeiten mit den Namen von Charakteren und Orten, die glücklicherweise im Anhang extra aufgeführt sind, gab es nicht. Besonders das Personenregister fand ich dabei hilfreich. Die Karten in den Umschlagklappen habe ich ebenfalls des Öfteren zu Rate gezogen. Namen und Ausdrücke in Spanisch bzw. Baskisch sind kursiv gedruckt. Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch dicht und unglaublich rasant. Die Geschichte lebendig zu erzählen ist der Autorin sehr gut gelungen, da sie als Schreibstil die Ich-Form aus der Sicht des Protagonisten gewählt hat. Außerdem handelt die Geschichte in zwei Zeitebenen 1992 aus der Jugendzeit des „Kraken“ und in der Gegenwart. Dass Saenz selbst aus Vitoria stammt, merkt man sofort an der Beschreibung des Settings, man kann sich die geschriebenen Szenen mühelos vorstellen und man ist sich stets bewusst, dass die Handlung sich im Baskenland zuträgt. Das Land prägt den Charakter, der handelnden Figuren. Wieder einmal waren die Charaktere großartig gezeichnet und überaus sympathisch, allen voran der fast hundertjährige Großvater, der kleinwüchsige Bruder German und die tüchtige Ermittlerin Inspectora Gauna, sie alle habe ich schon im Vorgängerband kennengelernt. Alle Personen authentisch und nachvollziehbar handeln zu lassen hat Eva Garcia Saenz in ihrem Folgethriller zur Perfektion gebracht. Meine Lieblingsfigur der Protagonist, Inspector Unai Lopez de Ayala. Auch in diesem Fall trifft es den Kraken wieder sehr persönlich, seine Familie und seinen Freundeskreis. Das Ritual des Ermittlers bei der Auffinde-Situation einer Leiche beeindruckt mich jedes Mal erneut, es gefällt mir und macht mir den Inspector sympathisch. Die Spannung war durchgehend hoch und zum Ende nervenzerreißend, bis kurz vor dem Schluss konnte ich den Zusammenhang noch nicht ausmachen und war von der Auflösung überrascht. Temporeich und zügig mit ungeahnten Wendungen, ist das Buch sehr unterhaltsam und nebenbei erfährt der Leser noch einiges über die Historie der Gegend und keltische Opferrituale. Die Lektüre des Vorgängerbandes ist nicht zwingend nötig, doch sollte man sich diese gelungene Thriller-Reihe komplett gönnen. Vorliegender Band kann an den grandiosen ersten Teil allemal anschließen, ich bin vom zweiten Teil der Kraken-Reihe ebenso begeistert und freu mich schon auf den dritten Teil der Reihe, der im März erscheinen wird. Eine Leseprobe ist am Ende des Buches eingefügt. Wohlverdiente und gerne gegebene 5 Sterne.

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Liebe und Vergangenheit

Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz

Die Zeit der vergessenen Kinder, Debütroman von Charlotte Kliemann, EBook 283 Seiten, erschienen im Feuerwerke-Verlag.
Ein Roman über die Liebe im Schatten einer dunklen Zeit.
2008: Martin Heuser erhält ein Laptop welches von einer Haushaltsauflösung übriggeblieben ist. Die darauf geschriebene Lebensgeschichte einer Frau berührt ihn und er sucht nach ihr.

Erst zwei Jahre später begegnen sich die beiden. Können sie eine gemeinsame Zukunft trotz ihrer familiären Vorbelastungen wagen?
1941: Es ist die Geschichte der Erlebnisse des Roma-Mädchens Rubina.Eine Erzählung in drei Zeitebenen, in der Vergangenheit 1941, die kleine Rubina muss im dritten Reich schreckliche Dinge erleben. Die Flucht vor der Deportation, Hunger, Entbehrung und die lauernde Gewalt des Todes. Dieser Teil hat mir außerordentlich gut gefallen, hierfür hat die Autorin die auktoriale Erzählweise gewählt. Jederzeit ist der Überblick über die Geschehnisse für den Leser offenbar. Der Abschnitt in dem die Famile beim Kohl-Stehlen erwischt wird war hervorragend geschildert und unglaublich stark. Der nächste Strang in der Gegenwart erzählt eine Liebesgeschichte, zwischen Martin und Claudia, sie verbindet ein grausames Schicksal, beide wurden von der Mutter verlassen. Dieser Teil ist aus der Sicht Martins geschrieben. Lange konnte ich mich im Plot nicht zurechtfinden, mich hat das unsichere und verkrampfte Verhalten von Claudia und auch Martin nicht erreicht. Ich habe mich sehr schwer getan und konnte nicht in die Geschichte finden. Beide waren mir nicht sympathisch, ihre Handlungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen, der Schluss war für mich schlichtweg unverständlich. Dazwischen befindet sich noch ein dritter Strang der sich immer wieder mit „Der Baum“ betitelt. Da habe ich auch lange nicht kapiert um was es hier eigentlich geht. Claudia und Martin waren mir beide zu unsicher und überdreht. Sympathisch waren nur deren Kinder. Die Personen in der Vergangenheit dagegen habe ich verstanden und einige mochte ich sehr gerne, z.B. Rubina als Kind und auch Angelika. Dieses Buch ist sehr schwer zu lesen und auch zu beurteilen, immer war ich beim Roma-Strang zutiefst betroffen, hier habe ich mitgelitten und gehofft. Das Kapitel über die Reise nach Indien von Claudia und Martin war sehr unterhaltsam, hier ist auch einiges bezüglich Claudias Verhalten geklärt worden. Hier hat es die Autorin hervorragend geschafft die Geschichte bildmalerisch und flüssig zu erzählen. Am Ende sind mir zu viele Fragen übriggeblieben, die Stränge finden sich am Ende m. M. nach, nicht. Wie die Charaktere der Gegenwart agieren habe ich nicht immer verstanden, deshalb von mir drei Sterne von 5 möglichen.

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Hannah Richter ermittelt wieder in der Provence

Verhängnisvolle Provence von Sandra Åslund

Verhängnisvolle Provence, Kriminalroman von Sandra Åslund, EBook 328 Seiten, erschienen im Midnight by Ullstein Verlag.
Hannah Richters dritter Fall in der Provence
Nachdem ein Toter in einem Kölner Park aufgefunden wurde und es sich herausstellt, dass er Franzose war und für ein provenzialisches Kosmetikunternehmen gearbeitet hat, wird Hannah Richter zu Ermittlungen nach Vaison gesandt.

Die Kölner Kommissarin hat dort an einem Austauschprogramm teilgenommen und schon einige Ermittlungen geführt. Dort trifft sie auf Capitaine Ricard Point und Lieutenant Emmanuelle Moreau, die sie bereits von früheren Fällen kennt. Auf dem Weingut ihrer Freunde kommt sie unter. Die Ermittlungen gestalten sich zunächst schwierig, wird Hannah, zusammen mit der Polizei vor Ort, den Fall lösen?
Das Buch teilt sich in Prolog, 27. Kapitel und einen Epilog. Jedes Kapitel ist mit genauer Datumsangebe versehen, deshalb ist es ein Leichtes den chronologischen Überblick zu behalten. Orte, Gerichte und Weine, Lieder, sowie französische Phrasen sind kursiv gedruckt und somit deutlich markiert. Bemerkenswert ist der Anhang des Buches. Zunächst eine Playlist für die Musik, dadurch kann der Leser neben der Lektüre, der Lieder lauschen, die im Krimi angesprochen werden. Für Mich sehr hilfreich, das Glossar, die Übersetzung der französischen Phrasen, die im Werk reichlich verwendet wurden. Für die Leser, des EBooks gestaltet sich dies leider etwas umständlich. Des Weiteren, angeführt eine Erklärung der INCI-Liste (Inhaltsstoffe von Kosmetika). Außerdem bekommt der Leser auch noch etwas mit für danach, nämlich das Rezept für Penelopes Zahnputzpulver.
Die Autorin verwendet die auktoriale Erzählweise, jederzeit konnte ich dem flüssigen und bildmalerischen Stil folgen. Die Landschaften sind hervorragend geschildert. Die vorhandenen Charaktere sind charakterlich gutbeschrieben und handeln nachvollziehbar. Die Spannung die im Prolog angedeutet wird, konnte sich jedoch nicht über das gesamte Werk hindurch halten. Für meinen Geschmack gibt es statt spannender Verwicklungen und unvorhergesehenen Wendungen, eher eine Erzählung über die Gespräche und gemeinsame Abendessen zwischen den Freunden. Eine ausführliche Aufstellung über die Inhaltsstoffe und deren Wirkung in Kosmetika, die Beziehungssituation zwischen der Protagonistin und ihrem Lebensgefährten (eine ganze Seite über das Kofferpacken z. B.), sowie Informationen über Schwangerschaft und Babies, wurden ausschweifend abgehandelt und haben mich gelangweilt. Der Plot war vorhersehbar und leicht durchschaubar, wobei die letztendliche Lösung nur nebenbei angedeutet wurde. Da es sich im Fall, um Firmeninterna von Cosvineco handelt, die die Firma ruinieren könnten und außer den Ermittlern noch nicht einmal die Firmenleitung Bescheid wusste, finde ich es befremdlich, dass die Protagonistin schon zu Anfang der Ermittlungen ihre Freundin in die Zusammenhänge einweiht. Auch die Hinweise, die den Ermittler Michael in Köln, auf die Spur der Unterlagen von Yannik Ramon brachten, waren so hanebüchen, dass sie ein Blinder hätte durchschauen können. Einzig Ricard Point hat mich überrascht, ihn fand ich sehr sympathisch. Ich kannte den ersten Teil der Reihe, aber auch ohne Vorkenntnisse lässt sich das Buch leicht lesen. Eine eingeschränkte Empfehlung und drei gutgemeinte Sterne von fünf möglichen.

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Ein Wohlfühlbuch

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse von Frida Skybäck

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse, Feel-Good-Roman von Frida Skybäck, 543 Seiten, erschienen im Insel-Verlag.
Charlotte erbt eine Buchhandlung in London und bekommt gute Freunde, eine Familie und einen kratzbürstigen Kater dazu.
Die junge Witwe Charlotte führt eine erfolgreiche Kosmetikfirma in Schweden, durch den Unfalltot ihres Mannes, fühlt sie sich einsam und beginnt sich von der Welt abzuschotten.

Eines Tages erbt sie die Buchhandlung ihrer Tante in London. Eigentlich will sie den heruntergewirtschafteten Laden schnell loswerden, doch sie beginnt sich durch die warmherzigen Mitarbeiterinnen, den gutaussehenden Mieter und nicht zuletzt den eigenwilligen Kater in London wohlzufühlen. Kann die Buchhandlung noch gerettet werden? Und welches Familiengeheimnis gilt es zu entdecken?
Das Buch umfasst 41 Kapitel, die mit Datumsangaben versehen sind, das ist von Vorteil denn das Buch teilt sich in zwei Erzählebenen. Zum einen, das Schicksal der beiden schwedischen Schwestern, die in London ein neues Leben beginnen wollten, in den frühen 80iger Jahren und zum anderen die Geschehnisse in der Gegenwart. Jederzeit ist es dem Leser möglich die chronologischen Abläufe zu erfassen. Durch den steten Wechsel der Zeitstränge bin ich nur so durch das Buch geflogen, es fiel mir sehr schwer es überhaupt aus der Hand zu legen. Gedanken und Buchtitel, sowie fremdländische Phrasen sind kursiv kenntlich gemacht. Skybäck hat den auktorialen Erzählstil gewählt, deshalb ist der Leser, den Charakteren immer einen Schritt voraus.
Bei Frida Skybäcks Werk handelt es sich wahrlich um ein Wohlfühlbuch. Die Spannung findet größtenteils im Vergangenheitsstrang statt, nie habe ich daran gezweifelt, dass am Ende sich nicht alles zum Guten wendet. Doch wollte ich stets ergründen was die beiden Schwestern in den 80iger Jahren so sehr entzweit hat ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Dass in diesem Werk immer wieder Buchtitel zur Sprache kamen hat mir gut gefallen. Auch die Idee mit einer Lesung von J.K. Rowling fand ich eine nette Idee und über den putzigen Kater Tennyson musste ich des Öfteren schmunzeln. Die Handlung war stets plausibel und nachvollziehbar. Die handelnden Charaktere fand ich größtenteils sympathisch. Martinique, trotz ihrer Schwierigkeiten mit der pubertären Tochter und ihrer Schwester die sie ausnutzt, ist eine starke Frau, letztendlich hat sie es auch geschafft sich gegen ihre Schwester zu behaupten, ihre Köstlichkeiten die sie im Buch gezaubert hat, ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch Sam die schrille Mitarbeiterin, zwar etwas durchgeknallt aber doch liebenswert und sehr kreativ, welche Leserin möchte die beiden nicht zu Freundinnen haben? William, Mieter und Hausschriftsteller, ebenfalls ein liebenswerter Mensch. Letztendlich Charlotte, die sich in London sehr zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Sie alle habe ich liebgewonnen und konnte sie nur schwer gehen lassen. Nur Sara, die Erblasserin und Tante von Charlotte war eine furchtbare Person, leider hat Charlotte nicht erfahren, welche Schuld Sara mit ihrem Telefonanruf auf sich geladen hat. Auch die Buchhandlung hat sie ziemlich heruntergewirtschaftet, sie war mir total unsympathisch. Einzig hat mich gestört, dass es sich für Charlotte, fast wie von selbst, zum Guten gefügt hat. Insgesamt jedoch ein Feel Good Roman den ich gerne empfehlen möchte. 4 Sterne von 5 möglichen.

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Omas Backgeheimnisse

Von Oma mit Liebe von Katharina Mayer

Von Oma mit Liebe, Backbuch von Katharina Mayer, 232 Seiten, erschienen im GU-Verlag.
96 Backrezepte von Apfelkuchen bis Zuger Kirschtorte
Es gibt nichts Besseres als Omas Kuchen. Deshalb ist vermutlich das Kuchentratsch-Konzept aus „Die Höhle der Löwen“ so erfolgreich. Weit über 40 Omas und Opas backen, liefern und versenden die köstlichen Kunstwerke.

Nun ist es endlich soweit, Omas Rezepte sind keine Geheimnisse mehr. Mit diesem herrlich bebilderten und ansprechend gestalteten Buch können nun Omas Beste, nachgebacken und genossen werden.
Ich bin eine begeisterte Hobbybäckerin, ausgefallene Backbücher mit exotischen und aufwendigen Rezepten besitze ich zur Genüge, doch dies fehlte noch in meiner Sammlung - ein Backbuch mit raffinierten und leckeren Rezepten wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Sehr informativ finde ich zu Beginn des Buches die Facts über „Kuchentratsch“, diese Details sind mir nicht bekannt gewesen. 96 Rezepte von einfach bis aufwendig, eingeteilt in 4 Kapitel.
1. Kleine Leckerbissen: Hier werden Kleingebäck und Kekse vorgestellt. Sollte es einmal schwierig sein – kein Problem, z.B. die Vorgehensweise bei der Herstellung von Hefeteig und die daraus gefertigten Cranberry-Kokos- Hefeteigknoten werden Schritt für Schritt und bebildert erklärt. Bei jedem einzelnen Rezepts steht dabei, welcher Oma wir den Genuss zu verdanken haben. Unterhalb des Rezepts gibt es noch einen guten Tipp zur Herstellung dazu.
2. Lieblingskuchen für jeden Tag. In diesem Abschnitt erscheint eine Menge von einfachen aber raffinierten Rezepten, die man mit wenig Aufwand und mit den Zutaten, die meistens in einem normalen Haushalt vorrätig und leicht nachzubacken sind. Viele der Backwerke aus diesem Abschnitt sind für Backanfänger geeignet, die Anleitungen sind leicht verständlich beschrieben. Den gedeckten Apfelkuchen von Seite 95 habe ich ausprobiert, den angegebenen Weißwein für das Kochen der Äpfel habe ich durch Apfelsaft ersetzt. Die Mengenangaben und Backzeiten passten hervorragend und das Ergebnis bekam viel Lob. Aus diesem Abschnitt sprechen mich fast alle Rezepte an und werden sicher ausprobiert.
3. Torten für jeden Anlass. Hier kommen nun die Leckereien die wir bei Oma ganz besonders geschätzt haben. Eine Ananas-Nusstorte, Omas Käsesahne, die Rumbombe oder eine Sachertorte, leider hat mir hier ein tolles Rezept für eine Buttercremetorte gefehlt, diese Spezialität verbinde ich ganz besonders mit Omas Backkunstwerken. Die Schoko-Erdbeer-Trümmertorte von Oma Mona auf Seite 160, die ich kurzerhand mit Kirschen gebacken habe war ein Gedicht.
4. Das vierte und letzte Kapitel enthält Trendiges & Aus aller Welt. Im letzten Kapitel sind die echten Schätze vergraben, die Regenbogentorte hat mich neugierig gemacht. Einige glutenfreie Rezepte sind eingefügt. Ein veganes Rezept für Heidelbeer-Muffins ist auch dabei. In diesem Kapitel habe ich die meisten Rezepte gefunden die ich noch nicht kenne.
Ganz besonders gut gefallen haben mir die Interviews mit den sympathischen Omas und Opas die zwischendurch eingefügt sind, die habe ich tatsächlich noch vor der Bäckerei durchgelesen. Die Interviewten haben Freude und Spaß an ihrem Tun, bringen ihre Lebenserfahrung ein und haben Erfolg damit, das gefällt mir.
Insgesamt kann ich das Omabackbuch nur loben. Sorgfältig ausgesuchte Rezepte, die funktionieren und lecker schmecken. Eine hübsch gestaltete Aufmachung. Eine grandiose Idee. Ich freu mich sehr über dieses Buch, ein Schatz in meinem Küchenregal. Deshalb von mir 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung.

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Riechen, ein Mysterium?

Wir riechen besser als wir denken von Johannes Frasnelli

Wir riechen besser als wir denken, Sachbuch von Johannes Frasnelli, 175 Seiten erschienen im Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co.
Wie der Geruchssinn Erinnerungen prägt, Krankheiten voraussagt und unser Liebesleben steuert.
Dieses Buch umfasst 12 Kapitel zum Thema Riechen. Diese sind in weitere Leseabschnitte unterteilt, die alle eine weitere zusammenfassende Überschrift haben, es ist also ein Leichtes sich im Buch zurechtzufinden, oder gezielt Themen wiederzufinden.

Besonders hilfreich fand ich die Inhaltsangabe am Anfang des Buches. Besondere Fachbegriffe deren Erklärung, oder medizinische Fachausdrücke sind dazwischen, deutlich erkennbar, durch Einrücken, hervorgehoben. Die einzelnen Kapitel sind übersichtlich zusammengefasst und in Großbuchstaben und fett gedruckt betitelt. Darunter sind jeweils drei Stichpunkte angeführt, was der Leser im jeweiligen Kapitel erfahren wird.
Mich hat dieses Werk von Frasnelli sehr beeindruckt. Schon zu Beginn konnte ich dem Autor immer nur beipflichten. Denn wie er schon in frühester Kindheit, Gerüche empfunden hat und wie sie sich in seinem Gedächtnis eingeprägt haben, auch wie er sie mit angenehmen Erinnerungen verbindet, ist hier in ansprechender Weise erzählt. Schon hier konnte ich Parallelen zu meinen eigenen Empfindungen und Erinnerungen ziehen. Durch meine Beschäftigung im sensorischen Bereich der Lebensmittelindustrie ist mir dieses Buch, wie für mich geschrieben vorgekommen.
Sehr informativ und für den Laien verständlich erklärt der Mediziner und Neurowissenschaftler hier, wie Riechen funktioniert. Welche Areale in Nase und Rachen, sowie im Gehirn dafür verantwortlich sind. Es wird genauestens erklärt was Pheromone sind und wie sie funktionieren, wie unser Geruchssinn im Vergleich zu Tieren aufgestellt ist. Auch die Aspekte von Geruchsblindheit oder der Verlust der Riechfähigkeit sind hier erklärt und ob die Verminderung des Geruchssinn auf eventuelle Krankheiten hindeuten könnte. Für mich war natürlich das Kapitel über das Genuss-Dreamteam Riechen in Verbindung mit schmecken eine wahre Offenbarung, dieses Kapitel hat mir die Augen geöffnet. In Bezug auf meinen Job ein Highlight der Informationen. Gerne werde ich dieses Buch an die weiteren Teilnehmer meines Panels weitergeben. Zu jederzeit ist dem Leser klar, Frasnelli weiß wovon er schreibt. Die Lektüre hat mich gut unterhalten, ich habe viel gelernt oder bestätigt bekommen, deshalb hatte ich dieses Buch auch in kürzester Zeit ausgelesen. Besonders gefallen hat mir, dass auch Leser ohne eine medizinische oder sensorische Vorbildung, dieses Buch genießen können. Auch für Laien ist der Vorgang des Riechens anschaulich erklärt. Doch der Leser kann auch etwas für danach mitnehmen, denn am Ende eines jeden Kapitels gibt es als Zugaben noch das „Plus für den Alltag“ Tipps und Anleitungen wie man seine Riechfähigkeit steigern bzw. trainieren kann, das hat mir sehr gut gefallen. Das letzte Kapitel über die Verbindung zwischen Nachlassen des Geruchssinns in Verbindung mit Demenz, Alzheimer oder der Parkinsonschen Erkrankung, war für mich ein bisschen zu wissenschaftlich. Insgesamt von mir verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Club der Linkshänder

Der Verein der Linkshänder von Nesser Håkan

Der Verein der Linkshänder, Kriminalroman von Hakan Nesser, 604 Seiten, erschienen im btb-Verlag
Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti auf der Spur eines Mörders der alle zum Narren hält.
Van Veeteren bereitet sich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, da konfrontiert ihn sein Nachfolger Kommissar Münster mit einem Fall aus der Vergangenheit.

21 Jahre zuvor sind bei einem Brand in Oosterby, vier Menschen ums Leben gekommen, sie alle waren Mitglieder im Verein der Linkshänder. Da das fünfte Mitglied fehlte wurde es kurzerhand als Täter identifiziert. Doch 21 Jahre später ist dessen Leiche ebenfalls nicht weit entfernt von der Brandstätte aufgefunden worden, offensichtlich zur gleichen Zeit ermordet. Es liegt der Verdacht nahe, dass sich der wahre Mörder noch auf freiem Fuß befindet. Da Van Veeteren ganz in der Nähe seinen Geburtstag begehen will, liegt es nahe ein wenig zu ermitteln. Gelingt es ihm zusammen mit Inspektor Barbarotti den Cold Case zu lösen?
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die in 63 Kapitel aufgeteilt sind. Da jedes Kapitel mit Ort und Datum versehen ist, war es leicht den Überblick zu behalten. Der Autor bedient sich der auktorialen Erzählweise, lässt jedoch im dritten Teil, eine Figur einige Tagebucheinträge aus der Ich-Perspektive erzählen. Der Leser ist somit den ermittelnden Beamten immer einen Schritt voraus. Besondere Ausdrücke, Gedanken, fremdsprachliche Phrasen sind kursiv gedruckt und als solche deutlich hervorgehoben. Die Erzählung umfasst einen Zeitraum von 1969 bis in die Gegenwart, deshalb wechselt sie immer wieder zwischen drei Zeitebenen. Humorvolle Dialoge und ein flüssiger Erzählstil machen müheloses Lesen leicht. Die relativ große Schrift tut das Ihrige dazu. Die Spannung wird langsam, aber stetig aufgebaut, nur zu Beginn des zweiten Teiles, als das Setting wechselt hatte ich einen kleinen Hänger. Doch die Spannung und der knifflige Fall haben mich sofort wieder gefesselt. Immer wieder verfällt der nun schon etwas betagte Protagonist in psychologische Gedanken, die sein Alter und seine eigene Endlichkeit betreffen, das hat mir weniger gefallen, die etlichen Vorgängerbände die ich mit diesem Kommissar gelesen habe fand ich deshalb besser. Durch die verschiedenen Zeitebenen und die Menge an Charakteren kam ich etwas zäh in Lesefluss. Sehr gut fand ich das Zusammenspiel, der verschiedenen Nesser-Kommissare Münster, Van Veteeren und Barbarotti, eine wirklich gelungene Idee. Der Plot war stets nachvollziehbar und die handelnden Charaktere gut gezeichnet und authentisch. Meine Lieblingsfigur war Ulrike Fremdli, die Partnerin von Van Veeteren, sehr interessant war, dass sie m. E. noch viel mehr Spaß an den Ermittlungen als V.V. hatte. Der Umgang der beiden miteinander, hat mir sehr viel Freude bereitet und so liefern sie sich des Öfteren heitere Dialoge, z.B. auf Seite 138: „Sitzt du da und gähnst während ich versuche, dich zu unterhalten?“ Ich habe nicht gegähnt, nur ein wenig an Sauerstoffmangel gelitten.“ „Und was soll da bitteschön der Unterschied sein?“ “Darüber streiten sich die Geister.“ Zwischendurch hätte der Krimi vielleicht ein wenig gekürzt werden können, da immer wieder Nebensächlichkeiten ausführlich beschrieben werden, doch insgesamt ist es ein gelungener Krimi, der besonders durch seinen raffinierten Plot besticht. Im ersten Teil dachte ich den Täter und die Hintergründe schon ausgemacht zu haben, jedoch hat mich die Lösung absolut überrascht. Eine Empfehlung von mir, gute Unterhaltung ist garantiert, dafür von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

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Unter Geiern

Rapunzel, mein von Lars Schütz

Rapunzel, mein. Thriller von Lars Schütz, 400 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.
Fortsetzung von „Der Alphabet-Mörder“
Die Fallanalytikerin Rabea Wyler, hat die Strapazen vom Alphabet-Mörder-Fall noch nicht richtig überwunden, eine posttraumatische Belastungsstörung macht ihr noch immer zu schaffen, ihr Ex-Chef Jan Grall mit dem sie ermittelt hatte wurde vom Dienst suspendiert und hat sich an den Lago Maggiore zurückgezogen um ein Buch zu schreiben.

Noch immer kann die Profilerin nicht akzeptieren, dass zwanzig Jahre zuvor ihre kleine Schwester Marie verschwand, einzig eine abgetrennte Hand ist von dem Mädchen wieder aufgetaucht. In einem Essener Theater wird die Leiche eines Mädchens entdeckt, ohne Hände sie wurde mit ihren eigenen langen blonden Haaren erdrosselt. Rabea sieht Parallelen zum Entführungsfall ihrer Schwester und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Als sie auf die Spur des mutmaßlichen Täters stößt, überschlagen sich die Ereignisse, denn der Täter scheint nur eine Marionette in einem perfiden Spiel zu sein. Sie bittet Jan Grall um Hilfe, können die beiden herausfinden wer hinter dem Rapunzelmord steckt?
Das Buch gliedert sich in vier Teile die mit einer zusammenfassenden Überschrift versehen sind, den Teilüberschriften sind Erklärungen beigefügt. 74 kurze knackige Kapitel ergänzen sich zum Gesamtwerk. Da nach jedem Kapitel, der Ort des Geschehens wechselt, ist die beigefügte Orts- und Datumsangabe äußerst hilfreich. Die Kapitel enden mit Cliffhängern trotzdem fiel es mir nicht schwer das Buch immer wieder aus der Hand zu legen. Lars Schütz wählte für diesen Krimi die auktoriale Erzählweise, trotzdem konnte ich die Beweggründe der einzelnen Charaktere für ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Dazwischen erscheinen Rückblicke und Erinnerungen, diese sind kursiv geschrieben und somit als solche gekennzeichnet. Das Buch hat mich enttäuscht, denn ich hatte Empfehlungen, anhand des wohl besseren ersten Teils. Ich habe mich schwer getan diesen Thriller zu lesen, nicht weil ich den ersten Teil nicht kenne, sondern weil der Plot nicht immer nachvollziehbar war. Es erscheinen Personen und Szenen die für einen guten Aufbau der Geschichte nicht notwendig gewesen wären, etliche Geschehnisse wirken auf mich wie an den Haaren herbeigezogen, ohne zu spoilern kann ich hier auf diese Ungereimtheiten gar nicht eingehen. Wie die finale Rettung der Hauptfiguren von statten geht ist für mich hanebüchen. Auch das Ende kann ich mir so, kaum vorstellen. Alle Figuren blieben für mich fremd. Die Protagonistin handelt übertrieben und unglaubhaft, ständig setzt sie ihren Job und auch ihr Leben leichtsinnig auf Spiel. Spannung wurde zwar aufgebaut und auch immer wieder zunichte gemacht Rockerbanden, Krankenhausgeräte in Privathäusern einschließlich OP-Saal, Libanesen-Mafia , eine Handgranate explodiert in einer Wohnung und es gibt kaum Opfer, Rabea verlässt den Tatort mit dem Hauptverdächtigen ungehindert, alles vorhanden. Des Öfteren habe ich bei der Lektüre den Kopf geschüttelt, die Protagonistin wurde bei ihren Abenteuern mehrfach schwer verletzt und nach einem ordentlichen Abendessen oder einer Dusche ging es wieder weiter. Auch ein genialer Hacker war, wenn benötigt, sofort zur Stelle. Für die Leser des ersten Teils bestimmt eine Möglichkeit, noch offene Fragen zu klären. Das Ende lässt eine Option zu weiteren Folgen. Von mir keine Empfehlung, ich werde auch die Reihe nicht weiter verfolgen. Dafür von mir 2 Sterne.

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Ratgeber für Alterspubertierende

Du bleibst mein Sieger, Tiger von Maxim Leo; Jochen Gutsch

Du bleibst mein Sieger, Tiger. Humorvolle Kurzgeschichten von Maxim Leo & Jochen Gutsch, 144 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
Noch mehr Trost für Alterspubertierende, die Fortsetzung vom Erfolgsband des Autorenduos, Es ist nur eine Phase, Hase. Wieder werden die Sorgen und Nöte der Generation 50+, auf die Schippe genommen.

Den ersten Teil dieses humorvollen Ratgebers habe ich leider nicht gelesen. Werde es aber noch nachholen. Die Kurzgeschichten haben sich gut lesen lassen, denn der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Eine leichte unterhaltsame Lektüre, die mir einen Nachmittag versüßt hat. Des Öfteren musste ich schmunzeln oder zustimmend mit dem Kopf nicken, denn auch ich gehöre wohl zu der Gruppe der Alterspubertierenden. Obwohl es vor allem die Zielgruppe der Männer betrifft, konnte ich den ein oder anderen passenden Abschnitt für mich finden und auch bei meinem Mann entdecken. Etwas enttäuscht hat mich der Umfang des Werkes, wenige Kurzgeschichten, die in der Buchmitte, mit grauen Seiten unterlegt, Tipps und Tricks anboten. Die langweilig und allgemeingültig, wie auch wenig hilfreich waren. Mir kam es so vor als sollten, die wenigen Seiten noch dadurch „gestreckt“ werden. Da habe ich vor allem „quergelesen“. Lustig fand ich die Geschichte „Allesfresser“. Frauen kommen in die Wechseljahre, Männer in die Grilljahre. Auch die Vorschläge zur Freizeitbeschäftigung, z.B. beim argentinischen Tango, haben mich amüsiert. Bang, bang Feuer frei fand ich die beste Story in der Sammlung, da konnte ich mich in dem Protagonisten fast wiederentdecken. Dafür ist die Erzählung über die Maulwurfsjagd schlichtweg übertrieben.
Gelernt habe ich durch dieses Buch hauptsächlich, dass es wichtig ist auch wenn man die Lebensmitte überschritten hat, den Humor zu bewahren und nicht alles, vor allem sich selbst nicht so ernst zu nehmen. In finde, dass sich das Buch als Geschenk für ein Alterspubertier eignet und vergebe drei von fünf möglichen Sternen.

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Warum bist du nicht endlich mal glücklich

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Es wird Zeit, Frauenroman von Ildikó von Kürthy, 320 Seiten, erschienen im Wunderlich-Verlag.
Eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verlorengehen kann.
Die 50jährige Zahnarztgattin Judith Rogge hat schon fast 30 Jahre mit einer Lüge gelebt.

Nun ist sie unterwegs in ihre Heimat, im Gepäck die Urne ihrer verstorbenen Mutter, die in ihrem Heimatort eine letzte Ruhestätte finden soll. Außerdem will sie ihr Elternhaus verkaufen. Plötzlich verändert sich ihr ganzes Leben. Ihre beste Freundin Anne ist todkrank. Ihre Jugendliebe macht ihr ein unmoralisches Angebot, ihre Söhne sind erwachsen und ihr Mann schnarcht. Ist es zu spät, noch einmal neu anzufangen?
Das Buch gliedert sich in übersichtliche Kapitel in der idealen Leselänge, die mit einem zusammenfassenden Titel überschrieben sind. Dazwischen bunte Zeichnungen von Peter Pichler, die mir ausnehmend gut gefallen haben. Die Autorin bedient sich des Erzählstils in der Ich-Form aus Sicht der Protagonistin, somit sind deren Gefühle und Gedanken dem Leser verfügbar, dadurch entsteht die Möglichkeit jederzeit ganz nah dran am Geschehen zu sein. Tagebucheinträge und Briefe sind kursiv dargestellt und sofort erkennbar.
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mich gut unterhalten, doch dieses Werk hat mich leider enttäuscht. Richtig genervt war ich von der Protagonistin ein übertherapiertes Luxusfrauchen mit zu viel Zeit zum Jammern, bezeichnend für ihre Einstellung sind wohl folgende Sätze auf S.51: „Ich bin verlassen worden. Erst von meinen Kindern und jetzt von meiner Mutter. Nur mein Mann, der bleibt, ausgerechnet. Undankbar, obwohl sie sich nie zwischen Arbeit und Kindern zerreiben musste, in einem schönen Haus und sonstigem Luxus lebend, mit Zugehfrau, ohne materiellen Sorgen und viel Zeit sich selbst zu bedauern. Dabei hat ist ihr Mann immer gut zu ihr gewesen. Obwohl ihre Freundin Anne um ihr Leben kämpfen muss, sind ihr die eigenen kindischen Sorgen und Nöte am wichtigsten. Dazu passend ihr bester Freund Erdal, die gleiche „Dramaqueen“, nur in männlich. Die Szene bei der Fernsehpreisverleihung die sie zusammen mit Erdal besuchte und für beide in der Notaufnahme endete fand ich hanebüchenen Klamauk. Meine Lieblingsfigur war Anne, eine starke Frau trotz ihrer Krankheit. Gestört hat mich auch, dass die Szenen oft abrupt wechselten, dass ich nicht mehr wusste wo sich die Geschichte aktuell abspielt. Mir war auch ein Rätsel warum Ehemann und Söhne von Judith nicht bei der Beerdigung der Oma dabei waren. Nicht immer waren der Plot und die Handlungen der Charaktere für mich nachvollziehbar. Die Handschrift der Autorin konnte ich zwischendurch jedoch immer wieder erkennen, z.B. in Lebensweisheiten die von Kürty mit auf den Weg gibt, manchmal musste ich schmunzeln und auch laut lachen, am Ende aber auch weinen. Der Epilog ist der Autorin gut gelungen. Was die Ängste der Protagonistin, z. B. um ihre Kinder betrifft konnte ich sogar meine eigenen Gefühle darin wiederfinden. Das Zitat auf S. 38: „ Wer keine Angst hat, der hat bloß zu wenig Phantasie“, habe ich mir notiert. Ergibt von mir gutgemeinte 3 Sterne.

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