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Rezensionen von Ele:

Wes Brot ich ess..

Die karierten Mädchen von Alexa Hennig von Lange

Die karierten Mädchen, historischer Roman von Alexa Hennig von Lange, EBook erschienen im Dumont-Verlag. Erster Teil einer Trilogie.
Ein Roman über eine Frau, die sich aus der Geschichte raushalten will – und sich doch in ihr verstrickt.
Die Autorin hat so viel wie möglich in den Roman einfließen lassen, von dem was ihre Großmutter auf über 130 Tonkassetten über ihre Vergangenheit geschildert hat, Lücken die entstanden sind und Dinge die nicht erwähnt wurden, hat sie durch gründliche Recherchearbeit ergänzt.

Klara ist 91 Jahre alt und blind. Als sie Urgroßmutter wird, entschließt sie sich, die Geschichte ihres wahren Lebens, ihren Nachkommen als Tondokument zu hinterlassen. Es beginnt, als die junge Klara, als Hauswirtschaftslehrerin in einem Kinderheim in Oranienbaum eine Anstellung findet, als dort die einjährige Tolla, jüdischer Herkunft abgegeben wir nimmt sie die Kleine in ihre Obhut. Durch die Wirtschaftskrise spitzt sich die finanzielle Lage des Heimes immer mehr zu, als einzigen Ausweg sucht sie die Nähe der nationalsozialistischen Machthaber, doch bald merkt sie, worauf sie sich eingelassen hat. Es soll daraus eine Bildungsstätte im Sinne des nationalsozialistischen Denkens werden. Sie gibt das kleine Mädchen als ihre Tochter aus und begibt sich somit in große Gefahr.
Das Buch besteht aus 31 Kapitel, es überzeugt durch seinen flüssige und bildhaften Erzählstil, innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Werk ausgelesen, zum einen weil ich wissen wollte wie die Geschichte von Tolla und Klara weitergeht, das war schon ein sehr mitreißender Plot. Zum anderen ist es ein Vergnügen durch die Seiten zu fliegen, weil mir das Lesen so leichtfiel. Das Besondere am Buch waren die toll geschilderten Landschafts- und Ortsbeschreibungen, es war ein Genuss, die Protagonistin in Dessau, am Bahnhof, beim elterlichen Anwesen und in den Heimen zu begleiten. Die blühenden Wälder und Wiesen, prächtig gebundene Blumensträuße, der dunkle Wald, die karierten Dirndlkleider sind direkt vor meinem inneren Auge bei der Lektüre entstanden. Die Autorin erzählt in zwei verschiedenen Zeitebenen. In der Gegenwart der 91jährigen Protagonistin und wie sie alleine wohnend, blind ihren Alltag meistert und zum anderen die Rückblicke in ihre Jugendzeit, der Übergang der beiden Zeitebenen ist mit den Tonaufzeichnungen begründet und hat sich gut gefügt. Briefe und Liedtexte, Gedichte etc. erscheinen kursiv, sind also deutlich gekennzeichnet.
Die Personen sind so echt geschildert, dass man meint sie schon lange zu kennen. Meine Lieblingsfigur Täwe, der „kleine Lehrer“ – Ehemann der Protagonistin und ein Fels in der Brandung. Auch die Kolleginnen und Schülerinnen in den Heimen, besonders Susanne, die kleine Tolla, die Familie Klaras habe ich liebgewonnen und wollte sie gar nicht gehen lassen. Die Parteimenschen, Regierungsbeamten etc. sind trotz ihres Charakters gut beschrieben. Alle handeln authentisch.
Insgesamt ein sehr gelungener Einstiegsband in die Trilogie, die ich sicher weiter lesen werde. Besonders neugierig bin ich natürlich darauf das Schicksal Tollas zu erfahren.
Klara ist eine überaus interessante Person, so liebevoll wie sie mit der kleinen Tolla und ihren Schülern umging, war sie wohl in ihrem späteren Leben nicht mehr, die Zerissenheit ist immer noch deutlich zu spüren. Zum einen die Verpflichtung zu ihrem jüdischen Stiefkind und ihre Verachtung des nationalsozialistischen Gedankenguts. Zum anderen ihr Beruf und die damit einhergehende Akzeptanz dieser braunen Schergen, sie selbst ein Werkzeug davon. Irgendwie hatte ich unterschwellig das Gefühl, dass sie ihre leiblichen Kinder und Enkel mit Strenge erzogen, bzw. behandelt hat. Einzig ihre Liebe zu ihrem Mann war stets unerschütterlich, wie sehr sie ihn geliebt und verehrt hat, ist auch 20 Jahre nach seinem Tod noch spürbar.
Von mir eine deutliche Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Ballinstadt

Das Tor zur Welt: Träume von Miriam Georg

Das Tor zur Welt, Träume, Historischer Roman von Miriam Georg, 656 Seiten erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag.
Die Hamburger Auswanderer-Stadt Teil 1
Ava kann sich nur noch vage an ihre Familie erinnern, immer mehr verblasst die Erinnerung, sie vermutet sie in Amerika. Ava kommt mit ihren Pflegeeltern nach Hamburg, dort herrscht die Cholera, bald muss sie sich alleine durchschlagen, sie arbeitet und schuftet lange Jahre, für das eine Ziel, sich eine Schiffspassage nach Amerika leisten zu können, sie findet eine Anstellung in der Hamburger Auswandererstadt.

Claire Conrad ist reich und schön, ihr fehlt es an nichts, kapriziös und eigenwillig dickköpfig und verwöhnt, so eckt sie überall an und stößt alle die ihr nahestehen vor den Kopf. Ihre Mutter die sich nicht mehr zu helfen weiß, wendet sich an den dubiosen Dr. Schwab. Um sie zu therapieren soll sie fortan in der Auswandererstadt arbeiten.
Dort begegnen sich die beiden unterschiedlichen Frauen. Eine Freundschaft beginnt, die durch einen furchtbaren Verrat erschüttert wird.
Das Buch besteht aus 4 Teilen, die mit Ort und Jahreszahlen gekennzeichnet sind. Abwechselnd werden die Erlebnisse der beiden Protagonistinnen Claire und Ava aus der Sicht der jeweiligen Figur erzählt. Dazwischen in kursiver Schrift deutlich abgesetzt und im Ich-Stil verfasst, Schiffsszenen aus der Vergangenheit, dramatisch und aussichtslos, die erst zum Ende etwas Licht ins Dunkel bringt. In der vorderen Klappe eine Karte der Hamburger Auswandererstadt um 1900.
Die Autorin schreibt flüssig und extrem bildmalerisch, die Zeilen flogen nur so dahin und vor meinen Augen entstanden Bilder des geschilderten Settings. Ganz besonders ausführlich und tiefgründig sind die einzelnen Charaktere beschrieben. Ein Leichtes, sich im Lauf des Romans in die Personen hineinfühlen zu können, das erzeugt Authentizität und Verbundenheit. In erster Linie die Figur Claire, die ich zu Anfang gar nicht so leiden konnte. Dieses verwöhnte, oberflächliche und sture Geschöpf. Weil sich ihre Mutter nicht mehr zu helfen wusste kam sie in die Fänge dieses lüsternen Quacksalbers Dr. Schwab, der sie in seine Gewalt bringen will. Wie sie immer mehr in Schwierigkeiten kam hat sie sich selbst zuzuschreiben, doch da hat sie mir aufrichtig leidgetan. Ganz im Gegensatz dazu die fleißige und gute Ava, eine Gegensatz zu Claire der mir immer wieder das Herz erfreut hat. Alle anderen Charaktere handeln nachvollziehbar und authentisch.
Insgesamt ist in diesem ersten Teil, so viel angedeutet und so wenig erklärt worden, dass es ein unbedingtes Muss ist, den zweiten Band ebenfalls zu lesen. Immer wieder sorgten Plottwists und neue ungeahnte Begebenheiten für Spannung und machten es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Insgesamt eine spannende und emotionale Unterhaltung.
Wie schlecht Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts behandelt wurden ist himmelschreiend, alleine die Erklärungen des schrecklichen Dr. Schwab, lassen der Leserin die Haare zu Berge stehen, Hysterie und ihre Behandlung, es ist einfach unvorstellbar was Frauen da aushalten mussten. Die Erzählung über die BallinStadt und die Begebenheiten bei den Auswanderern haben mir sehr gut gefallen. Die Verzweiflung der Menschen und die schauderhaften Lebensbedingungen der Armen haben mich zu Tränen gerührt.
Insgesamt gesehen ist es unmöglich dieses Buch als Einzelband zu lesen. Viel zu viel ist nicht gelöst worden, sämtliche Fäden sind noch offen. Ein wenig mehr Erklärungen am Ende und Auflösungen. Dafür im Vorfeld etwas weniger Geschichte drum herum, z.B. die Erlebnisse Avas am Moorhof im alten Land wären nicht so ausführlich nötig gewesen, da sich daraus nichts mehr ergab. Das Buch ist sehr umfangreich, trotzdem fühlt es sich an, als ob mir am Ende noch unzählige Seiten fehlten. Bis zum Erscheinen des 2. Bandes ist es doch noch etliche Wochen hin. Einige Erzählstränge enden für mich mitten in der Szene. (z. B. Ava bei Agathe). Das ist für mich nicht befriedigend ich hätte mir diesen Teil etwas mehr in sich abgeschlossen gewünscht. Dafür von mir ein Stern Abzug.
Eine Leseempfehlung, evtl. wenn der Fortsetzungsband erschienen ist, die beiden Bücher nacheinander weg zu lesen. 4 von 5 möglichen Sternen.

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Papa Monet

Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen von Claire Paulin

Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen, historischer Roman von Claire Paulin, Ebook von Ullstein ebooks.
Der 6. Band aus der Serie Ikonen ihrer Zeit.
1876 der Vater von Blanche Hoschedé ein Kunstmäzen und Sammler ist bankrott, weil er stark über seine Verhältnisse gelebt hat. Sogar das Erbe der Mutter wird versteigert und die Familie muss von dort ausziehen.

Der Vater ist nicht in der Lage die Familie zu retten oder zu unterstützen und deshalb flüchtet sich Alice Hoschedè mit ihren Kindern zu Claude Monet, den Künstler, der oft bei den Hoschedés zu Gast war. Nach dem Tod von Monets Gattin gibt das Zusammenleben von Alice und Monet und ihren Kindern genügend Grund zu schlechtem Gerede. Doch das was Monet sich herausnimmt, verwehrt er seinen Kindern, ganz besonders leidet Blanche darunter, die den Künstler am meisten verehrt.
Das Buch besteht aus drei Teilen, die in einzelne Kapitel unterteilt sind. Jugend , Liebe und Freiheit. Diese einzelnen Kapitel sind zur besseren Übersicht mit Ort und Datum überschrieben. Am Buchanfang befindet sich eine Karte des beschriebenen Gebietes und am Buchende ein Personenregister, beides ist bei einem Ebook schwieriger zu nutzen als bei einem Printbuch. Erzählt wird aus der Sicht der Protagonistin Blanche, der Stieftochter und späteren Schwiegertochter des Künstlers. Besonders schön war die herausragende Beschreibung des Settings, immer wieder hatte ich die blühenden Gärten und die Landschaften vor Augen. Ein flüssiger Schreibstil und lebhafte Dialoge machten die Lektüre leicht.
Der Anfang im ersten Teil der Geschichte war sehr interessant und informativ, manchmal auch etwas zu ausführlich beschrieben. Lesefluss kam sofort in Gang. Die Charaktere sind tief gezeichnet und im Fall von Monet und Blanche, aber auch weiterer Figuren fesselnd. Blanche war ebenfalls eine begnadete Künstlerin die von ihrem Stiefvater inspiriert wurde, ihr Stil glich dem Monets sehr, obwohl sie von ihm niemals unterrichtet wurde. Sie war eine starke liebenswerte und sanfte Persönlichkeit, ich würde sie sogar als Dulderin bezeichnen. Viele Schicksalsschläge musste sie ertragen, ihre große Liebe wurde ihr durch den Egoismus von Monet verwehrt und doch hat sie unter allen Kindern und Stiefkindern, bis zum Ende des Malers, an seiner Seite ausgehalten. Nur sie konnte er beim Malen an seiner Seite ertragen und dulden. An Dramatik hat die Autorin in ihrem Roman nicht gespart.
In den weiteren Teilen, hat die Autorin nur die wichtigsten Begebenheiten aufgegriffen, das war mir etwas zu wenig, die Zeitsprünge waren groß, hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. Z. B. über die Ehe von Jean und Blanche und die näheren Umstände beim Tod von Alice und Suzanne, denn die Autorin hat nur diese Lebenssituationen geschildert die in Quellen dokumentiert sind.
Ich habe es genossen etwas mehr über die Monets zu erfahren, die in ihrer Entstehung geschilderten Bilder habe ich mir parallel im Netz angesehen. Sehr viel habe ich da gelernt. Es ist sogar der Wunsch entstanden, einmal nach Giverny zu reisen und mir das Pressoir, das Haus und den Garten, der von Monet so kunstvoll entworfen und gestaltet wurde, in seiner ganzen Blütenpracht und Schönheit, die die Autorin geschildert hat, einmal anzusehen.
Die Lektüre hat mir Freude gemacht und mich gut unterhalten, einige Fakten die mir wichtig sind habe ich dadurch erfahren. Etwas weniger ausschweifend und an anderen Stellen ausführlicher hätte ich mir diesen biografischen Roman gewünscht. Eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Mudlarking

Die versteckte Apotheke von Sarah Penner

Die versteckte Apotheke, Roman von Sarah Penner, 384 Seiten erschienen Im Harper Collins Verlag.
Eine Apothekerin „rettet“ mit giftigen Arzneien Frauen in Not
Die Historikerin Caroline Parcewell, muss kurz vor einer Reise mit ihrem Ehemann nach London, anlässlich ihres 10jährigen Hochzeitstages feststellen, dass ihr Gatte sie betrügt.

Kurzentschlossen tritt sie die Reise alleine an, um über ihr weiteres Leben nachzudenken. Bei einem „mudlarkin“, einer Art Schatzsuche im Uferschlamm der Themse findet sie eine 200 Jahre alte Apothekerflasche. Der faszinierende Fund bringt sie auf die Spur einer Apothekerin aus dem 18. Jahrhundert. Nella die den Frauen zu dieser Zeit einen „Ausweg“ aus unglücklichen Ehen ermöglichte.
Die äußere Aufmachung des Buches hat mich fasziniert, unter dem Schutzumschlag steckt ein prächtig aufgemachtes Hardcover. Das Buch beinhaltet 36 kurze knackige Kapitel in zwei Zeitebenen, als Erzählform hat sich die Autorin, des personalen Erzählstils in Ichform bedient, es erzählen in der Gegenwart Caroline und in der Vergangenheit Eliza und Nella. Die Erzählstränge und Zeiten wechseln in jedem Kapitel was bei mir zu einer hohen Lesegeschwindigkeit führt. Da die einzelnen Kapitel mit der erzählenden Person und dem Ort, sowie dem Datum gekennzeichnet sind, ist es leicht den chronologischen Überblick zu behalten. Am Buchanfang ist eine Karte von London ca. 1791 gedruckt. Somit konnte man Eliza auf ihren Gängen durch das alte London gut begleiten. Ein alter Apothekerschwur auf der ersten Seite stimmt den Leser bestens auf die Geschichte ein. Im Anhang findet man einige Tinkturen und Zubereitungen aus Nella Clavingers Giftapotheke, zusätzlich ein paar ungefährliche, hilfreiche Rezepte.
Der Beginn des Buches war fesselnd, sofort entstand Lesefluss und es hat mich regelrecht in das Geschehen, in beiden Zeitebenen, hineingezogen. Die Spannung baute sich kontinuierlich auf. Die Figuren sind tief charakterisiert eine Verbindung zu den Protagonistinnen konnte ich mühelos herstellen. Das Setting, ganz besonders im Vergangenheitsstrang war herrlich geschildert, die Orte sind regelrecht vor meinen Augen entstanden. Jedoch war der Plot nicht immer nachvollziehbar. Nur so viel ohne zu spoilern: Hätten die Machenschaften der Apothekerin nicht schon viel früher auffliegen müssen? Hätte der Schluss für Lady Clarence nicht anders aussehen sollen? Auch Caroline in der Gegenwart handelte manchmal unglaubhaft, viel zu glatt gestaltete sich ihre Recherche. Nachdem ich dreiviertel des Buches gelesen habe, ergab sich für mich ein ungeahnter Plottwist, der mir fast die Luft nahm. Das Ende im Vergangenheitsfaden ist einfach nur unglaubhaft.
Leider bin ich mit der Auflösung nicht einverstanden, das Buch und die Idee dafür hätte ein Volltreffer werden können. Leseempfehlung für Leser denen die Authentizität nicht vorrangig wichtig ist. Deshalb von mir einen Stern Abzug. 4 Sterne von 5 möglichen

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Ein Highlight der Libby-Reihe

Dein Schmerz wird meine Rache sein von Dania Dicken


Dein Schmerz wird meine Rache sein, Thriller von Dania Dicken, 4.Teil der Libby-Reihe, E-Book.
In diesem Band geht es ordentlich zur Sache.
In San José Kalifornien werden schrecklich verstümmelte Leichen gefunden. Bald zeichnet sich ab, dass es sich hier nur um einen Serienmörder handeln kann, der auf besonders grausame Weise seine Opfer foltert.

Aus diesem Grund wird das FBI angefordert, deshalb fliegt Libby in die alte Heimat um dort mit ihren Profiler-Kollegen von der BAU zu ermitteln. Zur Unterstützung mit dabei auch Sadie Whitman, ehemalige FBI-Profilerin und Libbys Mutter.
Dieses Mal hat mich das gesamte Buch dermaßen gefesselt und unterhalten, dass ich jede freie Minute zum weiterlesen genutzt habe. Die Heftigkeit und Grausamkeiten die schon im Prolog geschildert werden sind eigentlich nicht mehr zu überbieten. Der Leser sollte hier schon hartgesotten sein.
Die Spannung beginnt unglaublich hoch und D. Dicken hat es geschafft dies über das gesamte Werk zu halten. Ungeahnte Wendungen haben mich immer wieder verblüfft und Plotwists auf falsche Fährten gelockt. Es war einfach unglaublich aufregend. Dazwischen sind immer wieder ruhige Phasen zum herunterkommen eingebaut, das hat mir ganz besonders gefallen. Die detaillierten Beschreibungen der Charaktere sind der Autorin hervorragend gelungen, tief lässt sie die Leserschaft wieder in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und zeigt, wozu ein Psychopath fähig ist, besonders in den Kapiteln aus Tätersicht. Dadurch, dass Mutter und Tochter an diesem Fall arbeiten wird beim Leser eine tiefe Verbundenheit zu den Ermittlerinnen aufgebaut, die der Reihenleser sehr genießt. Mich fasziniert ganz besonders, dass die Reihe auf die vorangegangene Reihe über die Profilerin Sadie, Libbys Stiefmutter aufbaut. Die meisten Charaktere sind mir vertraut und über die Reihen hinweg lieb geworden, manchmal muss ich mir zwischendurch bewusst machen, dass es sich hier um fiktive Figuren handelt. Und trotzdem können die einzelnen Akteure immer wieder überraschen.
Auch über reale Serienmörder die denselben Modus Operandi für ihre Verbrechen gewählt haben, habe ich wieder einiges, durch weiterführende Recherchen gelernt.
Band vier finde ich bisher den besten Band der Reihe, ständig wurde ich aufs Neue überrascht. Ein Buch das man nicht eher aus der Hand legt bevor der letzte Satz gelesen ist.
Leseempfehlung für die gesamte Libby-Reihe und für Band vier ganz besonders. Dafür 5 Sterne

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Pechmädchen

Die Hennakünstlerin von Alka Joshi

Die Hennakünstlerin, Roman von Alka Joshi, 445 Seiten erschienen im HarperCollins Verlag.
Indien 1955 in einer Welt zwischen Tradition und Moderne, zwischen Überfluss und Armut kämpft eine Frau um ihre Zukunft.
Lakshimi ist in einer gewaltsamen Ehe unglücklich, sie verlässt ihren Ehemann und ihre Schwiegermutter die ihr die Ayurvedische Heilkunst nahegebracht hat und beginnt ein neues Leben in Jaipur.

Aus ärmlichsten Verhältnissen arbeitet sie sich durch Fleiß und Können als Hennakünstlerin und Naturheilkundige in die höchsten Kreise der indischen feinen Gesellschaft empor, in den vornehmsten Häusern verwöhnt und verschönt sie die dekadenten Frauen der reichen Inder und muss sich dabei verbiegen um zu gefallen. Als sie zu einem bescheidenen Wohlstand und sogar zu einem eigenen Haus gekommen ist, erscheint ihre 13jährige Schwester, das Pechmädchen Radha. Lakshimis Vergangenheit holt sie ein und schon nach kürzester Zeit droht ihr, alles zu verlieren.
Das Buch umfasst 22 Kapitel die in vier Teile gegliedert sind. Am Anfang jedes Kapitels sind der Ort und das genaue Datum angegeben. Erzählt im Ich-Stil aus der Sicht der Protagonistin. Man kann sich die geschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ist sich stets bewusst, dass die Handlung sich in Indien zuträgt. Die wichtigen Personen sind gut charakterisiert. Spannung ist vorhanden und steigert sich bis zum überraschenden Ende. Indische Ausdrücke sind kursiv gedruckt und werden im Glossar, am Buch-Ende erklärt, das hat mir sehr geholfen. Auch das Personenverzeichnis musste ich anfangs noch zu Rate ziehen, doch bald hatte ich mich an die Namen der agierenden Figuren gewöhnt. Bereichert wird das Buch durch Spezialitäten-Rezepte und das Rezept für eine Hennapasta am Ende. Das System der Kasten konnte man dort auch finden, eine aufschlussreiche Information.
Was für ein bezauberndes Buch, ständig hatte ich das Gefühl in einem orientalischen Märchen angekommen zu sein. Alka Joshi hat es geschafft, in ihrer bildmalerischen und flüssigen Art zu schreiben, mich komplett zu verzaubern. Die Düfte, die Farben, die Speisen und die indische Lebensart haben mich mitgerissen und nicht mehr losgelassen. Erst als der Schlusspunkt gesetzt war konnte ich das Buch aus der Hand legen. Das Leben kurz nach der Kolonialisierung war für Frauen in Indien schwer, vor allem für Alleinstehende und Frauen aus den niederen Schichten. Doch auch die Maharanis hatten kein leichtes Leben, im Buch sehr gut beschrieben. Wohlhabende Frauen hatten in dieser Zeit Angestellte ihre Zeit verbrachten sie mit Partys, Klatsch und Tratsch und Intrigen. Die Geschichte über Lakshimis Fleiß und ihr Emporkommen fand ich überwältigend, dass sie charakterlich hart geworden ist, wundert mich kaum. Eine unsympathische Figur war für mich Radha, die Schwester der Protagonistin. Für ihre entbehrungsreiche Kindheit hat sie ihre Lakshimi verantwortlich gemacht. Stur, besserwisserisch und naiv, bringt sie Lakshimi an den Rand des Ruins. Immer wieder schafft sie es durch ihr trotziges Verhalten Lakshimi in noch größere Schwierigkeiten zu bringen, von Dankbarkeit jedoch keine Spur. Dafür hatte ich viel Spaß an Malik, dem Helfer der Hennakünstlerin.
Die Hennakunst hat mich schon immer fasziniert, ich finde Mehndi-Tattoos fabelhaft, leider nicht in unseren Kulturkreis passend. Bisher dachte ich, dass es nur eine schmückende Kunst, auch mit religiösem oder kulturellem Hintergrund ist, dass dieser Körperbemalung auch eine erotische Komponente hat, dessen war ich mir bisher nicht bewusst.
Ich habe vieles gelernt und erfahren, habe mich in ein Märchen aus 1001 Nacht entführt gefühlt, ich habe das Buch rundherum genossen und hoffe auf eine Fortsetzung. Eine absolute Leseempfehlung von mir, dazu 5 Sterne.

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Professor Cornelius erster Fall

Walpurgisnacht von Karoline Eisenschenk

Walpurgisnacht, Kriminalroman von Karoline Eisenschenk, 215 Seiten erschienen im Alitera Verlag.
Dramatischer Mord in Niederbayern
Der emeritierte Geschichtsprofessor Gregor Cornelius will nicht mit seiner Gattin eine Kreuzfahrt mit nervigen Bekannten machen, viel eher verspricht er seinem Neffen, dessen Haus in Neukirchen während seiner Abwesenheit zu hüten.

Dabei erhofft sich der Professor ein paar geruhsame Wochen in der niederbayrischen Provinz. Doch mit der Illusion vom geruhsamen Landleben ist es bald vorbei, denn in der Nacht zum 1. Mai, der sogenannten Hexennacht, wird der Dorfgigolo ermordet und es gibt so viele Verdächtige wie gebrochene Frauenherzen und eifersüchtige Männer im Dorf. Professor Cornelius ist schon bald in die Aufklärung verwickelt.
Mir hat dieser gut konstruierte Regionalkrimi außerordentlich gut gefallen. Schon beim Prolog hatte mich die Geschichte gefesselt. Es hat sich sofort Spannung aufgebaut und diese hat sich bis zum Ende gehalten. Besondere Dramatik ergab sich auch durch die verschiedenen Spuren, die immer wieder ins Nichts liefen, die ungeahnten Wendungen die sich ergaben und letztendlich durch das überraschende Ende, dass ich bis zum Schluss nicht vorhergesehen habe. Da kann der Leser hervorragend mitermitteln, durch den auktoriale Schreibstil, den die Autorin gewählt hat, ist der Lesende stets in der Lage den gesamten Sachverhalt zu überblicken. Kein Bruch in der Logik ist vorhanden, auf unnötige Nebensächlichkeiten die die Handlung aufblähen, hat K. Eisenschenk verzichtet. So wünscht man sich einen Krimi.
Der ganze Kriminalroman ist logisch aufgebaut und die Lösung nachvollziehbar, die Figuren sind authentisch und viele sympathisch. Allen voran der Professor selbst, ein kluger und besonnener Mann, unaufgeregt und auch ein wenig risikofreudig in seinen Ermittlungen. Die Figuren so echt wie man ihnen nur im wahren Leben begegnet. Ein Kompetenzgerangel mit der Polizei gab es nicht. Flüssig und bildhaft verlief die Geschichte, die von mir in kurzer Zeit gelesen wurde, weil ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Es war angenehm diesen Regionalkrimi, ohne die oftmals in diesem Genre üblichen klamaukigen Handlungen und die tölpelhaften Ermittler, zu lesen. Gerne werde ich die Reihe verfolgen und freue mich schon auf weitere Teile.
Eine unbedingte Lese- und Kaufempfehlung von mir dazu 5 Sterne.

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Pygmalion-Mythos

Galatea von Madeline Miller


Galatea, Ebook von Madeline Miller by Eisele eBooks
Göttlich antiker Feminismus.
Hoch auf einer Klippe auf Zypern, eine Frau eingesperrt und bewacht von Schwestern und Ärzten. Ein Mann der sie täglich besucht. Sie erstarrt zu Stein und wird unter seinen Händen wieder lebendig. Der Bildhauer Pygmalion hat eine Statue geschaffen, so makellos, dass er sich in sie verliebt.

Die anderen Frauen der Insel sind ihm zu verdorben, er sucht das Reine das Unschuldige. Die Göttin Venus erhört seine verzweifelten Gebete und erweckt sie zum Leben.
Ich habe „Circe“ und das „Lied des Achill“ der Autorin der Autorin schon lange auf meinem Wunschliste, auch die ausgezeichneten Rezension haben mich neugierig gemacht, da vorliegendes Buch weniger umfangreich ist, habe ich hiermit begonnen.
Zuerst einmal fand ich die eigentliche Erzählung sehr kurz, das Vorwort der Autorin, die Übersetzung der Ovid-Geschichte und das Nachwort des Philologen machen insgesamt mehr Text aus. Mir haben die Vor-und Nachworte gut gefallen und mich bestens informiert und zum Nachdenken angeregt, aber m.M. nach wäre es so umfangreich nicht nötig gewesen. Es gibt zu viele Wiederholungen des Geschehens. Was mich dagegen sehr begeistert hat, sind die Illustrationen von Thomke Meyer.
Anders als in der bekannten Ovid-Ausführung bekommt hier die belebte Elfenbeinstatue einen Namen – Galatea, dafür wird ihr Schöpfer nur „Der Gatte“ genannt. Nicht alles wird hier erzählt es bleibt für die Leser Raum zur eigenen Interpretation, vor allem weil die Geschichte aus der Sicht von Galatea geschildert wird. Das Rollenspiel das „er“ bei seinen Besuchen vollzieht finde ich schon pervers. Galateas Wünsche und Sehnsüchte werden ignoriert. Die Gefühle Galateas fand ich nachvollziehbar geschildert. Miller hat damit einem Klassiker einen feministischen Touch gegeben.
Eine neue Interpretation der mythischen Überlieferung, interessant. In guten Worten geschildert, für mich hätte es ein wenig mehr sein dürfen, der Preis dafür komplett überzogen.
Dafür 3 Sterne und eine Lese-Empfehlung

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Schreckliche Erinnerungen

"Alles schaukelt, der ganze Bunker schaukelt" von Barbara Halstenberg

„Alles schaukelt, der ganze Bunker schaukelt, von Barbara Halstenberg, EBook 507 Seiten erschienen im Osburg-Verlag.
Die letzten Kriegskinder erzählen. Wie wir Eltern und Großeltern richtig zuhören.
Barbara Halstenberg hat die letzten Zeitzeugen, die Menschen, die den zweiten Weltkrieg als Kinder miterlebt haben, gesucht und sie gebeten über ihre Erinnerungen und Erlebnisse zu berichten.

Über 100 Interviews sind hier zusammengefasst und ein erschütterndes Buch ist dadurch entstanden.
Halstenberg hat das Buch in Kapitel zusammengefasst dadurch ist die Lektüre sehr übersichtlich.
Jedes Kapitel ist über den Beiträgen fett gedruckt aufgeführt. Verschiedene Themen z.B. Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung oder Vergewaltigungen. Darunter als Überschrift, die Kernaussage der berichtenden Person, darunter Namen, Wohnort, Geburtsjahr und Beruf.
Die Autorin ist Journalistin und interessiert sich für die alltäglichen Geschichten der Menschen. Und so fragte sie sich was andere Personen aus der Generation ihrer Großmutter erlebt haben. Was sie von damals noch in sich tragen. Und so begann sie in ihrem Umfeld zu recherchieren. Viele Kinder kannten damals nichts anderes als die Realität des Krieges. Ausbombung, Vergewaltigungen, Tote, Vertreibung, Hunger. Viele haben unter der NS-Erziehung gelitten. In diesem sehr wichtigen Buch kommen viele von ihnen zu Wort. Es sind die letzten Zeugen und bald wird niemand mehr da sein, der darüber berichten kann. Sie schrieb die Erlebnisse auf um den nachfolgenden Generationen die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren. Viele der Zeitzeugen bekundeten auch, dass sie Angst haben, dass sich die Geschichte wiederholen könnte. Ein wichtiges Mahnmal gegen das Vergessen. Ein Antikriegsbuch. Noch ist die Geschichte direkt durch die Erinnerungen erfahrbar. Gerade noch. Die Zeit ist knapp.
Auch mein Vater Jahrgang 1936 hat mir viel über die Kriegszeit erzählt. Sein Schicksal hätte ebenfalls in dieses Buch gepasst. Der Kummer seines Lebens war es, seinen Vater nie mehr sehen zu können. Der ist in Stalingrad vermisst. Auch mein Vater hat oft so reagiert wie es im Buch beschrieben ist. Bereitwillig erzählt hat er eigentlich erst in seinen letzten Lebensjahren. Darüber bin ich unendlich froh.
Die Lektüre ist nicht leicht. Unglaublich was es da zu lesen gibt, wenn ich es nicht aus den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern gehört hätte, man hätte es nicht glauben mögen. Es ist entsetzlich grausam unheimlich ergreifend und macht den Leser traurig zumindest jedoch nachdenklich, so etwas darf nie wieder passieren und doch geschieht es immer wieder überall auf der Welt. Mir ist es nicht leicht gefallen, oft habe ich den Reader aus der Hand gelegt weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe, mir die Tränen kamen.
Besonders gut fand ich auch, dass die Autorin zusätzlich noch Tipps gibt, wie solche Gespräche am besten zu führen sind.
Ein wichtiges Buch, gut geschrieben, leicht zu lesen aber nicht leicht zu ertragen. Jeder sollte dieses Buch lesen. Eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl 5 Sterne.

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Der Alptraum eines Polizisten

Wenn die Unschuld Feuer fängt von Dania Dicken

Wenn die Unschuld Feuer fängt, Thriller von Dania Dicken, 3. Teil der Libby-Reihe, EBook
Schon bei ihrem ersten Fall als FBI-Profilerin kommt Libby in eine brenzlige Situation.
Libby hat endlich den langersehnten Job bei der Behavioral Analysis Unit des FBI in Quantico angetreten. Als ein Brandstifter sein Unwesen treibt, kann Libby die Kollegen mit Rat und Tat unterstützen.

Als ein Verdächtiger gefasst wird, können sie und die Kollegen nichts beweisen und müssen ihn wieder gehen lassen. Gleichzeitig hilft sie ihrem Freund Owen der bei der Washingtoner Polizei arbeitet, bei der Aufklärung eines schrecklichen Verbrechens, ein neunjähriger Junge ist auf einem Spielplatz erschlagen worden. Auf der Suche nach den Tätern begeben sich Owen und Libby selbst in Gefahr.
Dania Dicken hat es erneut geschafft, mich zu fesseln, zwei Tage lang hatte ich keine Chance das Lesegerät länger aus der Hand zu legen, viel zu spannend war die Lektüre. Schon im Prolog lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Verschiedene ungeahnte Wendungen haben mich diesmal auf eine völlig falsche Fährte geführt. Das Geschehen spitzt sich immer weiter zu, das Ende kam für mich überraschend. Die bildhafte Schilderung der Untaten ist wahrlich nichts für zartbesaitete Gemüter, denn es geht ordentlich zur Sache. Ganz tief lässt uns die Autorin wieder in die menschlichen Abgründe blicken Durch die auktoriale Erzählweise ist es dem Leser möglich, den Überblick über das gesamte Geschehen zu wahren.
Eigentlich werden in diesem Band zwei Fälle bearbeitet, beide haben mich nicht kalt gelassen und auf die eine oder andere Art erschüttert. Lesefluss hat sich sofort eingestellt. Glaubhaft, nachvollziehbar und authentisch agieren die Charaktere. Die Fälle werden raffiniert aufgeklärt, die Spannung ist unglaublich hoch. Natürlich ist auch eine Portion psychologischer Sachverhalte dabei, wie es bei Dania Dicken zu erwarten ist und von mir begeistert angenommen wird. Stets in verständlicher Sprache beschrieben. Libby war meine absolute Lieblingsfigur, die Entwicklung die die Protagonistin bis hierher gemacht hat macht sie sympathisch, wenn auch der Fall die schrecklichsten Bösartigkeiten zutage bringt, derer ein Mensch fähig ist, bleibt sie freundlich und handelt überlegt, zusammen mit ihrem Freund Owen sind die beiden ein unschlagbares Team und es ist eine Freude sie durch die Reihe zu begleiten.
Das Buch kann gut als Einzelband gelesen werden, es wäre aber schade, nicht alle Bände in der Reihenfolge zu genießen. „Wenn die Unschuld Feuer fängt“ hat 5 Sterne verdient.

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