Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Jules118:
Liebevoll gestaltet mit interessanten Geschichten
Nach den teilweise gemischten Reaktionen auf das Buch, war ich etwas skeptisch was mich erwarten würde.
Aber die Neugier siegte und mein Mann wollte es unbedingt haben. Schon beim ersten Durchblättern des Buches viel direkt auf, mit wie viel Liebe dieses Buch gestaltet wurde.
Auf fast jeder Seite gibt es Karten, teilweise sogar doppelseitig, je nach Größe.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt:
• Täuschend echt
• Literarische Karten
• Karten erstellen
• Karten lesen
In jedem Kapitel erfährt man mehr, über die Autoren und die Entstehung der Karten. War das Buch zuerst da oder war die Grundlage der Geschichte die Karte selbst?
Die meisten der Geschichten zu den Karten kannte ich und habe mich sofort wieder in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. Und die Geschichten, die ich nicht kenne, interessieren mich jetzt auf den Fall.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem Karten- und Fantasy Liebhaber empfehlen und bin sehr froh, es doch gekauft zu haben.
Nicht so stark wie die Vorgänger
Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger
Ein kleines Mädchen, das bereits im Kindesalter lernt zu töten. So beginnt der dritte Teil um die blinde Ermittlerin Jenny Aaron.
Jenny Aaron ist anfangs nicht in der Arbeit, sondern ihre Geschichte beginnt als sie eine Auszeit in Amerika nimmt und anschließend auf die Insel Rügen fährt, um dort eine Therapie zu beginnen, um ihr Augenlicht möglicherweise doch noch zu retten.
Doch dann explodiert eine Bombe und Jenny muss zurückkommen.
Das Buch geht mit der Geschichte um das kleine Mädchen direkt spannend los und man ist mitten in der Geschichte. Wer ist das Mädchen und was hat es mit der restlichen Geschichte zu tun?
Der Einstieg geht sehr schnell und es gibt nicht viel Geplänkel außen rum. Man ist sozusagen sofort mitten im Geschehen.
Die Erzählweise wechselt anfangs zwischen der Hauptfigur Jenny Aaron, ihrem Team.
Im Laufe der Geschichte vermischen sich die beiden Geschichten, aufgrund eines Anschlags, zu einem Handlungsstrang.
Ich habe die ersten Bücher des Autors gelesen und konnte es deswegen kaum erwarten den dritten Teil zu lesen.
Mir gefällt der Zwiespalt, den Jenny Aaron durchlebt, wie sie ihre Prioritäten setzt und was wichtiger ist. Ist es besser zu sehen oder nicht zu sehen? Geht die eigene Gesundheit vor oder ihr Team?
Zu sagen, dass man sich in die Person hineinversetzen kann ist vielleicht zu viel gesagt, weil ich nicht beurteilen kann, wie es ist blind zu sein. Aber man kann ihr Zweifeln verstehen.
Leider kann das Buch die Spannung des Anfangs nicht halten und phasenweise ist das Buch sehr langatmig.
Alles in allem aber ein gutes Buch.
Enttäuschend
Something in the Water Im Sog des Verbrechens von Steadman Catherine
Haben Sie sich jemals gefragt, wie lange es dauert, ein Grab auszuheben? Dann können Sie aufhören, darüber nachzudenken. Es dauert eine Ewigkeit. Was immer Sie geschätzt hätten, setzen Sie einfach die doppelte Zeit an.
Wenn ein Buch so anfängt, dann erwarte ich Spannung und wenn ich ehrlich bin auch ein wenig Humor.
Immerhin ist es nicht der typische Anfang.
Kurz zur Handlung:
Erin und Mark genießen ihre Flitterwochen auf Bora Bora. Alles läuft gut, bis sie eine Tasche beim Tauchen entdecken. Beide beschließen den Fund zu behalten und niemandem davon zu erzählen. Doch schon bald merken sie, dass es kein Entrinnen gibt.
Das Buch beginnt nun, wie oben geschrieben, mit einem Prolog. Allerdings erfährt man in diesem Prolog schon sehr viel, was einiges an Spannung kostet.
Die Handlung selber finde ich arg an den Haaren herbeigezogen und sehr vieles erscheint nicht logisch oder gar realistisch. Das trifft zwar auf einige Thriller zu, aber in diesem Fall fällt es sehr auf.
Das Buch fängt eigentlich sehr gut an, aber nach und nach zieht sich das Buch immer mehr und verliert sich in doch eher unwichtigen Nebenschauplätzen.
Es lässt sich flüssig lesen, die Sprache ist einfach gehalten. Für mich eher ein kurzweiliger Lesegenuss.
Alles in allem wäre da noch mehr drin gewesen, aber so lässt mich das Buch unzufrieden zurück.
Unerwartet und grausam
Opfer von Bo Svernström
Gefoltert und verstümmelt, so wird Marco Holst gefunden. Doch er lebt. Nach und nach finden sich aber immer mehr Leichen, die einem ähnlichen Tathergang zum Opfer gefallen sind. Aber welche Verbindung gibt es zwischen den Opfern? Und wofür müssen die Opfer so leiden?
Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Niemand will, dass wieder ein Opfer gefunden wird.
Und wie fängt man einen Mörder, der von sich selbst sagt, dass er gerade erst angefangen hat und nun endlich seine Bestimmung gefunden hat?
Das Buch besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil gibt es eher einen außenstehenden Erzähler. Er hat Einblick in mehrere Figuren und kann deren Gedankengänge wiedergeben. Die Hauptpersonen hier sind der Kriminalkommissar Carl Edson, seine Mitarbeiter Jodie Söderberg und Simon Jerns und die Journalistin Alexandra Bengtsson. Die einzige Person, die bereits im ersten Teil in der Ich-Person spricht, ist der Täter.
Carl Edson ist ein erfahrener Ermittler, der genau weiß, auf was es in seinem Job ankommt. Allerdings beißt auch er sich an diesem Fall die Zähne aus, da es auf den ersten Blick kaum eine Verbindung zwischen den Opfern gibt.
Alexandra Bengtsson ist eine motivierte Journalistin, die von Anfang an über die Morde berichtet. Sie ist geschieden und hat eine erwachsene Tochter.
Die Erzählweise ändert sich dann im zweiten Teil. Ab hier wird nur noch in der Ich-Perspektive des Täters geschrieben. Immer wieder wechselt die Geschichte zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.
Im dritten Teil wechselt die Geschichte dann nochmal in den unbeteiligten Erzähler. Um so auch das Ende nochmal von allen Seiten betrachten zu können. Das Ende an sich hat mich überrascht und ich habe es so nicht kommen sehen, obwohl der Täter doch relativ früh feststand.
Die Figuren sind sehr authentisch geschrieben und man kann einen Draht zu ihnen aufbauen und sie auch gut verstehen. Selbst das Motiv des Täters ist verständlich, auch wenn ein Mord natürlich keine Lösung ist.
Ab der Hälfte des Buches weiß man zwar schon, wer der Täter ist, aber in diesem Fall finde ich es überhaupt nicht schlimm. Es hat sogar seine Vorteile, da man nun den genauen Hintergrund des Ganzen zu verstehen lernt.
Alles in allem lautet mein Fazit: Es ist ein streckenweises grausames Buch, das allerdings sehr gut geschrieben ist und mich komplett gefesselt hat.
Spannender Kriminalroman
Dunkelsommer von Jackson Stina
Lelle hat vor drei Jahren seine Tochter vor drei Jahren verloren. Sie verschwand als sie auf den Bus gewartet hat. Seitdem sucht er verzweifelt nach ihr. Seine Ehe ist in die Brüche gegangen und er trinkt zu viel.
Meja ist mit ihrer Mutter erst vor kurzem nach Norderland gezogen. Diese hat dort einen Mann kennengelernt und will nun wieder ein neues Leben aufbauen.
Meja lernt den netten jungen Mann Carl Johan kennen und zieht schon bald zu ihm und seiner Familie.
Es ist auf jeden Fall ein Kriminalroman. Die Idee ist nicht neu, aber doch sehr gut umgesetzte.
Lelle ist ein verzweifelter Mann, der sich selbst die Schuld am Verschwinden seiner Tochter gibt. Er kann es nicht akzeptieren, dass er seine Lina nie wieder sehen wird. Anstatt sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen, streift er jede Nacht durch die Wälder und sucht eine Spur von ihr, da er glaubt, dass die Polizei schon lange aufgegeben hat.
Meja kennt es bisher nicht ein Zuhause zu haben. Sie ist mit ihrer alkoholkranken Mutter bereits oft umgezogen und will sich auch nicht mehr einlassen auf die neue Beziehung ihrer Mutter. An sich hat sie nichts gegen den Mann, aber sie weiß, dass sich trotzdem nichts ändern wird. Als sie dann einen Freund mit einer intakten Familie hat, versucht sie so aus ihrem Leben zu fliehen.
Auf dem Klappentext steht noch, dass sich das Schicksal der beiden schon sehr bald miteinander verknüpfen wird. Das stimmt eher nur bedingt da sich die beiden das erste Mal erst nach dem dreiviertelten Buch unterhalten.
Das Verhalten der beiden Hauptakteure kann man durchaus nachvollziehen, auch wenn es nicht immer sinnvolle Handlungen sind. Aber da beide verzweifelt auf der Suche nach etwas sind, ist nicht immer alles logisch.
Das Buch ist sehr gut zu lesen und bietet doch immer wieder Überraschungen. Bei vielen Büchern weiß man schon relativ früh, wer der Täter ist, in diesem Fall war ich allerdings bis zu den letzten Seiten nicht sicher.
Für Leser, die es nicht zu blutig, aber trotzdem spannend möchten, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.
Spannung mit interessanten Charakteren
Auris von Vincent Kliesch
Matthias Hegel ist Phonetiker und kann nur durch sein Gehör erkennen ob ein Mensch lügt oder nicht. Und darüber weit hinaus. Deswegen wird er unter seinen Kollegen auch Auris genannt.
Nach einem Einsatz, bei dem er zwei Kinder rettet, stellt er sich bei seinen Kollegen und gesteht den Mord an einer Obdachlosen.
Ein Jahr nach seiner Verhaftung wird die Podcasterin Jula Ansorge auf den Fall aufmerksam und ist fest von seiner Unschuld überzeugt. Nun versucht sie gegen alle Widersprüche, den wahren Täter zu entlarven und Hegel aus dem Gefängnis zu holen.
Als großer Sebastian Fitzek Fan bin ich natürlich schnell auf das Buch aufmerksam geworden. Die Idee des vermeintlich unschuldigen Forensikers im Gefängnis ist nicht neu aber auf jeden Fall gut aufgegriffen.
Jula ist eine junge Frau, die nach einem Verbrechen, für das Ihr Bruder verantwortlich sein soll, ihr ganzes Leben der Suche nach möglichen Justizirrtümern widmet. Sie wird angespornt durch die Steine, die man ihr in den Weg legt. Sie hat Biss, einen eigenen Kopf und weiß was sie will. Ihre Motive sind nachvollziehbar. Gut finde ich auch, dass sie Hilfe annimmt und nicht alles eine machen will.
Matthias Hegel ist gerade am Anfang sehr arrogant und will nicht, dass ihm jemand aus dem Gefängnis holt. Sein Motiv für diese Entscheidung bleibt auch lange verborgen.
Selbst das Ende hatte ich so nicht erwartet und ich bin auf jeden Fall gespannt wie es nächstes Jahr mit Aurelia weitergeht.
Sprachlich ist es jetzt keine ganz große Literatur, aber das erwarte ich bei einem Krimi oder Thriller auch nicht. Trotzdem regt das Buch an, mitzudenken
Für Fans von Stieg Larsson
SCHWEIGEPFLICHT von Jens Lapidus
Hier gibt es mehrere Hauptpersonen:
Teddy
- arbeitet als Privatdetektive für die Kanzel, bei der Emilie arbeitet
- hilft nun bei der Verteidigung von Mats Sohn Benjamin
Nikola
- Neffe von Teddy
- Schwierigkeiten mit dem Gesetz, wird verteidigt von Emilie
Mats
- Buchhalter
Benjamin
- Sohn von Mats
- wegen Mordes angeklagt
Emilie
- junge Anwältin für Wirtschaftsrecht
- übernimmt die Verteidigung von Benjamin
Die Geschichte ist am Anfang etwas unübersichtlich, da es einige Personen sind und die Zusammenhänge anfangs nicht sofort erkennbar sind.
Das löst sich aber relativ schnell. Die Geschichte kommt langsam in Fahrt, aber dann wird sie richtig spannend.
Der Schreibstil ist sehr gut, man kommt gut mit, muss aber auch mitdenken um wirklich alle zu verstehen und auch den Überblick zu behalten, was die Personen angeht.
Mehr wäre möglich gewesen
SCHWEIGEPFLICHT von Jens Lapidus
Hap und Leonard sind ungleiche Freunde.
Hap ist Kriegsdienstverweigerer, Leonard Vietnamveteran. Auf den ersten Blick haben die Beiden sehr wenig gemeinsam. Nun schlagen sie sich mit Gelegenheitsjobs durch, um sich über Wasser halten zu können.
Eines Tages taucht Hap´s Exfrau auf und macht ihm ein Angebot, bei dem es um viel Geld geht.
Den Grundgedanken der Geschichte finde ich gut. Ich war ein bisschen enttäuscht, also ich gesehen habe, wie dünn das Buch ist, aber manchmal braucht es auch nicht mehr um eine gute Geschichte zu erzählen.
Vom Schreibstil her ist das Buch gut zu verstehen und es war auch schnell zu lesen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man erfährt genügend über die Personen und ihre Vergangenheit.
Die Dynamik zwischen Hap und Leonard ist sehr gut und man merkt, dass sie sich immer aufeinander verlassen können.
Hap´s Exfrau Trudy finde ich eine sehr unangenehme Figur, die nur macht was sie will, auch wenn sie nicht wirklich weiß, was sie tut. Oft agiert sie sehr kopflos.
Allerdings finde ich, dass man aus der Geschichte durchaus noch mehr hätte rausholen können. Die anderen Bände werde ich nicht lesen.
Sehr, sehr spannend
Mörderisches Lavandou 02.05.2019. Paperback / softback. von Eyssen Remy
Hier handelt es sich um den 5. Teil der Serie um Leon Ritter. Bisher habe ich noch kein Buch der Reihe gelesen. Das war aber überhaupt kein Problem. Ein „Vorwissen“ ist nicht unbedingt notwendig. Die Story hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte das Buch nur sehr schwer zur Seite legen. Kurz etwas zur Handlung.
Leon Ritter würde gerne die ruhigere Zeit nach der Touristenzeit erholen. Anstatt das zu tun, finden sich allerdings in Le Lavandou abgeschnittene Füße und Leichen.
Man findet sich sehr schnell in die Geschichte rein. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Wie der Autor die Landschaft und die Schauplätze beschreibt finde ich sehr gelungen. Die Story ist sehr plausibel und gut geschrieben. Das Buch kann ich jedem empfehlen und werde mir jetzt auch sicher noch die anderen Bücher der Serie kaufen.
Etwas langatmig
Mörderisches Lavandou 02.05.2019. Paperback / softback. von Eyssen Remy
Sprachlich ist der Krimi leider keine Offenbarung
Schilderungen der Stadtszenen und der Landschaft sind top und sehr genau.
Inhalt ist von der Grundidee sehr spannend, jedoch wird dann leider die Story sehr unglaubwürdig und die Personen handeln eher wie eine Parodie ihrer selbst, als der Erwartung die der Leser an sie hat.
Hier ist der Protagonist zu nennen, der vom Grunde her sehr erfahren wirken soll, jedoch eher naiv und tollpatschig ist.
Nach den ersten Seiten dachte ich, es wäre eher ein Spionage-Thriller, jedoch wird, nach kurzer Zeit, das Thema geändert und es ist ein normaler Krimi, der an einigen Stellen zu langatmig wirkt und sich zu sehr auf die Beschreibung der Umgebung konzentriert, statt auf den flüssigen Verlauf der Handlung.
Man hätte aus den Themen mehr machen können, aber trotzdem ein solider Krimi.








