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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von NT:

Grandiose journalistische Arbeit

Mutter ohne Kind von Eva Lindner

Der Einstieg in das Buch - die sehr grafische Erzählung über die traumatische Fehlgeburt der Autorin - hat mich schockiert, traurig und gleichzeitig auch neugierig auf das Buch gemacht. Und ich wurde positiv überrascht: Mutter ohne Kind ist eine hervorragende journalistische Aufarbeitung der Themen Fehl- und stille Geburt.

Die Autorin gliedert ihr Buch in verschiedene Abschnitte, jeder davon beginnt mit einer echten Erfahrung einer Mutter und wird durch Fakten aus der Wissenschaft, Leitlinien, Interviews von medizinischem Fachpersonal, Expert*innen und Wissenschaftler*innen vervollständigt. Heraus kommt eine interessante, lehrreiche, teils erschreckende Aufarbeitung von Missständen im deutschen Gesundheitssystem. Sowie Kritik an dem Umgang mit den Themen in unserer Gesellschaft. Und einem Ausblick darauf, was sich ändern muss. Letztendlich macht das Buch aber auch Mut und bietet Unterstützung und Verständnis - den Betroffenen aber auch den Angehörigen. Eine große Empfehlung für alle, die betroffen sind oder sich sensibilisieren möchten.

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Inselroman mit Plottwists

Die Insel des Zorns von Alex Michaelides

Ein Filmstar, eine private Insel und eine Leiche... So beginnt die Geschichte, erzählt aus der Perspektive von Elliot Chase, der sich selbst als Dramaturgiker bezeichnet. Er baut die Geschichte wie ein Buch in mehreren Akten auf. Ein allwissender Erzähler ist er nicht und er gibt dem Leser nur genau die Infos, die er zu dem Zeitpunkt geben möchte.

So entsteht schnell eine Spannung und eine Wissenslücke beim Leser. Das letzte Fünkchen Spannung hat mir persönlich gefehlt, deswegen würde ich das Buch tatsächlich nicht als Thriller, sondern eher als Roman bezeichnen. Der Fokus liegt eher auf den Charakteren und den Beziehungen untereinander, quasi eine Charakterstudie. Der Erzähler gibt anfangs auch zu: "Im Grunde ist es eine Liebesgeschichte." Er fühle sich verpflichtet, darauf hinzuweisen, "dass das hier kein Krimi ist. Die Frage lautet nämlich nicht: Wer war es?" Da es, aufgrund der Erzählweise, zu mehreren Plottwists kommt, bleibt die Geschichte trotzdem spannend und macht Spaß.

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Brutale Morde in Hamburg

Agonie von Lea Adam

Agonie ist der zweite Teil der Reihe MILOSEVIC UND FREY ERMITTELN - jedoch ist es nicht wichtig, den ersten Band gelesen zu haben. Ohne Vorwissen aus dem ersten Teil habe ich Agonie zu lesen begonnen und wurde direkt aufgeklärt, was im letzten Fall passiert ist.

Auch der neue Fall ist spannend: Eine bekannte Tierschützerin/Influencerin wurde ermordet in ihrem Loft in der Hamburger Hafencity aufgefunden.

Abgeschlachtet wie ein Schwein. Hier beginnt der gesellschaftskritische Krimi und führt uns durch Hamburg und seine Nachbarorte, durch Schlachthäuser und Bauernhöfe...

Als versierte Krimileserin war die Handlung eher vorhersehbar. Da das Thema des Buches aber so aktuell und brisant ist, konnte ich das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen. Die Autorinnen schaffen es, das Thema Tierschutz, Vegetarismus und Hass im Netz in einem runden Krimi unterzubringen. Dabei regen sie den ein oder anderen Fleischesser (hoffentlich) zum Nachdenken an. Für mich ein gelungener Krimi und als Veganerin eine erneute Bestätigung für meinen gewählten Lebensstil.

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