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Rezensionen von Jule:

Mörderisches Urlaubsfeeling

Südlich von Porto lauert der Tod von Mariana da Silva

"Denn nun konstruierte sich in ihrem Kopf ein Fall, und sie konnte sich nicht dagegen wehren."

So ergeht es Ria, Stuttgarter Polizistin, die Urlaub bei ihrer Familie in Torreira macht. Sie will sich von ihrem Leben in Stuttgart ablenken und Zeit mit ihren Liebsten verbringen. Bis eine Frau stirbt und kurz darauf der Leichnam verschwindet.

Mariana da Silva ist es gelungen einen Portugal-Krimi zu schreiben, der Spannung und Urlaubsfeeling gut zusammenbringt. Dies liegt besonders an dem authentischen Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich mich sofort mit den Protagonisten wohlgefühlt habe und auch nach Torreira reisen wollte.
Das Setting passt hervorragend und die Beschreibungen haben das Urlaubsfeeling verstärkt. Auch die kurzen Erklärungen bestimmter Wörter, zu Beginn der Kapitel, haben einfach in das Buch gepasst.
In Kombination mit dem Mordfall ergibt sich ein rundes Gesamtbild.
Nichtsdestotrotz hätte ich mir hier und da ein bisschen mehr Spannung gewünscht, da sie mir etwas abhanden gekommen ist. Allerdings passt das ruhigere Vorgehen zu dem Ort Torreira und der Umgebung, sodass es okay ist.

Alles in allem ist "Südlich von Porto lauert der Tod" ein schöner Krimi für zwischendurch, der besonders durch die authentische Atmosphäre heraussticht und der den Drang weckt, selbst in den Urlaub zu fahren.
Ich würde gerne noch mehr Zeit mit Ria und ihrer Familie verbringen, und wäre einer Fortsetzung definitiv nicht abgeneigt.

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Liebeschaos

Südlich von Porto lauert der Tod von Mariana da Silva

"Essen sollte dich glücklich und nicht wütend machen."

Doch bei Caroline ist es so. Essen macht sie wütend und sie kämpft gegen sich selbst. Doch dann platzen Mitchel und Simon in ihr Leben.
Mitchel, der Koch, der will, dass es ihr gut geht und sie ein gesundes Körpergefühl entwickelt.

Und Simon, der Footballspieler, der eines Tages plötzlich eine Rolle in ihrem Leben spielt. Für wen wird sie sich entscheiden?

In diesem Roman geht es um mehr als nur darum für wen sich Caroline entscheiden wird. Es geht darum auf sich selbst und seinen Körper zu hören und einzusehen, dass man vielleicht doch Hilfe braucht, weil man seine Probleme alleine nicht bewältigen kann.
Ich finde es wichtig und gut, dass die Themen Essstörung und Sportsucht aufgegriffen werden, da sie oft keine Beachtung finden oder nicht ernstgenommen werden. In dieser Hinsicht hatte der Roman sehr viel Potential, welches, meiner Meinung nach, nicht vollständig ausgeschöpft wurde, da es zwischen den Kapiteln immer wieder größere Zeit Sprünge gab. So habe ich mich gerade in einer Situation eingefunden, die dann wieder vorüber war.
Leider wurde ich auch nicht mit allen Protagonisten warm und Carolines Familie war mir immer wieder unsympathisch. Mit Ausnahme von ihrem kleinen Bruder, der immer wieder für ein Lächeln gesorgt hat.
Nichtsdestotrotz kam ich, aufgrund des flüssigen Schreibstils, gut durch die Geschichte, die am Ende ein würdiges Ende fand.

Alles in allem ist "Cook For My Heart" ein Roman, der zeigt wie wichtig es ist, sich selbst zu Lieben und andere Menschen in dieser Liebe nicht auszuschließen.
Es ist ein Roman, bei dem die Handlung an manchen Stellen zu schnell über die Bühne gebracht wird und dessen Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Doch das wichtigste ist, dass klar wird, dass man sich selbst und seinen Körper lieben soll, auch wenn es schwer erscheint.

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Zwei verlorene Seelen

Dream and Dare von Sarah Stankewitz

"In Wahrheit sind wir alle Kämpfer. Manche von uns kämpfen laut, manche eher leise. Aber am Ende des Tages siegen wir alle."

Mit "Dream and Dare" geht die "Faith-Reihe" zu ende. Eine Reihe, die mir viel bedeutet. Ich habe die Protagonisten in mein Herz geschlossen und werde ihre Geschichten nicht so schnell vergessen.

In diesem Buch haben Hope und Isaac gezeigt, dass jeder seine eigenen Päckchen zu tragen hat, und dass es immer Hoffnung gibt.
Doch in diesem Roman haben auch die Nebenprotagonisten wichtige Rollen eingenommen und dafür gesorgt, dass sich mein Herz mit Freude gefüllt hat. Seien es William und Pumpkin oder das kleine Mädchen mit ihrer Mutter. Sie haben für Hoffnung und Freude gesorgt. Sie haben Licht in die Dunkelheit gebracht.

Dazu kommt der Schreibstil, der, wieder einmal, sehr authentisch ist, sodass mir die Geschichte noch näher gegangen ist. Zwar konnten mich Hope und Isaac nicht ganz so berühren wie Cameron und Hazel, haben mich aber trotzdem, vor allem durch ihre persönlichen Geschichten, mitgenommen.
Auch die Thematik der Musik ist, für mich, absolut passend, denn sie kann so einige Wunden heilen, wie Hope und Isaac zeigen. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass "Crashing December" eine reale Band ist.
Aber besonders das Ende liebe ich. Wie alle aufeinander treffen und man versteht, was hinter dem Titel steckt.

Sarah Stankewitz hat es geschafft mit "Dream and Dare" einen authentischen Roman zu schreiben, der mir sehr nahe geht und viele wichtige Themen aufgreift, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Sie zeigt, dass Aufgeben keine Option, und Schwäche zeigen absolut okay ist.

Denn am Ende kann jeder seine inneren Dämonen besiegen.

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Mord am Meer

Windstärke Tod von Bente Storm

"Cuxhaven war irgendwie auch ein Dorf, trotz der knapp fünfzigtausend Einwohner."

Mit "Windstärke Tod" hat Bente Storm einen leichten Küsten Krimi geschrieben, bei dem die Wasserpolizei eine wichtige Rolle spielt.
Deshalb passt das Cover perfekt zu dem Buch. Die Karte von Cuxhaven passt zudem sehr gut und hilft bei der Orientierung während des Lesens, da die Handlung doch sehr schnell von einem Ort zum anderen springt.

Das die Handlung so schnell von einem Ort zum anderen springt, ist den doch sehr kurzen Kapiteln geschuldet. Durch diese bekommt man zwar viele verschiedene Eindrücke durch unterschiedliche Perspektiven, allerdings wird dadurch auch so mancher Ermittlungsansatz unterbrochen.
So wurde ich, hier und da, in meinem Lesefluss gestört, obwohl der Schreibstil recht angenehm war.

Die verschiedenen Protagonisten haben mich außerdem, besonders zu beginn, sehr verwirrt, sodass ich mich mit ihnen erst zurechtfinden musste. Denn manchmal wurden sie mit Vornamen und manchmal mit Nachnamen angesprochen, was bei der Menge an Protagonisten seine Zeit gebraucht hat um zu wissen wer wer ist.
Nichtsdestotrotz fand ich die meisten der Protagonisten sympathisch.

Allerdings hat mir ein wenig die Spannung gefehlt, sowie Überraschungen und Wendungen, da die Auflösung am Ende, für mich, recht vorhersehbar war.

Alles in allem also ein Krimi dem die Spannung etwas abhanden gekommen ist, der durch das Setting aber ein paar gemütliche Lesestunden versprechen kann.

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Gemischte Gefühle

Es war einmal in Brooklyn von Syd Atlas

"Erst wenn wir vom Weg abgekommen sind, fangen wir an, uns selbst zu verstehen."

Syd Atlas ruft mit ihrem Roman "Es war einmal in Brooklyn" gemischte Gefühle bei mir hervor, was an vielerlei Dingen liegt.
Zum einen wurde ich über den gesamten Roman hinweg nicht wirklich warm mit den verschiedenen Protagonisten und manche waren mir sehr unsympathisch.

Zum anderen wurden viele Handlungen sehr schnell über die Bühne gebracht.
Erst befindet man sich hier und dann auf einmal in einer ganz anderen Handlung. Für mich war das Ganze einfach viel zu sprunghaft, sodass man kaum die Zeit hatte sich genauer mit einer Situation auseinanderzusetzen.

Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen und kaum Schwierigkeiten bereitet.
Auch der Blackout wurde, obwohl er nur kurz zum tragen kam, im richtigen Moment eingesetzt, sodass man Veränderungen der Protagonisten und der Geschichte deutlich wahrgenommen hat.
Auch der emotionale Faktor kam durch Davids Krankheit und die Freundschaft zu Juliette nicht zu kurz.

Alles in allem ein Roman, der mehr Potenzial hat und eher etwas für zwischendurch ist.

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Rasant und ehrlich

Dein Taxi ist da von Priya Guns

"Wenn die Sterne günstig standen, war das Fahren für Ride-Share, als betriebe ich einen mobilen Beichtstuhl. Ich war eine gesalbte Schwester, die auf zerschlissenen Polstern saß."

"Dein Taxi ist da" von Priya Guns ist ein rasanter und ehrlicher Debütroman über Damani, die jeden Tag aufs neue darum kämpft, genug Geld zu verdienen, um zu überleben.

Durch die deutliche Sprache die verwendet wird, wird schnell klar, dass hier nichts verborgen bleibt und alles so dargestellt wird, wie es wirklich ist. Die kurzen Kapitel ermöglichen außerdem einen schnellen Lesefluss und lassen viele verschiedene Eindrücke zu.
Nichtsdestotrotz hat mir an manchen Stellen eine weitere Ausführung gefehlt, so wurden manche Sachen häufiger erwähnt, was mich ziemlich gestört hat, denn dieser Roman hat sein Potenzial nicht vollständig ausgereizt.
Die Beziehung zwischen Damani und Jolene wurde zum Teil gut erleuchtet, ging aber am Ende zu schnell über die Bühne. Zu dem Zeitpunkt hätte ich gerne gewusst wie es weiter geht.
Die Nebenprotagonisten, wie Mrs. Patrice, haben mir dafür sehr viel Freude bereitet und den Roman etwas aufgelockert.

Alles in allem ein Debütroman dessen Potenzial nicht ganz genutzt wurde und der ein paar Schwächen aufweist.

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