Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Eine etwas andere Art der Zeitreise
Love You in All Times von Regina Meißner
Raelyn nutzt jede Gelegenheit, um ihrem Schwarm Kiran nahe zu sein, auch wenn sie dazu in der Halloweennacht durch den verwunschenen Wald zu einer alten Ruine zu laufen muss.
Doch anstatt Kiran auf sich aufmerksam zu machen, steht in dem verlassenen Turm plötzlich ihr Mitschüler Braden vor ihr. Außerdem hört sie seltsame Geräusche und es geschehen ziemlich merkwürdige Dinge.
Bei einem erneuten Besuch der Ruine entdeckt sie auf dem Boden einen kleinen Handspiegel. Als sie nach einem Blick hinein erwacht, befindet sie sich in Schottland und ist als Zofe von Lady Alanna auf dem Weg nach Violet Court. Zunächst glaubt sie an einen besonders lebhaften Traum, doch immer wieder springt sie in das Leben der Zofe Blaire.
Mit der Zeit beginnt sie die Reisen in die Vergangenheit zu genießen. Doch dann lernt sie Adrik, den Mann, den Alannas Vater als zukünftigen Ehemann seiner Tochter erwählt hat, kennen und ihre Gefühle beginnen verrückt zu spielen. Auch Adrik stellt plötzlich das Leben, dass für ihn vorgesehen ist, infrage und die beiden kommen sich näher.
Aber warum sieht Adrik ihrem Mitschüler Braden so ähnlich? Die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen immer mehr.
Zitat:
„Um zu verstehen, was in der Gegenwart passiert, muss man manchmal einen Blick in die Vergangenheit richten.“
Das Cover des Buches gefällt mir ausgesprochen gut und der Handspiegel und die Veilchen spiegeln die Geschichte perfekt wider.
Ich liebe romantische Zeitreisegeschichten und als ich gelesen habe, dass es auch noch in die schottischen Highlands geht, stand schnell fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.
In letzter Zeit habe ich überwiegend Fortsetzungsromane gelesen, deshalb war es mal wieder schön, ein abgeschlossenes Einzelband in der Hand zu haben. Obwohl ich mich rückblickend über eine Fortsetzung freuen würde, denn ich denke, es gibt, gerade was die Aniteria betrifft, noch viel zu erzählen.
Der Schreibstil ist sehr leicht, flüssig und das Buch ist angenehm zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Raelyn. So gelang es mir von Anfang an, mich gut in sie hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Emotionen zu spüren.
Die letzten drei Jahre waren schwer für die siebzehnjährige Raelyn. Sie trauert um ihren Vater und kommt mit diesem Verlust nicht zurecht. Sie zeigt ihre Emotionen offen und fühlt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und hergerissen was ihre Gefühle betrifft.
Braden ist, im Gegensatz zu Adrik, ein sehr zurückhaltender Junge. Es fiel mir schwer, bei ihm hinter die Kulisse zu schauen und ich hatte teilweise das Gefühl, dass er etwas zu kurz kam.
Vielleicht wäre es schöner gewesen, wenn die Geschichte abwechselnd, aus beiden Perspektiven erzählt worden wäre.
Die Schauplätze sind detailliert beschrieben und gut ausgearbeitet ohne das sie zu kompliziert wirken. Ich hatte den verwunschenen Wald und Violet Court bildhaft vor Augen.
Etwas Probleme hatte ich mit den Aniteria. Irgendwie waren sie den Beiden keine richtige Hilfe und ich habe den Sinn und Zweck der Loge nicht so ganz verstanden.
Fazit
Regina Meißner vereint sehr anschaulich und atmosphärisch die unterschiedlichen Liebesgeschichten in Gegenwart und Vergangenheit. Durch den Wechsel der Zeiten wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Die Handlung ist gut durchdacht, allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell und komplikationslos.
In diesem Fall wäre ein zweiter Teil, der ungeklärte Fragen beantwortet, schön gewesen.
Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Eine wunderschöne Zeitreisestory
Janet von Julia Stirling
Für Janet ist es nichts Neues, dass sie, ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder Evan durch die Zeit reisen können. Schon ihr Leben lang springen sie zwischen der Gegenwart und dem 18. Jahrhundert hin und her, denn die Geschwister sind in beiden Jahrhunderten aufgewachsen.
Doch mittlerweile haben die Beiden sich in der Gegenwart ein Leben aufgebaut und Janet ist als Game-Designerin erfolgreich.
Die Vergangenheit besuchen sie nur noch selten.
Eigentlich will Janet auch nur übers Wochenende in das Jahr 1746 reisen und nach ihrer Mutter schauen, die sich schon seit 2 Wochen dort aufhält.
Doch als sie dort ankommt, ist nicht nur ihre Mom spurlos verschwunden, sondern die Hütte, in der sie aufgewachsen ist, verkauft an Daniel MacGregor, einen attraktiven Schotten, der ihr schnell den Kopf verdreht. Und dann funktioniert auch noch das Portal, mit dem sie in die Vergangenheit reisten, nicht mehr und Janet sitzt im Jahr 1746 fest.
Als sie erfährt, das ihre Mutter auf dem Weg nach Schottland ist, macht sie sich von North Carolina aus, auf die Suche nach ihr. Es liegt eine lange, beschwerliche Reise vor ihr und außerdem ist es für eine Frau ist es im 18. Jahrhundert nicht so einfach, alleine zu reisen. Janet muss sich einigen gefährlichen Situationen stellen, doch schon bald bekommt sie unerwartete Unterstützung.
"Janet" ist der 5. Teil der Reihe "Der Club der Zeitreisenden von Dundarg"
Die Geschichten sind alle unabhängig voneinander zu lesen, doch man begegnet einige der Charaktere immer wieder.
Ich bin ein großer Fan von Zeitreisegeschichten und nachdem ich vor einiger Zeit bereits „Blaire“ aus der Feder der Autorin gelesen habe, konnte ich nicht widerstehen, als ich gesehen habe, dass es eine neue Story gibt.
Julias Schreibstil ist sehr flüssig und wunderbar leicht.
Auch die Ausdrucksweise hat sie der damaligen Zeit perfekt angepasst und ich musste jedes Mal grinsen, wenn Janet Wörter benutzte, die im 18. Jahrhundert nicht geläufig waren und sie selbst den Fehler bemerkte.
Vor der ersten Zeile an hat die Geschichte mich begeistert. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich habe sie innerhalb von zwei Tagen förmlich verschlungen. Es fiel mir regelrecht schwer, dass Buch zwischendurch aus der Hand zu legen und am liebsten hätte ich die Nacht durchgelesen.
Janet und Daniel habe ich schnell ins Herz geschlossen. Es fiel mir auch nicht schwer, mich in die Beiden hineinzuversetzen. Janet ist eine starke, furchtlose Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Sie kennt das Leben im 18. Jahrhundert, denn sie hat große Teile ihrer Kindheit dort verbracht. Doch auch für sie ist es schwierig, denn als Frau muss sie sich den Gepflogenheiten der damaligen Zeit anpassen. Alleine Reisen ist fast unmöglich, aber Janet bekommt nach einiger Zeit Unterstützung von Daniel.
Der attraktive Schotte ist ein typischer Hightlander. Er sieht nicht nur ausgesprochen gut aus, sondern weiß was er will. Er ist ziemlich wortkarg, aber auch sehr fürsorglich Janet gegenüber.
Julia Stirling hat die Charaktere wunderbar lebendig und sehr authentisch beschrieben und sie verfügen über ausreichend Tiefgang.
Unvorhersehbare Wendungen und spannende Situationen sorgen dafür, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.
Auch mit dem Worldbuilding konnte die Autorin mich überzeugen. Der wunderbar bildhafte und atmosphärische Stil sorgte dafür, dass ich das Gefühl hatte, die Landschaft und die Orte zu jeder Zeit vor Augen zu haben.
Fazit
Julia hat mich zum zweiten Mal begeistert und durch ihre lebhafte und bildliche Erzählweise in ihren Bann gezogen.
Leider bin ich viel zu schnell am Ende angekommen.
„Janet“ ist eine wunderschöne Zeitreisegeschichte, die spannend und emotional bis zur letzten Seite ist. Ich freue mich schon auf die nächste Story aus der Feder der Autorin.
Wer emotionale Liebesgeschichten und Zeitreiseromane liebt und sich für Schottland begeistern kann, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Für Janet gibt es verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Eine schöne, leichte Liebesgeschichte mit einem Hauch Fantasy
Das magische Klavier von Marianne Carrera
Julia ist dabei, in ein tiefes Loch zu fallen. Sie hat nicht nur gesundheitliche Probleme, sondern wurde gerade von ihrem Freund verlassen. Außerdem nervt ein aufdringlicher Kollege, der unbedingt ein Treffen mit ihr will. Durch ihre Kaufsucht ist das Konto in den Miesen und um wenigstens ihre Miete zahlen zu können, muss sie ihren geliebten Flügel verkaufen.
Doch dann scheint ein Brief von einem Notar wenigstens ihre finanziellen Probleme zu lösen, denn sie erbt ein Schleusenhaus im Elsass. Doch wer ist diese Amalie Kraft, der sie das Erbe zu verdanken hat?
Um der Sache auf den Grund zu gehen und den Verkauf des Hauses vorzubereiten, fährt sie kurz entschlossen ins Elsass.
Vorort trifft sie auf Romulus, dem Enkel von Amalie Kraft und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Dann taucht auch noch ihre Freundin Marit mit einer Idee im Gepäck auf.
Soll sie das Haus vielleicht doch behalten und im Elsass neu anfangen? Aber warum wurde ihr das Schleusenhaus überhaupt vererbt? Als sie sich gemeinsam auf Spurensuche begeben, verschwindet Julia plötzlich….
Zuerst ein paar Worte zum Cover. Ich liebe Aquarellbilder und male auch gerne selbst. Daher gefällt mir das Cover, dass perfekt zur Geschichte passt, ausgesprochen gut.
„Das magische Klavier“ ist ein wunderschöner Liebesroman mit einem Hauch Magie.
Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingetaucht, denn der Schreibstil von Marianne Carrera ist wunderbar leicht, sehr flüssig und angenehm zu lesen. Mit ihrem bildhaften Stil hatte ich die Schauplätze zu jeder Zeit vor Augen und das Gefühl direkt mitten im Geschehen zu sein.
Zu Beginn wusste ich nicht so recht, ob ich Julia sympathisch finden soll oder nicht.
Ich hatte das Gefühl, dass sie sich ziemlich lange von ihrem reichen Freund hat aushalten lassen.
Sie musste sich um nichts Sorgen machen und hat es genossen, ohne finanziellen Limit shoppen zu gehen.
Als sie dann plötzlich von ihm verlassen wird, merkt sie plötzlich, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Doch im Lauf der Geschichte wurde sie mir sympathischer und ich fand ihre Entwicklung von der „stylischen Stadtfrau“ zum „Mädchen vom Lande“ sehr gelungen.
Romulus habe ich direkt ins Herz geschlossen, auch wenn er sehr schnell akzeptiert, dass eine für ihn völlig fremde Person das Haus seiner Großmutter geerbt hat.
Allerdings hat mich zu Beginn doch etwas gestört, dass alles so schnell ging. Julia lässt sich meiner Meinung nach, zu schnell auf das Abenteuer ein, kündigt ihre Wohnung und bricht alle Brücken hinter sich ab.
Insgesamt hätte die Geschichte deshalb gerne ein paar Seiten mehr haben dürfen, auch um den Gefühlen zwischen den Beiden etwas mehr Zeit zu geben.
Es kommen viele interessante Themen (Adoption, Organspende, Stalking) zum Tragen, die immer wieder für emotionale Augenblicke sorgen.
Insgesamt hat mich „Das magische Klavier“ wunderbar unterhalten und deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter. Ich freue mich darauf, neue Geschichten aus dem Schleusenhaus zu lesen und vergebe für den ersten Teil 4 Sterne.
Eine tolle Mischung aus Thriller, Fantasy, Dark-Romance und einer spicy Story
Schattenwede – Folge mir nicht von Corinna Kalla
Nora hat einen richtig schlechten Tag hinter sich. Eigentlich hat sie damit gerechnet, eine Festanstellung als Journalistin zu bekommen, doch angeboten wird ihr von ihrem Boss nur ein Knebelvertrag, den sie dankend ablehnt. Plötzlich steht sie nun ohne Job und ohne Geld da. Um sich abzureagieren, sucht sie in ihrem Boxclub nach einem Partner zum Trainieren und trifft dabei auf den gutaussehenden, aber arroganten Tony, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Anstatt ihren Frust abzubauen, lässt Nora sich auf ein Date mit dem Megamacho und Tinder-Helden, der übrigens verdammt sexy ist, ein. Nicht ahnend, dass er ihr Leben ziemlich durcheinander bringen und für viel Chaos sorgen wird. Warum will er ihr nicht seine Handynummer geben? Was verbirgt er vor ihr? Nora wäre keine gute Journalistin, wenn sie, dass nicht neugierig machen würde….
Ich liebe Fantasy-Bücher und lese weniger Romane, in denen der Erotik-Anteil relativ hoch ist.
Deshalb habe ich erst überlegt, ob dieses Buch überhaupt das Richtige für mich ist, denn der Fantasy-Anteil ist recht gering und die Story ziemlich spicy.
Was soll ich sagen?! Ich bin sooo froh, dass ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, denn ich hätte definitiv etwas verpasst, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte!
Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch. Er ist locker und spritzig, hat eine tolle Leichtigkeit und die Sprache ist zur Geschichte passend.
Ich weiß nicht, ob ich schon mal ein Buch gelesen habe, dass so spannend war. Es fiel mir schwer, es zur Seite zu legen und so habe ich die 742 Seiten innerhalb von zwei Tagen förmlich verschlungen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Nora. Diese Perspektive sorgte dafür, dass ich einen wunderbaren Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekam und Tony undurchschaubar blieb.
Nora hat mir als Protagonistin sehr gefallen. Ihre Charakterbeschreibung passt perfekt zu einer jungen Journalistin. Sie ist schlagfertig, neugierig, couragiert, aber auch eigensinnig, stur und dickköpfig und will sich, trotz finanzieller Probleme, nicht aushalten lassen.
Obwohl Tony es ihr echt schwer macht, gibt sie nicht auf und recherchiert weiter.
Tony ist ein mysteriöser, gutaussehender, sexy Bad-Boy, der ziemlich viele Geheimnisse hat. Er ist genauso stur wie Nora, aber er hat auch einen großen Beschützerinstinkt.
Ich wusste zwar, dass die Geschichte auch einen Fantasy-Anteil hat und konnte mir in etwa denken, in welche Richtung es gehen würde, aber bis zum Schluss hat Corinna Kalla mich, bezüglich seiner Identität auf die Folter gespannt.
Man spürt zu jeder Minute die erotische Anziehungskraft und das Knistern zwischen den Beiden. Ich sag nur „Kopforgasmus“. ;-)
Die Spannung ist konstant auf einem hohen Level und die witzigen Dialoge und Schlagabtausche sorgten dafür, das ich irgendwie ständig ein Grinsen im Gesicht hatte.
„Schattenwede – Folge mir nicht“ hat alles, was ein gutes Buch braucht. Eine gut durchdachte Story, viel Spannung, Action, eine Love-Story, Humor und vor allem starke Charaktere.
Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen und bin froh, dass es nicht mehr so lange dauert, bis der zweite Teil erscheint. Für Band 1 gibt es hochverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Eine Reise durch das 19. und 20. Jahrhundert
Die Chroniken des Zeitlosen von Christian Reisböck
„Die Chroniken des Zeitlosen“ von Christian Reisböck
Beim lesen des Titels kam mir sofort der Gedanke, das es sich um eine Zeitreisestory handeln würde. Allerdings habe ich mich, was das betrifft, ein wenig getäuscht, denn es ist keine Zeitreisegeschichte im herkömmlichen Sinne. Doch das bedeutet keinesfalls, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat.
Im Gegenteil.
Doch von Anfang an…
Im Fokus der Geschichte stehen Victoria und Edward. Wir befinden uns im Jahr 1968.
Die achtzehnjährige Victoria gehört zu einer Generation, die die Welt verändern will. Sie hat ihr Elternhaus verlassen und sich aufgemacht nach San Franzisco, ins Mekka der Hippy-Kultur.
Edward hingegen, wird im Jahr 1871 in London geboren. Er ist als Kind und auch als Erwachsener nie krank und altert auch nicht. Auch nach vielen Jahren sieht Edward immer noch aus, wie mit Mitte zwanzig. Verletzungen, die er sich im Ersten Weltkrieg zuzieht, heilen schnell und irgendwann wird ihm bewusst, dass er nicht wie alle anderen Menschen ist und nicht stirbt.
Um nicht aufzufallen, zieht er immer wieder um und muss die Menschen, die ihm nahe stehen, zurücklassen.
Im Jahr 1968 trifft Edward auf Victoria und rettet sie aus einer bedrohlichen Situation. Er ahnt nicht, dass dieses aufeinandertreffen sein Leben entscheidend verändern wird.
An dieser kleinen Zusammenfassung erkennt ihr schon, dass es sich bei dieser Story nicht um eine klassische Zeitreise handelt, denn Edward reist nicht mit Hilfe fortschrittlichster Technologie oder Portalen durch die Zeit, sondern stirbt einfach nicht.
Wir begleiten ihn auf einer spannenden Reise durch das 19. und 20. Jahrhundert. Einer Zeit, die vollgepackt mit historischen Ereignissen ist, wie zum Beispiel die Gründung des deutschen Kaiserreichs, die Weltkriege oder die Entstehung des Silicon-Valleys. Dabei gelingt es dem Autor die Atmosphäre an den verschiedenen Schauplätzen wunderbar einzufangen, so dass ich das Gefühl hatte, hautnah dabei zu sein.
Der Schreibstil von Christian Reisböck ist leicht und flüssig und angenehm zu lesen.
Allerdings musste ich mich erst mal an die wechselnden Erzählperspektiven gewöhnen.
Während wir die Abschnitte über Victoria aus der Ich-Perspektive verfolgen, sind die Abschnitte von Edward aus der Perspektive des personalen Erzählers geschrieben.
Ich mag es, wenn ich die Handlung durch die Augen der Protagonisten verfolgen kann.
Deshalb fiel es mir bei Victoria etwas leichter einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu bekommen, als bei Edward.
Vicoria ist eine junge moderne Frau. Edward hingegen ein aristokratisch wirkender, etwas altmodischer Brite, der in der viktorianischen Zeit aufgewachsen ist. Aber gerade dieser Kontrast macht die Geschichte so interessant.
Obwohl die Handlung nicht dramatisch ist, habe ich sie als durchweg spannend empfunden. Es gibt immer wieder Höhepunkte und Wendungen, die mich gefesselt haben. Nach dem überraschenden Ende bin gespannt auf die Fortsetzung.
Für den ersten Teil der Reihe gibt es deshalb von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Ein beeindruckendes Debüt
Rán von G. A. Winter
Rán lebt völlig abgeschieden und im Einklang mit der Natur auf einer einsamen Insel mitten im Ozean. Dort, in ihrem Refugium fühlt sie sich Zuhause. Sie pflegt die Strände, achtet auf die Tier- und Pflanzenwelt, kümmert sich um die Meeresbewohner und passt auf, dass niemand mit Harpunen jagt auf ihre „Familie“ macht.
Es hat einen Grund, warum sie die Menschen meidet, doch dann veranlasst eine Schiffskatastrophe sie dazu, ihre Grundsätze über Bord zu werfen und einem Mann das Leben zu retten. Sie nimmt ihn mit auf ihre Insel und versorgt ihn.
Hätte sie diese Entscheidung wohl auch getroffen, wenn sie geahnt hätte, welche Folgen sie haben würde?
Auf Seite 319 gibt es eine Liste der Inhalte, die einige LeserInnen triggern können. Außerdem sind erotische Szenen enthalten. Die Leseempfehlung liegt deshalb bei 16 Jahren.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und auch im inneren sind die Seiten wunderschön gestaltet. Am Anfang gibt es eine Karte, damit man sich das Worldbuilding vorstellen kann und zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine schöne Illustration.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne. Sie beeindruckt in ihrem Debüt mit einer sehr feinfühligen und sanften Schreibweise.
Besonders gut gefiel mir die bildhafte Beschreibung der Insel und des Ozeans. Es gelingt ihr gekonnt mit Wörtern zu spielen und wunderschöne Bilder in meinem Kopf zu kreieren, so dass ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte, mit Rán durch den Ozean zu tauchen.
Anfangs hat die Geschichte mich etwas an Arielle erinnert, aber das hat sich nach und nach gelegt.
Es gibt nur wenige Charaktere und kaum Dialoge. Aber das hat auch seinen Grund. Zum einen befinden unsere beiden Protagonisten sich auf einer einsamen Insel und außerdem spricht Rán nicht. Doch trotzdem funktioniert die nonverbale Kommunikation zwischen den beiden erstaunlich gut.
Rán habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Sie kennt nichts anderes, als das Leben auf ihrer kleinen Insel. Mit den Meerestieren verständigt sie sich, indem sie ihre Botschaften direkt in den Kopf übertragen. Überall im Meer hat sie ihre Augen und Ohren offen und sorgt dafür, dass kein Meeresbewohner unter den Menschen leiden muss.
Im Laufe der Handlung durchläuft sie eine erstaunliche Entwicklung. Ich möchte allerdings nicht Spoilern, deshalb gehe ich darauf hier nicht weiter ein.
Aber auch William war mir sehr sympathisch. Obwohl er als König anderes gewohnt ist und Rán nicht mit ihm spricht, begegnet er ihr zu jeder Zeit mit Respekt, akzeptiert die Gegebenheiten und versucht sich auf eine Welt einzulassen, die ihm völlig fremd ist.
Die Interaktionen zwischen den Beiden hat mich emotional sehr berührt und es fiel mir leicht, immer wieder in das Geschehen einzutauchen.
Obwohl die Geschichte wunderschön ist und über viel Tiefe verfügt, fehlte es mir allerdings manchmal ein wenig an Spannung, da die Story sich nur sehr langsam entwickelt.
Auch der Fantasy-Anteil ist nur sehr gering, denn es geht im ersten Teil vorrangig um die zwischenmenschliche Beziehung der Beiden. Ich bin gespannt, ob sich das in der Fortsetzung ändern wird und hoffe, dass ich nicht zu lange darauf warten muss. Für den ersten Teil der Reihe gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung ab 16 Jahren.
Eine fantastische Romantasy Reihe
Tales of Gods and Angels - Mondsturm von Jenny Völker
Jacks ist in der Welt der Dämonen gefangen. Gemeinsam mit ihren Freunden erarbeitet Alice einen Plan, um den Götterhain zurückerobern und Jacks befreien. Doch dafür benötigen sie nicht nur ihre vollen Kräfte, sondern auch neue Verbündete. Werden die alten Märchen ihnen helfen, hinter das Geheimnis ihrer Kräfte zu kommen und wird es ihnen gelingen, ihre Gegner aufzuhalten?
Ich werde es Euch hier nicht verraten.
Nur soviel...am Ende überschlagen sich die Ereignisse.
Doch lest die Geschichte am besten selbst!
Das Cover des dritten Teils gefällt mir ausgesprochen gut und es passt perfekt zu den ersten beiden Bänden. Da die Bücher aufeinander aufbauen, ist es zu empfehlen, sie der Reihe nachzulesen.
Nachdem Jenny Völker mich schon mit den ersten beiden Teilen begeistert hat, habe ich sehnsüchtig auf das große Finale gewartet.
Die Autorin schreibt fesselnd und sehr anschaulich. Von der ersten Minute an war ich wieder mitten in der Geschichte drin. Jenny schaffte es, in meinem Kopf ein lebendiges Bild des Settings zu kreieren und die Story so detailliert zu beschreiben, dass ich die gesamte Handlung bildhaft vor Augen hatte.
Bekannte Gesichter tauchen wieder auf und neue Figuren, die mit einer tollen Präsenz gefüllt sind, kommen hinzu. Die Interaktionen der Charaktere und ihre Entwicklung waren für mich sehr glaubwürdig und die starken Emotionen zu jeder Zeit greifbar.
Alice ist mittlerweile zu einer starke Göttin geworden und es machte Spaß, ihre Weiterentwicklung von Kapitel zu Kapitel zu beobachten. Aber auch Jacks, Ella, Ar und Mari habe ich im Laufe der Geschichte sehr ins Herz geschlossen. Besonders Ar und seine Sucht nach leckerem Kuchen, sorgte immer wieder für ein Grinsen in meinem Gesicht.
Die magische Spannung ist ständig präsent und zieht sich durch den ganzen Plot. Die Handlung ist gut durchdacht und es gibt keine unnötigen Längen. Es gibt so gut wie keine Verschnaufpausen, denn es tauchen immer wieder unvorhersehbare Wendungen auf. Nach und nach werden Geheimnisse gelüftet und neue Fragen, die beantwortet werden müssen, tauchen auf. Doch nach der großen Schlacht werden am Ende alle losen Fäden restlos verknüpft.
Ich konnte irgendwann das Buch nicht mehr zur Seite legen und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Am Ende fiel es mir richtig schwer, von Alice, Jacks, Ella, Ar, Mari und allen anderen Figuren Abschied zunehmen.
Fazit
Die Geschichte ist einfach nur klasse! Sie hat alles, was eine tolle Fantasy-Reihe braucht. Spannung. Magie, Action und dramatische Situationen.
Sie ist fesselnd, mitreißend und sehr emotional. Von mir gibt es dafür verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die komplette Reihe! Ihr werdet sie lieben!
Nichts für schwache Nerven
Herzmalerei mit Schatten von Syma Schneider
Krimi, Thriller, Fantasy, Dystopie, Science Fiction, Romance? Herzmalerei mit Schatten ist das alles und noch viel mehr!
Allerdings ist es nichts für schwache Nerven.
Es ist viel geschehen, doch endlich wendet sich alles zum Guten.
Doch gerade als Zenia glaubt, dass sie nun mit Nael glücklich werden kann, reißt das Schicksal ihre heile Welt in Stücke.
Denn ausgerechnet Keno, der Anwalt, der dafür gesorgt hat, dass Nael aus dem Gefängnis kommt, zeigt ihr, dass er ihre große Liebe und ihr Seelenpartner aus ihren vorigen Leben ist.
Aber ist Keno wirklich der Mann, der sie vollkommen macht, oder ist ihre Liebe zu Nael so tief, dass ihr die vermeintlichen Hinweise des Universums egal sind?
Ihrer Freundin Amrex ist Journalistin und ihr Bauchgefühl ist zuverlässig. Sie riecht, wenn etwas faul ist, und bei Keno hat sie das Gefühl, dass er ein Geheimnis hütet. Deshalb beginnt sie zu recherchieren und macht eine folgenschwere Entdeckung.
Seit ich Teil 1 gelesen habe, ist mittlerweile schon viel Zeit vergangen. Deshalb war ich sehr froh, als ich am Anfang des Buches einen Link fand, durch den man auf die Website der Autoren gelangt und zu einer kurzen Zusammenfassung von Herzmalerei 1.
So wurde ich kurz in die Story zurückgeführt und konnte anschließend nahtlos in die Fortsetzung eintauchen.
Zusätzlich gibt es noch eine SymaPedia, in der uns die Welt im Jahr 2124 vorgestellt wird.
Zunächst möchte ich nochmal auf dieses tolle Cover hinweisen, das von der lieben @100covers4you gestaltet wurde. Ich finde es einfach wunderschön!
Wie heißt es noch so schön, die besten Bücher sind die, die man, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen kann.
Und genau so ist es mir mit „Herzmalerei mit Schatten“ ergangen.
Ich habe es innerhalb kürzester Zeit regelrecht verschlungen.
Der Schreibstil der Autorin ist, wie schon in Band 1 wunderbar lebendig und flüssig. Bildhaft und eloquent für sie ihre Leser durch die Geschichte und macht so das Lesen zum Vergnügen. Ob man will oder nicht, man kann sich der Story nicht entziehen und so wurde ich schon nach wenigen Seiten wieder tief in die Geschichte hineingezogen.
Wahnsinn! Man ahnt nicht, was für eine wahnsinnige Story einen erwartet.
Die Fortsetzung gefällt mir, soweit eine Steigerung überhaupt möglich ist, fast noch besser als der erste Teil. Es ist eine richtig tolle Mischung aus Liebesgeschichte, Psychothriller, Fantasy und Science Fiction!
Wir verfolgen die Handlung aus den Perspektiven von Zenia, Nael, ab und zu auch aus der Sicht von Amrex, sowie dem geheimnisvollen Schatten. Außerdem gibt es immer wieder Rückblicke in die Kindheit von Keno.
Obwohl ich immer von allen Seiten Einblicke in die Geschichte bekam, blieb die Spannung auf einem sehr hohen Level.
Sylvia hat die einzelnen Charaktere wieder wunderbar facettenreich herausgearbeitet. Zenia hätte ich allerdings ab und zu gerne mal geschüttelt, denn sie macht meistens, was sie will. Ich hatte das Gefühl, sie denkt mehr an sich selbst, als an Nael und Keno. Doch irgendwie machte das die Geschichte auch spannend.
Keno war lange Zeit schwer zu durchschauen, aber um nicht zu spoilern, verrate ich dazu lieber nicht zu viel.
Meine Lieblingsfigur ist ohne Frage Amrex. Hach, wer wünscht sich nicht so eine Freundin?!????
Aber auch die beiden BRO´s Romeo und Han Solo sind toll und haben mich oft zum Lachen gebracht.
Zitat Romeo: „Vielleicht wäre es besser, wenn Du als Eintagsfliege wiedergeboren würdest. Die lebt nur kurz und hat nur eine einzige Mission: Sich zu vermehren.“ ????
Was das Ende betrifft. Nun, eigentlich hatte ich mir einen anderen Schluss erhofft, aber im Nachhinein ist es gut, so wie es ist.
Sehr gut hat mir auch der Epilog gefallen, denn es greift die Kernfrage der Geschichte noch einmal auf.
Worauf hörst du? Auf dein Bauchgefühl oder auf den Verstand? Ich höre fast immer auf mein Bauchgefühl, aber am schönsten wäre es natürlich, wenn sich Verstand und Bauch in Balance befinden würden.
Fazit:
Syma Schneider hat mich mit „Herzmalerei mit Schatten“ völlig überrascht! Nachdem ich Teil 1 gelesen hatte, habe ich nie im Leben mit so einer Fortsetzung gerechnet!
Die Story ist fesselnd, spannend, dramatisch und sehr emotional.
Krimi, Thriller, Fantasy, Dystopie, Science Fiction und Romance. Dieses Buch vereint alles und ist noch so viel mehr! Was es allerdings auf keinen Fall ist, ist ein Buch für Leser mit schwachen Nerven.
Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan des Genres Thriller, aber Sylvia schafft es, dass ich zu einem werde. Für dieses Meisterstück gibt es hochverdiente 5 + Sterne
Die finale Schlacht
Herzmalerei mit Schatten von Syma Schneider
Vika hat endlich ihren Bruder Gael gefunden. Doch sie kann die Zeit mit ihm nur kurz genießen, denn die schwarze Festung, der Zufluchtsort der Magier wird von einer mysteriösen Krankheit befallen. Gibt es einen Verräter, der dafür verantwortlich ist, unter ihren? Nun müssen sie nicht nur die Krankheit in den Griff bekommen, sondern sich auch noch, gemeinsam mit den Magiern und Menschen der Festung, auf den unausweichlichen Krieg gegen die falschen Königinnen vorbereiten.
Als sich zur Unterstützung alle Auftragskiller des Landes in Cardeén versammeln, steht Vika plötzlich zwei alten Freunden gegenüber und wird erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Das Cover ist wunderschön. Es spiegelt die düstere Atmösphäre und passt perfekt zu Band 1.
Nachdem mir der erste Teil ausgesprochen gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf das Finale der Dilogie.
Ich habe oft Probleme wieder in die Geschichte hineinzufinden, wenn so viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden liegt. Leider war das auch hier der Fall. Ich habe mich etwas schwergetan, erneut in die Handlung abzutauchen und Vika, Eleana und Gael bei ihrem Kampf gegen die drei Königinnen zu begleiten.
Die Kapitel haben eine gute Länge und an den Überschriften erkennen wir, ob wir die Geschichte aus der Perspektive von Vika, Eleana oder Vikas ehemaliger Freundin Caiside verfolgen.
Die Hauptfiguren sind wieder wunderbar bildhaft und sehr authentisch beschrieben.
Vika muss lernen mit ihren Gefühlen zurechtzukommen. Nach und nach kommt nun eine andere Seite von ihr zum Vorschein und sie empfindet zum ersten Mal Herzklopfen und ein Kribbeln im ganzen Körper in der Gegenwart eines Mannes. Die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir gut gefallen und war für mich auch Nachvollziehbar.
Eleana, Gael, Jack und alle anderen Charaktere ergänzen den Plot mit ihrer Individualität perfekt.
Am Ende überschlagen sich die Geschehnisse und es geht sehr schnell in die finale Schlacht.
Toll fand ich den Epilog, in dem wir zwei Jahre später nochmal einen Blick auf alle Protagonisten werfen durften.
Doch irgendwas hat mich gestört. In Band 1 wurde ich von der ersten Seite an von der Handlung mitgerissen und es fiel mir schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen. Dieses Gefühl hat sich in der Fortsetzung leider nicht eingestellt. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es gelegen hat, aber die Handlung zog sich lange Zeit etwas in die Länge und ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um das Buch zu beenden.
Fazit
Stefanie Moll hat die oft etwas düstere Atmosphäre gekonnt eingefangen und das Worldbuilding sehr ausdrucksstark und detailliert beschrieben. Ich hatte den Kontinent Lyria und die schwarze Festung zu jeder Zeit bildhaft vor Augen.
Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen. Jede Figur hat ihren eigenen Charme und trägt einen wichtigen Anteil an der Geschichte. Sie sind lebendig und individuell gestaltet und haben Tiefe.
Auch wenn es am Ende sehr schnell ging, war die finale Schlacht spannend, gewaltig, magisch und düster.
Für den finalen Teil der Reihe gibt es deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Ein toller Auftakt der Fantasy-Dilogie
Avorrit von Katrina Lähn
Die Königsfamilie Brillars wurde vor vielen Jahren von einer Priesterin verflucht. 100 Jahre hat sie ihnen Zeit gegeben, alle Schlüssel, die sie in Brillar versteckt hat, zurückzubringen, sonst wird sie ihre Welt in Dunkelheit versinken lassen und die Königsfamilie töten.
Mittlerweile sind 98 Jahre vergangen und in Avorrit wird, wie in jedem Jahr das Schlüsselfest gefeiert, auch wenn niemand mehr an Magie glaubt.
Die sechzehnjährige Marley hat ein entstelles Gesicht und wird im Dorf behandelt wie eine Aussätzige. Deshalb freut sie sich darauf, Avorrit bald gemeinsam mit ihrer Freundin Jo zu verlassen und in Madur ihre Ausbildung zu starten.
Doch ihr Onkel hat andere Pläne. Marley soll weiter bei ihm im Schlachthaus arbeiten und im Dorf bleiben.
Jo will das nicht so einfach hinnehmen und beschließt am Spiel der Schlüssel teilzunehmen, denn mit dem Preisgeld, dass dem Gewinner zusteht, könnten sie sich ihren gemeinsamen Traum erfüllen.
Allerdings ahnen die beiden Mädchen nicht, auf was sie sich da einlassen und welche Gefahren noch auf sie warten werden.
Was soll ich sagen? Wow!
Diese Geschichte ist einfach genial und von der ersten Seite an packend und mitreißend.
Aber als Erstes muss ich ein paar Worte zu diesem wunderschönen Cover sagen. Es ist einfach traumhaft schön und spiegelt die Geschichte, in der es um eine Königsfamilie und einen bösen Fluch geht, perfekt wider.
Die Autorin schreibt wunderbar leicht, modern und sehr flüssig. Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise hat sie eine emotionale und magische Atmosphäre erschaffen und mich schon nach wenigen Seiten gepackt.
Die einzelnen Schauplätze sind wunderbar detailliert beschrieben und ich hatte sie zu jeder Zeit bildhaft vor Augen. So fiel es mir leicht, mich ganz in die Geschichte fallen zu lassen.
Wie in einem Sog wurde ich durch die Story gezogen. Ich garantiere euch, dass ihr das Buch nicht wieder zur Seite legen werdet, wenn ihr erst einmal damit begonnen habt.
Nach dem Prolog finden wir eine Karte von Avorrit, dem Ort, an dem Marley und Jo leben.
Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von Marley und es fiel mir leicht, mich in ihre Gedankengänge und Gefühle hinein zu versetzten. Sie ist zu Beginn ein etwas scheues und schüchternes junges Mädchen. Das ist jedoch kein Wunder, denn in ihrem bisherigen Leben hat sie es nicht leicht gehabt. Ihr entstelltes Gesicht, das sie vor den Blicken, der anderen mit einer Maske schützt, bereitet ihr immer wieder starke Schmerzen. Die Dorfbewohner demütigen sie und betiteln sie als Missgeburt oder Bestie.
Ihre Freundin Jo ist hingegen alles andere als scheu und handelt ab und zu etwas unüberlegt. Doch die beiden ergänzen sich auf eine wunderbare Art.
Ich mochte die Mädchen von Anfang an und habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen.
Aber auch Baron Mortimer, dessen Schwester Karla und alle anderen Charaktere haben mir sehr gefallen, denn sie sind unglaublich authentisch, facettenreich und individuell gestaltet. Mortimer zum Beispiel sorgt bei Marley für ein ziemliches Gefühlschaos.
Mein absoluter Liebling im ersten Teil der Dilogie ist aber ohne Frage Tristan. Ich will aber nicht Spoilern. Am besten lest die Geschichte einfach selbst.
„Avorrit – Das Spiel der Schlüssel“ punktet mit einer spannenden und abenteuerlichen Story, voller Emotionen, Action und Magie. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Reise von Marley, Jo, Mortimer und Karla weitergeht und kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen.
Schon der erste Teil der Dilogie hat mich begeistert und gehört zu meinen Highlights des Jahres 2023. Dafür gibt es hochverdiente 5 Sterne










