Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MariasBooks:
Stardew Valley in Buchform
Novel Haven - Levels of Love von Anabelle Stehl
Stardew Valley in Buchform
Zum Buch
Novel Haven - Levels of Love ist der Auftakt einer New Adult Trilogie aus der Feder von Anabelle Stehl. Das Buch ist im LYX Verlag erschienen.
Erwartung
Ich bin ein Gaming-, und Bookgirlie, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war, da es zwei Leidenschaften von mir vereint.
Zudem ist es mein erstes Buch von Anabelle Stehl und ich war sehr neugierig, auf ihren Schreibstil.
Gestaltung
Die Covergestaltung ist sehr liebevoll und detailreich gewählt und vor allem die Character Illustrationn auf dem Cover, mit dem gesplitteten Hintergrund, gefällt mir sehr gut.
Jeder Kapitelbeginn wurde mit einer Tutorial-Zeile versehen. Dies ist eine Anspielung an die Ladebildschirme der meisten Spiele und mir hat gefallen, dass diese an das jeweilige Kapitel sowie der POV und Spiels angepasst wurden.
Generell wurde viel Wert auf Eastereggs, eingebauten Details und Gamingbegriffen gesetzt, die aber auf für Außenstehende meist gut erklärt wurden.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die vielen Anspielungen an das Gaming selbst. Man merkt, dass die Autorin sich in diesem Gebiet auskannte und das Ganze nicht nur als Setting nutzte, sondern auch detailreich einpflegte.
Was mich sehr berührt hat und was auch meine Lieblingsstelle im Buch geworden, ist wie mit Laras Rolle als Frau in der männerdominierten Gamingbranche umgegangen wurde bzw. wie sie sich dabei selbst sieht. Vor allem ihre Selbstzweifel und sich an der Rolle der Frauen, die sie so repräsentiert, habe ich sehr gefühlt und diese Stelle im Buch hat mich sehr berührt.
Anabell Steht hat in diesem Buch perfekt den Ton und Schreibstil passender zur gemütlichen und Geschichte gefunden. Das Buch vermittelt genau diese Gefühle, die man erwartet. aber auch den ersten Themen wird genug Zeit und vor allem emotionale Tiefe ermöglicht.
Was mir weniger gut gefallen hat, war wie das Ende aufgelöst wurde. Es wurden zu viele Probleme mit einem einzigen Lösung gelöst, was zwar gut für einen einheitlichen Abschluss war, aber gleichzeitig etwas unrealistisch gewirkt hat. Vor allem wurden hier nachfolgende Konsequenzen, die dadurch entstehen werden, außer Acht gelassen. Hier hätte ich mir etwas mehr Einfallsreichtum für die verschiedenen Probleme gewünscht.
Die Spice Szene hätte ich auch etwas anders besser gefunden. Es ging zu schnell. Einerseits mit den Geschehnissen vom Vortag, auf die ich aus spoilergründen nicht genauer eingehe. Andererseits wenn man Laras Character betrachtet, vor allem ihre Gedanken, die sie schon die Ganze Zeit im Buch hat, wäre hier vermutlich für sie etwas mehr Zeit von Nöten gewesen, um sich gegenüber Luca komplett zu öffnen. Als jemand der selbst mit seinem äußeren aufgrund von div. Dingen struggelt, weiß ich, dass man nicht von einen Moment auf den anderen alle Zweifel einfach ablegen kann und dass es Zeit und ein langsames Öffnen benötigt und vor allem so etwas inniges in langsamen Schritten über einen längeren Zeitraum passiert. Ich weiß, dass das vom Umfang her leider nicht ins Buch gepasst hätte, aber vor allem bei einer jungen Liebe sollte man den characteren einfach etwas mehr Zeit lassen.
Generell haben mir aber die beiden Protas Lara und Luca sehr gut gefallen.
Sie sind beide eher Ruhepole, aber in ihrer Leidenschaft blühen sie auf. Hier hat mir auch sehr gut gefallen, dass ihre Liebe sich auch auf einem zu den Charaktern passenden Gefühlslevel entwickelt haben. Ihre Liebesgeschichte ist ruhigen Gefühlen, Blicken und Sanftheit geprägt. Wer also eine tensiongefüllte Enemies2Lovers Geschichte sucht, wird hier leider nicht fündig werden.
Was generell auffällt, das Spiel, in dem es sich im Buch handelt, ist 1:1 Stardew Valley nur eben mit einer Buchhandlung statt einer Farm. Manchmal kam es mir zu sehr kopiert vor, auch wenn das ja genau die Intension war.
Wer aber das Spiel mochte, sollte sich das Buch ansehen und umgekehrt.
Fazit
Ein cozy New Adult Roman mit Gamingelementen, in dem es zwar wenig Tension aber viel Unterstüzung und Liebe der Charactere untereinander gibt. Das perfekte Buch für einen gemütlichen Abend.
Schottisch inspirierte Fantasy mit enemies to lovers und einer feurigen Protagonistin.
A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren von Hazel McBride
Das Buch in einem Satz
Schottisch inspirierte Fantasy mit enemies to lovers und einer feurigen Protagonistin.
Zum Buch
A fate forged in fire ist der 1. Teil einer Dilogie aus der Feder von Hazel McBride. Das Buch ist im Rütten & Loening Verlag erschienen.
Erwartung
Das Buch beinhaltete lt Klappentext viele Dinge, die ich in Büchern sehr gerne mag, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Darunter fallen ein schottisch-inspiriertes Fantasy Setting, Drachen, enemies to lovers, eine starke, queere Protagonistin etc.
Gestaltung
Das Cover gibt den Inhalt und des Settings in meinen Augen sehr gut wieder und ist sehr gelungen.
Der Farbschnitt ist schön, wirkt allerdings sehr von Fourth Wing inspiriert.
Die Kapitelüberschriften hätte man etwas liebevoller gestalten können.
Im ebook fehlt die Karte, die sehr hilfreich gewesen wäre. Ebenso ist leider kein Glossar enthalten, was vor allem bei dem heavy worldbuilding und den ganzen Orten und schottischen Begriffen sehr hilfreich gewesen wäre.
Die Triggerwarnings wurden direkt am Anfang des Buches platziert, was spannend ist, aber durchaus Sinn macht.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die anfangs bereits erwähnten Bestandteilen der Geschichte, mit denen das Buch beworben wurde.
Zudem hat Autorin eine sehr umfangreiche high fantasy Welt überlegt und diese mit sehr vielen schottischen Begriffen gestaltet. Das Magiesystem ist eher einfach gehalten, das politische System ist dafür umso umfangreicher und zudem politisch und emotional aufgeheizt.
Sehr oft hat mich als Leserin der female Rage in diesem Buch überkommen.
Das heavy worldbuilding war an einigen Stellen, aufgrund des fehlenden Glossars, manchmal leider schwer zu folgen, aber dennoch hat mich die Geschichte, vor allem durch durch den ständigen Konflikt der verschiedenen Seiten und der Nähe zur englisch/schottischen Geschichte sehr in ihren Bann gezogen.
Vor allem bringt einem das Buch dazu über Themen wie Matriachat/Patriachat, Erbreihenfolge, Staat und Religion sowie Selbstbestimmung nachdenken.
Mir hat die feurige Protagonistin gefallen, auch wenn diese an manchen Stellen des Buches etwas widersprüchlich auf Situationen reagiert hat. zB hätte ich mir an einer Szene gedacht, dass sie sich wirklich mehr wehren würde, vor allem wenn sie es ja auch denkt und zumindest einen kleinen Akt der Rebellion zb spuken etc leicht möglich gewesen wäre. Vor allem weil sie sonst auch sehr kämpferisch auftritt.
Ihre Beziehung zum Protagonisten hat mir im mittleren Drittel nicht so sehr gefallen, weil hier gefühlt die Gefühlsentwicklung von enemies2lovers in meinen Augen viel zu schnell passiert ist.
Extrem negativ aufgestoßen ist mir der herablassende Ton in einem ihrer ersteren Zusammentreffen. Meiner Meinung nach sollen sich enemies wirklich hassen, aber auf eine emotionale und nachvollziehbare Ebene. Der Hass soll Hass sein und herablassende Worte, die keinen Kontext zum Hass geben sondern einfach nur irgendwie mobbend wirken, passen da meiner Meinung nach einfach nicht.
Zum Spice möchte ich auch anmerken, dass die eine oder andere Szene irgenwie unpassend und auch nicht wirklich gut geschrieben war. Einfach nur spice wahrlos ergänzen, damit viel spice drin ist, sollte nicht die Regel sein. Spice and sich ist ok, aber lieber mit Qualität und auch nur, wenn zur Handlung passend bzw relevant.
Was mir wieder gut gefallen hat, waren die politischen Komponenten, die immer wieder in das Buch eingestreut wurden.
Vor allem zum Finale am Ende des Buches hin. Staat gegen Religion, Matriachat gegen Patriachat, Götter gegen Erlöser. Das Buch ist gefüllt mit Seiten und deren Kampf, was sehr spannend war.
Der Plottwist am Ende des Buches hatte ich bereits ab der Hälfte des Buches im Verdacht, auch wenn ich mir auch vorstellen könnte, dass er für manch andere sehr überraschend sein kann.
Zur Protagonistin möchte ich auch nochmal explizit hervorheben, dass diese an manchen Stellen des Buches, sehr heavy Dinge erlebt und hier unbedingt die Triggerwarnings vorher gelesen weden sollen.
Fazit:
A Fate forged in Fire greift den Fourth Wing Hype auf, versucht aber mit eigenen Ideen eine spannende Geschichte zu erzählen, die alle beliebten Booktok tropes abdeckt. Das ist an mancher Stelle besser, an anderer schlechter gelungen.
Generell hat mich das Buch, vor allem durch seine politschen Konflikte und dem deutliche Schreibstil sehr gut unterhalten, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte an der Romance zu äußern habe.
Deswegen von meiner Seite 4-4,5 Sterne.
Eine Kulinarikreise durch Europa in horny und queer.
The Pairing von Casey McQuiston
Zum Buch
The Pairing ist ein in sich geschlossener Einzelband aus der Feder von Casey McQuiston. Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe bereits die anderen Bücher von Casey gelesen, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Design
Das Cover ist schlicht, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Es werden viele Handlungsorte des Buches, dessen Haupthandlung ja eine Reise durch Europa ist, bildlich dargestellt.
Inhalt
Die beiden Hauptcharaktere des Buches sind Kit und Theo. Die erste Hälfte des Buches ist aus Theos Perspektive geschrieben, die zweite Hälfte aus der von Kit.
Durch Zufallen landen sie ein paar Jahre nach ihrer Trennung auf der gleichen Kulinarikreise, die sie zuvor durch eben diese Trennung nicht mehr wahrnehmen konnten.
Bereits von der ersten Seite spürt man die aufgeladene Spannung zwischen den beiden. Um diese abzubauen, starten sie einen Wettbewerb, wer auf der Reise mehr andere Personen abschleppen kann.
Diese sexuell aufgeladene Stimmung zieht sich dann durch das ganze Buch.
Auch wenn das Buch einen sehr humoristischen Ton hat und sich vom Feeling der Reiseorte sehr nach den Büchern von Julie Caplin anfühlt, ist diese Tension ein Hauptpunkt der Handlung. Hier werden sich vermutlich die Geister scheiden.
Ich persönlich fand es ok, aber wäre mit etwas weniger Hornyness auch zufrieden gewesen. Zudem wurden die beiden trotz ihres jungen Alters als regelrechte Sexgottheiten dargestellt, was manchmal etwas komisch wirkte.
Was mir hingegen gut gefallen hat, war der lockere Schreibstil, der sich nach einer angenehmen Urlaubslektüre für den Strand angefühlt hat.
Zudem fällt auf, dass sich die Autorin sehr viel Mühe mit der Recherche zu den ganzen Kulinarik-Themen gemacht hat.
Das Buch ist für Fans von Kulinarik und traumhaften Orten in Europa, second chance, Tension, viel aber moderaten Spice. Das Buch beinhaltet gender Identitätsfindung und verwendet verschiedene Pronomen.
Fazit: Wer ein lockeres, queeres Sommerbuch sucht und zudem Caseys Schreibstil mag, wird auch dieses Buch mögen. Man beachte meine oben genannte Kritik, an der sich, wie gesagt, die Geister scheiden werden.
Classic Sherlock mit Abzügen
Holmes & Moriarty von Gareth Rubin
Classic Sherlock mit Abzügen
Zum Buch
Sherlock & Moriarty ist ein neuer, mysteriöser Fall für Sherlock Holmes, der allerdings nicht aus der Feder vom bereits 1930 verstorbenen Schöpfer Arthur Conan Doyle stammt, sondern von Gareth Rubin geschrieben wurde. Das Buch ist im Harper Collin Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe bisher noch kein richtiges Sherlock Buch gelesen, sondern nur die Spiele gespielt und die Serie gesehen. deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch.
Design & Ausstattung
Das Cover an sich ist schön gestaltet und voller kleiner Details, wie chemischer Formeln.
Beim Druck allerdings merkt man, dass sehr gespart wurde. Der Druck billig und nicht wirklich schart, was vor allem bei den Details auffällt. Das liegt allerdings nicht an der Grafik, denn die digital Cover z.B. auf der Verlagswebsite sind messerscharf. Hier wurde einfach eine günstige Druckform gewählt.
Die Qualität erinnert generell eher an amerikanische Taschenbücher, als die, die man normalerweise von deutschen Büchern gewohnt ist.
Zudem wurde auch vom Umfang her, an allen Ecken des Buches gespart. Klassische Dinge wie Danksagung, eine Einordnung der Geschichte (dazu später mehr) etc wurden hier einfach außen vorgelassen. Auch Gestaltungstechnisch wurde sich hier kein Bein ausgerissen. es gibt zwar Kapitelüberschrift, aber keine Zierde und vor allem keine POV Einordung, was für mich als Lesende extrem verwirrend war. Denn das Buch ist aus 2 Perspektiven geschrieben. Einerseits ganz klassisch Dr. Watson, aber genauso aus der Sicht von Moriartys Partner Moran. Und normalerweise steht bei der Kapitelüberschrift dabei, wer das aktuelle Kapitel erzählt und das wurde hier ebenso weggelassen. Das hat mich sehr oft aus dem Lesefluss gerissen. Vor allem weil es manchmal erst nach 1-2 Seiten einordenbar war, wer da gerade am Zug ist.
Charaktere
Sherlock und Watsen waren mir schon gut bekannt, mit Moriarty und Moran hatte ich bisher weniger zu tun. Mir hat gefallen, wie sie in diesem Buch als 2 Seiten einer Medaille beschrieben wurden, die sich nicht nur ebenbürtig, sondern auch sehr ähnlich waren, wenn ihre Ziele auch komplett unterschiedlich waren.
Leider kam ihre Dynamik etwas zu kurz im Buch, den dieses ist eher schnell von der Geschwindigkeit her und das Buch lässt sich sehr schnell wegsnacken.
Ich hätte mir mehr Momente der Zusammenarbeit zwischen den Characteren gewünscht. Mehr gemeinsames entschlüsseln der Rätsel, mehr direktes Zusammenarbeiten und Kräfte bündeln, weil dies die besten Momente des Buches waren, meiner Meinung nach. wenn wir schon dabei sind, gehen wir auch gleich weiter, zu den Dingen, die mir besonders gut gefallen haben.
Das Buch fühlt sich wie ein Sherlock Buch an. Es werden Anspielungen an vorangegange Teile gemacht und auch vom Feeling her, hat es alles recht gut eingefangen. Auch das Pacing und die Dialoge an sich haben mir gut gefallen. Leider war es das dann auch schon wieder mit den positiven Worten.
hier, was mir weniger gut gefallen hat.
Einerseits hat mich die Wortwahl etwas gestört. Ja, es wurde darauf acht gegeben, den Schreibstil vom Ursprungsauto beizubehalten und das Feeling der damaligen Zeit besser einzufangen. Das ist ja an sich nichts schlechtes. Dennoch kamen immer wieder Wörter im Text vor, die man einfach in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet und für die es wirklich genug Alternativen gäbe, die weniger beleidigend oder ausgrenzend sind.
Zudem ist mir aufgefallen, dass scheinbar das ganze Buch fast ausschließlich aus männlichen Characteren besteht. Außer 2 namentlichen Sidecharacteren, waren alle andere Männlich. Ja, an sich gab es in dieser Zeit viel Unterdrückung der Frauen und diese durften viele Jobs und Aufgaben nicht übernehmen. Aber wenn man 30 Nebencharactere in allen möglichen Berufen, Orten und Bereichen hat, ist es sehr auffallend, dass nur genau diese beiden weiblich sind, die es als Ehepartnerinnen unbedingt sein mussten, und alle anderen männlich. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht, dass die Gender von den Maincharactern geändert werden. Aber es hat sich beim Lesen teilweise so angefühlt, als ob alle Frauen bewusst aus der Geschichte ausradiert wurden. Vor allem, wenn das Buch in der heutigen Zeit geschrieben wurde, könnte man auf diese Dinge etwas mehr Fokus legen.
Wenn man zumindest als Verlag, vor allem als ein so großer Publikumsverlag, so ein Buch so rausbring, dann sollte man sich dieser Dinge viel mehr bewusst sein und zumindest eine Einordnung in das Buch mit hineindrucken, um vor allem für junge Lesende hier eben eine Einordnung des Ganzen zu geben.
Fazit:
Wer ein Fan von Sherlock und co ist, wird mit diesem Buch an sich nichts falsch machen. Es ist eine schnelle, wenn auch teils komplexe und vielseitige Geschichte, die genau den Flair einfängt.
Nichtsdestotrotz hätte man einige Dinge anderes lösen können und ich hoffe, dass diese in zukunft mehr beachtet werden.
Spannende Idee - mittelmäßige Umsetzung
Horror-Date von Sebastian Fitzek
Spannende Idee - mittelmäßige Umsetzung
Zum Buch
Horrordate ist der 3. Teil der Nicht-Thriller Reihe aus der Feder von Sebastian Fitzek. Das Buch ist im Droemer Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe bereits die vorherigen Teile der Reihe gelesen. Nachdem ich den ersten Teil mochte und den zweiten eher weniger, war ich sehr gespannt auf dieses Buch und wie es mir zusagen würde.
Design
Ich persönlich bin kein Fan von der Covergestaltung der Reihe. Sie ist zwar auffallend und wiedererkennbar, aber mir sagt sie nicht so zu.
Bei jedem Kapitel ist eine kleine Zeichnung dabei, die ganz nett sind.
Die restliche Innengestaltung ist ganz gut gemacht.
Was mir gut gefallen hat, war der Humor des Protagonisten. Dieser war schlagfertig und überraschend.
Fitzek hat sein Talent für Charakter-Unikate hier wieder zur Schau gestellt.
Die sehr kurzen Kapitel waren zudem angenehm zu lesen.
Das war es aber dann leider auch schon mit den positiven Dingen.
Vor allem das mittlere Drittel des Buches war wirklich anstrengend zu lesen. Hier habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen.
Die Idee des Buches hatte viel Potential, aber irgendwie bekam man mit der Zeit richtigen Hass auf den Protagonisten und den Umgang mit Nala und der ganzen Situation an sich.
Er ist eigentlich ein nice-guy, aber gleichzeitig waren seine Handlungen teils unnachvollziehbar und respektlos Nala gegenüber, wenn man ihre Situation betrachtet.
Zudem reihen sich unzählige übertriebene Zufälle aneinander, die sich einfach nur an den Haaren herbeigezogen anfühlen und sich wie ein schlecht geplotteter Sketch lesen.
Zum Ende hin wird das Buch wieder etwas besser, auch wenn die Auflösung mich nicht überzeugt hat.
Empfehlung
Wer die anderen beiden Teile der Reihe geliebt hat, wird mit dem Buch auch nichts falsch machen. Wenn allerdings schon Band 2 nicht mehr den Geschmack getroffen hat, würde ich diese Buch eher auslassen.
So ein wichtiges Thema!
When the Rain Burns - Based on Sina's True Story von Justine Pust
Basierend auf Sinas wahren Geschichte behandelt dieses Buch mit emotionalen Worten die Themen Trauma, toxische Beziehungen und die Befreiung aus genau jener.
Zum Buch
When the Rain burns ist ein New Adult Standalone aus der Feder von Justine Pust. Das Buch ist im Heartlines Verlag erschienen, der zu Penguin gehört.
Design
Das Buchcover ist sehr dunkele Farben gehalten und spiegelt so die düsteren Themen wieder, die im Buch behandelt werden. Kornblumen zieren das Cover, die immer wieder im Buch erwähnt werden.
Die Kapitelüberschriften sind schön gestaltet, aber es kam im Lesefluss ein paar Mal vor, dass ich den POV nicht sofort mitbekommen habe.
Persönlich bin ich nicht der größte Fan von diesem Cover, da mir die Farbkombination aus fast-schwarz, blau, gelb nicht so zusagt.
Aber man soll Bücher ja nicht nur nach dem Äußeren beurteilen.
Deswegen gehts gehts jetzt gleich weiter zu den Dingen, die mir besonders gut gefallen haben:
Justines einfühlsamer und emotionaler Schreibstil passt perfekt zu dieser Art von Buch.
Die Kapitelanfänge und -enden sind sehr poetisch und erzählend geschrieben.
Zudem sind durch die kurzen Kapitel und durch die 2fache POV Sicht die Gefühle und Geschehnisse für die Leserschaft sehr nahegehend.
Das hat bei mir dazu gefüht, dass ich bei manchen der Szenen das Buch kurz zur Seite legen musste, um alles etwas zu verarbeiten.
Des das Buch hitted mit seiner direkten Beschreibung sehr hart.
Dieses Buch hat mich in jeder Hinsicht sehr viel fühlen lassen und schafft es auch sehr gut für das Thema zu sensibilisieren.
Was mir weniger gut gefallen hat, war die unnötige Spice Szene, die am Ende noch in das Buch reingequetscht wurde. Die hat von der Stimmung und Ernsthaftigkeit der Stimmung nicht wirklich hingepasst. Zudem muss man wohl nicht extra sagen, dass lovemaking bei Gewittert in der Natur nicht das klügste ist.
Das Buch wird als New Adult Romance eingeordnet,aber die Lovestory ist nur eine Nebenhandlung. Hier geht es wirklich auch sehr detailliert, emotional und bildhaft um toxische Beziehungen und die Folgen eines Amoklaufs.
Hier also wirklich vorher die Triggerwarnings beachten.
Fazit:
Justine Puts hat hier ein sehr wichtiges Buch geschrieben.
Dieses Buch hat eine so starke Message und sollte von viel mehr Menschen gelesen werden.
Not all men, but all women.
Ich bin überwältigt!
Die Sonnenfeuer-Ballade 3: A Kiss to End a Song von Julia Dippel
Eine der besten Romantasyreihen der heutigen Zeit!
Zum Buch
A Kiss to end a Song ist der Abschuss der Sonnenfeuer-Balladen Trilogie aus der Feder von Julia Dippel. Das Buch ist im Thienemann Verlag erschienen, genauer gesagt unter Planet!
Erwartung
Ich habe bereits die vorherigen Teile der Reihe gelesen und diese waren bereits absolute Highlights für mich.
Deshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch und den Abschluss der Reihe.
Design
Das Buchcover zeigt nun endlich auch Arez selbst, nachdem auf dem Cover von Band 1 bereits Sin zu sehen war.
Mir gefällt das Cover an sich recht gut und das Konzept mit der rot-weiß-schwarzen Farbgebung, die sich durch die ganze Reihe zieht.
Ein Highlight der Gestaltung sind die unzähligen, schönen Bilder, die bei jeder Kapitelüberschrift zu finden sind.
Zudem möchte ich hervorheben, dass die Spice-Kapitel über einen schön gestalteten QR-Code im Buch runtergeladen werden können und so jede/r selbst entschwinden kann, ob man den Spice lesen möchte, oder nicht. Das würde ich mich für mehr Bücher wünschen.
Zudem wurde neben den wunderschönen Karten auch ein umfassendes Glossar angehängt.
Hier merkt man einfach, der der Verlag mitgedacht hat!
Charactere
Julia Dippel ist eine Meisterin darin, Charactere lebendig werden zu lassen.
Von den Protas bis hin zu den kleinen Nebenrollen, haben alle so viel Persönlichkeit, egal ob im Guten oder Schlechten. Man fühlt mit und auch durch die Charactere so viel.
Und Julias Sidekicks sind einfach die allerbesten. Ich habe Nivi seit Band 1 so ins Herz geschlossen.
Schreibstil
Wie bereits erwähnt, ist die ganze Reihe schon ein Highlight für mich gewesen.
Auch in diesem Band setzt sich der qualitativ hochwertige Schreibstil der Autorin fort.
Selten ist es mir so leicht gefallen, mich einfach in diese fremde Welt hineinzulesen und mich dort auch zurechtzufinden. Und das, obwohl die Fantasywelt so komplex und umfangreich ist.
Zudem sind Sin, Arez und all die liebgewonnen Seitencharactere einfach wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Ich habe so mit allen mitgefiebert und mitgelitten, wie schon lange nicht mehr.
Die Welt ist High Fantasy mit kreativen, neuen Fantasywesen und dennoch fühlt sich vieles so bekannt an.
Einen kleinen Minuspunkt habe ich allerdings schon. Was mir weniger gut gefallen hat, war ein Trope zum Ende hin, den ich persönlich nicht so sehr mag, aber in der Geschichte durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Aus Spoilergründen gehe ich nicht näher darauf ein.
Empfehlung
Das Buch ist für Fans von Romantasy und die mal etwas anderes außer Fae oder Vampire lesen möchten.
Es ist komplex, aber man kommt schnell in die Geschichte rein.
Fans von Plottwists kommen auch auf ihre Kosten.
Fazit
Die ganze Reihe ist eine absolute Leseempfehlung von mir.
Die Sonnenfeuerballade ist wie ein Wirbelsturm: überwältigend und lässt einen nicht mehr los.
Sie ist durchdacht und mit viel Liebe fürs Detail erzählt.
Für mich ist die Sonnenfeuerballade eine der besten Romantasy-Reihen, die es aktuell auf dem Markt gibt und ein Flaggschiff für das ganze Genre.
Indisch inspirierte Fantasy
Der Jasmin-Thron (Die brennenden Reiche 1): Eine sapphische Romantasy World-Fantasy-Award-Gewinner und Booktok-Sensation! Collector's Edition mit Farbschnitt, Lesebändchen und Mini-Print von Tasha Suri
Zum Buch
Der Jasminthron ist der Auftakt der brennende-Reiche-Reihe aus der Feder von Tasha Suri. Die deutsche Übersetzung ist im Cross Cult Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe das Buch im englischsprachigen Booktok schon einige Male gesehen, und fand die Kombination aus indisch inspirierter Fantasy mit sapphic love sideplot sehr spannend, weshalb ich sehr neugierig auf dieses Buch war.
Gestaltung
Das Cover unterscheidet sich vom englischen Original und zeigt die Nähe zur indischen Kultur und der Protagonistin.
Auch die Kapielüberschriften wurden mit traditionellen Mehndi Mustern gestaltet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Glossar am Ende des Buches. So ein Personenverzeichnis würde ich mir viel öfter wünschen.
Charactere und Welt
Das Worldbuilding in diesem Buch ist sehr detailreich. Es wurden sich viele Gedanken zu Religion, Kultur und Characteren gemacht und auch sehr umfangreich ausgearbeitet.
Das ist dann gleichzeitig mein größter Plus-, als auch Minuspunkt.
Ich liebe große, durchdachte Welten, aber das ganze Buch ist so voller namentlich genannten Orte, Charactere und Dinge, was mich persönlich beim Lesen sehr gefordert hat.
Das Glossar hat zwar geholfen, dennoch habe ich mir bei der großen Menge an Namen das ganze Buch über sehr schwer getan und bin deshalb auch nie so richtig ins Buch rein gekommen, weil ich oft Namen nachschlagen musste oder zu viel über die Zusammenhänge nachdenken musste.
Auch hätte man, meiner Meinung nach, einige Kapitel von Seitencharacteren streichen können und generell der ganze Mittelteil hätte einiges kürzer sein können.
Ein weiterer Pluspunkt hingegen ist die sapphic lovestory, welche zwar nur einen kleinen Seitenplot einnimmt, mir aber sehr gut gefallen hat.
Ich mochte die Dynamik der beiden, die sich vor allem in den Dialogen herauskristalisiert hat sehr gerne. Die Autorin es geschafft hat, dass man richtig gut sehen konnte, wir sich die Beziehung der beiden zueinander verändert hat.
Fazit:
Wer ein Fan von indischer Kultur und High Fantasy Büchern ist und sich von heavy worldbuilding und vielen Characteren nicht abschrecken lässt, wird mit diesem Buch nicht enttäuscht werden.
Für mich persönlich war es zu dem Zeitpunkt leider einfach nicht das wahre, weshalb ich mittelstarke 3-3,5 Sterne vergebe.
Ob ich die Reihe weiterlesen werde, kann ich deshalb noch nicht sagen.
Verloren im Fünfvierteltakt zeigt in poetischen Worten und untermalt von Taylor Swift, dass Liebe und Heilung ein Prozess sind
Verloren im Fünfvierteltakt von Lea Diamandis
Verloren im Fünfviertel Takt ist der Auftakt einer Dilogie aus der Feder von Lea Diamandis. Das Buch ist im Dunkelstern Verlag erschienen..
Ich habe bereits Fantasy-Bücher von Lea Diamandis gelesen und mochte ihren poetischen Schreibstil sehr, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Die Gestaltung des Buches hat mir bereits auf den ersten Blick gut gefallen.
Ich mag den Blauton und das Glitzern, dass sehr an Bühnenoutfits von Taylor Swift erinnert, die einen großen Einfluss auf dieses Buch hatte. So ist jedes Kapitel an ein Lied von ihr angelehnt, welche in den Kapitelüberschriften erwähnt werden.
Bei der Innengestaltung hätte ich mir gewünscht, dass die Textnachrichten, grafisch mit einer Sprechblase oder ähnlichen hervorgehoben werden würden. Ohne ist es am eReader nicht immer so leicht zu lesen.
Was mir besonders gut gefallen hat, war der tiefgehende Umgang mit den Gefühlen Schuld, Verlust, große Erwartungshaltungen und den Punkten der Triggerliste. Es wird sich sehr viel Zeit dafür genommen, diese Themen aufzuarbeiten. Das Buch ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Liebe und Heilung ein Prozess sind. Zudem ist in diesem Buch die casual Queerness sehr gut gelungen.
Das Buch ist für dich, wenn du folgende Dinge magst: Taylor Swift, tiefe Gefühle, casual Queerness, eine langsame Erzählung, Liebe zu Musik und Musicals, den YA Büchern von Ava Reed zb die Stille meiner Worte.
Ein modernes Stalking Jack the Ripper mit Stärken und Schwächen
Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung von Nina Scheweling
Zum Buch:
Academy of Lies - Anatomie einer Verschwörung ist der Auftakt der neuen Reihe von Nina Scheweling. Das Buch ist im Loewe Verlag erschienen.
Ich kannte die Autorin vorher noch nicht, aber der Klappentext und die angesprochenen Themen waren sehr vielversprechend, weshalb ich sehr neugierig auf das Buch war.
Man merkt, dass sich der Verlag beim Cover und Gestaltung viel Mühe gemacht hat. Nicht nur im gedruckten Buch sondern auch bei der Umsetzung im eBook.
Ich liebe am Cover die geometrischen Ornamente und die eingebauten Details wie den Asklepiosstab, die den Vibe des Buches sehr gut einfangen. Auch die Ausgestaltung von Kapitelüberschriften und der Notizen der Protagonistin haben mir gut gefallen.
Quinn, Q genannt, ist die Protagonistin des Buches, aus deren Sicht auch das Buch geschrieben ist. Sie ist angehende Medizinstudentin. Im Klappentext wird Q als abweisend und sarkastisch bezeichnet, was ich allerdings nicht wirklich unterschreiben würde. Q ist zwar zurückhaltend, rau und in sich gekehrt, aber Sarkasmus wäre mir nie wirklich aufgefallen. An sich ist Q weder eine gut noch schlecht geschriebene Protagonistin. Es wurde versucht ihr Tiefe zu geben, doch leider kratzte man oft nur an einer allgemeinen Oberfläche, was ich manchmal sehr schade fand.
Der love interest im Buch, der mit slow burn und enemies to lovers betitelt wird, ist ebenfalls etwas falsch betitelt. der Slow burn bedeutet nur, dass die beiden sehr wenig Screentime hatten, um miteinander zu interagieren und in dieser Zeit sind sie eher von "ich finde dich nicht nett" zu "wir arbeiten zusammen" gewechselt. Aber das kann sich natürlich in den nächsten Teilen der Reihe noch ändern. An sich hat das Paar Potential und hoffe, dass die Autorin hier in den nächsten Teilen noch etwas mehr rausholt.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der atmosphärischen Handlungsorte des Buches. Von historischen Unigebäuden, einer protzigen Villa bis hin zu klinisches Arzträumen und einer Studentenverbindung wurden hier bildhafte Kulissen geschaffen, was mir persönlich beim Lesen immer sehr wichtig ist.
Weniger gut gefallen hat mir hingegen, dass das Buch an einigen Stellen sehr geplottet wirkt und das der Protagonistin öfter mal durch Zufall genau benötigte Informationen in die Hand gespielt werden.
Zudem wirken manche Taten der Charactere zu unüberlegt und die Konsequenzen wurden nicht wirklich ausgearbeitet.
Zudem bin ich bereits recht früh auf den großen Plottwist am Ende vom Buch gekommen.
Alles zusammengenommen ein spannendes Buch mit Potential. Wer Stalking Jack the Ripper mochte, dem könnte auch dieses Buch gefallen.











