Kunden em pfehlungen
Rezensionen von felidae:
Erwartungen wurden nicht erfüllt
Mehr Himmel, als gut für uns ist von Dominika Meindl
Das Cover des Buches sowie der Klappentext bzw. die Leseprobe haben mir gut gefallen, weshalb ich mich sehr auf das Buch gefreut habe. Erwartet habe ich ein Abenteuer in den Bergen und spannende Berichte über das Bergsteigen. Leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt.
Die ersten Seiten sind noch ganz spannend, aber das Thema Bergsteigen dient hier scheinbar nur als eine Art Kulisse, denn im eigentlichen Fokus steht etwas ganz anderes.
In Rückblicken erfährt man einiges aus dem Leben des Protagonisten, der, meiner Meinung nach, zutiefst im Selbstmitleid versinkt.
Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm, der Text lässt sich flüssig lesen. Man kommt schnell durch die Kapitel voran.
Verwirrend wurde es dann gegen Ende des Buches. Auf einmal wird die Geschichte aus der Sicht einer ganz anderen Person weitererzählt. Dieser Wechsel hat mich irritiert und es wirkt fast so als hätte die Autorin nicht gewusst, wie sie die Geschichte sonst zu Ende bringen soll.
Freundschaften
Keine Spaghetti sind auch keine Lösung von Silke Neumayer
Das Buch "Keine Spaghetti sind auch keine Lösung" von Silke Neumayer handelt von Mia, Poppy, Schröder und Amelie, die seit ihrer Jugend miteinander befreundet sind und sich ewige Freundschaft geschworen haben. Doch mit den Jahren ist jeder mit sich und seinem eigenen Leben beschäftigt, weshalb sie sich nicht mehr so häufig treffen.
Da ereilt Mia, Poppy und Schröder die Nachricht von Amelies Tod, der plötzlich und unvorhersehbar war.
Amelie lebte in Italien und so reisen die drei dorthin, wo Amelie zuletzt lebte, um ihren letzten Willen zu erfüllen.
Vor Ort angekommen, entpuppt sich Amelies Castello als eine Ruine und die Freundinnen stellen fest, dass Amelie ihnen in den letzten Monaten anscheind etwas vorgespielt hat und sie in Wirklichkeit eher in ärmlichen Verhältnissen lebte.
Während sich die drei in Italien um Amelies Beerdigung kümmern, stellen sie fest, dass jede von ihnen nicht immer ehrlich zu den anderen war und so manche "Lebenslüge" hat.
Die Geschichte um die verbliebenen drei Freundinnen hat mir sehr gut gefallen. Sie ist mitunter humorvoll, schlägt aber auch ernste und melancholische Töne an. Man ist sofort in der Geschichte drin und kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ich vergebe die volle Punktzahl.
Gefühlvoller Roman zum Entspannen
Neue Träume am Strand von Susanne Oswald
Von felidae
Im Roman "Neue Träume am Strand" von Susanne Oswald geht es um Bentje, die aus ihrer Wahlheimat Hamburg zurück zu dem Ort kehrt, wo sie aufgewachsen ist, nämlich nach Kiekersum, ein Städtchen an der Nordseeküste.
Bentje möchte dort in ihrem Urlaub ausspannen. Doch gleich zu Beginn bekommt Bentje ein verlockendes Jobangebot von ihrem Vorgesetzten gemacht.
Sie besucht ihre großmütterliche Freundin Finna, um mit ihr Tee zu trinken und gemeinsam zu stricken. Stricken ist Bentjes Hobby, wobei ich schon das Gefühl habe, dass sie eher kleine Kunstwerke anfertigt als nur 08/15 Stricksachen. Finna erzählt Bentje, dass sie darüber nachdenkt zu ihrem Sohn nach Australien zu ziehen und ihre Pension "Das Lüttje Glück" zu verkaufen.
Bentje muss sich nun entscheiden, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Nimmt sie das Jobangebot an oder bleibt sie vielleicht in Kiekersum, um Finnas Pension zu übernehmen? Zusätzlich spielt auch noch ihr Jugendfreund Jasper eine Rolle.
Als kleinen Bonus gibt es am Ende des Buches ein paar Strickanleitungen sowie ein Rezept für einen Apfelkuchen. Beides gefällt mir sehr gut.
Ich vergebe für diese Geschichte 5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ein schöner Roman, um mal für ein paar Stunden dem hektischen Alltag zu entfliehen.
Guter Politkrimi
Die Spiele von Stephan Schmidt
Das Cover des Buches hatte mich zuallerst angesprochen. Es ist farbenfroh und spiegelt meiner Meinung nach sehr gut den Ort des Geschehens, nämlich Shanghai, wider.
Kurz vor der finalen Abstimmung für die Vergabe der olympischen Sommerspiele 2032, wird der IOC-Funktionär Charles Murandi in seinem Hotelzimmer ermordet aufgefunden.
Für die Konsularbeamtin Lena Hechfellner beginnt ein brisanter Fall der Ermittlung.
Im Großen und Ganzen fand ich "Die Spiele" von Stephan Schmidt eigentlich ganz passabel. Man muss sich allerdings gut auf die Geschichte konzentrieren und kann nicht einige Passagen mal eben fix überfliegen.
Ich denke, wer gerne Politkrimis liest, der wird sich für dieses Buch sicherlich begeistern können.
Ich vergebe 4 Sterne, muss allerdings zugeben, dass mir andere Krimis schon wesentlich besser gefallen haben.
Netter Roman für zwischendurch
Sie haben Ihren Rollator beim Zumba vertauscht von Sybille Bullatschek
"Sie haben Ihren Rollator beim Zumba vertauscht" von Sybille Bullatschek ist der zweite Roman mit der "Pflägekraft". Hinter Sybille Bullatschek verbirgt sich die Comedienne Ramona Schukraft, die mir schon ab und an mal im TV aufgefallen ist.
Den ersten Roman kannte ich nicht, aber ich glaube nicht, dass er mir gefehlt hat.
Man konnte dieses Buch auch ohne seinen Vorgänger lesen.
Es ist ein nettes Buch für zwischendurch, was sich gut in einem Rutsch durchlesen lässt. Es weist allerdings einige Längen auf und man hätte die Geschichte auch durchaus etwas kompakter zusammenfassen können.
Ich weiß, dass es quasi ein Markenzeichen der Autorin ist, aber mich hat das ständige "Pflägekraft", "gepflägt" usw. doch irritiert. Ich habe anfangs ständig an wiederkehrende Rechtschreibfehler gedacht. :-)
Alles in allem gebe ich der Geschichte 3,5 von 5 Sternen.
Sehr toller Krimi
Das Mörderarchiv von Kristen Perrin
Tante Frances dachte immer (bedingt durch eine Prophezeiung auf einem Jahrmarkt) dass sie eines Tages umgebracht wird und sechzig Jahre später wird die Prophezeiung dan auch Wirklichkeit...
Die Leseprobe von "Das Mörderarchiv" hatte mir schon sehr gut gefallen und ich wurde nicht getäuscht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm, die Geschichte liest sich quasi in einem Rutsch.
Besonders gut haben mir die parallelen Erzählstränge gefallen. Man bekommt Einblick in die Vergangenheit durch die Tagebuchaufzeichnungen von Tante Frances, die Gegenwart wird von ihrer Großnichte Annie erzählt.
Ich habe die ganze Zeit über mitgerätselt und meine Theorien öfter wieder verworfen. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend.
Das Mörderarchiv von Kristen Perrin ist ein sehr toller Debutroman und ich würde mich freuen noch mehr von dieser Autorin zu lesen.
Von mir gibt es volle 5 Sterne für diesen gelungenen Krimi.
Mogelpackung
Ich verliebe mich so leicht von Hervé Le Tellier
Die Leseprobe konnte mich schon nicht so richtig begeistern, aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben. Hätte ich es man besser gelassen...
"Ich verliebe mich so leicht" von Hervé Le Tellier ist allenfalls eine Kurzgeschichte, aber sicherlich kein Roman. Es geht um einen fünfzigährigen Mann, der von Frankreich nach Schottland reist, um dort seine zwanzig Jahre jüngere Affaire zu treffen.
Doch diese ist im Grunde genommen gar nicht scharf auf ein Wiedersehen. Man könnte anfangs noch Mitleid mit ihm haben, aber das verfliegt sehr schnell und man ist von dem Protagonisten nur noch genervt. Die Beiden werden vom Autor vom Anfang bis zum Ende der Geschichte nur als "Der Held" und "Die Heldin" genannt, auf irgendwelche Namen wartet man vergeblich.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, vermutlich das einzig Positive an diesem Buch.
Ein langes Jahr
Die Mauersegler von Fernando Aramburu
"Die Mauersegler" von Fernando Aramburu handelt von Toni, einem Lehrer, geschieden, einen Sohn, alleinlebend (mit Hund), der auf das Leben keine Lust mehr hat und beschließt sich dieses zu nehmen.
Dafür hat er sich eine Frist von einem Jahr gesetzt. Nach Ablauf dieses Jahres will er seinen Plan in die Tat umsetzen.
Doch vorher schreibt er für jeden Tag alles auf was ihn bewegt, worüber er sich Gedanken macht und was in seinem Leben passiert bzw. passiert ist.
Der Leser bekommt so in 365 kleinen Kapiteln, Tag für Tag, einen Einblick in Tonis Leben. Mal sind es Erzählungen aus der Vergangenheit, dann wieder aus der Gegenwart.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen, allerdings sind mir seine Ausführungen teilweise zu langatmig, uninteressant und nichtssagend.
Man braucht schon eine Portion Durchhaltevermögen, um sich durch die gesamten 832 Seiten zu arbeiten.
Spannender Thriller
Das Letzte, was du hörst von Andreas Winkelmann
"Das Letzte, was Du hörst" war mein erstes Buch von Arno Winkelmann, was mir aber so gut gefiel, dass ich auch weitere von ihm lesen werde.
Gerade in der jetzigen Zeit schießen Podcasts ja quasi wie Pilze aus dem Boden und so ist der Thriller über den Podcaster Marc Maria Hagen, der alle Hörer mit seiner Stimme in seinen Bann zieht, auch durchaus glaubwürdig.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und das Buch lässt sich angenehm und leicht lesen.
Während es im ersten Drittel noch nicht übermässig spannend ist, nimmt die Geschichte dann Fahrt auf und man möchte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
Welches Geheimnis birgt der Podcaster Marc Maria Hagen? Wieso lauert hinter seinen Worten der Tod?
Diese Fragen stellt man sich mehrmals während der Geschichte und rätselt, wie die Zusammenhänge sind.
Meinen Anfangsverdacht hatte ich schnell verworfen, jedoch kam er zum Ende wieder. Deshalb gibt es von mir auch einen kleinen Punktabzug.
Ansonsten ist "Das Letzte, was Du hörst" ein solider Thriller, der spannende Lesemomente liefert.
Wie komme ich an mein Ziel?
Warum Ziele Quatsch sind - und wie wir sie trotzdem erreichen von Stefan Frädrich
"Warum Ziele Quatsch sind und wie wir sie trotzdem erreichen" vom Autor Stefan Frädrich ist ein Buches, welches dem Leser helfen soll seine gewünschten Ziele im Leben zu erreichen, ohne sich dabei in einer Endlosschleife zu verheddern.
Es zeigt Lösungen und Wege, um zu seinem persönlichen Erfolg zu gelangen.
Die Aufmachung des Buchcovers gefällt mir ganz gut und ich finde es für ein Sachbuch bzw. einen Ratgeber sehr passend.
Das Buch beschreibt in vier Teilen, wie man sein Ziel erreichen kann.
Der humorvolle Schreibstil des Autors brachte mich ab und zu auch zum Schmunzeln, obwohl es mitunter doch recht schwere Kost ist. Ich konnte es nicht in einem Rutsch lesen, sondern brauchte ab und an Pausen, um über alles erstmal nachzudenken und es sacken zu lassen.
Ich denke, dass das Buch für Menschen nützlich sein kann, die ihre Zielfindung einmal komplett überdenken wollen.











