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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Spannring :

Voll wichtiger Aspekte

Kleine Philosophie der Begegnung von Charles Pépin

Begegnungen sind wichtig, nicht nur für den Moment, in dem die Begegnung stattfindet, sondern oftmals erst für das weitere Leben. Es können sich daraus tiefe Beziehungen, lebenslange Freundschaften oder auch nur Weggefährten für kurze Lebensabschnitte ergeben – all diese Möglichkeiten werden angesprochen, ihre Wichtigkeit wird unterstrichen.

Anhand vieler Bespiele aus Musik und Film zeigt der Autor, was sich aus solchen „Zufällen“ ergeben kann (Stichwort: Rolling Stones), wie Menschen sich gegenseitig beeinflussen und prägen können. Immer wieder wird ein Bezug zur Philosophie hergestellt.

Der Schreibstil ist sehr verständlich, auch für all jene, die sich kaum mit philosophischen Themen befassen. Ein interessantes Sachbuch, das den Wert von Begegnungen hochhält – und dass es sich lohnt, darüber zu reflektieren.

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Konnte mich nicht berühren

Erschütterung von Percival Everett

Zach Wells Leben plätschert dahin, sein Job auf der Uni als Professor für Paläontologie passt für ihn – sein Erforschen von Höhlen und Knochen ist von Leidenschaft geprägt, aber im Umgang mit Kolleg*innen und Studierenden ist er eher unsympathisch. Mit seiner Frau führt er keine schlechte, aber emotionslose Beziehung; nur seine 12-jährige Tochter Sarah liebt er über alles.

Als bei dieser eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Zwar versucht er mit seiner Frau diesen Schicksalsschlag gemeinsam zu (er)tragen, doch näher kommen sie sich dabei nicht – sie sind sich gegenseitig keine Stütze. Aufopferungsvoll kümmert er sich aber um seine Tochter, begleitet von Schuldgefühlen, Trauer und Unverständnis.

In einem zweiten Strang wird erzählt, wie Zach die Flucht vor der tristen Situation zu Hause ergreift und nach Mexiko flieht, weil ihn von dort Hilferufe ereilen.

Mich konnte dieses Buch leider nicht erreichen, zu sehr bleiben die traurigen Themen an der Oberfläche. Dass er flieht und versucht anderen zu helfen, war für mich unpassend und nicht nachvollziehbar – der Sinn des Autors aber dennoch klar.

Ein sprachlich und stilistisch ausgefeilter Roman, jedoch eine Geschichte, die kaum berührt.

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Hat meine Erwartungen nicht erfüllt

Misfits von Michaela Coel

Leider konnte mich dieses Manifest nicht erreichen. Michaela Coel fasst ihr Leben auf 124 Seiten zusammen, die Rassismus, Vergewaltigung, Außenseitersein und Machtmissbrauch beinhalten. Jedoch erweckt die Autorin beim Lesen weder Empathie noch andere Gefühle.

So wichtig die angeführten Themen sind, waren sie mir zu oberflächlich, manchmal nur erwähnt.

Mir ist schon klar, hier handelt es sich um eine Rede, die die Autorin beim Edinburgh-TV-Festival hielt. Jedoch hätte es der Umsetzung in Buchform gutgetan, die einzelnen Themen zu überarbeiten und weiter auszuführen. So stößt der Text kaum Diskussionen an, weil es an der erforderlichen Prosa und Anschaulichkeit mangelt.

Das Cover finde ich sehr ansprechend, das war auch der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Sprachlich war der Text sehr flüssig zu lesen.

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Das habe ich richtig gern gelesen

Misfits von Michaela Coel

Gerne habe ich "Little Book of Gucci" gelesen. Die Hostorie des Modeshauses, Rückschläge, Familienstreitigkeiten und die einzelnen Modeschöpfer, alles sehr gut aufbereitet dargestellt. Weiters hat mir gut gefallen, dass das gesamte Buch mit Fotos gespickt ist, so dass man den Stil von Gucci und die jeweilige Idee für die Jahresmodenschau sich gut vorstellen kann.

Gerne hätte es mehr von allem sein können, aber es ist ja nur ein "Little Book".

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Zerbrochene Familie

Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano

Der Roman „Wenn ich wiederkomme“ schildert sehr eindringlich und bewegend das Schicksal einer rumänischen Familie, deren Hoffnung auf ein besseres Leben durch Arbeit im Ausland sich leider nicht erfüllt.
Daniela wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem kleinen Dorf in Rumänien. Um ihren Kindern eine gute Schulbildung als auch eine weitere berufliche Perspektive zu ermöglichen, geht Daniela nach Italien um als Pflegerin zu arbeiten.

Ihre Kinder fühlen sich allein gelassen und leiden unter der plötzlichen Abwesenheit ihrer Mutter.
Daniela hat es in Italien als Pflegerin nicht leicht und ist sowohl psychisch als auch physisch großen Belastungen ausgesetzt. Sie bleibt trotzdem fern, bis ein schwerer Unfall ihres Sohnes alles verändert…
Insgesamt lädt das Buch zum Nachdenken ein, da auf die schwierige Lebenssituation der Pflegekräfte als auch ihrer hinterbliebenen Familienmitglieder eingegangen wird.

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Ein beeindruckender Text

Die Enkelin Buchleinen. von Schlink Bernhard

Da verbringt Kaspar sein gesamtes Leben mit Birgit. Als sie plötzlich verstirbt und er ihren Nachlass sichtet, muss er feststellen, dass seine Frau ihr Leben lang ein Geheimnis mit sich herumtrug. Bevor Birgit aus der DDR zu ihm nach Westdeutschland flüchtete, war es passiert. Heute fragt sich Kaspar, wie er damit umgegangen wäre, hätte er davon gewusst.

Ihr ganzes Leben schleppt Birgit dieses Etwas mit sich herum, versucht es auf unterschiedliche Weise zu verdrängen und zu kompensieren. Am besten gelingt es ihr mit Alkohol.

Kaspar versucht das zu Ende zu bringen, was Birgit nicht einmal im Ansatz gewagt hat zu beginnen, weil sie sich ihrer Entscheidung, die sie in jungen Jahren getroffen hatte, nicht zu stellen traute.

Die Geschichte handelt von Ost- und Westdeutschland, von Liebe und Tod, Rechtsextremismus in den Bundesländern der ehemaligen DDR, von Frauen- und Männerrollen, vom Kämpfen für eine Sache, von der Liebe zu Musik und Literatur.

Es ist auch die Geschichte vom Suchen und Finden, von einem Großvater und einer Enkelin, von Generationen, vom Bereuen gewisser Entscheidungen, die man im Leben getroffen hat, die sehr prägend für den weiteren Lebensverlauf waren und sind.

Gut geschildert wird in dem Roman, warum sich Menschen in Deutschland, hier besonders Menschen aus der ehemaligen DDR, den „Völkischen“ bzw den Rechten anschließen. Mit welchen Argumenten sie dies tun, welches Weltbild sie haben, wie sie ihr Leben und Handeln danach ausrichten und dem entsprechend ihre Kinder erziehen.

Das Buch ist eine große Bereicherung für mich gewesen, führt es doch wichtige Themen vor Augen und wie man ihnen aufgeschlossen begegnen kann. Wie geht man mit Geschichtsleugnung, Fremdenhass und Nationalismus um? Bernhard Schlink ist mit diesem Text Großartiges gelungen.

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Hat meine Erwartungen erfüllt

DAFUQ von Kira Jarmysch


Aufgrund der Leseprobe war ich sofort an der Thematik des Buches interessiert. Das Cover ist ansprechend und der Titel hinterlässt ein Fragezeichen. Der Schreibstil als auch die Sprache ist gut gewählt und ein Lesefluss ist dadurch gegeben. Vor allem die Kombination der Tagesberichte vermischt mit den einzelnen Lebensgeschichten der sechs Hauptakteurinnen ergeben einen umfassenden und spannenden Einblick.

Die Geschichte erzählt von der 28 jährigen Anja Romanowa, die 10 Tage in einem Gefängnis in Moskau festgehalten wird, da sie an einer Demonstration teilgenommen hat. Mit fünf anderen Frauen sitzt die Hauptprotagonistin in der Zelle fest. Die verschiedenen Charaktere, gesellschaftliche Schichten als auch deren bisherige Lebensgeschichten prallen auf engem Raum aufeinander.
Durch das Buch konnte ich einen Einblick in die russische Politik als auch Kultur bekommen., was mir bis dato fremd war.
Insgesamt kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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