Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Wolfgang Suschnig:
Der Onkel von Michael Ostrowski
Wer den schrägen Humor Ostrowskis schätzt, kommt definitiv auf seine Kosten. Mich hat dieser Roman an den britischen Comedian Ben Elton erinnert, aber auch an die Bücher Jack Kerouacs oder Frédéric Beigbeders. Kerouac habe ich immer etwas fad gefunden...
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Wolfgang SuschnigWenig überzeugend
Ein Lied vom Ende der Welt von Erica Ferencik
Eine scheinbar erfolgreiche Linguistin wird vom Doktorvater ihres verstorbenen Zwillingsbruders, eines Klimaforschers, auf eine Insel nordwestlich von Grönland eingeladen. Dort wurde 2023, also in naher Zukunft, in einem Gletscher ein eingefrorenes Mädchen gefunden, aufgetaut und quasi wiederbelebt.
Allerdings versteht niemand ihre Sprache. Trotz ihrer großen Lebensangst, ihres Alkoholismus und ihrer Tablettensucht macht sich die Icherzählerin auf den Weg in diese Forschungsstation. Sie hofft, gleichzeitig über den Tod ihres Bruders in eben dieser Forschungsstation mehr zu erfahren. Wenn man so will, beschreibt das Buch die Bemühungen der Hauptfigur, Val, Kontakt mit dem Mädchen aufzunehmen und sie zu verstehen. Erst sehr spät erkennt Val, wie eng der Tod ihres Zwillingsbruders mit dem Überleben des Mädchen verknüpft ist.
Trotz der vielen Konflikte, die die Hauptperson zu lösen hat, gerät ihre Beschreibung leider etwas eindimensional. Über weite Strecken bleibt das Buch einigermaßen farblos. Die Süchte und Ängste, unter denen Val leidet, werden distanziert beschrieben, bleiben aber nicht nachvollziehbar. Ein strengeres Lektorat hätte dem Buch gut getan. Es ist weder Thriller, noch Science Fiction oder Selbstfindungsroman; weder Fisch noch Fleisch. Die Autorin bemüht unnötig viele Klischees, man gewinnt fast den Eindruck, sie habe ein Handbuch zum Verfassen von Romanen abgearbeitet.
Schmelzwasser von Patrick Tschan
Sehr pathetisch, viele Klischees, viel Moral, viel Zeigefinger. Am Ende lernt die recht eindimensional gezeichnete Hauptfigur bei einem Exnazi (auch ein Opfer) am Bodensee segeln. Na, ich weiß nicht.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Wolfgang SuschnigKein wirklich fröhliches Buch
Rechnung über meine Dukaten von Thomas Meyer
Ein humorvolles Buch über den von Friedrich Wilhelm von Preußen organisierten Menschenraub und ein erstes Menschenzuchtprogramm? Thomas Meyer zeichnet ein skurriles Portrait des Soldatenkönigs. Dem Autor und seinem Buch hätte die Lektüre der Memoiren der Wilhelmine von Bayreuth ("Eine preußische Königstochter: Glanz und Elend am Hofe des Soldatenkönigs") gut getan, worin die Grausamkeit und Menschenverachtung dieses Königs eindrucksvoll geschildert werden.





