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Rezensionen von gaby2707:

Du darfst nicht…, sonst wirst du sterben

Das Verbot: Thriller von Catherine Shepherd

Bevor die Geschichte mit dem Prolog, der mir die erste Gänsehaut über den Rücken jagt, in der Gegenwart beginnt, bekomme ich auf der vorderen Coverklappeninnenseite eine Skizze der Stadt Zons mit den Örtlichkeiten, die mir im Buch in beiden Zeitebenen begegnen werden.

Die Geschichte, die Autorin Catherine Shepherd mir hier erzählt, spielt zum einen in der Gegenwart.

Hier wird die allseits beliebte Kinderpsychologin Christine Hoffmeyer von ihrer Sekretärin mit ausgebreiteten Armen hin drapiert in ihrer Praxis gefunden. Wie sich heraus stellt, wurde sie vergiftet. Bald kommt heraus, dass sie mit dem Vater eines ihrer Klienten eine Affäre hatte. Hat das zu diesem Mord geführt?
Ein weiterer Mord geschieht. Eine junge Influencerin wird von Scherben durchbohrt. Die einzige Gemeinsamkeit, die die beiden Frauen haben – sie singen im Kirchenchor. Außerdem erhält Kriminalkommissar Oliver Bergmann eine kryptische Nachricht vom Mörder, die ihn zwingt ein uraltes Rätsel zu lösen. Werden er und sein Kollege Klaus Gruber es schaffen das Geheimnis aufzudecken um einen weiteren Mord zu verhindern?
Zum anderen tauche ich ein in das Jahr 1505, wo Stadtsoldat Bastian Mühlenberg vor den Toren des Franziskanerklosters den Mönch Bruder Georg mit einem Pfeil in der Brust an den eine unheimliche, in Latein verfasste Botschaft angehängt ist, tot auffindet. Ein weiterer Mönch, Bruder Lorenz, stirbt kurz darauf auf mysteriöse Weise. Der Einzige im Kloster, der mehr über die geheimnisvollen Botschaften zu wissen scheint, die aus einem Schweigekloster zu kommen scheinen, hüllt sich in Schweigen. Kann Bastian Mühlenberg zusammen mit seinem Freund Wernhart das Rätsel lösen, bevor es weitere Klosterinsassen dahin rafft?

Wie alle anderen Fälle der Kripo Neuss und von Bastian Mühlenberg ist auch dieser in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mir gefällt es aber viel besser, wenn ich gerade die Ermittler in ihrer Entwicklung auch in ihrem Privatleben von Anfang an kennenlernen kann.
Ich habe es auch diesmal wieder richtig genossen in zwei verschiedene Welten, in die der Vergangenheit von vor über 500 Jahren und die der Gegenwart eintauchen zu können. Mich haben sowohl die Morde an den Klosterbrüdern als auch die an der Psychologin und einer Influencerin sofort gefangen. Als dann noch ein junger Mensch gerade aus diesem Umfeld verschwindet, habe ich schon gebangt, ob er sein Leben ebenfalls verlieren wird oder ob er standhaft bleiben kann. Denn darum geht es hier – um Standhaftigkeit, etwas was verboten wurde nicht zu tun. Aber warum?
Catherine Shepherd schickt mich immer auf falsche Fährten, wo ich den Täter natürlich nicht gefunden habe. Ich habe bis zum Schuss mit rätseln können, hatte bald die Motivation zu den Morden erkannt, immer hat jedoch ein Puzzleteilchen zur Auflösung gefehlt. Und ich wäre nie auf diesen Abschluss des Falles bzw. den Täter gekommen.
Ich fand es sehr schön, wie hier Anna im Heute und Bastian im Damals wieder zusammen an dem Geheimnis arbeiten. Ich finde ihre Verbindung über die vielen Jahrhunderte hinweg eine ganz besondere und wunderschöne.
Nach dem Nachwort von autorin_catherine_shepherd stellt sie mir ihre weiteren Titel vor, ich lerne die Stadt Zons besser kennen und auch die Autorin selbst stellt sich vor. Und ich kann in ein weiteres Buch von ihr durch eine kurze Leseprobe von „Der Lehrmeister“ hinein schnuppern.

Ein erstklassiger Thriller, bereits der 14. dieser Reihe, mit einer in beiden Zeitebenen ausgefeilten und im Nachhinein logischen und schlüssigen Handlung, der mich ab der ersten Seite gefesselt und mein Kopfkino angeknipst hat. Davon will ich unbedingt noch mehr.

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Bald geht die Schule los

Wieso? Weshalb? Warum?, Band 14: Ich komme in die Schule von Doris Rübel

Im Bücherregal unserer Enkel stehen schon einige Bücher aus der Sachbuchreihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ aus dem Ravensburger Verlag. Und da unser Großer demnächst in die Schule kommt, kommt dieses Buch gerade recht.

Wann kommt man überhaupt in die Schule?
Was braucht man alles für die Schule?
Was passiert am ersten Schultag?
Wie sieht es im Klassenzimmer aus?
Wer ist alles in deiner Klasse?
Was lernst du noch außer Lesen und Schreiben?
Welche Räume gibt es in einer Schule?
Was kann man bei einem Klassenausflug erleben?
Wozu sind die Pausen da?
Kennst du deinen Schulweg?
Wie war es vor 100 Jahren in der Schule?
Wie ist Schule anderswo?

All diese Themen und verschiedenen Aspekte werden mit ganz viel Liebe zum Detail von Doris Rübel verständlich, kindgerecht und unterhaltsam für den Schulanfang erklärt und sind mit farbenfrohen Bildern von ihr unterlegt.

Dazu kommen die vielen kleinen und großen Klappen unter denen sich noch mehr Informationen verstecken. Selbst mir als Vorlese-Oma macht es Spaß mich mit allen diesen Sachen, die auf die neuen Schüler zukommen, zu beschäftigen und an meine eigene Schulzeit zurück zu denken.

Ein tolles Buch um die kleinen ABC-Schützen mit Tom und seiner Freundin Anna auf die Schule vorzubereiten und ihnen auch ein wenig die Angst vor dem Beginn dieses neuen Lebensabschnittes zu nehmen.

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Ein toller Einstieg in die Drachenschule

Die geheime Drachenschule - Feuerschattens erster Reiter von Emily Skye

Auf den ersten Seiten der Geschichte erfahre ich, wie Jeremias zum McBain-Clan gekommen ist. Aber er wird von den Mitgliedern anderer Clans nicht anerkannt, da kein McBain Blut in seinen Adern fließt. Um endlich dazuzugehören willigt er in eine Mutprobe ein. Er macht sich auf den Weg zu einer riesigen Feuerstelle, über die ein Drache wacht – und wird entführt.

Für mich ist dies das erste Buch von Emily Skye, das ich gelesen habe und jetzt noch einmal mit meinem Enkel gemeinsam lesen werde.
Sehr schön gestaltet finde ich die beiden Coverinnenseiten. Auf der vorderen Seite stellen sich die wichtigsten Mitwirkenden vor. Was den Einstieg in die Geschichte erleichtert und auch schon neugierig macht. Auf er hinteren Seite bekomme ich als cooles Goodie noch den Drachen Feuerschatten als Aufsteller.
Die einzelnen Kapitel der Geschichte sind angenehm kurz und auch für noch nicht so gute Leser gut zu bewältigen. Dazwischen lockern Comiczeichnungen oder kurze comicartige Ausrufe das zu lesende auf. Die vielen farbigen Illustrationen von Pascal Nöldner gefallen mir ausgesprochen gut und geben der Geschichte den letzten Schliff. Ganz besonders gut gefallen mir hier auch die verschiedenen Wappen, die jedes neue Kapitel einleiten. Die Seitenzahlen werden von einem kleinen Ritterschild umrahmt. Alles Kleinigkeiten, die den Charme und den Reiz dieser Geschichte unterstreichen.
Da die Spannung nicht ausufert, finde ich die Geschichte auch für 6-jährige schon gut zu verstehen und nicht erdrückend. Sowohl beim vorlesen als auch beim vielleicht ersten selbst lesen.

Eine wunderbare Drachengeschichte, die die Themen Freundschaft und Ausgrenzung mit viel Einfühlungsvermögen behandelt. Ein Buch, nicht nur für kleine oder auch große Drachenfans.

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Kalte Marsch von Nina Ohlandt

Nach seiner Strafversetzung auf eine Ein-Mann-Wache nach Friedrichstadt, einer kleinen Stadt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein zwischen den Flüssen Eider und Treene, hat es KHK John Benthien momentan mit weniger spannenden Fällen zu tun. Einzig seine Tochter Celine, die sich einer Gruppe Klimaschützern angeschlossen hat, hält ihn hier und da auf Trab.

Doch dann werden Laas Riewerts, der auch sein Vermieter ist, und dessen Frau Mette ermordet in ihrem Haus gefunden. Beide gehörten einer streng nach dem Wort der Bibel lebenden Freikirche an.
Johns ehemaligen Kollegen, die Kommissare Tommy Fitzen und Lilly Valesco, sowie Staatsanwältin Sanna Harmstorf werden für diesen Fall abgestellt. John soll sich vorerst aus dem Fall raus halten. Bis zu dem Zeitpunkt als hinter seinem Haus unter einem Baum die Leiche einer seit 10 Jahren vermissten Frau gefunden wird und John erste relevante Spuren findet.

Auch in seinem 10. Fall hat mich John Benthien wieder voll von sich und vor allem von seiner Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen und damit einen Fall zu lösen überzeugt. Und nicht nur mich.
Auch wenn man die anderen Fälle nicht kennt, die ebenfalls alle in sich abgeschlossen sind, hat man keine Probleme in den neuen Fall einzutauchen. Ich finde es aber immer schöner, wenn ich gerade die Ermittler mit ihrem Privatleben nach und nach immer besser kennenlernen kann.
Auch diesmal habe ich mich mit ihm und Celine und auch mit seinem Vater Ben, der zu Besuch kommt, sehr wohl gefühlt. Auch Tommy und Lilly habe ich im Laufe der jahrelangen Ermittlungen richtig ins Herz geschlossen. Die drei Ermittler der Kripo Flensburg sind aber auch ein unschlagbares Team, das hoffentlich bald wieder zusammen auf Ermittlungstouren geht.
Den Fall, der sich hauptsächlich um eine Freikirche bzw. ich würde sie sogar als Sekte bezeichnen, dreht, finde ich sehr interessant und auch verstörend. Wenn ich mir vorstelle, dass es solche Glaubensgemeinschaften mit solch krassen Verhaltensmustern auch heute noch und vielleicht sogar hier bei uns gibt, bekomme ich Gänsehaut. Wie schnell man in die Fänge einer solchen Gemeinschaft kommen kann, lesen wir hier durch das Beispiel von Jaane Harmstorf, die Schwester von Staatsanwältin Sanne. So toll, wie sie sich für ihre Schwester einsetzt, obwohl sie damit ihrer Karriere massiv schaden könnte. Da zählt Familie halt doch mehr als Karriere.
Sehr spannend und interessant finde ich die verschiedenen Menschen, die ich von der Freikirche kennenlerne. Die Brüder Abbe und Keke Boysen, die von ihrem kranken Vater die Führung der Kirche des wahren Glaubens übernehmen wollen. Und die spirituelle Anführerin Nele Flohr, bei deren Weissagungen sich mir die Haare aufgestellt haben. Sie alle machen diesen Fall zu etwas besonderem.

Ein Fall mit einem hohen Spannungsbogen, einem fesselnden Fall, interessanten Menschen in einer Umgebung in der ich gerne mal Urlaub machen würde.
Meine Empfehlung ist diesem Buch gewiss.

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Wie Igel Emil mit seiner Angst umgeht

Emil Igel von Melanie Gerber

Emil Igels Freund Nando ist krank und Emil will ihn besuchen. Aber wo ist denn bloß die Karte mit dem Weg zu ihm?
Wie Emil, der eigentlich vor allem Neuen Angst hat, den Weg nicht alleine zu finden umgeht, was er alles erlebt, wen er alles trifft, wie er mutig über sich hinaus wächst und trotz seiner Angst alles meistert, das hat Autorin Melanie Gerber in dieser kleinen abenteuerlichen Geschichte über den kleinen Igel Emil festgehalten.

Mir hat besonders die Entwicklung die Emil hier macht und die sehr gut ausgearbeitet ist, sehr gut gefallen. Ich kann mir die verschiedenen Situationen und wie Emil damit umgeht, sehr gut vorstellen. Dass Emil bei diesem Abenteuer aber auch Spaß hat, kommt leider nicht so gut bei mir an.
Der Erzählstil ist, wie ich finde, absolut altersgerecht und mit seinen kurzen knappen Sätzen sehr gut verständlich.
Das übergroße Buch liegt sehr gut in der Hand und kann auch von 3-jährigen gut gehalten werden. Das einzig negative an dem Buch ist ein Klebefehler im Buchrücken. Stört beim Lesen nicht, mich leider schon.
Auf den ganzseitigen bunten Illustrationen von Doris Lecher gibt es so Vieles zu entdecken. Bei den liebevoll ausgearbeiteten Tiere kommen die Gefühle, die Emotionen und die gerade herrschende Stimmung sehr gut rüber. Gerade an Emils kleinem Gesicht kann man sehr gut ablesen, wie er sich gerade fühlt.
Sehr gut angenommen wird bestimmt auch das beigelegte „Leiterspiel“, das der ersten Umschlagseite gleicht. Die Spielanleitung ist kurz und verständlich und es macht bestimmt Spaß hier zusammen zu spielen und Emils Weg nach zu gehen. Ich freue mich schon, das Buch und das Spiel meinen Enkeln vorzustellen.

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mut, Ängste überwinden und die Erkenntnis, dass man zusammen einfach alles schaffen kann. An Emil können wir uns alle ein Beispiel nehmen.

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Ein wunderbares Lesevergnügen

Der längste Sommer ihres Lebens von Amelie Fried

Auf der 110 Jahrfeier des von ihr geleiteten Autohauses Berner im fiktiven baden-württembergischen Meutlingen verkündet Geschäftsführerin Claudia Berner, 49, dass sie die Geschäfte demnächst in die Hände ihres Mannes Martin legen wird. Sie selbst will für das Bürgermeisteramt kandidieren und sich für eine modernere, nachhaltige und sozial gerechte Politik einsetzen.

Ihre Mutter Marianne, 74, immer noch die Grand Dame des Autohauses hält weder etwas von der Übergabe der Geschäfte an ihren Schwiegersohn, noch von der Kandidatur ihrer Tochter.
Anouk, die bisher unauffällige brave Tochter des Hauses schmeißt am Tag ihrer Volljährigkeit die Schule und zieht in die WG einer Gruppe von Klimaaktivisten, denen sie sich angeschlossen hat, klebt sich an Straßen fest, wird bei einer Demo verhaftet und sitzt zwei Wochen in Bayern im Knast. Sie bricht jeden Kontakt zu ihren Eltern, die sich nach diesen Eskapaden einer Hausdurchsuchung stellen müssen, ab. Das alles hat natürlich Auswirkungen sowohl auf die Wahl zur Bürgermeisterin als auch auf ihre Ehe, die ganz langsam den Bach runter geht…

Amelie Fried ist es mit dieser Familiengeschichte und ihrem fantastischen Erzählstil ganz schnell gelungen mich direkt in die Familie Berner hinein zu katapultieren. Mit Claudia, Martin, Julian und Marianne habe ich um Anouk gebangt. Ich konnte Sohn Julians Wut so gut nachvollziehen, als er in der Schule wegen seiner familiären Verhältnisse ausgegrenzt wird. Ich habe auch Anouk verstehen können, die sich in ihrer Angst um unsere Welt in eine absolute Ausnahmesituation begibt. Ich fand es schrecklich beim langsamen Zerfall der kleinen Familie zuschauen zu müssen. Dass die bisher so disziplinierte Marianne ihre erste große Liebe wiederfindet und beschließt sich nur noch auf sich zu konzentrieren, was sogar ihre Wohnungseinrichtung einschließt, fand ich einfach rührend.
So einfühlsam, farbig und menschlich wie die Autorin die Menschen hier beschreibt, habe ich mich sehr gut in sie hinein versetzen können. Ich hätte gerade Anouk so gerne mal in den Arm genommen und ganz feste gedrückt. Bei Claudia war ich froh, dass sie Menschen wie ihre Freundinnen Ceyda, die ihr fast bis zur Selbstaufgabe hilft, und Tina, die ihr in Berlin Quartier gibt, um sich hat, die ihr beistehen. Ihre Unsicherheit und ihre Bedenken konnte ich zumeist gut verstehen. Vor allem, dass sie das Muttersein über alles stellt, fand ich sehr gut. Mit Martin hätte ich auch gerne mal ein ernstes Gespräch geführt und ihm den Kopf gewaschen. Selten hat mich eine Geschichte so aufgewühlt und betroffen gemacht.
Die verschiedensten Situationen, bei denen ich dabei bin, waren für mich alle sehr gut vorstell- und nachvollziehbar.
Das Verweben eines Familien-Unterhaltungsromanes mit den derzeit weiterhin aktuellen und brisanten politischen Themen ist Amelie Fried hier sehr gut gelungen. Drei Frauen, jede auf ihre Weise stark und kämpferisch, haben mir ein tolles Leseerlebnis geschenkt. Das Ende hat mich mit den vielen kritischen Situationen, die ich hier beim lesen durchlebt habe, wieder versöhnt.

Ich habe diesen Pageturner verschlungen und hoffe, dass das Buch noch ganz viele Leser*innen finden wird.

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Margarethe, die Frau mit den zwei Gesichtern

Die kleine Finca am Mittelmeer von Andrea Micus

Margarethe, die nach dem Aus ihrer großen Liebe in Spanien im Hinterland des Städtchen Gandia auf der Finca Biologica zur Ruhe und zu einem neuen Leben gefunden hat, lernt durch einen unachtsamen Unfall den Fahrradfahrer Finn kennen. Beide sind sich auf Anhieb sympathisch und es kommt zu einer ersten Verabredung.

Dann trifft ein Brief ein, der Margarethe völlig aus der Fassung bringt. Plötzlich ist die Vergangenheit, die sie glaubte hinter sich gelassen zu haben, wieder da. Und steht plötzlich sogar unangemeldet vor ihrer Tür.
Gut, dass sie da ihre gute Freundin Ina hat, der sie ein lang gehütetes Geheimnis anvertrauen kann. Aber auch deren Leben und vor allem das ihrer Tochter Leonie gestaltet sich plötzlich so ganz anders als erwartet oder geplant...

Ich habe auch diesmal meinen Kurzurlaub am Mittelmeer in der Nähe von Valencia richtig genossen. Es war so schön, die Menschen, die mir bei meinen ersten beiden Aufenthalten dort so ans Herz gewachsen sind wiederzulesen. Egal ob Ina mit ihrer Tochter Leonie, ihren Eltern Helga und Bernd und ihrem Freund Vincente, Coach Alexandra und natürlich Margarethe. Alle fühlen sich schon fast wie Freunde an, die ich langsam immer besser kennenlerne. Besonders gefallen mir immer wieder die tiefgründigen Gespräche, die Autorin Andrea Micus die Freundinnen Margarethe und Ina auch diesmal wieder führen lässt. Aber auch Finn und der Gast, der unangekündigt bei Margarethe vor der Tür stehen, konnte ich mir gut vorstellen und finde beide echt sympathisch.
Immer wieder ist auch hier von so leckerem Essen die Rede, dass mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Und einen der Märkte, auf denen Margarethe ihr Obst und Gemüse verkauft würde ich sofort besuchen. Als Goodie bekomme ich zum Schluss noch ein paar Schönheitsrezepte rund ums Olivenöl.
Aber es geht nicht nur um die Liebe und einen Neuanfang, zu dem man auch mit fast 50 noch nicht zu alt ist. Auch das Thema Outing im Fußball, zu dem sich ein Bekannter von Margarethe bekennt, fand ich sehr interessant.

Eine wunderbare Geschichte mit sympathischen Menschen in einer Umgebung, in der man sich nur wohlfühlen kann. Ich komme sehr gerne wieder.

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Ein spannender Ausflug an den Lago Maggiore

Hotel Bertani von Isla Tosetti

Es ist drei Uhr dreißig, mitten in der Nacht, als Commissario Quentino Parisi von seinem Mitarbeiter Giovanni De Luca per Telefon erfährt, dass es eine weitere junge, dunkelhaarige Singlefrau mit Bisswunden am Hals und Stichwunden am Körper tot aufgefunden wurde. Wer ist er, den die Presse „Der Werwolf“ nennt?
Während Paresi und seine Mitarbeiter alles tun um dieses Ungeheuer aufzuspüren, begleite ich Hoteliersgattin Carlotta Bertani, die von Albträumen geplagt wird und sich verfolgt fühlt.

Auch Hausdame Maura Gallo begegne ich oft, die zwar genau ins Beuteschema des Werwolfs passt…
Mehr wird hier aber erst mal nicht verraten.

Eine Geschichte in 85 Kapiteln. Und schon in Kapitel 1 stockt mir der Atem und eine Gänsehaut streicht mir über den Rücken. Nicht beim Anblick der Ballerina, die in ihrem schwarzen Tutu den schwarzen Schwan tanzt, sondern bei „dem Biest mit der Pranke“, das in den Fernseher schlägt. Mir war absolut nicht klar, wohin mich das noch führen würde.
Durch immer wieder neue Perspektiven und Ortswechsel steigt die Spannung, die ab der ersten Seite vorhanden ist, immer weiter an. Es gibt auch immer wieder mal Jemanden, dem ich die Taten zutrauen würde. Mir fehlen aber immer einige Puzzleteile für die endgültige Überführung des Täters.
Mir gefällt der Erzählstil von Isla Tosetti, die sich nicht so sehr mit den Ermittlungen ihres Commissarios Parisi und seiner Mitarbeiter beschäftigt, sondern ihr Augenmerk eher auf die verschiedenen Charaktere legt, die ich hier kennenlerne, sehr gut. Schon fast eine psychologische Studie, die ich richtig genossen habe. Ich konnte seht gut mit rätseln und habe lange nicht geahnt, wer sich hinter dem Werwolf verbirgt. Wobei ich im Nachhinein betrachtet schon hätte drauf kommen können, wer hier sein Unwesen treibt. Und vor allem warum. Leider hat mich mein Ermittlergen in diesem Fall im Stich gelassen.
Durch die detaillierten Beschreibungen kann ich mir das Leben im Hotel Bertani sehr gut vorstellen und bei den Köstlichkeiten, die nicht nur hier auf den Tisch kommen, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Der Lago Maggiore und Ascona verbreiten trotz der schrecklichen Ereignisse in ihrem Umfeld ein Urlaubsfeeling, dem ich mich nicht entziehen kann.

Eine spannende Geschichte, in die ich ab der ersten Seite hinein gezogen wurde. Die mich fasziniert und mir Gänsehaut beschert hat. Die mich aber hauptsächlich sehr gut unterhalten hat.

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Eine sinnliche Reise in die Welt des Escort, die ich sehr genossen habe

Die zügellose Geilheit der Escort-Ladys | Erotischer Roman von Hannah Stevens

Hannah Stevens entführt mich mit dieser Geschichte in die Welt des High-Class-Escort. Ich lerne die märchenhafte, hingebungsvolle und leidenschaftliche Traumfrau Mia kennen, die neben ihrem normalen Berufsalltag zusammen mit ihrer besten Freundin Belle als High-Class-Escort Lady das Geld für ihren Luxus dazu verdient.

Zusammen stehe ich mit den Beiden bald vor dem Hotelzimmer von Harry, einem älteren Gentleman, mit dem sie sich auf ein leidenschaftliches, zügelloses Abenteuer und eine Dreiecksbeziehung voller Leidenschaft, Verlangen und Lust einlassen.

Nachdem mir die heißen Geschichten, die ich bisher von Hannah Stevens gelesen habe, alle sehr gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf diesen neuen Roman. Und auch hier hat sie mich mit ihrem leichten, lockeren, sehr freizügigen und überaus sinnlichen Erzählstil absolut überzeugt. Ein Stil, der ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, schnell zur Sache kommt, schonungslos offen ist und keine Fantasien unausgelebt lässt. Ihre Charaktere stellt sie mir sehr facettenreich, lebendig und überaus menschlich vor. Mit ihrer Geschichte knipst sie sofort mein Kopfkino an, das dann heiß läuft und immer noch mehr will. Meinen Geschmack hat sie mit ihren beiden leidenschaftlichen und erotischen High-Class-Escort-Ladys wieder super getroffen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte der Autorin als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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Wenn alles aus dem Ruder läuft...

Bad Summer People von Emma Rosenblum

Jeden Sommer verbringen Jen Weinstein, ihr Mann Sam mit den Kindern Lilly, Ross und Dara ihre Sommermonate in ihrem Strandhaus in Salcombe. Genau wie Lauren Parker, ihr Mann Jason mit den Kindern, Arlo, Amelie und deren Nanny Silvia. Die Männer sind seit Kindertagen Freunde, obwohl Jason Sam eigentlich nicht ausstehen kann.

Die Frauen genießen den Sommer mit Tennis spielen und am Strand liegen, die Männer gehen halbherzig ihren Jobs nach. Alles scheint Idylle pur, bis nach einem heftigen Microburst oder Fallwind eine Tote neben einem Bohlenweg im Gebüsch gefunden wird. Ganz langsam bröckeln die Fassaden und so manches Geheimnis kommt ans Licht.

Ich kann Lucy Foley sehr gut verstehen, wenn sie auf der Rückseite des Buches zitiert wird: „Sagen Sie alle Verabredungen ab – ich habe dieses Buch innerhalb eines Wochenendes inhaliert und konnte einfach nicht die Finger davon lassen!“ Mir ging es fast genau so.
Vom 26.06., als sie mit der Fähre in Salcombe auf der Insel Fire Island ankommen, bis nach dem ersten Wochenende im September, dem Labor-Day-Wochenende, wo die allgemeine Abreise vonstatten geht, und auch noch ein paar Tage in New York, gehe ich den Weg mit den Familien Wenstein und Parker gemeinsam. Außerdem lerne ich noch einige andere Menschen, die auf der Insel die Sommermonate verbringen kennen. Ich kann z.B. die Damen sehr gut verstehen, dass sie Tennistrainer Robert Heyworth anhimmeln. Auch in Rachel Woolf, die kinderlose Singlefrau, die sich nach einem Mann sehnt, kann ich mich hinein fühlen.
Durch Lauren Parker lerne ich die Insel Fire Island, ein schmales Stück Land vor der Südküste von Long Island, wo sie und die Weinsteins in Salcombe ein Strandhaus besitzen, gut kennen. Hier residiert der Geldadel, man kennt sich seit Jahren und vertreibt sich die Zeit mit Tennis, kühlen Cocktails im Clubhaus und Strand-Picknicks. Bis nach und nach ein Geheimnis nach dem anderen ans Licht kommt, ein perfektes Leben nach dem anderen zerbröckelt und die Lügen nichts mehr überdecken.
Ich finde es toll, dass ich sowohl die Insel als auch das Leben, das nicht immer so perfekt ist wie es scheint, aus den verschiedensten Blickwinkeln der unterschiedlichsten Menschen kennenlerne. Nicht nur Jen, Lauren, Jason und Sam nehmen mich mit in ihre Gedanken und Gefühle. Auch Beth Ledbetter, Paul Grobel, Lisa Metzner, Susan Steininger und Larry Higgins lasen mich an ihren Gedanken teilhaben und offenbaren dadurch mit der Zeit das ganze Chaos, das die so gut betuchten Herrschaften auf der Insel zu verschleiern suchen.

Bad Summer People liefert den perfekten Sommerroman. Emma Rosenblum schafft es mich stundenlang an das Buch zu fesseln, weil es so spannend, sexy, voller interessanter Menschen ist und vor allem allerbeste Unterhaltung liefert.
Von dieser Art Roman und menschlicher Studien hätte ich gerne mehr!

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