Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
War nicht so ganz meins
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
Zum Inhalt:
Laylas Eltern sind glamourös. Ihr Irakischer Vater hat ständig neue Geschäftsideen, die aber immer wieder grandios scheitern. Er verspricht der Familie die dollsten Dinge, löst aber eigentlich nie etwas ein. Die französische Mutter rebelliert zwar gegen ihr Elternhaus, trägt aber trotzdem Chanel-Parfum.
Als der Golfkrieg ausbricht, wird Laylas Vater, eingeholt von der Realität wie ein Fremder.
Meine Meinung:
Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits hat es ein recht angenehmen Schreibstil und dem Klappentext nach hätte das Buch auch sehr interessant sein können, aber irgendwie hat mich das Buch nicht so richtig einfangen können. Die Schilderung der Vergangenheit hat mir auf jeden Fall besser gefallen als die der Gegenwart. Dieses Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen hat mir gefallen. Aber insgesamt hat mich die Geschichte nicht nicht gepackt.
Fazit:
War nicht so ganz meins
Sehr spannend
Firewatch von Colin Hadler
Zum Inhalt:
Robin ist sicher, dass er den Mörder seines besten Freundes kennt und wenn die Polizei ihn nicht überführen wird und dafür jegliches Risiko in Kauf nehmen. Sein Freund Aaron übernahm ein Jahr zuvor einen Ferienjob als Firewatcher in einem Nationpark. Nebenan im Firetower der gleichaltrige Kian, der eine ungeheure Anziehungskraft auf ihn hat.
Er verlässt seinen Posten und kehrt nie wieder zurück.
Meine Meinung:
Das Buch hat sich aber mal ganz anders entwickelt als ich zunächst erwartet hatte. Der Einstieg ist zunächst noch eher ruhig und man erfährt viel über die Tätigkeit im Nationalpark, aber es fühlt sich auch ein wenig gruselig an, die Waldbrandgefahr, die Einsamkeit. Das Buch wir in zwei Zeitebenen erzählt, in der einen geht um den verschwundenen Aaron, in der anderen um Robin, der versucht, den Mörder zu überführen. Gerade dieser Wechsel der Zeiten und Ereignisse machen das Buch sehr spannend. Es gibt auch immer wieder Wendungen, die einen rätseln und mit fiebern lassen, so dass das Hörbuch viel zu schnell zu Ende war. Mir hat es gut gefallen.
Fazit:
Sehr spannend
Ganz okay
Schwarzer September von Sandro Veronesi
Zum Inhalt:
Der zwölfjährige Gigio interessiert sich brennend für die Schachweltmeisterschaft und natürlich die olympischen Spiele in München. Doch als die dreizehnjährige Astel mit ihrer Mutter in die benachbarte Strandkabine zieht, ist plötzlich was ganz anders interessant. Doch dann wird der Vater von Astel ermordet und Gigios Vater soll die Verteidigung der unter Verdacht stehenden Ehefrau übernehmen.
Und in München ereignet sich der Anschlag auf die israelitische Mannschaft.
Meine Meinung:
In den siebziger Jahren war ich etwas jünger als die Protagonisten Gigio und Astel, kann mich aber noch sehr gut an so manches Ereignis oder auch die Musik der Zeit erinnern, das war ein bisschen wie nochmal in die Vergangenheit zu reisen. Das hat mir schon gefallen, dennoch hat mich das Buch nicht so richtig gefesselt. Warum das so war, kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht weil es ein Buch ist, dass eher so vor sich hin plätschert ohne große Highlights. Zum Glück war das Buch aber gut geschrieben, so dass man das Buch leicht lesen konnte. insgesamt kein großes Highlight aber gut lesbar.
Fazit:
Ganz okay
Sehr interessant
Real Americans von Rachel Khong
Zum Inhalt:
Lily Chen lernt Silvester 1999 den charmanten Matthew kennen und krasser könnten die Welten nicht sein, aus denen sie stammen. Sie die Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem Medienunternehmen. Er, als Erbe eines Pharmaimperiums ist privilegiert. Sie verlieben sich und alles scheint möglich.
Jahre später lebt Lily mit ihrem Sohn Nick auf einer abgelegenen Insel. Ihm fehlt etwas und bei der Suche nach seinem Vater stößt er auf Geheimnisse.
Meine Meinung:
Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Buch so fesseln würde. Ein Familienroman, der sich über drei Generationen zieht, bietet natürlich eine Menge Möglichkeiten Ereignisse einzubauen und das ist hier wirklich gut gelungen. Es beginnt schon sehr schön, mit der Begegnung von Matthew und Lily und eigentlich hätte alles schön sein können, aber es kommt natürlich anders. Und auch die nachfolgende Generation hat mit den Geheimnissen zu kämpfen und es beeinflusst natürlich auch deren Leben. Auch die Sicht der Großmutter brachte nochmal neue Aspekte in die Geschichte. Ich hatte die Gelegenheit sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und ich habe beide genossen, vielleicht sogar das Hörbuch noch ein bisschen mehr.
Fazit:
Sehr interessant
Nicht so meins
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Zum Inhalt:
Anfang der neunziger Jahre steht die Welt vor einem hoffnungsvollem Neuanfang. Während Jakob Dreiser als junger Dichter gefeiert wird, muss Dieter Germeshausen als Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent untertauchen. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wo er verliebt ist. Er braucht einen Plan und um ihn umzusetzen benötigt er Jakob Dreiser als perfekte Tarnung.
Meine Meinung:
Ich habe irgendwann völlig den Bezug zur Story verloren, spätestens als die Story nach Kasachstan wechselte, war ich irgendwie raus. Lag aber vermutlich auch daran, dass ich etwas völlig anderes vom Buch erwartet hatte. Ich hatte eher trotz der Friedensbemühungen in den neunziger Jahren und des Klappentextes einen spannenden Agentenroman erwartet, aber irgendwie war das Buch so völlig anders und hat mich irgendwie nicht eingefangen. Dennoch fand ich Teile des Buches nicht schlecht. Gerade Jakob fand ich als Figur nicht schlecht.
Fazit:
Nicht so meins
Hat mir sehr gut gefallen
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Zum Inhalt:
Die Krimiautorin Kathie wacht in einem verschlossenen Raum auf. Sie wurde von einem Mann entführt, der sich Wolf nennt und er hat eine ungeheure Forderung. Sie soll ein modernes Märchen schreiben, in dem reale Menschen grausam zu Tode kommen, denn das was sie schreibt, setzt er um. Weigert sie sich, wird sie selbst zum nächsten Opfer.
Sie versucht Hinweise für die Polizei einzubauen, doch werden diese erkannt?
Meine Meinung:
Das war ja mal eine ganz andere Art von Krimi und das anders ist durchaus positiv gemeint. Schon die Idee einen Krimi in Märchenform zu verpacken, fand ich sehr gelungen. Den nächsten Twist, dass die obskuren Mörde in Realität ausgeübt werden, gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. Die kurzen Kapitel mit einem wirklich flüssigen, eingängigen Schreibstil, verlocken einen immer noch ein Kapitel zu lesen. Die Figuren wurden gut ausgearbeitet. Die Perspektivwechsel machten das ganze Buch noch vielschichtiger und spannender.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen
Keine leichte Lektüre
Liefern von Tomer Gardi
Zum Inhalt:
Filmom arbeitet ohne Arbeitserlaubnis unter falschem Namen in Tel Aviv als Lieferant. Geflüchtet aus Eritrea will er genug Geld verdienen, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum. Nina reist nach Delhi zu einem Auslandssemester, wo sie sich in dem Argentinier Ramon verliebt.
Diese und weitere Episoden umfasst das Buch.
Meine Meinung:
Das Buch verlangt schon einiges von einem ab, denn es ist kein klassischer Roman, sondern ein zum Teil verwirrendes Werk, dass für den Leser extrem herausfordernd ist. Immer wieder hatte ich auch das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil mir plötzlich was fehlte, aber genau das führt auch dazu, dass man sich intensiv mit der Lektüre befassen muss. Thematisch ist es ein Buch, dass auch aufrüttelt, weil der Finger auf Wunden gelegt wird, über die man vorher nicht mal nachgedacht hat. Würde ich das Buch empfehlen? Schwierig, da bestimmt nicht massenkompatipel, aber nicht uninteressant.
Fazit:
Keine leichte Lektüre
Interessant
Spielverderberin von Marie Menke
Zum Inhalt:
Lotte und Sophie stammen aus der gleichen Bauernschaft und kennen sich seit Kindesbeinen auf. In der Oberstufe stößt die Städterin Romy dazu. Sie ist unkonventionellen, aber auch unzuverlässigen. Die Dreierfreundschaft ist geprägt von einer gewissen Faszination. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf, denn in der Vergangenheit lag auch eine Nacht, an die eine nicht erinnert werden darf.
Meine Meinung:
Das Buch hat eine ungeheure Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich wollte immer weiterlesen, weil mich die Geschichte der drei Freundinnen ungeheuer fasziniert hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die dann nach und nach auch die Vergangenheit der Mädchen etwas klarer werden lässt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn das Buch liest sich enorm gut. Das Cover hätte mich im Geschäft vermutlich eher nicht angesprochen.
Fazit:
Interessant
Hat was
Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon
Zum Inhalt:
Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Hyoyeong erstmal wieder zu sich kommen. In dem Briefladen, in dem die Zeit stillstand, lernt sie langsam das Leben wieder zu spüren. Durch die Geschichten von Menschen, die ihre Hoffnungen, Ängste und Träume zu Papier bringen lernt sie nicht nur neue Freunde kennen sondern auch, wie man wieder zu sich selbst findet.
Meine Meinung:
Nachdem ich mich zunächst besonders mit den Namen etwas schwer getan habe, entwickelte das Buch dann irgendwann eine Stimmung und einen Sog, der einen nicht mehr loslässt. Man lernt viele Menschen im Laufe des Buches kennen, es geht viel um das Briefeschreiben selbst. Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, was zum Thema gut passt. Es gibt unterschiedliche Stilelemente, die das Buch auflockern ohne zu es unruhig werden zu lassen. Mir hat das Buch gut gefallen.
Fazit:
Hat was
Hat mir gut gefallen
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Zum Inhalt:
Eigentlich will Maren sich in Portugal nur erholen, denn nachdem sie bei einem Banküberfall angeschossen wurde und immer noch traumatisiert ist, braucht sie dringend Ruhe. Doch lange währt die Ruhe nicht, den eines morgens entdeckt sie am Strand eine weibliche Leiche, die allerdings verschwunden ist, als sie mit der Polizei dort auftaucht.
Nur einer glaubt ihr, der Inspetor Ferreira und nur wenig später gibt es eine weitere Leiche.
Meine Meinung:
Als erstes muss ich sagen, dass ich das Setting vom Buch sehr gut gelungen fand. Ich war noch nie in Portugal, hatte aber förmlich das Gefühl die Landschaft oder auch die Speisen sehen oder riechen zu können. Die Story war sehr spannend. Zunächst gerät sogar Maren unter Verdacht und dann scheint auch noch jemand sie zu verfolgen. Hat es damit zu tun, dass sie Polizistin ist? Hat sie beim dem Überfall damals etwas wichtiges mitbekommen, an das sie sich aktuell leider nicht erinnern kann? Es scheint auf jeden Fall so, als ob die deutsche Polizei etwas zu verbergen hat, denn warum sollten sonst selbst die in Portugal auftauchen? Insgesamt war das Buch sehr spannend mit Wendungen, die man so nicht kommen sieht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und liest sich gut.
Fazit:
Hat mir gut gefallen











