Kunden em pfehlungen
Rezensionen von eleisou:
Wunderschöne Kindergeschichte
Emil Einstein (Bd. 1) von Suza Kolb
Emil erfindet eine Tier-Quassel-Maschine und ist uns mit seiner Begeisterung für Abenteuer und neue Erfindungen so richtig ans Herz gewachsen. Wir haben das Buch mit meinem 6-jährigen Sohn gelesen und fanden sowohl den Schreibstil als auch die Schriftart sehr passend und kindgerecht. Die großen Buchstaben erlaubten es uns auch manchmal im Wechsel vorzulesen, was sehr Spaß gemacht hat.
Die liebevollen Illustrationen kann man schon direkt am Cover erkennen und sie bereichern das Buch um einiges mehr.
Toll fanden wir auch Emils Freunde, natürlich hatte hier der kleine Waldkauz Vorrang aber auch die Katze Leonardo und die Maus Bertha haben die Geschichte schön abgerundet.
Das Buch nimmt wichtige Themen im Augenschein wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft und gibt den Eltern/Großeltern usw eine gute Gelegenheit darüber zu diskutieren.
wir werden auf jeden Fall die Autorin Suza Kolb im Auge behalten und freuen uns schon auf weitere Abenteuer von Emil und seinen Freunden!
Amari und die Nachtbrüder
Amari und die Nachtbrüder von B. B. Alston
"Amari und die Nachtbrüder" ist ein magisches Abenteuerbuch für Mädchen und Jungen. Amari wächst in diesem Buch aus sich hinaus und lehrt den Heranwachsenden, dass man alles schaffen kann, will man es nur allzu sehr.
Das sieht auch ihr geliebter 10 Jahre älterer Bruder Quinton und meldet sie an einem Auswahlverfahren in einer magischen Sommerakademie an.
Sie muss dort ihre magischen Fähigkeiten unter Kontrolle bringen. Denn in der Fähigkeiten Skala der Magier ist sie auf Stufe 2, was sie als gefährlich einstuft. Doch ist Amari das wirklich?
Was mir an dem Buch am meistens gefallen hat, neben dem dem Thema Magie wofür wir uns in der Familie immer sehr interessieren (ja, Harry Potter hat sein Äußerstes getan!) war die Tatsache, dass Amri eine dunkle Hautfarbe besitzt, was in Büchern nicht so oft vorkommt oder betont wird. Und ich fand es gut eine Gelegenheit zu haben über diese Vorurteile zu sprechen und anschließend zu diskutieren. Was aber natürlich das Abenteuer nicht zu kurz kommen ließ.
Darüber hinaus bezieht sich das Buch auch auf das Thema Freundschaft, denn obwohl es Amari anfangs in der Schule nicht gut ergeht und sie gehänselt und gemobbt wird, findet sie im Nachhinein in der Sommerakademie eine gute Freundin.
Das Buch ist vom Inhalt her außergewöhnlich fantasievoll und voller unerwarteter Wendungen und wir fanden dass es eins der besten Kinderbücher was, die wir dieses Jahr gelesen haben. Das Lesealter von 10 - 12 Jahren fanden wir absolut angemessen und abschließend gibt es von uns eine ganz klare Leseempfehlung.
Camille Claudel und die Liebe zur Kunst
Die Bildhauerin von Pia Rosenberger
Künstlerin Camille Claudel ist Bildhauerin und möchte ihre Karriere in eine männerdominierenden Gesellschaft nachgehen und nicht neben dem Herd als Hausfrau und Mutter ihr Leben verbringen. Im Paris der Jahre 1881 war dies kein einfaches Vorhaben. Zudem war das Studium an der Ècole des Beaux-Arts ein utopischer Traum.
Camille jedoch mietet sich ein Atelier mit drei Freundinnen und beschließt das Leben der Pariser Boheme kennenzulernen. Dort besucht sie die Académie Colarossi. Auguste Rodin unterstützt sie als Lehrer und Camille verliebt sich schon bald in den wesentlich älteren Mann. Doch dieser sieht sie nur als seine Muse. Zudem ist Auguste ein neutorischer Fremdgänger und Egozentriker.
Camille schafft es trotzdem, ihren Weg zu gehen, bleibt jedoch nur die Geliebte von Rodin.
Insgesamt hat mir der Roman mit den historischen Hintergründen gut gefallen, was den Schreibstil und das Leben dieser talentierten Künstlerin betrifft die aus der reihe tanzte und auch inspirierend auf andere Künstlerinnen wirkte. Das Ende war etwas abrupt und lies mich unzufrieden zurück aber es gab mir auch gleichzeitig die Gelegenheit weiter im Netz zu recherchieren. Angenehme Lesestunden mit Weiterempfehlung.
Das power couple
Lady Churchill von Benedict Marie
Winston Churchill hat sich in der Politik nicht immer allein durchgezwungen. Nein auf seiner Seite hatte er nämlich eine beeindruckende Frau, Clementine, die in vollends unterstützte und die im immer den Rücken frei hielt. Zusammen bekam das Paar fünf Kinder und Clementine hatte es nicht immer leicht mit der Erziehung, stamm sie doch auch von einer streng erziehenden Familie, die nicht viel Gefühl zeigte.
Etwas zur Perfektionistin dadurch geworden, engagiert sich die energiebeladene Clementine für wichtige Themen und ihren Ehrgeiz fand ich beim Lesen außergewöhnlich. Da hätte man doch glatt gedacht in unseren modernen Zeiten hätte sich die Politikergattin selbst in die Politik involvieren können. Doch selbst der Beruf der Französischlehrerin, den Clementine bei ihrer Begegnung mit Churchill nachging war für diese Zeiten noch ungewöhnlich.
Mit ihrem großen Einfluss, den die Ehegattin auf ihrem Mann ausübte, lenkte sie seine Entscheidungen oftmals, was vor allem für die Frauenrechte positive Auswirkungen hatte.
Der Roman ist gut recherchiert und geschrieben, manchmal allerdings etwas langatmig für meinen Geschmack. Sicherlich aber ist es eine aufschlussreiche Geschichte mit der man die Frau hinter den Kulissen dieser wichtigen politischen Persönlichkeit kennelernen kann.
Angenehm aber nicht außergewöhnlich
Das Mädchen im Nordwind von Baldvinsson Karin
Sofie, begeisterte Tischlerin von Beruf, beschließt nach einem traurigen Zwischenfall in Island ein in die Jahre gekommenes Haus zu renovieren und findet dort durch Zufall ein handgeschriebenes Tagebuch, das ihr Leben verändern wird. Denn sie entdeckt dadurch die Aufzeichnungen von Luise und nimmt teil an ihrer dramatischen Geschichte die sich in Deutschland im Jahre 1936 abspielte.
Luise ist nämlich Tochter eines wohlhabenden jüdischen Kaufmanns. Sie lebt mit ihrer Familie in Lüneburg, merkt aber schon, dass die nächsten Jahre die auf die Familie zukommen, alles andere als einfach verlaufen werden. Doch als sie den Isländer Jonas kennen und lieben lernt, gibt es für sie kein zurück mehr.
In dem Roman werden zwei Frauenleben aus zwei verschiedenen Zeitebenen miteinander verwoben und abwechselnd erzählt. Die Mischung der Geschichten ist interessant, vor allem weil es auch eine Art Zusammenhand gibt. Ich hätte mir jedoch mehr Einblicke in das alltägliche Leben Islands gewünscht, einem Land das einen doch meist fremd ist dennoch aber faszinierend zu sein scheint.
Für mich war die ein angenehm zu lesender Roman, von dem es aber schon sehr viele gibt und daher kam es mir nicht vor als ob ich etwas Neues erfahre. Daher vergebe ich 3,5 Sterne und runde es auf 3 Sterne auf.
Eine Superheldin in der Stadt
Carla Chamäleon: Zoff im Zoo von Franziska Gehm
Wer von uns wollte nicht schon mal unsichtbar werden, entweder um geheim eine Unterhaltung zu verfolgen oder sich gar irgendwo reinzuschleichen. Genau dass kann Carla Niemann oder besser gesagt Carla Chamäleon. Die elfjährige verschmilzt mit ihrer Umgebung und wird praktisch unsichtbar! Dies passiert wenn sie tiefe Emotionen verspürt wie z.
B wenn die peinlich berührt ist oder wenn die aufgeregt ist.
Mit Hilfe des Psychiaters Dr. Haubenbacher versucht sie das Phänomen zu steuern und zu kontrollieren. Und gemeinsam mit ihrem Freund Jole und dem Pinguin Herrn Ping gehört Carla dem Geheimbund der Kavaliere, eine Gruppe die versucht diverse Rätsel in der Stadt zu lösen. Diesmal hat es mit dem Zoo zu tun, denn dieser ist in Gefahr und die drei setzen alles dran um ihn zu retten.
Das Kinderbuch hat uns mittelmäßig gut gefallen, die Geschichte ist anfangs spannend und hat Potential, jedoch gefielen und einige Passagen weniger, wie beispielsweise die erste Verwandlung denn sie war zu umständlich für einen Neunjährigen und es kamen viele Fragen auf, die man auf Anhieb nicht so leicht erklären kann. Mitunter hätte ich mir für dieses Alter etwas mehr Farbe gewünscht. Was und gut gefallen hat ist der Charakter von Carla, denn sie hat auch ihre Ecken und Kanten und ist nicht perfekt, was sie sympathisch macht.
Noch wissen wir nicht. ob wir der Kinderbuchreihe folgen werden.
Ein geheimnisvolles Erbe
Enriettas Vermächtnis von Sylvia Madsack
Enrietta da Silva, eine berühmte und weltweit geschätzte Schriftstellerin, stirbt im Alter von fünfundachzig Jahren und überträgt Ihr Erbe an der nicht mehr aktiven Schauspielerin Jana Horwarth und dem Schönheitschrirugen Emilio Volpe. Erstere war Enriettas Ziehtochter, aber in welcher Beziehung stand der Arzt mit der Verstorbenen? Während man dies herausfindet, kommen sich die beiden Erben näher, obwohl sie sich charaktermäßig gänzlich unterscheiden.
Doch dann taucht plötzlich der leibliche Sohn Armando da Silva aus Argentinien in Zürich auf und verlang sein Erbe. Angeblich soll Enrietta ihn über ihren Tod hinaus verleugnet haben, weil er das Kind einer unglücklichen und skandalösen Affäre sei, die Enrietta in ihrer Jugend durchlebt hat.
Doch im Laufe der Geschichte werden Geheimnisse aufgedeckt und die Sache ist komplexer als man sich anfangs vorstellt.
Der Roman überzeugt mit seiner intelligenten Handlung und seinem flüssigen Schreibstil. Die Geschichte entwickelt sich zwar äußerst langsam und weist einige Schwachstellen auf, doch der kluge Inhalt überwiegt am Ende. Dies ist für mich das erste Buch dieser Autorin aber sicherlich merke ich mir den Namen da sich die Enthüllungen bis zum Schluss aufbewahrten und gekonnt platziert wurden, was mir sehr gefallen hat.
Hätte mehr Tiefgang erwartet
Zwischen zwei Herzschlägen von Eva Carter
Kerrys Schwarm Joel, der Sportstar der Schule, erleidet plötzlich in einer Silvesternacht einen Herzstillstand. Kerry, die heimlich in ihn verliebt ist, rettet mit einer Herzdruckmassage sein Leben. Ihr bester Freund Tim dagegen, ist wie paralysiert, obwohl er sich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen vom Erste Hilfe Kurs gut auskennt.
Daraufhin ist Joel fasziniert von Kerry und beginnt sie mit anderen Augen wahrzunehmen, sehr zum Ungunsten von Tim, der für Kerry ein weiches Herz hat. Doch sie sieht in ihm nur den besten Freund.
Das Leben der drei Teenager ist in Folge nie wieder das Gleiche, denn dieses Ereignis stigmatisiert deren Freundschaft und während den nächsten Jahren entsteht aus dieser Dreiecksbeziehung eine komplexe Konstellation.
Was sich als eine tiefgehende Liebesgeschichte anhört und durchaus eine gewesen sein könnte, ist meiner Meinung nach der Autorin nicht gelungen. Die tiefgehenden Momente, außer vielleicht am Anfang der Erzählung, fehlen und die vielen separaten Erzählungen durch die nächsten Jahre machen aus dem Buch einen kompakten Roman, bei dem die meisten Geschehnisse aufgelistet werden ohne aber in die Tiefe zu gehen. Die Lebensgeschichten der dreien wirken zwar authentisch und deren Gedanken und Wünsche sind nachvollziehbar, aber es bleibt dabei. Ich glaube ich hätte mir etwas mehr Tiefgang in die Gefühle der Protagonisten gewünscht und ein paar Momente der Romantik. Trotzdem ein guter Versuch über ein wichtiges Thema, worüber man sich Gedanken machen sollte.
Fesselnde Familiensaga mit toller Liebesgeschichte
Die Senfblütensaga - Zeit für Träume von Clara Langenbach
In diesem ersten teil der neuen Trilogie geht es um Emma, eine junge, ambitionierte Frau, die viele Träume hat aber zuliebe ihrer Eltern Carl den Sohn eines Fuhrunternehmers kennenlernt, mit der Hoffnung auf eine glückliche und erfolgreiche Ehe. Obwohl Emma am Anfang alles andere als begeistert ist, findet sie den jungen Mann sympathisch, denn beide teilen die gleichen Ansichten und streben nach Karriere.
Carls Leidenschaft ist es eine eigene Senffabrik zu gründen und Emma findet diese Idee auf Anhieb großartig. Doch während die dabei ist sich in Carl zu verlieben, lernt sie Carls Freund Antoine kennen und ihre Gefühle geraten ins Schleudern.
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen und es hat mich fasziniert. Die Liebesgeschichte ist sehr eindringlich erzählt und man fühlt mit der Protagonistin mit, weiß selbst nicht was man ihr raten soll und bangt um die richtige Entscheidung. Dass die Frauen zu dieser Zeit noch sehr beschränkt mit ihren Möglichkeiten waren, ist heute kaum nachvollziehbar. Trotzdem war es so. Nun fiebere ich der Fortsetzung entgegen und hoffe wieder auf neue spannende Entwicklungen im Leben von Emma.
Packender als ein Thriller
Das Leben, ein ewiger Traum von Sommerfeld Helene
Die Ärztin Magda Fuchs hat unter tragischen Umständen ihren geliebten Mann verloren und beschließt aus ihrer Heimatstadt Hildesheim nach Berlin zu ziehen um eine Anstellung als Polizeiärztin anzunehmen. Dadurch bekommt sie Einblick in die Lebensumstände diverser armer Familien, wo Gewalt und Missbrauch an der Tagesordnung stehen.
Nächstenliebe existiert in der großen Stadt kaum und Magda ist schockiert über die herrschenden Umstände. Doch sie will versuchen sich durchzuschlagen und soweit es geht die Situation ändern.
Celia auf der anderen Seite ist eine angeheirateten Frau einer Adelsfamilie, gefangen in einer unglücklichen Ehe. Sie wollte Medizin studieren doch ihre Mutter hatte andere Pläne und sie konnte sich nicht durchsetzen. Anwältin Ruth ist eine äußerst unkonventionelle Frau und übernimmt den Auftrag von Celia, sie aus ihrer Ehe zu befreien. Die junge Doris dagegen träumt von einer Karriere im Film und wird dadurch von so manchen Männer hinters Ohr gehauen. Zu guter Letzt gibt es noch die starke Reporterin Erika, die sich auch in der männerdominierenden Welt durchzusetzen versucht.
All diese Frauen, von den verschiedensten Gesellschaftsschichten werden in dem Buch beschrieben, ihre Träume, ihre Ängste, Ihre Wünsche. Mich hat dieser Roman begeistert, weil er so vielschichtig ist, wie seine Protagonistinnen. Gleichzeitig erleben wir das Berlin der 20-er Jahre mit seinen Glitzer und Schattenseiten sehr realistisch. Ein Jahreshighlight!











