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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Laszlo Zoltan:

Songs, die man nie hören wird

Utopia Avenue von David Mitchell

David Mitchell erzählt hier eine umwerfende Geschichte über eine Band zur Zeit der Beatles und Rolling Stones. Er kreiert beeindruckende Dialoge, fabriziert aufschlussreiche Wechsel der Perspektiven und so nebenbei informiert er immer über das aktuelle Verkehrsgeschehen. Denn wiederholt queren verschiedene Verkehrsteilnehmer die Szene - vom klingelnden Radfahrer bis zum Betonmischer.

Dadurch nimmt er der Situation die Schwere und gibt ihr somit den Rahmen des Alltags. Gekonnt spannt er den Bogen aus den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts in die Gegenwart. Schade, dass die Band nie existierte. Ich hätte tatsächlich gerne die beschriebenen Songs gehört.

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Als Bückware noch aufregte

Schmelzwasser von Tschan Patrick

Eine ungemein interessante Geschichte über das Schweigen, das Sprechen, das Demonstrieren und Terrorisieren in der Nachkriegs- , nein, Pardon (!), während der Nachnazizeit in einer deutschen Kleinstadt am Bodensee. Eine Zeit, in der es noch Bückware gab! Neugierig? Lesen!

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Ein modernes Märchen

Bekenntnisse eines Betrügers von Rahul Raina

Ein Märchen aus Indien, wo das Betrügen sehr leicht fällt und das der junge Inder Ramesh scheinbar im kleinen Finger hatte. Im wahrsten Sinne des Wortes… Eine humorvolle und krasse Geschichte, flott und in aktueller Sprache verfasst.

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Was sagt der Titel eines Buches?

Der große Fehler von Jonathan Lee

Anfänglich glaubte ich, dass es um die Aufklärung des Mordes am Protagonisten des Romanes ginge. Aber weit gefehlt! In dieser weitläufigen Biographie über Andrew Haswell Green suhlt sich der Autor in detailverliebten Erzählungen, sodass der Täter und das Motiv für den Mord nur mehr in den Hintergrund treten, ohne dass dadurch der Lebensweg von Green spannender wurde.

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Des Daseins beraubt

Du existierst nicht von Miha Mazzini

Tausende Bewohner Sloweniens wurden vor 30 Jahren ihres Daseins beraubt. In diesem Roman wird diese kafkaeske Situation geschildert, die den Leser staunen lässt. Allerdings schafft Miha Mazzini es nur schwer, dass der Spannungsbogen zur Realität aufgebaut wird.

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Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!

Das Dämmern der Welt von Werner Herzog

Werner Herzog versteht es vorzüglich, über die Sinnlosigkeit des Krieges und das wahnwitzige Ausharren eines pflichtbewussten Soldaten eine bizarre Geschichte zu erzählen, die tatsächlich das Leben schrieb. Als Leser hätte mich die Frage "Darf´s ein bissl mehr sein?" ausnahmsweise erfreut.

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Satirisches Sittenporträt

Salonfähig von Elias Hirschl

Diese Politsatire über eine erfolgreiche österreichische Partei lebt über viele Seiten von Wiederholungen und wenig Inhalt. Der scharfe Witz reduziert sich wie bei den "Simpsons" aufs Kotzen, Koksen, Stylen und Nachäffen. Nach 250 Seiten hat diese Horrorgeschichte ein Ende. Auch eine Glosse hätte dafür genügt.

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Warum spielt das Leben so?

Der Kolibri von Sandro Veronesi

Dieser Familienroman überrollt den Leser wie eine Lawine. Damit das gelingt, bedient sich Sandro Veronese vielerlei Stilmittel. (Ein Kapitel besteht aus zwei Sätzen. Der erste Satz hat vier Wörter, der zweite Satz geht über sechs Seiten!) Die muss man mögen oder notgedrungen annehmen, da man sonst das fulminante Ende nicht kennt.

Leider unterbrechen so manche philosophische Abschweifungen und Wissensergüsse den Lesefluss.

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Wer anderen eine Grube gräbt

Rose Royal von Nicolas Mathieu

Ein Roman, der durch seine beziehungstechnische Aktualität besticht und der durch sein Ende fasziniert. Nicht inhaltlich, sondern viel mehr dadurch, dass man so plötzlich bei der letzten Seite anlangt. Ein großer, kurzer Lesegenuss!

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Wer ist normal?

Kalmann von Schmidt Joachim B.

Kalmann, ein geistig gehandikapter Haifischfänger und Sheriff, schildert uns durch seinen unglaublich naiven Pragmatismus das Leben auf Island. Und das in einer unglaublich amüsanten Weise! Nebenbei erklärt er auch das rätselhafte Verschwinden des „Dorfkaisers“. Purer Lesegenuss!

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