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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Marianne Schaffer-Schellander:

Ein bisschen Mut tut gut!

Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

In einem leichtfüßigen Ton erzählt Tanja Kokoska, wie selbst kleine Schritte zu großen Wirkungen führen können. Der Alltag in einer Vorstadtsiedlung muß nicht trostlos sein, wenn es nur Menschen gibt, die
sich beherzt für ihre Mitmenschen einsetzen und dabei auf sich selbst nicht vergessen.

Schon ein Anruf, eine kurze Begegnung, hinschauen statt wegschauen können Leben nachhaltig verändern. Die Autorin zeichnet liebevoll Einzelschicksale, die durch eine Notsituation zusammengeführt werden. Das macht Mut, eigene Trägheit oder Vorurteile zu überwinden.
Wie das gehen könnte, ist in diesem Roman nachzulesen.

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Was wäre wenn...

Die Namen von Florence Knapp

Die Namen spielen im gleichnamigen Roman von Florence Knapp die lebensentscheidende Rolle für ein Baby.
Dessen Mutter Cora hat von ihrem gewalttätigen und herrschsüchtigen Mann Gordon (großer Hügel) den Auftrag,
den Buben der Familientradition gemäß nach ihm und seinem Vater und Großvater zu benennen.

„Siehst du nicht die Gefahr, dass er sowerden könnte wie du?“ fürchtet Cora heimlich.
Ihre Tochter trägt den Namen Maia (Mutter), daher würde ihr Julian (Himmels-Vater) gut gefallen.
Maia wäre für Bear (Bär), weil das so kuschelig und lieb klingt, aber auch mutig und stark.
Die Autorin spielt in ihrem Debütroman durch, was aus dem Kind unter den gleichen,
leider furchtbaren Grundbedingungen im Elternhaus, geworden wäre, hätte es
entweder den Namen Gordon oder Bear oder Julian bekommen.
Das Gedankenexperiment ist spannend, die sprachliche und inhaltliche
Umsetzung ebenso. Und natürlich regt es dazu an, einen anderen Blick
auf den eigenen Namen zu werfen und sich die Frage zu stellen: Was wäre wenn…

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„Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen.“

Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Norbert Gstrein verwendet in seinem Buch eine ausgewählte, bedachte Sprache und lässt den Leser am Leben des Protagonisten Adrian teilhaben. Er spannt einen Bogen fast über ein ganzes Jahrhundert und da es sich um das 20. Jahrhundert handelt, geht es natürlich auch um die Sinnhaftigkeit von Krieg, um Kriegsverletzte und Kriegsverweigerer.

Ich finde, es ist dem Autor großartig gelungen dieses leider zeitgemäße und tagesaktuelle Thema sehr fein und nicht mit erhobenen Zeigefinger sondern äußerst spannend mit dieser Geschichte zu erzählen. Was es mit meinem Lieblingssatz „Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen“, auf sich hat, erfahren Sie, wenn Sie dieses besondere Buch lesen.

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Ein Meisterwerk

Die Passantin von Nina George

Die Passantin ist ein berührender Roman über Verlust, Identität und Neubeginn. Es ist absolut spannend geschrieben, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Nina George schreibt mit großer Empathie und sprachlicher Feinfühligkeit. Das Buch klingt noch lange nach, regt zum Nachdenken an und ich wollte es am liebsten gleich noch einmal lesen.

Leseempfehlung hoch drei!(Leseempfehlung x Leseempfehlung x Leseempfehlung)

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Ein Buch für jugendliche und jung gebliebene Leser!

Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Das Buch „Himmel ohne Ende“ von Julia Engelmann beschreibt die vielfältigen Facetten des Erwachsenwerdens in einem unterhaltsamen, gut verständlichen Stil. Die Suche nach dem Sinn, nach Geborgenheit und Freundschaft wird in einer hoffnungsvollen Grundhaltung vermittelt und gleichzeitig erzeugen die Zweifel und Unsicherheiten der Protagonisten einen Spannungsbogen, der dem Lesen Leichtigkeit verleiht.

Natürlich lässt es sich bei diesem Buch nicht vermeiden, an die eigene Jugendzeit erinnert zu werden. Deshalb empfehle ich dieses Buch jugendlichen und jung gebliebenen Lesern.

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Wahnsinnig langweilig!

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Ich habe sehr lange gebaucht, um "Botanik des Wahnsinns" zu lesen, denn es gibt zwar einen Inhalt, aber nur eine bruchstückhafte lineare Handlung. Erst kurz vor der Mitte dieses Buches entsteht so etwas Ähnliches wie ein Spannungsbogen. Dass die eigene Berufswahl etwas mit der Familiengeschichte zu tun hat, ist für mich nicht überraschend.

Nur von alkoholkranken, depressiven Menschen zu lesen, die sich nicht um sich selbst oder um andere kümmern können, ist für mich weder ironisch, noch satirisch und schon gar nicht faszinierend, es macht mich nur traurig. Ich kann dieses Buch nicht als Lektüre für den Sommer und schon gar nicht für den Winter empfehlen.

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Schmalzige Buchspeise mit Krimibeilage

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Wer eine schmalzige Buchspeise mit Krimibeilage mag, ist hier richtig. Die Hauptpersonen agieren klischeebehaftet als gutaussehender Liebhaber, ewig liebender, geduldiger Ehemann, wütender Alkoholiker, intrigenhafte fast-Schwiegermutter, leidende Protagonistin u. s. w. und weichen davon auch nicht ab.

Es gibt eine Sicht der Dinge und ein überraschendes " ..... End". Ich bevorzuge Haubenbücher oder geradlinige Einfachheit, deshalb kann ich das Buch am ehesten als Sommerlektüre empfehlen.

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Intensiv, kraftvoll, sinnlich und poetisch

Wild wuchern von Katharina Köller

Katherina Köller beschreibt in ihrem Roman „Wild wuchern“ die Begegnung der ungleichen Cousinen Marie und Johanna in der Abgeschiedenheit der rauen Alpen. Ihr Aufeinandertreffen führt zu intensiven Auseinandersetzungen, die roh und zugleich poetisch wirken.
Die Naturschilderungen sind so kraftvoll und sinnlich, dass man die Düfte und Geräusche der Natur benahe körperlich spürt.

Die Autorin schafft es existentielle Themen mit literarischer Schönheit zu verweben ohne ins Klischeehafte abzudriften.
Ein Buch für alle, die sich nach einem intensiven, nachhallenden Leseerlebnis sehnen.

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Meisterwerk

Für Polina von Takis Würger

Takis Würgers Buch "Für Polina"ist ein Meisterwerk der Erzählkunst. Würgers genaue Beobachtungsgabe löst beim Lesen ständiges Innehalten und Ergriffenheit aus. Das spannend geschriebene Buch steigert sich auch noch auf den letzten Seiten und erweckt das Gefühl der Hoffnung, das ich bei Büchern schon lange nicht mehr hatte.

"Für Polina" wird viele Leserinnen und Leser in eine Stimmung der Leichtigkeit und Versöhnung versetzen, ähnlich wie gute Musik, die unser Bewusstsein hebt.

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Unterhaltsam aber inhaltsleer!

Honey von Victor Lodato

Eines langen Buches kurzes Resümee: Victor Lodato bringt der Titelfigur
Honey viel Sympathie entgegen, schildert sie teilweise durchaus
pointiert und sprachlich gelungen. Einige Passagen wirken allerdings
konstruiert und unglaubwürdig, letztlich bleibt die Geschichte
inhaltsleer. In einem an Höhepunkten reichen Leserunden-Jahr ist das
für mich ieines der schwächsten Bücher.

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