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Rezensionen von Nil_liest:
Mahnung an die Gesellschaft
Die Mauer von John Lanchester
Dieses Buch zeigt uns wie stark Literatur helfen kann unsere Gesellschaft und die Richtung die wir einschlagen zu verstehen. Vor allem führt es uns durch die Absurdität des Extremen vor Augen was schief läuft.
John Lanchester tut genau dies in seinem Roman „Die Mauer“. Wir befinden uns in der Zukunft und begleiten Joseph Kavanagh zu seinem 2jährigen Einsatz auf die Mauer.
In diesem dystopischen Zukunftsszenario umgibt England eine Mauer die 10.000km lang ist, 3m hoch und alle 3km einen Wachposten hat als Schutz vor den Anderen draußen.
England schützt sich so nach dem großen Wandel vor Eindringlinge. Der Einsatz als Verteidiger auf der Mauer zerrt an den Kräften und Nerven, denn ein Fehler und man wird selbst zum Opfer und dem Meer übergeben.
Auf sehr beklemmende Weise schafft es John Lanchester im ruhigen Ton diese absurde und so fatale Welt zu erschaffen. Erstklassig verarbeitet er die Themen der Zeit wie den BREXIT, die wachsende Angst gegenüber Unbekanntem, die Sorge um die Flüchtlingsströme.
Gut geschrieben und auch hervorragend übersetzt von Dorothee Merkel, rüttelt es den Leser wach und fordert ihn geradezu zum Handeln auf. In so einer Welt will keiner Leben! Hoffen wir inständig, dass dieses literarische Wachrütteln eine Hilfestellung gibt!
FAZIT: Ein Roman für mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander. Ein Hoch auf die gemeinschaftliche Gesellschaft und gegen die Abschottung!
26 Kantone und Felix ist mit Sophie mittendrin
Mit Felix durch die Schweiz von Annette Langen
Als Fans vom Hasen Felix waren wir natürlich sehr gespannt auf die neue Reise durch die Schweiz! Wie immer ist das gelungene Bilderbuch sehr toll bebildert von Constanza Droop. Mit detailreichen Abbildungen – es gibt immer wieder neues, anderes zu entdecken beim Vorlesen oder Selbstblättern.
Was aber macht die Felix-Bilderbücher so beliebt? Natürlich die Briefe!!! Auch wenn das Medium Brief in unserer heutigen Gegenwart leider ein seltenes privates Kommunikationsmittel geworden ist, erfreut es die Kinder sehr, wenn wieder mal ein Brief an der Reihe ist.
Neben den Briefen lernt man fast nebenbei sehr viel über die Ziele, die Felix und seine Besitzerin Sophie haben. „Mit Felix durch die Schweiz“ bringt uns natürlich die Schweiz näher, meine beiden Kinder (6 Jahre alt) fanden besonders beeindruckend, dass es 4 Sprachen in diesem einen Land gibt! Mein Sohn studiert mit Vorliebe die Wappen auf den Einschlagseiten.
Und wieder eines der unschlagbaren Argumente für die tolle Felix-Reihe, es ist eine Reihe für sehr viele Altersstufen. Ab 3 Jahren vorlesbar und bis in die erste Klasse spannend. Natürlich mit anderem Fokus. Der 3jährige lauscht eher dem Verlauf und schaut die Bilder an, die 6jährigen nehmen eher das Wissen auf. Der Text ist recht lang, aber Annette Langen findet wieder einmal genau die richtigen Worte und Satzlänge um die Kleinen nicht zu überfordern, aber auch die Spannung zu halten und Wissen zu vermitteln.
Einzige Anmerkung gilt den Themenübergängen, die sind an mancher Stelle nicht so rund wie in den Vorgängerbänden geworden. Aber tut dem Lesespaß keinen Abbruch.
Fazit: Wer eine Reise in die Schweiz plant mit den Lütten kann hier die ersten Grundlagen schaffen. Wer nicht in die Schweiz reist, wird es nach dieser Lektüre eventuell mit den Kindern machen wollen!
Sehr spannender Nachkriegskrimi
Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer
Es geschieht ein grausamer Mord an einer Frau im Bergischen Land außerhalb von Köln im Sommer 1947. Da es eine Tatverdächtige gibt, schickt man Friederike Matthée von der Weiblichen Kriminalpolizei zur Vernehmung dorthin. Die junge Friederike hat ein besonderes Gespür und traut ihrem Gefühl einigen Spuren nachzugehen und stößt auf Unglaubliches.
Dieser Nachkriegs-Krimi ist spannend und liest sich locker weg. Ich fand mich schnell in die Geschichte ein und auch in die äußeren Umstände der Zeit. Beate Sauer hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Das historische Setting wird passend beschrieben und hier im Sommer 1947 herrscht noch immer große Not und vor allem Hunger. Daher der Titel der das immer wiederkehrende Motiv des Hungers im Namen trägt: „Der Hunger der Lebenden“. Mir gefiel vor allem das ausgewogene Verhältnis von historischen Elementen und dem Kriminalfall. So erkundet man Köln im britischen Sektor der Nachkriegszeit auf eine spannende Weise.
Wer Fan ist von Frank Goldammer mit seiner Reihe um den Kommissar Max Heller im Nachkriegs-Dresden ist (Der Angstmann bis Roter Rabe), wird auch die Reihe um Friederike Mattée in Köln mögen! Eine weitere Nachkriegs-Krimireihe, die aber einen anderen Blickwinkel auf diese Zeit hat durch die weibliche Perspektive und den britischen Sektor.
Ich kannte den ersten Fall „Echo der Toten“ nicht und ich konnte der Handlung trotzdem folgen was beispielweise die Beziehung zu einem britischen Royal Military Police Officer Richard Davies angeht. Aber natürlich werde ich Band 1 auch noch lesen, da mich „Der Hunger der Lebenden“ überzeugt hat.
Beate Sauer hat es auf meine Liste der Autor*innen geschafft, die ich gerne im Auge behalte und gerne weiteres von ihr lesen werde. Lucky me, dass „Der Hunger der Lebenden“ nicht ihr erstes Buch war!
Fazit: Spannender Nachkriegs-Krimi aus Köln im Sommer 1947 im britischen Sektor. Nicht nur ein unterhaltsamer Krimi sondern auch erhellend über die Nachkriegszeit zu lesen.
Eine Frage des Blickwinkels
Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza
Von nil
„Worauf wir hoffen“ ist ein Roman aus der Feder einer Frau die zwischen den Welten aufgewachsen ist. Fatima Farheen Mirza ist in den USA groß geworden und hat das Glück mehr als eine Kultur im Haus zu haben in ihrer Kindheit. Der Vater ist in Hyderabad aufgewachsen und ihre Mutter stammt aus einer britisch-indischen Familie.
Und genau in dieses Kulturen-Konglomerat taucht man mit ihr ab. Es ist ein emotionsgeladener Roman, der uns eine muslimische Familie in den USA näher bringt. Sicher ist der große Erfolg in den USA auch diesem Umstand zu danken, denn diese Sichtweise ist sicher noch unterrepräsentiert in der Gegenwartsliteratur. Die Autorin merkte in einem Interview mit dem Guardian an, dass das nicht mal die Intension war sondern ihren Erfahrungen entsprach. Und genau das macht es so lesenswert und gut aus meiner Sicht. Eine echte Innenansicht, von jemanden der weiß worüber er/sie schreibt! Wobei es auch ein Schrei nach Veränderung für eine bessere Gesellschaft ist was die rückständigen Ansichten von traditionell verhafteten Familienmitgliedern angeht. Die wichtige Stellung der Familie über dem individuellen Glück. Die patriarchalischen Strukturen, die Frauen bei der Entfaltung behindern, damit ist das „worauf wir hoffen“ gemeint.
Sprachlich ist auch hervorzuheben, dass Fatima Farheen Mirza Begriffe im Original nutzt und nicht übersetzt wird. Damit verschafft sie mir als Leser einen intimeren Einblick, aber zeigt mir zumindest auch was ich alles nicht kenne. Es ist immer eine Frage des Blickwinkels was das „Andere“ ist. Eine der Stärken dieses Buches.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf auf einer Hochzeit. Wir lernen zunächst alle relevanten Familienmitglieder kennen und mehr als das spürt man beim Lesen förmlich die unausgesprochenen Anschuldigungen, die Vorwürfe, die Sorgen und zugleich auch die Freude.
Wunderbar übersetzt ist das Ganze von Sabine Hübner. Auch hier ist es interessant zu wissen, dass der Titel des Originals „A place for us“ heißt, so ganz anders als der deutsche Titel, beides passt.
Fazit: Lesen und bereichern lassen!
Toller Einblick in die Bonner Republik des Jahres 1972!
Rheinblick von Glaser
Bereits Brigitte Glasers erster Roman ‚Bühlerhöhe‘ hat mich sehr begeistert und nun auch der „Rheinblick“! Diesmal entführt Brigitte Glaser uns in die Bonner Republik. Ein interessanter Kosmos, denn die dörflichste Hauptstadt der Welt hatte für ausländische Diplomaten ihren ganz eigenen Reiz und auch die innerdeutschen Verhältnisse waren turbulent in den 70er Jahren.
Der Roman umfasst „nur“ einen Zeitraum von knapp 3 Monaten, Ende 1972 und doch passiert so viel Willy Brandt wird Kanzler und die politischen Ämter werden neu verteilt.
Geschickt erzählt Brigitte Glaser aus zweiter Reihe was die Bonner Republik bewegte und die politischen Verhältnisse ausmacht in den 70er Jahren. Wir lernen verschiedene Charaktere kennen, die sich im Verlauf des Buches „annähern“. Ich finde die Idee den politischen Zirkus aus nächster Nähe, aber mit Abstand zu erzählen gelungen.
Gut geschrieben und mit viel Liebe zum örtlichen Detail erzählt sie diese Geschichte. Vor allem für Bonner und Kenner von Bonn ist das sicherlich eine sehr freudige Lektüre. Da ich mit Bonn nicht vertraut bin, tat ich mich etwas schwer. Sicher gibt es bei einem Besuch in Bonn dann das ein und andere Aha-Erlebnis der Örtlichkeiten. Spannend war es in die damaligen Verhältnisse und Gegebenheiten einzutauchen und die Welt von damals besser zu verstehen!
Lehrreich, aber auch super spannend!
Die Natur-Detektive von Lenk Fabian
Die „Pfifferlinge“, eine Bande die aus den Geschwistern Fenja & Tim und ihren Freunden Sophia und Benni besteht, haben einen geheimnisvollen Treffpunkt im Wald. Aber damit nicht genug, bei einem ihrer Expeditionen treffen sie auf „Geheimnisvolle Spuren im Wald“, die sie natürlich gleich untersuchen.
Sie schaffen es auch das Tier in Augenschein zu nehmen – aber was ist es? Sie hegen einen Verdacht! Praktisch ist, dass der Vater von Tim & Fenja Förster ist und somit die geballte Ladung Wald- und Tierwissen zu Hause abfragbar ist! Und spannend geht es in der Tat weiter.
Wunderbar wie hier ein Tier thematisch im Mittelpunkt steht und man sehr viel erfährt und das Ganze auch noch in einer spannenden Handlung eingebettet ist. Das Buch rückt die spannende Handlung in den Mittelpunkt und das Wissen wird wie eine Beilage eingeflochten, geschickt und gut gemacht ohne belehrend zu wirken!
Natürlich gibt es auch hier zwei die immer stänkern müssen, Rollo & Dustin, aber unsere vier Detektive sind schlagfertig und selbstbewusst. Apropos Selbstbewusst, ich finde auch die Mischung der Detektive wunderbar getroffen. Ein 4. Klässler, der gerne mit den Vorschülern spielt, eine Schlagfertige, ein Schüchterner und eine mit Ideen. Bunte Mischung an Charakteren, so findet sich jeder Leser oder Zuhörer auch wieder, sehr soziales Miteinander wie man es sich wünscht.
Fabian Lenk findet eine leicht zugängliche Sprache um die Geschichte zu erzählen. Das Buch eignet sich hervorragend ab 5. Jahren zum Vorlesen im Vorschulalter. Durch die doch recht eng bedruckten Seiten ist das Buch aus meiner Sicht nicht für Erstleser geeignet, erst wieder für etwas geübtere Leser, die schon mehr Text pro Seite vertragen.
Das Buch ist reich bebildert durch Sabine Sauter. Uns hat das Vorlesen dadurch noch mehr Spaß gemacht, da die Bilder auch besonders niedlich sind! Schöne bunte helle Farben.
Hervorzuheben sind auch die letzten Seiten im Buch, die als Anregung dienen können selbst aktiv zu werden und Aspekte aus der Geschichte wieder aufgreifen, wie beispielsweise Tier-Spuren erkennen oder Schleuder schnitzen.
Die Natur-Detektiven werden eine Reihe und wir freuen uns bereits auf das nächste Thema „Abenteuer in der Fledermaushöhle“!
Anwärter ein Klassiker zu werden!
Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe von Michael Ende; Wieland Freund
Ein neues Buch von Michael Ende! Wie kann das sein? Im Nachlass gab es ein begonnenes Buch, die ersten 3 Kapitel existierten schon. Nun hat Wieland Freund es zu Ende geschrieben.
Was für eine tolle Idee und aus unserer Sicht ist gelungen! Beim Vorlesen habe ich kaum den Bruch in der Sprache wahrgenommen, natürlich weiß man welche Kapitel von Michael Ende sind und welche von Wieland Freund, aber es passt!
„Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ist eine märchenhafte Erzählung in der es alle Elemente gibt einer klassisch mystischen und spannenden Geschichte des Mittelalters.
Wir treffen eine Prinzessin, einen Raubritter, einen Zauberer und einen Drachen. Was will man mehr?
Knirps, der Sohn von Puppenspielern reißt aus und will Raubritter werden durch eine Lehre beim bekannte Rodrigo Raubein. Dieser Raubritter täuscht alle über seine eignen Ängste und Unsicherheiten hinweg und treibt Knirps in eine Mutprobe. Wunderbar wie die Brücke von dieser Geschichte zu den Puppen der Puppenspieler geschlagen wird. Knirps der so gerne die Abenteuer erleben will, die seine Eltern spielen, ist nun mittendrin und beweist Mut und Stärke.
Sprachlich toll erzählt, weder zu ausschweifend, aber mit einem nötigen Detailgrad um die Stimmung und das Ambiente rüber zu bringen, lesen wir uns hier herrlich durch die Abenteuer von Knirps. Meine Altersempfehlung liegt bei mindestens 6 Jahren (wie vom Verlag angegeben), ein Buch das sich sehr gut in der Grundschulzeit vorlesen lässt und noch spannend ist selbst in der 4. Klasse zu lesen! Definitiv sollten empfindliche Kinder das Buch nicht all zu früh hören/lesen, da es verschrecken könnte durch gruselige Elemente. Das Ausreißen gleich zu Beginn und die Täuschungen des Raubritters können zarte Gemüter irritieren.
Erwähnenswert sind auch die super tollen Illustrationen, von denen es einige im Buch gibt. Regina Kehn schafft es die Stimmung auf den Bildern zu illustrieren, man könnte fast glauben auch diese seien aus einer anderen Zeit. Sehr sehr gelungen.
Fazit: Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses Buch bei meinen Kindern, wenn sie mal groß sind zum „Klassiker-Kanon“ zählt! Und auch wenn die Geschichte weit weg ist von der alltäglichen Kindheit unserer eigenen Zwerge, oder gerade deshalb (!), lieben es meine Kinder sich vorzustellen selbst der mutige Knirps zu sein.
Zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel
Liebende von Jeong Ho-seung
Könnt ihr euch noch an die Romane des Franzosen Francois Lelord erinnern? Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück. Dann folgte Hector und die Geheimnisse der Liebe und viele andere. Und nun kommt, wie es schon im Untertitel so schön heißt, „Eine poetische Fabel über die unermessliche Kraft verbundener Herzen“ mit ‚Liebende‘ von Jeon Ho-seung.
Beim Lesen dieser poetischen Fabel wurde ich stark an die Hektor-Romane erinnert. ‚Liebende‘ ist ein Bestseller in Südkorea, der sich schon seit 2005 über 2 Millionen Mal verkauft hat und in der 32. Auflage ist!
Interessant zu diesem Bändchen zu wissen ist, dass der Text nicht aus dem koreanischen ins Deutsche direkt übersetzt wurde, sondern einen Umweg genommen hat, es ist aus dem Englischen von Bernhard Kleinschmidt übertragen worden.
Auch die sehr asiatisch anmutenden Tuschezeichnungen sind nicht aus dem Original, diese hat die Deutsche Illustratorin Gisela Goppel beigetragen.
Es geht um einen Fisch, der als Windspiel am Dach eines buddhistischen Tempels hängt. Ihm ist es nicht genug dort zu hängen und die Liebe seines Kompagnons ist ihm auch nicht genug. Die Geschichte und die philosophischen Einsichten nehmen ihren Lauf. In sehr poetischer Sprache werden phantasievoll die philosophischen Fragen der Liebe erörtert. Etwas vorauf man sich einlassen können muss, sonst funktioniert dieses Buch nicht. Eine starke Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung über den liebessuchenden Fisch.
Mir persönlich war es etwas zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel. Demütig sein, wer nicht gibt, der nicht bekommt und ohne Tod kein Leben.
Lasse ist unterwegs!
Lasse im Ferienfieber von Welk Sarah
Ach, was haben wir uns gefreut zu erfahren, dass Lasse in die dritte Runde geht!
Nach ‚Lasse in der ersten Klasse‘ (Band 1) und ‚Lasse feiert Geburtstag‘ (Band 2) kommt nun ‚Lasse im Ferienfieber‘ (Band 3). Und auch dieser dritte Band ist herrlich gut wie die anderen beiden.
Schon die Überschrift ergab die erste Frage bei uns: Was bitte ist Ferienfieber? Schmunzel.
Lasse fährt mit seinen Eltern und seiner besten Freundin Rike in die Ferien auf einen Bauernhof nach Holland. Da gibt es viel zu entdecken!
Toll an dem Setting finde ich, dass Rike wieder sehr vorlaut ist und viele Flausen im Kopf hat und der liebe Lasse eher schüchtern und ruhig. Ja, Jungs können auch mal leise und zart besaitet sein. Toll!
Illustrationen sind wie immer auch gelungen von Anne-Kathrin Behl. Das Buch hat genau die richtige Menge an Zeichnungen!
Der Text von Sarah Welk ist auf Erstleser ausgerichtet. Einfacher Satzbau, übersichtlich große Schrift. Sehr toll.
Aber auch zum Vorlesen, wie bei uns, geeignet, ab ca. 5 Jahren. Nicht zu aufregend und trotzdem eine super Geschichte.
Beim Vorlesen braucht man auch keine Sorge, dass es sich bei Lasse um ein Schulkind handelt. Die Geschichten sind leicht nachvollziehbar und nehmen den Vorschülern vielleicht auch ein wenig die Angst vor dem unbekannten Wechsel in die Schule (gilt natürlich eher für Band 1)!
Fazit: Wer Lasse noch nicht kennt, sollte sich einen zulegen, alle 3 Bände haben uns SEHR gefallen!
Grandioser Vorlesespaß ab 5 Jahren.
Drei Helden für Mathilda von Oliver Scherz
Wo ist Mathilda nur hin???
Drei Kuscheltiere wachen im Bett der kleinen Mathilda auf und wundern sich wo ihre geliebte Mathilda ist. Große Sorgen machen sich breit und die „Drei Helden für Mathilda“ machen sich auf in ein Abenteuer das Mädchen zu finden.
Es ist ein wunderbares Vorlesebuch für Vorschüler.
Eine spannende Geschichte, die aber nicht zu gruselig ist. Die drei sind wirklich knuddelige Kuscheltiere, die man sehr gerne begleitet. Und wo Mathilda ist – na, das findet mal selber heraus, aber eine niedliche Auflösung.
Geschrieben hat Oliver Scherz dieses nette Buch auf eine sehr angenehme Weise, es lässt sich gut vorlesen. Mir hat die Sprache besonders gut gefallen. Satzbau, Vokabular, wörtliche Rede – gelungen! Oliver Scherz tritt aus unserer Sicht in die Fußstapfen der ganz großen deutschen Kinderliteraten. Schon Ben und der Schabalu haben uns sehr gefallen.
Und was dieses Buh auch so gelungen macht, ist die Illustrierung! Denn Vorschüler lauschen schon sehr gerne komplexen Geschichten, aber es muss auch Bilder geben und die gibt es in dieser Geschchte ausreichend! Sehr gelungen, denn auch Daniel Napp gehört zu unseren liebsten in der Branche, man denke nur an den tollen Dr. Brumm!
Natürlich nicht nur zum Vorlesen gut, auch wer selbst zu lesen beginnt, kann hier gefallen finden. Allerdings keine Erstleserschrift.
Fazit: Zwei Stars der Branche Oliver Scherz und Daniel Napp haben hier ein wunderbares Vorlesebuch geschaffen – Potential für die Bestellerliste in 2019!











