Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Hat Spaß gemacht
Bahnhofstrasse von Andreas Russenberger
Schon beim ersten Blick auf die Kurzbeschreibung war mir klar, dieses Buch möchte ich lesen. Das Cover ist zwar authentisch, hat mich aber nicht so angesprochen. Macht nichts, ich bin kein Coverkäufer, mir kommt es auf den Inhalt an. Und der hat mir hier ganz eindeutig überzeugt. Auch wenn ich das Vorgängerbuch leider nicht kenne, was ich jetzt nach der Lektüre wirklich bedauere (aber zum Glück kann man das ja noch ändern), bin ich sehr schnell in der Geschichte drin gewesen.
ich denke, man kann das Buch auch wunderbar als Stand-alone lesen. Anders macht es wahrscheinlich aber noch viel mehr Spaß!
Schon von Anfang an war mir Philipp sehr sympathisch – vermutlich gerade weil man weiß, dass er auch seine Ecken und Kanten, seine Geheimnisse und dunklen Seiten hat. Ich fand ihn charmant und witzig und hatte eine gute Zeit mit ihm. Der Fall ist sehr mysteriös und spannend und ich war bis zur letzten Seite voller Begeisterung dabei. Ich hatte irgendwann einen Verdacht, wie es gewesen sein könnte, aber da lag ich auch nicht ganz richtig und es war trotzdem spannend.
Gerne würde ich noch mehr um den verrückten Professor lesen, das hat Spaß gemacht!
Gelungener Auftakt
Der tote Journalist von Hanna Paulsen
Da ich früher selbst als Journalistin gearbeitet habe, war ich umso neugieriger auf dieses Buch. Ich mag Krimis oder Thriller, die mich in eine Welt entführen, die ich zumindest teilweise selbst kenne – sei es die Landschaft oder Gegend, in der der Roman spielt, oder auch das Umfeld. Hamburg kenne ich auch gut, so war das Buch schon auf den ersten Blick ein Treffer für mich.
Und auch nach dem Lesen kann ich sagen, dass mir die Geschichte sehr gut gefallen hat.
Ein spannender Krimi, der vielschichtig aufgebaut ist, und sich erst zum Ende hin löst. Ich hatte zum Schluss einen Verdacht, aber lange Zeit war ich wirklich ahnungslos. Der Fall ist wunderbar verwinkelt und ein bisschen verworren, sodass die Spannung bleibt. Ereignisse aus Gegenwart und Vergangenheit spielen eine Rolle und werden von der Autorin geschickt miteinander verwebt. So mag ich das.
Was ich ebenfalls schätze, ist, wenn man auch zu den Hauptfiguren mehr erfährt, wenn auch ihr Privatleben Thema ist. Das macht die Protagonisten für mich greifbarer und authentischer. Ein toller Auftakt dieser Reihe um Polizeireporterin Gesa Jansen und ihren schöngeistigen Kollegen Björn Dalmann. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht mit den beiden – auf privat – und freue mich auf die Fortsetzung!
Traum wird Realität
Valentins Wunderbaum von Anna Schindler
Ein Wunderbaum? Direkt vor der Türe? Das klingt ja toll! Valentin träumt, dann wacht er auf und der Traum hängt noch wie eine kleine Wolke über seinem Bett. Kurzentschlossen schnappt sich der Junge den Traum, der in seiner Hand dann wie eine Bohne aussieht. Aus Langweile pflanzt er sie ein und schwupps, schon wächst ein riesiger Baum.
Diesen wunderbaren und geheimnisvollen Baum wird Valentin nun entdecken...
Das Buch über Valentin und seinen Wunderbaum hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine schöne Geschichte, die die kleinen Leser und Zuhörer in fantastische Welten entführt. Die Baumhörnchen, die strickende Eule und den Wolkenbäcker mochte ich am liebsten. Sehr schön finde ich auch die liebevollen und großflächigen Illustrationen, die das Geschriebene noch weiter ausschmücken und den Kindern viele Möglichkeiten zum Entdecken, Schauen und Miterzählen geben. Die Ideen sind wirklich sagenhaft und muten an wie ein schöner Traum.
Das einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass die einzelnen Erlebnisse im Baum nicht so recht zusammenpassen – meiner Meinung nach. Aber wahrscheinlich ist das in einem Traum auch nicht wichtig und Kinder stört es vermutlich eh nicht. Mein Patenkind zumindest hat nichts gesagt und sie ist mit 5,5 Jahren genau im richtigen Alter für dieses Buch.
Insgesamt ein schönes Buch, das mir und auch der Kleinen gut gefällt. Ich denke, es wird noch öfter durchgeblättert, gelesen und bestaunt werden.
Unterhaltsam und kurios
Kartoffelbrei mit Stäbchen von Thomas Derksen
Immer schon habe ich ein Faible für andere Kulturen und die Fallen, die sich dadurch stellen. Ich mag es, Geschichten über diese ganz besonderen Fettnäpfchen zu lesen und mehr über andere – mir fremde – Kulturen zu erfahren. Gerade Asiaten leben in einer ganz anderen Welt, die uns völlig fremd und oft auch kurios erscheint.
Hier hat der Autor diesen Ansatz quasi umgedreht. Und das ist einfach wirklich lustig und sehr, sehr unterhaltsam. Was drei Chinesen in nur sieben Tagen in fünf Ländern in Europa erleben, das ist wirklich witzig. Der Autor ging zusammen mit seinen Schwiegereltern auf Hochzeitsreise in seiner Heimat – dass am Ende wieder alle nach China geflogen sind und überlebt haben, ist fast ein Wunder.
Ich bin schon jetzt gespannt auf das Vorgängerbuch, das ich unbedingt auch noch lesen möchte!
Warmherzig und mutig
Geh schon mal in dich, das Glück kommt dann nach von Paula Lambert
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Autorin Paula Lambert sehr interessant finde. Sie ist eine mutige und coole Frau, gerne würde ich sie mal kennen lernen. Das Buch hat mir total gut gefallen. Ich habe nur einen Kritikpunkt und der ist, dass ich noch ewig hätte weiterlesen können – ich war traurig, dass das Buch so schnell gelesen bzw.
gehört war.
Ich mag ihre offene und ehrliche Art, ihre persönlichen Einsichten, die sie gerne mit den Lesern teilt. Paula Lambert wirkt auf mich total authentisch und nett. Sie macht Mut, sich nicht anzupassen und dem Mainstream hinzugeben, sich nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen und damit selbst unglücklich zu werden. Sei wie Du bist, hab den Mut, Deinen Weg zu gehen und werde glücklich.
Ein wunderbares Buch, so warmherzig und ehrlich, mutig und offen! Gerne mehr davon!
Molly will es wissen
Entführung auf der Lower East Side von Rhys Bowen
Ach Molly, möchte man manchmal seufzen, wenn sie sich wieder voller Leidenschaft und Ungeduld in neue Abenteuer stürzt. Dieses Mal ganz besonders, denn sie ist hochschwanger und die Geburt ihres ersten Kindes steht kurz bevor. Klar, dass sie sich trotzdem nicht zurückhalten kann, vor allem als es zu Entführungen von Babys auf der Lower East Side kommt.
Und dann ist da noch der Brief der irischen Familie, die die verlorene Tochter sucht und hofft, dass die Privatdetektei helfen kann...
Es ist klar, dass es wieder richtig spannend und abenteuerlich wird – anders kann Molly ja gar nicht. Daran haben auch ihre Heirat mit dem Polizisten und NYPD-Captain Daniel Sullivan und ihre Schwangerschaft nichts geändert. Zum Glück muss man sagen, wenn man wie ich ein eingefleischter Fan der ersten Stunde ist. Auch ihre beiden außergewöhnlichen Freundinnen sind wieder mit von der Partie. Auch wenn sie nicht immer so hilfreich und ernsthaft sind, wie Molly sich das wünschen würde, ist es doch ein Glück, dass sie die beiden an ihrer Seite hat.
Ein richtig spannender Fall, der Lust macht, sofort weiter zu lesen und sich in das nächste Abenteuer mit Molly zu stürzen.
Spannende Erkenntnisse
Entführung auf der Lower East Side von Rhys Bowen
Seit ich zum ersten Mal in der Schule von den alten Römern, Germanen und Griechen gehört habe, interessiere ich mich für die Antike und die Zeit danach. Ich bin immer wieder voller positiver Anspannung, wenn ich in diesem Bereich etwas Neues erfahren kann. Diese Themen langweilen mich einfach nie.
Umso neugieriger war ich auf dieses wissenschaftliche Buch, das nochmal einen ganz anderen Ansatz hat. Ich habe mir Zeit genommen und es in Ruhe genossen. Man merkt, dass die Autoren ein tiefes Verständnis für die Germanen und ihre Lebensweise entwickelt haben. Sie schreiben ausführlich, aber gut verständlich darüber und berichten über ihre Studien. Das fand ich sehr spannend und interessant. Ich war überrascht, wie gut man als interessierter Laie das alles verstehen kann und hatte an keiner Stelle das Gefühl, abgehängt worden zu sein.
Die einzelnen Beiträge gehen sehr in die Tiefe und sind voller Details, die in Einzelheiten und mit Hintergrundwissen erläutert werden.
Gut gefallen haben mir die Zeichnungen und Illustrationen, die das geschriebene Wort auch bildlich darstellen und ergänzen. So ist es einfacher, sich die Lebensweise der Germanen vorzustellen und auch, wie es damals wo ausgesehen hat. Dass zum Beispiel heute große Städte damals nur kleine Siedlungen entlang des Limes waren – das ist zwar einerseits klar, aber oft schwer vorstellbar.
Ein rundum spannendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Wer an den Germanen interessiert ist, wird sich hier sicherlich gut unterhalten fühlen. Auch weil man sich ihnen in verschiedenen Fragestellungen und Ansätzen nähert und lernt zu verstehen. Die Germanen als solche gab es nicht, das Buch erklärt wieso und warum und auch, was die verschiedenen Stämme getrennt und verbunden hat.
Tröpfchen ins Töpfchen
Timmy Tiger. Ich geh schon aufs Töpfchen! von Nicola Anker; Kathrin Lena Orso
Timmy Tiger ist schon groß, aber mit dem Töpfchen klappt es leider noch nicht so ganz. Zum Glück sind seine Freunde da und stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite, sodass am Ende doch noch Tröpfchen im Töpfchen landen. Gut gemacht, kleiner Kerl!
Mein kleiner Neffe ist nun bald in dem Alter, in dem er lernen wird, aufs Töpfchen zu gehen.
Ich lese sehr gerne Kinder- und Jugendbücher; seit ich für ihn aussuchen kann, noch lieber. Dieses Buch schon wie gemacht für uns. Ich mag die Idee für das Buch und auch die Umsetzung. Für die Kleinen ist es gar nicht so einfach, den Umgang mit dem Töpfchen zu lernen. Hier im Buch ist das ganz normal und keiner muss sich Gedanken machen. Das fand ich herrlich. Es gibt keinen Streit, keine bösen Worte, stattdessen helfen alle, damit es klappt.
Besonders gut gefallen haben mir auch die Illustrationen und die wunderbaren Zeichnungen. Man sieht Timmy und seine Freunde und kann immer genau nachvollziehen, was er gerade macht, wer Hilfe anbietet und was dann passiert
Manchmal liegt das Glück so nah und doch so fern
Das Glück am Ende der Straße von Ulrike Herwig
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich der Klappentext so angesprochen hatte. Ich war schon vom Cover begeistert, was bei mir selten passiert, und dann noch die Kurzbeschreibung und ich wusste, das Buch muss ich lesen. Seit einigen Jahren lese ich hauptsächlich Krimis und Thriller, aber ab und zu mache ich Ausnahmen und hier bin ich sehr froh darüber.
Das Buch hat mich sehr berührt, hat mich lächeln lassen und mir auf der anderen Seite auch die eine oder andere Träne in die Augen getrieben. Ich mag es, wenn ich bei einem Buch so mitfiebern kann und wenn der Autor es schafft, solche Emotionen zu wecken, auch wenn ich weiß, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt.
Sehr berührt hat mich Elli mit ihrer schwierigen, verkorksten Lebensgeschichte, die sich dem Leser erst nach und nach entfaltet. Ihre Haltung angesichts ihrer Lebensumstände und der Tatsache, dass sie als Obdachlose leben muss, fand ich absolut bewundernswert. Sie ist voller Würde, Lebenslust und Weisheit und voller Liebe und Hingabe gegenüber anderen Menschen. Das hat mich sehr beeindruckt. Sie ist ein ziemlicher Gegensatz zu so manchen gut gestellten Menschen – sie hat ihre Menschlichkeit trotz aller Probleme und Schwierigkeiten nie verloren.
Ich fand es spannend, mitzuerleben, wie sie sich der Familie langsam nähert und dort hilft, dass sich vieles zum Besseren wendet. Durch ihr Mitgefühl und ihren Einsatz hilft sie und bekommt am Ende genau dieses Gute, das sie selbst ausgesandt hat, zurück.
Auch wenn das Happy End nicht perfekt ist, mochte ich das Ende sehr und fand es auch realistisch. Ein wunderbares Buch, das mir sehr gefallen hat und mich nachhaltig berührt hat.
Quereinstieg gelungen
Wenn der Glaubenberg schweigt von Monika Mansour
Zwar ist dieses Buch bereits der sechste Band aus der Reihe um Ermittler Cem Cengiz und Staatsanwältin Eva Roos, aber ich war trotzdem sehr neugierig. Ich habe schon so viel davon gehört, vor allem um das Buch, das am Titlis spielt, und ich mag die Schweiz sehr.
Der Einstieg fiel mir etwas schwer, vor allem weil sich einiges, das passiert auf die Vergangenheit und das bereits in den Vorgängerbüchern geschehene bezieht.
Nach einigen Seiten hatte sich mein Fremdeln aber gelegt und ich war gut angekommen. Cem hat mir sehr gut gefallen, seine Frau auch – ich werde wohl mal nachlesen müssen, wie es dazu kam, dass sie geheiratet haben und wie ihre Vorgeschichte ist. Gerade auch im Bezug darauf, was in diesem Buch geschieht. Bin jetzt wirklich neugierig geworden.
Ich fand die Geschichte sehr skurril, vor allem aufgrund einer Figur – mehr verrate ich aber nicht. Perfekt fand ich den Dreh, warum das alles so ist und was es am Ende damit auf sich hat.
Insgesamt ein spannendes Buch mit sehr rasanten und packenden Elementen und einem tollen Showdown am Ende. Ich würde gerne mehr von diesem interessanten Ermittlerduo, das auch privat ein Paar ist, lesen!










