Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Hat mich wieder begeistert
Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand
Da ich Autor Tom Hillenbrand bereits durch seine Krimis um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer kannte, war ich auf sein neuestes Werk sehr gespannt. Mal was ganz anderes und mindestens genauso gut wie die Reihe um den kuriosen Koch, die ich ebenfalls mit großer Freude gelesen habe.
Nun also Paris im Jahr 1911.
Eine ganz andere Zeit, als die, in der wir heute leben und trotzdem oft so ähnlich. Ich fand es total spannend, in diese Vergangenheit abzutauchen und den Raub der berühmten Mona Lisa so hautnah mitzuerleben.
Ich mag, wie Hillenbrand erzählt, wie er Figuren beschreibt. Alles wirkt so lebendig und authentisch, man hat das Gefühl, mittendrin zu sein. Der Roman ist total atmosphärisch und so rauscht man quasi auch nur so durch die Seiten. Ich mag es, wie der Autor dem Leser die Sinne vernebelt, immer wieder auf andere Fährten führt. Ein wahres Gemälde der damaligen Zeit entsteht im eigenen Kopf, was wirklich wahr ist, und was nur Fiktion, spielt am Ende keine Rolle mehr. So oder so ist es ein gelungenes Werk, das nur darauf wartet, dass man sich darauf einlassen mag. Nicht ganz einfach zu lesen, aber auf jeden Fall die Lektüre wert!
Spannend und berührend zugleich
Wasserfallsturz von Jennifer B. Wind
Von Autorin Jennifer B. Wind habe ich schon einige Kurzgeschichten gelesen, die mir alle gut gefallen haben. Daher war ich umso neugieriger auf ihren ersten Regional-Krimi. Das Murtal war mir bisher eher unbekannt, auch wenn ich natürlich die Steiermark kenne. Wasserfallsturz ist so atomsphärisch und authentisch geschrieben, dass ich auch richtig Lust auf die Region bekommen habe.
Das Buch hat viel Lokalkolorit und Flair, aber es wirkt an keiner Stelle aufgesetzt oder übertrieben. Das hat hat mir wirklich gut gefallen.
Der Kriminalfall ist spannend, packend und berührend zugleich. Die Vergangenheit verwebt sich mit der Gegenwart und hat sicherlich auch noch Auswirkungen auf die Zukunft. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht mit Franzi Fürst und ihrem Kollegen Max, aber auch mit den vielen anderen Figuren aus dem Murtal, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Sehr gut umgesetzt finde ich das Thema "Alte Schuld" und wie sie die Menschen über Generationen hinweg verfolgt. Wie Rache und Neid Freundschaft und Familie beeinflussen oder gar zerstören. Mir hat hat auch gefallen, wie die einzelnen Erzählstränge sich gegenseitig abgelöst haben und so immer wieder für kleine Cliffhanger gesorgt haben. Hoffentlich gehts bald weiter mit den Geschichten aus dem Murtal!
Macht Lust auf Kaffee!
Der Kaffeeatlas von James Hoffmann
Ich mag Bücher dieser Art sehr und nehme mir inzwischen dann auch ganz bewusst Zeit, um das Buch in Ruhe anzusehen und zu lesen. Die großen Fotos sind wunderschön anzuschauen und vermitteln einen tollen Eindruck, wie es dort aussieht, wo der Kaffee wächst. Ich bin begeistert über die Vielseitigkeit des Buch, das einfach richtig Lust auf Kaffee macht.
Auf manchen Seiten meint man sogar, dass man das leckere Getränk schon direkt riechen kann.
Der Aufbau des Buchs hat mir ebenfalls gefallen. Der Untertitel "Von der Bohne bis in die Tasse. Alles über Kaffee" passt perfekt, finde ich. In Teil 1 geht es um Anbau, Ernte und Verarbeitung, Teil 2 ist "Von der Bohne in die Tasse" und im dritten Teil, der mehr als die Hälfte des Buchs einnimmt, geht es um Länder, in denen Kaffee angebaut wird. Das fand ich besonders interessant, denn alle Länder werden vorgestellt und charakterisiert, genauso wie die Sorten, die dort wachsen. Manche Länder haben mich überrascht, die hatte ich nicht als Anbauländer für Kaffee im Kopf.
Auf die ersten beiden Teile des Buchs sind wirklich lesenwert. Ich kenne mich im Bereich Rösten schon ziemlich gut aus, aber hier konnte ich nochmal was lernen und auch bei den verschiedenen Arten der Zubereitung. Ein Muss für alle Kaffeeliebhaber!
Man möchte sofort die Koffer packen
Ligurien - ReiseMomente von Bernadette Olderdissen
Interessanterweise mag ich Italien sehr, nicht nur die Landschaft, sondern auch das Essen, und trotzdem war ich noch nicht so oft dort. Und in der Region Ligurien noch gar nicht. Da ich bereits einen anderen Reiseführer der Autorin über Ligurien gelesen habe, war ich umso neugieriger, war ich hier noch finde.
Ich mag den Aufbau des Buches sehr, einfach ansprechender als übliche Reiseführer. Herrlich locker und ansprechend gestaltet, als würde ein Freund erzählen, was er an seiner Lieblingsregion oder Heimat so mag.
Autorin Bernadette Olderdissen zeigt auch in diesem Buch deutlich, dass sie Ligurien sehr mag und bestens kennt. Sie macht Lust auf eine Reise in Italiens drittkleinste Region - man würde gerne direkt die Koffer packen. Zudem schreibt sie ansprechend und anschaulich, bestens geeignet für ein Reisebuch oder diese ReiseMomente.
50 Mikroabenteuer, die Lust machen, Ligurien zu entdecken und zu genießen. Sicherlich ist auch für Kenner der Region noch was Neues dabei. Ich mag die authentische Art, Hochglanzprospekte brauche ich nicht, denn ich möchte Ort nachempfinden und erleben können, was ich hier lesen. Ligurien steht nun ganz oben auf unserer Urlaubsliste!
Zauberhaft und lecker
Tweed Time von Theresa Baumgärtner
Da ich von dieser Autorin bereits das wunderbare Buch "Frühlingserwachen" kenne (über das ich damals durch Zufall gestolpert bin und so genial fand) und ihr seitdem auch auf Social Media folge, habe ich mich so auf das neue Buch gefreut. Tweed Time klingt schon so herrlich herbstlich und das Buchcover ist auch entsprechend gestaltet.
Das mag ich sehr, wenn Cover, Titel und Inhalt so Hand in Hand gehen.
Das Buch hat mich wirklich begeistert, ich habe schon mehrmals darin herumgeblättert, nachdem ich es mir beim ersten Mal - als ich eigentlich nur mal kurz reinschauen wollte - direkt komplett angeschaut habe. Ich weiß gar nicht, was ich am meisten mag: die tollen Rezepte mit den leckeren Bildern, die so ansprechend sind, dass man direkt in die Küche eilen möchte, oder die wunderbaren Beschreibungen und Fotos von unterwegs. Jedenfalls hatte ich noch nie soviel Lust, nach Schottland zu reisen!
Ich mag die Aufmachung des Buchs sehr und mit wieviel Liebe und Sorgfalt es gestaltet worden ist. Man merkt richtig, wieviel Herzblut drin steckt. Und genau das macht den Zauber des Buchs auch aus. Schön finde ich auch, wie übersichtlich die Rezepte gestaltet sind und dass sie oft recht einfach sind. Keine megaaufwendigen Kreationen, sondern ehrliche Küche! Ein zauberhaftes Buch mit leckeren Rezepten, das mich total in seinen Bann gezogen hat. Ich freu mich schon auf das nächste Werk!
Das Glück des Selbermachens
Käseglück von Marlene Kelnreiter
Schon seit langem backe ich sehr gerne, auch Brot und Brötchen. Ans Käsemachen hab ich mich nie getraut, obwohl wir schon oft darüber philosophiert haben. Unser Tagtraum ist ein kleines Häuschen auf einer Insel mit Ziegen im Garten (der natürlich riesig ist) und wir machen Käse ... Nun ja, bis es soweit ist, können wir ja schon mal üben.
Als ich dieses Buch sah, wusste ich, dass ich es unbedingt haben will. Aus dem Verlag hab ich schon mehrere Bücher und war immer sehr begeistert und zufrieden. Ich mag die unaufgeregte, authentische und ehrliche Art sehr.
Nun also ein Buch, um Käse einfach selber zu machen. Und siehe da, es scheint gar nicht so kompliziert zu sein, wie man auf den ersten Blick denken mag. Natürlich gibt es verschiedene Sorten und manche sind in der Herstellung schon recht aufwändig, anderes aber ist einfach - man muss sich einfach nur trauen.
Mir gefällt die Aufteilung des Buchs mit den persönlichen Geschichten am Anfang, den vielen Hinweisen und Infos, was man alles braucht, um Käse zu machen und welche Zutaten wichtig sind. Die Erläuterungen sind einfach und nachvollziehbar. Alles ist gut struktuiert, so sind zum Beispiel die jeweiligen Zutaten für den Käse übersichtlich und auch die Zubereitungs- und Reifezeiten sind auf den ersten Blick sichtbar.
Ein tolles Buch für Einsteiger und alle, die immer schon mal Käse machen wollten. Ich freu mich drauf und kann sagen, der Paneer hat gut funktioniert!
Chaos und viel Spaß!
Kater Chaos – Au Backe, ein Hamster! von Katja Reider
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon den Titel und das Cover so toll fand. Die Beschreibung hat es dann endgültig gerichtet und ich wollte das Buch unbedingt lesen! Es ist witzig und bietet tolle Unterhaltung und auch die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Schon auf dem Cover hat das Wort "Kater" Ohren bekommen und die Pfotenspuren sind auch ziemlich cool.
Der goldige Hamster mit Keks, der auf den Kopf des grantigen Katers krümelt, einfach zauberhaft.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn das Buch hat mir insgesamt einfach gut gefallen. Es ist witzig, unterhaltsam, nett und so schön anzusehen. Gleichzeitig ist die Geschichte einfach so authentisch und aus dem Leben gegriffen. Ich mag die ganze Familie und natürlich vor allem den Kater. Wie er dachte ich zuerst "Was wollen wir denn jetzt mit einem Hamster? Die sind doch langweilig." Aber da haben wir nicht mit Herrn Mimi gerechnet. Er ist so cool und lieb und ein wunderbares Familienmitglied, das gerade noch gefehlt hat. Über die Autorin Katja Reider steht hinten im Buch "Sie schreib für Kinder jeden Alters: leichtfüßig, augenzwinkernd - und vor allem sehr gern". Ja, genau das merkt man dem Buch auch an!
Alexandra Helm hat die wunderbaren Zeichnungen beigesteuert, die den Text noch schöner machen und im Kopf ein wahres Feuerwerk entfachen. Kein Wunder, dass ihre "Füße bei der Arbeit unterm Schreibtisch freudig vor sich hin wackeln".
Ich hoffe, es gibt bald noch mehr Geschichten von Kater Chaos und Herrn Mimi! Ich wäre sofort wieder dabei!
Zeitlos schön
Das kleine Gespenst: Das kleine Gespenst von Otfried Preußler
Natürlich habe ich dieses Buch bereits vor vielen, vielen Jahren gelesen und geliebt. Wie so viele anderen Bücher auch aus der Feder dieses begnadeten Autors. Immer und immer wieder habe ich gemeinsam mit meinen Geschwistern die Abenteuer des Kleinen Gespensts, des Kleinen Wassermanns, Der Kleinen Hexe und von Räuber Hotzenplotz gelesen.
Nun gibt es anlässlich des 100. Geburtstags von Otfried Preußler diese herrliche Schmuckausgabe mit Wandstickern und ich war begeistert. Und zugleich skeptisch, ob mich das Buch nochmal so in seinen Bann ziehen würde - als Erwachsene, nach so vielen Jahren mit hunderten von anderen Büchern.
Und die Antwort ist ganz leicht! JAAAA! Schon von der ersten Seite an war ich wieder ganz im Sog des Buchs! Oben die zauberhafte Zeichnung des hüschen Gespensts, das aus seiner eisenbeschlagenen Truhe aus Eichenholz späht, unten der Text, der immer wieder magisch ist, egal, wie oft man ihn liest und wie alt man ist. Es war wie eine kleine Reise in die Vergangenheit, in meine Kindheit. Wieder war ich mit dem abenteuerlustigen Kleinen Gespenst unterwegs und habe mit ihm Schabernack getrieben. Gemeinsam haben wir uns über die seltsame schwarze Erscheinung erschreckt, haben viele Abenteuer bestanden und sind am Ende froh gewesen, wieder bei unserem lieben Freund, dem Uhu Schuhu, zu sein.
Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch bald mit meinem Neffen zu lesen. Noch ist er zu klein, aber bis dahin kann ich das Buch ja selbst noch lesen und bestaunen! Und inzwischen überlege ich mir, ob ich mir auch noch die anderen Bücher aus der Jubiläumsreihe zulegen möchte!
Spannend und herrlich britisch!
Das kleine Gespenst: Das kleine Gespenst von Otfried Preußler
Schon immer mochte ich britische Krimis, die ihr ganz eigenes Flair haben. Die Figuren sind ein bisschen skurril, aber immer liebenswert und witzig. Ich habe sehr gehofft, dass das auch bei diesem Buch der Fall ist, denn die Beschreibung und auch das Cover haben das versprochen. Und genau so ist es! Einfach wunderbar! Es war spannend, herrlich britisch, immer wieder witzig und manchmal auch verschroben.
Die Hauptfigur ist eine wunderbare junge Frau, deren Erbe schwer auf ihren zarten Schultern lastet. Lady Persophone bemüht sich sehr, aber das Geld reicht vorne und hinten nicht und sie ist sehr einsam. Dann wird auch noch ihr Ex-Verlobter ermordet, sie entdeckt die Leiche und wird von der Polizei für verdächtig erklärt. Kein Wunder, dass sie den Fall aufklären möchte und sich dabei auch immer wieder in Gefahr bringt... Und dann ist da noch dieser undurchschaubare Torquill...
Die Figuren sind herrlich beschrieben, genauso wie die Landschaft und die Örtlichkeiten, sodass man wie vor Ort ist als Leser. Man lacht und weint mit den Figuren, hofft und bangt mit ihren und am Ende gibt es mehrere Überraschungen, von denen ich eine erahnt habe. Das fand ich gut, genauso wie die Geheimnisse, auf deren Spur ich nicht gekommen bin. So blieb es spannend und die Wendungen haben mich überrascht und mich auch erfreut!
Ich war und bin begeistert von diesem Buch und hoffe, dass es nur der Auftakt zu einer wunderbaren Serie war. Ich finde, dass Persy noch ganz viel Potenzial hat und die Autorin auch! Auf ein baldiges Wiedersehen!
Macht Lust auf mehr!
Der Pate von Darmstadt von Esther Copia
Zwar kenne ich den ersten Teil dieser Reihe nicht, aber ich hatte trotzdem Lust, dieses Buch zu lesen. Vor allem das Thema rund um die Mafia hat mich sehr neugierig gemacht, denn damit habe ich mich schon während meines Studiums auseinander gesetzt. Ein unglaublich packendes Themenfeld, das so viele Facetten hat und viele Dinge, die für alle, die außerhalb dieser Systeme sind, auch nur schwer nachvollziehbar sind.
Hier ist es also die Camorra und zwei rivalisierende Clans. Und auf der anderen Seite die Justizvollzugsbeamtin Maria Saletti, die selbst aus Neapel stammt und deren Cousine vor vielen Jahren ungeklärt zu Tode kam. Sie erhofft sich auch darüber eine Auflärung während sie einem Boss helfen will, seine Frau und die beiden Mädchen zu finden.
Also eine bunte Gemengelage von Themen und Problemen, die ziemlich explosiv wirken können. Maria weiß um die Gefahr, in die sie sich begibt und unterschätzt sie trotzdem. Wird das wirklich gutgehen?
Ich mochte die vielen detailreichen Beschreibungen, gerade während der Italienreise. Aber auch sonst, denn so wirkt das Geschehen sehr lebendig und authentisch. Etwas gestört hat mich, wie schnell Maria bereit ist, absolut unvernünftig zu handeln und nicht nur ihren Job, sondern möglicherweise auch ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Klar, der Tod ihrer Cousine war für sie als Teenie schlimm und sie fühlte sich schuldig, aber trotzdem wirkte das auf mich zu leichtfertig.
Insgesamt ein tolles Buch, von dem ich gerne eine Fortsetzung lesen würde!










