Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

Suzannas Café

Ein ganz besonderer Ort von Jojo Moyes

Ein ganz besonderer Ort ist Suzannas Café in ihrer Heimatstadt in England. Aber nur wegen Jessie. Denn Suzanna ist mit ihrem Leben nicht zufrieden und fühlt sich von ihrer Familie ungerecht behandelt. Auch die Beziehung zu ihrem Mann ist kompliziert, die beiden haben sich auseinandergelebt. Erst als Alejandro in Suzannas Leben tritt, weiß sie, was ihr bisher gefehlt hat.

Aber kann es ein Happy End für die zwei geben?
Ein etwas holpriger Einstieg, wie ich finde. Erst kommt Alejandro, dann ein Sprung in die Vergangenheit. Mit dem Klappentext hatte das alles gar nichts zu tun und ich dachte erst, ich lese den falschen Inhalt im Buch. Erst der zweite Teil ist dann Suzanna gewidmet, aber auch hier erst sehr verwirrend mit den Familienverhältnissen und vielen Namen.
Ansonsten war der Schreibstil von Moyes gewohnt locker und mitreißend und spätestens nach dem Unfall konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Story ist realitätsnah und könnte sich genau so tatsächlich zugetragen haben. Schön fand ich auch, dass man Einblicke in die Psyche von Athene bekommt.
Die Story hat mir gut gefallen, man merkt, dass sich Moyes Zeit nimmt, ihre Charaktere zu entwickeln und aufzubauen.
Fazit: Somit vergebe ich für den Anfang 3 Sterne, für das Ende 5 – gibt eine solide 4.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Armakuni sagt

Die Sättigung von Elias Haller

Armakuni sagt…
Ein Mann verschwindet, ein anderer taucht tot auf, eine Frau wird entführt… Ganz schön viel zu tun für Kryptologe Arne Stiller. Mit viel Mühe löst er die Chiffre des vom Täter hinterlassenen Rätsels, aber selbst dann ist ihm dieser noch einen Schritt voraus. Gelingt Stiller der Wettlauf mit der Zeit?
Rache ist ein Gericht, das kalt verzehrt wird.

Auf diesem Gerüst baut Haller seinen neuen Krimi auf. Und der hat es in sich. Hier wimmelt es von Grausamkeiten, Maden und Fliegen. Ganz zartbesaitet darf man bei der Lektüre also nicht sein. Aber der Krimi bietet auch wieder jede Menge Spannung und ist flüssig geschrieben.
Stiller versucht ein Privatleben, doch das ist nicht einfach und – wie ich finde – macht die Handlung sehr authentisch. Der Fall ist spannend aufgebaut und hält bis zur letzten Seite in Atem.
Fazit: wieder ein gelungener Krimi, der zum Miträtseln einlädt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

SUPER!!!

Erebos 3 von Ursula Poznanski

Und wieder schlägt das Spiel zu
Und wieder hat Nick keine Chance, sich dem Spiel zu entziehen.
Dieses Mal ist es sogar besonders schwierig, denn Nick weiß nicht, worum es wirklich geht. Das Spiel macht nur vage Andeutungen. Und da geht es um Leben und Tod.
Ich lese die Bücher von Poznanski immer wieder gerne und obwohl Erebos ja eher auf die Zielgruppe der Jugendlichen zugeschnitten ist, begeistert mich die Reihe sehr.

Auch Band 3 habe ich beinahe am Stück durchgesuchtet. Die vielen Rätsel und Andeutungen haben auch mich gepackt und ich habe begeistert mitgerätselt. Auf den Dreh wäre ich aber nie gekommen, wobei im Nachhinein natürlich alles logisch ist. Das Buch beginnt gleich spannend und zieht einen in seinen Bann. Und durch das Verschwinden einer Jugendlichen bekommt alles noch viel mehr Brisanz. Die Kämpfe sind anschaulich erzählt, aber zum Glück nicht überhandnehmend. Die Mischung aus Spielewelt und Realität begeistert mich immer wieder.
Poznanskis Schreibstil ist flüssig und anschaulich, die Charaktere toll ausgearbeitet und auch der Aufbau der Handlung ist super.
Fazit: gerne mehr davon.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

spannend

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod? von Freida McFadden

Die Ehe von Eve und Nate steht nicht zum Besten. Beide sind Lehrer an der örtlichen High-School.
Adeline ist Schülerin und ihr wurde im letzten Schuljahr eine Affäre mit einem Lehrer angedichtet, was ihrer Stellung in der Schule nicht gerade zuträglich ist.
Aus diesen Zutaten mixt McFadden einen Cocktail, der schwindelig macht.

Das Buch startet mit einem Knaller-Prolog. So, dass man sich das ganze Buch über Gedanken macht, wer denn da jetzt erzählt. Da das ganze Buch in Ich-Schreibweise gehalten ist, muss man lange auf die Auflösung warten. Aber die hat es in sich. Und dann ist die Story ja noch nicht zu Ende.
Wer ein Buch von Freida McFadden liest, weiß, dass er sich auf jede Menge Spannung und überraschende Wendungen einlässt. Ihre Schreibweise ist locker und die Kapitel kurz. So rast man nur durch das Buch, weil man so gespannt auf die Lösung ist. Ihre Charaktere sind gut beschrieben und man hat beim Lesen Bilder im Kopf, kann sich alles gut vorstellen und nachvollziehen.
Natürlich gibt es gute und böse Charaktere – und dass man nie weiß, wer jetzt zu welcher Kategorie gehört, macht das Lesen noch vergnüglicher.
Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte, aber diese Dinge gestehe ich einem spannenden Lesefluss zu. So war für mich der Brief schon sehr verdächtig und die Mädelsclique fand ich auch etwas überzogen.
Fazit: McFadden zu lesen ist ein wenig wie ein Auto ohne Bremse zu fahren: anhalten geht nicht, bis das Buch durchgesuchtet ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

ich fand Band 1 besser

Wer ins Licht treten will von Melanie Metzenthin

Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung und auf das Wiedersehen mit Renate und Matthias gefreut und war gespannt, wie es ihnen ergangen ist.
Renate wird auf die Frauenstation versetzt und muss nicht mehr unter ihrem alten Vorgesetzten leiden. Der neue lässt ihr mehr Spielraum. Matthias hingegen hat einen Fußballunfall und droht zu verbittern.

Rudi und Goldie kommen aus Amerika zu Besuch und vor allem Goldie wünscht sich eine Versöhnung mit Ella.
Soweit zur Handlung – und mehr passiert eigentlich auch nicht. Der Großteil der Handlung dreht sich um Goldie. Das fand ich teilweise etwas ermüdend. Stand im ersten Band noch Renate und ihre Ausbildung im Vordergrund, so geriet die fast ins Hintertreffen. Sicher, sie behält eine große Rolle, auch in Goldies Verwandlung, aber mir passierte in diesem Band einfach nicht genug Mitreißendes.
Das große Thema Umweltverschmutzung und Vergiftung der Gewässer, wird nur angerissen, hier hätte man viel mehr draus machen und die Story interessanter gestalten können.
Der Schreibstil von Metzenthin war aber wieder sehr flüssig und die Charaktere authentisch und lebendig.
Fazit: mir hat Band 1 besser gefallen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Sehr gut

Nach dem Leben von Anna Johannsen

Ein neuer Fall für Hanna Will und Jan De Bruyn
Nachdem Hanna und Jan nun ein Paar geworden sind, verbringen sie viel Zeit in Hannas Wohnmobil. Das eignet sich auch perfekt für Observierungen und Verfolgungen. Und die gibt es in ihrem neuen Fall zuhauf: ein Rentner wird durch eine Insulininjektion ermordet und die Verdächtigen sind vielzählig, aber keinem ist etwas nachzuweisen.

Der neue Krimi von Anna Johannsen ist wieder sehr vergnüglich zu lesen. Zahlreiche Wendungen und Zwischenmenschliches sorgen für eine rasante Handlung. Es wird fieberhaft ermittelt und ganz langsam, Schritt für Schritt, Puzzleteil für Puzzleteil nähert sich der Fall der Aufklärung.
Johannsen hantiert mit vielen Fäden und jongliert mit einigen Bällen, aber am Ende führen alle perfekt zusammen. Man muss aber schon aufpassen, dass man den Faden nicht verliert – denn die vielen Namen und Verdächtigen sorgen teils für Verwirrung. Deshalb ist es gut, dass ich den Nachmittag Zeit hatte und das Buch nicht weglegen musste.
Fazit: toller neuer Krimi von Anna Johannsen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

spannend

Das Mädchen, das schwieg von Trude Teige

Nach Karstens Entlassung aus dem Krankenhaus zieht die Journalisten Kajsa mit ihrer Familie nach Lovsvika in Norwegen. Kajsa ist in Elternzeit, als aber eine Frau tot in ihrer Wohnung gefunden wird, lässt ihr das keine Ruhe und sie beginnt mit den Recherchen für einen Zeitungsartikel. Hierbei stößt sie in ein Wespennest.

Teiges Schreibstil ist unaufgeregt, aber deshalb nicht minder spannend. Die Ermittlungen von Kajsa und ihr Privatleben mit Karsten sehr authentisch und mitreißend. In einigen Kapiteln werden Einschübe aus Sissels Kindheit beschrieben – und die haben es massiv in sich.
Es bleibt nicht bei dem einen Mord und so steigert sich die Spannung immer mehr, bis sie am Ende in einem großen Finale ihren Abschluss findet.
Die Kombination Journalistin/Polizist erinnert an die Romane von Camilla Läckberg, wo auch die Journalistin oft viel zum Ermittlungserfolg beiträgt.
Fazit: Eine spannende Handlung und authentische Charaktere machen das Buch zu einem Lesevergnügen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Bestnote für Slaughter

Dunkle Sühne von Karin Slaughter


Spannend beginnt das neue Buch von Karin Slaughter:
Madison wartet auf ihre Freundin Cheyenne. Doch die kommt nicht. Als Madison sich auf die Suche begibt, verschwinden beide Mädchen spurlos. Eine atemlose Suche beginnt.
12 Jahre später kommt der vermeintliche Täter wieder aus dem Gefängnis.

Doch es gibt Zweifel an seiner Schuld.
Ein Buch, das atemlos macht und dass man in einem Rutsch durchlesen möchte. Das Hardcover liegt schwer in der Hand und eigentlich wollte ich ja immer wieder Pausen einlegen. Aber das war nicht möglich. Zu spannend war die Handlung, zu undurchsichtig und zu viele Wendungen. Denn Slaughter hat einiges an Überraschungen für den Leser parat.
Die vielen Charaktere waren manchmal etwas schwierig zu merken, aber der Lesefluss ungeheuerlich mitreißend. Slaughter versteht ihr Handwerk und beweist wieder, welche Leidenschaft das Schreiben von Thrillern für sie ist.
Fazit: Slaughter ist immer ein Garant für Nervenkitzel, Spannung und eine Handlung, die es in sich hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Bewegende Schicksale in einen Roman verpackt

Der Sommer am Ende der Welt von Eva Völler

Hanna reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum. Sie arbeitet an einem Zeitungsartikel über die Schicksale der Verschickungskinder in den 1960er Jahren. Auch ihre Mutter war eins dieser Kinder und Hanna will die Hintergründe dieser Heime erforschen. Doch was sie dann entdeckt, hätte sie sich niemals ausmalen können.

Ein erschütternder Roman. Besonders die Schilderungen von Sabine und die des Tagebuches haben es in sich. Und die Autorin weiß, wovon sie schreibt, waren doch ihre Geschwister auch Verschickungskinder.
Ich habe zum ersten Mal von diesen Kindern gehört und war geschockt. Sicher war es nicht überall so, aber viele Kinder mussten wohl wirklich einiges durchmachen. Wie gut, dass sie eine Stimme bekommen.
Die Tatsachen sind geschickt in eine Romanhandlung eingewoben und auch der Roman hat es in sich. Denn was Hanna hier aufdeckt, ist ganz schön heavy, wenngleich der Roman auch ohne den Paukenschlag am Ende gut funktioniert hätte.
Völler schreibt gewohnt flüssig und anschaulich und ihre Charaktere haben Hand und Fuß und man kann sich gut mit ihnen identifizieren.
Fazit: ein sehr bewegendes Buch, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Der Kreis schließt sich

Wir sehen uns wieder am Meer von Trude Teige

Der Kreis schließt sich, die Trilogie ist zu Ende. Obwohl die Autorin eigentlich gar keine Trilogie aus ihrem ersten Buch machen wollte. Doch es gibt halt viel zu erzählen über die harte Zeit.
Annelise, Tekla und Birgit sind beste Freundinnen. Nichts kann sie trennen – außer der 2. Weltkrieg. Während Annelise als Krankenschwester an die Front geht, bewirbt sich Birgit an einem Krankenhaus in Nordnorwegen.

Dort bewegt sie das Schicksal von Nadia und gerät durch eine Widerstandsbewegung in Gefahr. Kann sie jemals wieder glücklich werden?
Ein harter Stoff, vor allem die Verhältnisse der verschleppten Ukrainerinnen, die in der Fischfabrik schuften müssen. Aber auch Birgit hat es nicht einfach. Wobei ihre Geschichte mir fast etwas zu nüchtern erzählt wurde. Mit Nadia konnte ich mehr anfangen.
Sehr eindringlich, manchmal aber etwas kurz, schreibt Trude Teige über eine Zeit, die man sich im heutigen Dasein nicht mehr vorstellen kann. Und genau deshalb lese ich die Romane sehr gerne: sie rütteln auf, regen zum Nachdenken an, machen aber auch Hoffnung.
Fazit: Wir sehen uns wieder am Meer ist ein kurzweiliger, sehr aufrüttelnder Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri