Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Der charmante Darm
Darm mit Charme Alles über ein unterschätztes Organ von Enders Giulia
Darm mit Charme von Giulia Enders habe ich nach der Empfehlung eines Bekannten gekauft und es nicht bereut. Die Autorin versucht mit munterer Sprache den Laien die Zusammenhänge von Darm und Körper zu erklären. Dabei ist das Buch in verschiedenen Abschnitte unterteilt die sich jeweils mit einem Aspekt beschäftigen, es geht dabei vom Mund zum After.
Die Sprache ist an einigen Stellen deftig und die Autorin redet nicht lange drumherum sondern nutzt klare Worte für die verschiedenen Funktionen des Darms.
Ob nun alles wissenschaftlich fundiert ist kann ich nicht beurteilen, ich fand viele Abschnitte sehr interessant und habe dabei auch immer verglichen wie es bei mir ist und was auf mich zutreffen könnte. Untermalt wird alles durch kleine Zeichnungen die eher einfach gehalten sind aber ihren Zweck erfüllen.
Für mich ein kurzweiliges Buch rund ums Thema Darm das in verständlicher Sprache einiges erklärt und vielleicht auch dem einen oder anderen dazu bringt über seine Ernährung nachzudenken. Denn je nach dem was man in den Darm einfüllt kommt positives oder negatives heraus.
Märchen neu interpretiert
Hexenaugen von Nadin Hardwiger
Hexenaugen von der Autorin Nadin Hardwiger gehört zur booksnacks Kurzgeschichten Reihe des gleichnamigen Verlags. Booksnacks sind kurze Geschichten die für eine Pause oder eine kurze Wartezeit reichen.
Hexenaugen erzählt wie Stefan erkennt das seine Frau Maga eine Hexe ist. Umgesetzt wird es indem Teile aus alten Märchen verwendet werden und auch der leise Humor kommt zum Zuge wenn Stefan auf die Frage ?Knusper, knusper knäuschen wer knuspert an meinem Häuschen?? den gut bekannten Spruch ?Der Wind, der Wind das himmlische Kind.
? aufsagt.
Die Kurzgeschichte ist in flotten Stil erzählt und eigentlich weiß man ja schon wie sie ausgehen wird. Für eine kleine Kaffeepause ist sie gut geeignet und überfordert auch nicht den Geist durch Kompliziertheit.
Findet Siruis eine Mutter?
Hexenaugen von Nadin Hardwiger
Sirius im Märchenwald ist eine Kurzgeschichte der Autorin Mehliqa Yigit und der kleine Sirius ist auch einer der Charaktere ihrer Bücher, ich selber kenne Sirius aus dem Buch Im reich der Verborgenen und schon da hatte ich ihn in mein Herz geschlossen.
Hier nun sucht der kleine Dschinn nach einer Mutter und er findet in einer Frau die sich einen Sohn wünscht die potentielle Kandidatin.
Das Problem ist nur das eine Menschenfrau einen Dschinn nicht sehen kann, wie Sirius das Problem löst und ob die Frau wirklich die geeignete Mutter ist erfährt der Leser in dieser kleinen Geschichte.
Die Autorin vermischt hier einiges an Märchenwissen zu einer netten kleinen Geschichte die man auch gut Kindern vorlesen kann. Der Schreibstil ist blumig und ausgeschmückt und der Leser hat den Märchenwald vor Augen wenn sich die Geschichte entwickelt.
Schwester Nummer drei
Hexenaugen von Nadin Hardwiger
Carhill Sisters Mary & Jamie ist der dritte Band der Carhill Sisters Reihe der Autorin Kathrin Lichters. In dieser Geschichte geht es um Mary, eigentlich die ruhigste und konservativste der vier Schwester. Ausgerechnet Mary lässt sich auf ein Liebesabenteuer mit einem Unbekannten ein und muss einige Zeit danach erkennen das dieses Abenteuer nicht ohne Folgen geblieben ist.
Maty ist schwanger und kennt weder Gesicht noch Namen des Vaters ihres Kindes.
Die Autorin lässt einmal mehr eine der Carhill Schwestern ihr Glück finden, wie das gelingt schreibt sie auf gefühlvolle Art und lässt die Leser hautnah teilhaben an den Sorgen und Nöten der werdenden Mutter. Auch die weiteren Familienmitglieder mischen in diesem Buch wieder kräftig mit und lassen den Leser durch alle Höhen und Tiefen einer guten Liebesgeschichte gehen. Dramatik und Romantik fehlen hier nicht und manches Mal habe ich gedacht Mary würde sich nicht richtig entscheiden. Die Dialoge sind wieder witzig und reizen zum schmunzeln und auch zum lachen. Dabei werden auch ernste Themen, wie schwierige und traurige Kindheiten, die prägen angeschnitten.
Spätestens beim Lesen des Epilog wünscht man sich Teil der Carhill Familie zu sein, die trotz aller Probleme zusammenhält. Der Leser erhält einen Blick in die Familie der mehrere Jahre später spielt.
Der Schreibstil ist flüssig lesbar und ich konnte keine langatmiger oder gar langweiligen Passagen erkennen.
Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen, dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.
Wintergewitter
Wintergewitter von Felenda Angelika
Wintergewitter ist der zweite Fall von Kommissar Reitmeyer aus der Feder der Autorin Angelika Felenda. Er führt die Leser zurück ins Jahr 1920 nach München. Die Folgen des Krieges sind noch überall spürbar und es ist November. Reitmeyer ermittelt wegen einer Einbruchsserie und wird dann noch mit zwei getöteten jungen Frauen konfrontiert.
Die Autorin fängt die damalige Zeit und Verhältnisse gut ein und lässt vor den Augen der Leser diese Zeit plastisch entstehen. Reitmeyer ist gezeichnet von seinen Kriegserlebnissen und kämpft mit Panikattacken. Schafft es aber dennoch ohne neueste technische Hilfsmittel seinen Weg zu finden. Wer einen Krimi mit viel Dramatik sucht wird eher enttäuscht sein. Ich habe einen Krimi erlebt der mehr von den leiseren Tönen und der gesamten Handlung lebt und nicht vom spektakulären Moment. Die Charaktere sind gut getroffen und das Buch in sich geschlossen, so das man Band eins nicht kennen muss um der Geschichte folgen zu können.
Spannender Thriller
Mooresschwärze von Catherine Shepherd
Mit Mooresschwärze bringt die Autorin Catherine Shepherd ihren neuesten Thriller auf den Markt. Die Leser lernen die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz kennen sowie den Kriminalkommissar Florian Kessler, beide bilden ein sympathisches Team das hoffentlich noch einige Fälle zusammen aufklären wird. Beide werden mit einem Serientäter konfrontiert und sie müssen einige gefährliche Situationen überstehen.
Der Thriller ist spannend geschrieben und hält während der ganzen Geschichte ein hohes Niveau von Spannung und Irrwegen. Ich tappte langen im Dunklen wer nun letztendlich verantwortlich für die ganzen Taten war.
Die Charaktere werden gut ausgebaut und wirken in sich glaubwürdig. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Insgesamt ein stimmiger Thriller der mich einige Stunden ausgezeichnet unterhalten hat.
Anspruchsvoll
Muttertag von Mumot André
Muttertag ist der Debütroman des Autors Andre Mumot. Der Autor führt den Leser durch Vergangenheit und Gegenwart, durch vielschichtige Handlungsstränge und agiert auf verschiedenen Zeitebenen. Sicherlich kein einfach zu lesender Roman, der mich dennoch fesselte oder gerade deswegen.
Gemixt werden Horror mit Thriller und dem Spiel mit Charakteren bei denen nicht sofort klar ist wer gut oder böse ist oder wer eine Graustufe davon.
Ein Personenregister am Ende des Buches ist ganz hilfreich um die verschiedenen Protagonisten einzuordnen. Die Spannungsbögen werden im Buch gut gesetzt und hetzen den Leser von einer Situation zur nächsten. Wer einen einfach zu lesenden Thriller sucht, für den ist Muttertag nicht geeignet, auch nicht für diejenigen die mal schnell ein paar Zeilen zwischendurch lesen wollen. Das Geschehen ist sehr komplex und erfordert Aufmerksamkeit. Für mich ein gelungenes Buch für Anspruchsvolle die eine vielschichtige Handlung mit vielen Strängen und Ebenen mögen.
Rabenschwarzer Winter
Rabenschwarzer Winter von Georget Philippe
Rabenschwarzer Winter ist der Dritte Fall den der Autor Philippe Georget dem Inspecteur Gilles Sebag gewidmet hat. Es geht auf Weihnachten zu als Sebag erkennen muss das seine Frau Claire ihn betrügt. Zeitgleich nehmen mehrere Tote seine Zeit in Anspruch, schnell muss Sebag erkennen das es Zusammenhänge gibt.
Für mich ist Rabenschwarzer Winter das erste Buch rund um Inspecteur Gilles Sebag, Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, wobei mir die Ehekrise von Gilles einen zu breiten Raum einnahm. Das beschriebene Lokalkolorit dagegen fand ich sehr gut eingefangen. Der Krimiteil war spannend und lesenswert. Mit ein paar Straffungen bezüglich der persönlichen Situation rund um Gilles Ehe hätte mir das Buch bestens gefallen, so fand ich einige Teile doch etwas langatmig. Die Charaktere werden gut wieder gegeben und wirkten auf mich nicht hölzern oder künstlich.
Lesenswert
Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke
Drachenreiter Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke ist ein Folgeband des Buches Drachenreiter der schon vor etlichen Jahren erschienen ist. Für die Akteure des Buches sind erst zwei Jahre vergangen und nun geht es um die Rettung von Pegasusfohlen. Ihre Mutter ist verstorben und nur ein Elixier aus der Feder eines Greifs kann die Eier zum wachsen bringen um die Fohlen gesund zur Welt zu bringen.
So machen sich einige Bewohner von MIMAMEIDR auf, um diese Feder zu besorgen. Da der Greif ein eher bösartiges Fabelwesen ist drohen den Rettern ungeahnte Gefahren und sie gehen ein großes Wagnis ein, dazu drängt die Zeit, es bleiben ihnen nur wenige Tage.
Die Autorin versammelt schon auf den ersten Seiten eine große Anzahl von Fabelwesen der abenteuerlichsten Art. Die meisten tauchen kurz auf, sind dann aber nicht mehr von Bedeutung. Wer ein wenig verwirrt ist kann das Glossar am Ende des Buches nutzen um sich zu orientieren.
Die Sprache des Buches ist flüssig lesbar und in einer gut verständlichen Art geschrieben. Die Kapitel recht kurz, so das sie sich auch eignen vorgelesen zu werden. Eine sicherlich schöne Art mit seinen Kindern die Welt von Cornelia Funke zu entdecken. Die Zeichnungen die sich durchs ganze Buch ziehen sind eine Augenweide und lassen das erzählte plastisch vor Augen erscheinen. Die Geschichte wird durch gut gesetzte Spannungsbögen getragen und die kleinen Zitate am Kapitelanfang wurden gut gewählt. Das Buch kann man eigenständig Lesen man muss Band eins nicht unbedingt kennen. Ein schönes Buch für Jung und Alt und auch gut zum zusammen lesen geeignet.
Wer im Glashaus sitzt
Im dunklen, dunklen Wald von Ware Ruth
Im dunklen dunklen Wald ist ein Thriller aus der Feder der Autorin Ruth Ware. Nora erhält überraschend eine Einladung zu einem Junggesellinnenabschied einer Freundin die sie seit Jahren nicht mehr gesehen oder gesprochen hat. Nur zögernd nimmt sie die Einladung an und findet sich in einem Haus mitten im Wald wieder.
Das Wochenende beginnt mit Spielen die zum Teil auch Dinge aus der Vergangenheit hervorbringen und Nora wird es immer unbehaglicher, aber sie schafft es dennoch nicht rechtzeitig abzureisen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Durch das erste Kapitel in dem sich Nora im Krankenhaus wiederfindet weiß man als Leser das etwas passieren wird, Nora erinnert sich nur bruchstückhaft an die Ereignisse und im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Details hinzu und die Erinnerungen von Nora kommen nach und nach zurück. Ich lauerte die ganze Zeit darauf was geschehen würde und suchte in jeder Person einen Verdächtigen aber letztendlich war der Schluss für mich dennoch überraschend in seinen Zusammenhängen. Kleine Hinweise findet man in der gesamten Geschichte, ich konnte sie aber erst nach der Auflösung in den Gesamtzusammenhang setzen.
Der Schreibstil der Autorin ist dicht und schnörkellos. Die Geschichte hatte mich schnell in den Bann gezogen und ich fand die Spannungsbögen gut gesetzt und fühlte mich während der ganzen Geschichte gut unterhalten. Diese wird aus Noras Perspektive erzählt und so kann man ihre gesamte Gefühlswelt erfahren und bekommt Informationen durch ihre Gedanken an die Vergangenheit. Für mich ein gut aufgebauter und spannender Thriller in dem nicht viel Blut fließt der aber mit Psychospielchen aufwarten kann und in dem es nicht nur ein Opfer gibt.









