Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Guter Abschluss
Hoffnung lautet der Titel des zweiten Bandes der Dilogie Dark Age der Autorin Sabine Schulter. Die Geschichte über Liz und Nick und die Suche nach Beweisen für Liz Unschuld geht weiter. Unterstützt von ihren Freunden gehen die Protagonisten durch Höhen und Tiefen und der Band endet mit einem großen Showdown.
Wie bereits im ersten Band ist der Erzählstil schnörkellos und gut lesbar. Die Protagonisten agieren gefühlvoll und man merkt als Leser welche Freundschaft hinter allem steht. Der Fokus liegt hierbei nicht auf den Kämpfen gegen die Dunkeln sondern bei der Suche nach Beweisen und die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Liz und Nick und wie Liz die Ereignisse der Vergangenheit bewältigt. Der oft eher ruhigere Erzählstil wird von mir geschätzt, wobei die Spannung nicht zu kurz kommt. Langeweile kommt bei mir an keiner Stelle auf und die Entwicklungen rund um Nick und Liz werden schlüssig erzählt. Gerade die Kleinigkeiten am Rande der Geschichte machen ihren Charme aus und ich hätte gerne noch weiter gelesen wie das Leben von Nick und Liz sich entwickelt. Dennoch ist der Abschluss rund und lässt keine Fragen offen.
Die Schlacht tobt
Das Erbe der Macht - Band 18: Blutnacht von Andreas Suchanek
Blutnacht ist der Titel des 18. Bandes der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek. Überall toben Kämpfe und viele der Licht-und Schattenkämpfer werden getötet. Das Chaos regiert und mittendrin Bran der seine Fäden zieht. Jen und Alex versuchen zu retten was zu retten ist und müssen im Laufe der Ereignisse erkennen das ein uralter Pakt ihr Schicksal besiegeln will.
Alte Legenden und Wahrheiten werden aufgedeckt und nichts ist wie zuvor und alles wird in Frage gestellt.
Band 18 der Reihe ist sehr heftig, es gibt viele Tote und Verletzte und das Schicksal in Form des Autors macht nicht Halt und bringt auch geliebte Hauptcharaktere in Lebensgefahr. Der Schreibstil ist wir gewohnt flüssig und die einzelnen Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger während das neue Kapitel wieder einen der anderen Stränge aufnimmt. Die Spannung steigt an etlichen Stellen ins unermessliche und als Leserin wurde ich in den Bann der Geschichte gezogen und musste dann ungläubig auf das Wort Ende schauen. wo ich doch so gerne weiter gelesen hätte. Die Reihe steuert mal wieder auf neue Höhepunkte zu und der Autor versteht es sehr gut seine Leserschaft zu faszinieren und in Atem zu halten.
Hexenwahn
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe von Antje Windgassen
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe ist der Nachfolgeband von Die Hexe von Hamburg, geschrieben von der Autorin Antje Windgassen. Das Buch kann auch gut gelesen werden ohne den Vorband zu kennen, da es immer wieder Informationen zu den Vorereignissen gibt, die das Geschehen verständlich machen.
Die Hauptakteurin der Geschichte Anneke Claen lebt mittlerweile seit vielen Jahren mit ihrem Mann Don Luigi in Kalabrien und hat sich dort mit ihrer Familie etabliert. Als ihr Mann plötzlich stirbt bricht für Anneke eine Welt zusammen und erst als sie sich mit ihrer jüngsten Tochter und ihrem Sohn auf die Reise nach Hamburg macht lebt sie wieder auf. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und nicht nur Anneke sondern auch ihre Kinder geraten in Gefahr und sie hofft auf die Hilfe des geheimnisvollen Anführer der Wegelagerer, Christoffer von Tinus.
Die Geschichte von Anneke wird von der Autorin mit lebendigen Bildern erzählt und die verschiedenen Perspektiven biete gute Einblicke in die Gedanken-und Gefühlswelt der Akteure. Der Hexenwahn der damaligen Zeit wird gut eingefangen und die Ungerechtigkeiten der Justiz fand ich furchtbar. An einigen Stellen fand ich die Geschichte zu ausufernd und hätte mir eine straffere Erzählweise gewünscht. Spannungsbögen sind eher moderat gesetzt und die Geschichte verliert sich schon mal in Beschreibungen des Reiseweges. Insgesamt eine gut recherchierte Geschichte die keine atemlose Spannung verspricht, aber eine solide Geschichte im historischen Rahmen erzählt.
Sherlock Holmes in Mainz
Sherlock Holmes und der Mönch von Mainz von Franziska Franke
Sherlock Holmes und der Mönch von Mainz ist eine Geschichte der Autorin Franziska Franke. Sie lässt Sherlock Holmes und den Engländer David Tristam während der Fastnachtszeit in Mainz ermitteln. Es geht um den Mord an dem Sektfabrikanten Wilhelm Klingelschmidt der wohl einem Kunstbetrüger aufgesessen ist.
Im Laufe der Ermittlungen geraten auch Sherlock Holmes und David Tristam in den Fokus von Kommissar Louis Werner und dann geschieht ein zweiter Mord.
Die Autorin lässt für die Leser das fastnachtliche Mainz lebendig entstehen und die Ermittlungen werden akribisch ausgeführt. Für mich hatte das einige Längen und ich hätte auch gerne einige Aspekte aus der Sicht von Sherlock Holmes gelesen, so kaum hauptsächlich David Tristam und seine Sicht der Dinge in der Geschichte vor. Die Spannung innerhalb der Geschichte hielt sich in Grenzen, wobei der Täter erst spät in den Fokus der Geschichte rückte. Sherlock als Figur wurde mir zu oberflächlich geschildert und ich wäre gerne tiefer in die Figur hineingekommen. Das Sherlock und seine Aktionen nur aus der Sicht von David geschildert wurde fand ich weniger interessant. Insgesamt eine nette Lektüre die aber nicht nachhaltig bei mir in Erinnerung bleiben wird.
Entscheidungen
Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe von Fülscher Susanne
Die Reihe Pasta Mista geht in die zweite Runde, mit dem Titel 2 Rezepte für die Liebe setzt die Autorin Susanne Fülscher die Geschichte rund um Angelo und Liv fort. Liv und ihre Mutter Julia reisen zu Roberto, Angelo und Sonia, sie wollen sehen wie es sich als Patchworkfamilie lebt und dann entscheiden wie es mit allen weiter geht.
Liv freut sich schon auf Angelo, doch als dieser sich plötzlich um Chiara kümmert weiß Liv nicht mehr wie Angelo und sie zueinander stehen.
Die Geschichte wird von der Autorin mit lockerer Art weiter erzählt und Liv darf alles aus ihrer Perspektive erzählen, dabei gibt es immer wieder typische Liv Gedankeneinwürfe wie sie schon in Band eins erfolgten. Sprache und Gedanken passen zu Livs Alter und man sollte sich als ggfs. etwas ältere Leserin einfach auf Liv und ihre Art einlassen um Lesespaß zu haben. Das empfohlene Lesealter von 12-16 Jahren finde ich passend.
Sehr schön fand ich auch zu lesen wie sich Livs Selbsteinschätzung im Laufe der kurzen Ferienzeit ändert und das sie sich weiter entwickelt. Roberto und Julia als jeweilige Eltern finde ich gut geschildert und sie bilden einen netten Hintergrund zur Geschichte, immer da wenn sie gebraucht werden aber auch zurückhaltend wenn es angesagt ist. Insgesamt finde ich die Pasta Mista Bände gut gelungen und über Liv und ihre Welt zu lesen hat mir Spaß gemacht.
Das Rote Kreuz entsteht
Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe von Fülscher Susanne
Die Mohnfelder von Solferino aus der Feder der Autorin Diana Menschig beschäftigt sich in kleinen Teilen mit dem Thema wie das Rote Kreuz entstanden ist. Eingebettet in die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena kann der Leser verfolgen aufgrund welcher Eindrücke Henry Dunat auf den Gedanken gekommen ist das Rote Kreuz zu gründen.
Wobei die Erzählung rund um Gio und Magdalena einen großen Teil der Geschichte ausmacht und erst im letzten Drittel des Romans geht es mehr um die Gründung der Hilfsorganisation.
Die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena finde ich etwas stark konstruiert und mit den Charakteren werde ich nicht so richtig warm. Gerade die vielen unausgesprochenen Dinge und die daraus resultierenden Zweifel und Missverständnisse zwischen den beiden finde ich im Laufe der Geschichte recht mühselig zu lesen. Die politischen Streitereien zwischen Magdalena und Gio tun das weitere dazu, das ich die Geschichte langatmig und wenig spannend fand. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir mehr zu Dunant und die Geschichte des Roten Kreuzes erhofft, doch das bleibt in diesem Roman eher Nebensache. Insgesamt eine Geschichte die ganz nett zu lesen ist aber die für mich Längen und Wiederholungen enthielt, welche der Geschichte die Dynamik genommen hat.
Bad Boss
Bad Boss von Stefanie London
Der zweite Teil der New York Bachelor Reihe der Autorin Stefanie London trägt den Titel Bad Boss und dieses Mal steht Remi im Fokus die noch mal eine Chance bekommt als Ballerina ihr Glück zu versuchen. Ihr Boss Wes Evans möchte eben sowenig wie Remi Arbeit und Privates vermischen aber die Chemie zwischen ihnen funkt dazwischen.
Auch in diesem Teil arbeitet die Autorin mit Charakteren die sich anziehen und die durch ihre Vergangenheit einiges an Problemen mit sich herumschleppen. Die Bad Bachelor App sorgt wieder für Konflikte und steht für mich störend im Fokus. Die Bewertungen und Mr. Anakonda sind bald abgenudelt und langweilten mich immer mehr. Remi als Charakter wirkt oft eher blass und ihre Versagensängste wurden mir zu oft in den Fokus gerückt.
Auch Annies Rolle hat mir nicht gefallen, ihre Sturheit bezüglich der App finde ich unerträglich, sie nimmt es in Kauf das Leben ruiniert werden, nur um ihre App zu erhalten, in der sie Vorteile sieht. Für mich ein eher fragliches Verhalten.
Die Liebesgeschichte selber ist schlüssig und das Ende gefällt mir. Der Schreibstil selber ist flüssig und ohne Schachtelsätze und lässt sich gut lesen. Explizite Szenen sind vorhanden, nehmen aber nicht den Hauptteil der Geschichte ein.
Feuerblut
Feuerblut - Das Erbe der Macht, (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Das vierte Hörbuch der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Feuerblut.
Nachdem Jen nun den Folianten lesen kann erkennen die Lichtkämpfer das der Wall in großer Gefahr ist. Jen, Alex und Suni gehen auf die Suche nach den Sigilsplittern und Clara, Chris und Chloe sollen die Bibliothek der Eltern von Clara nach Hinweisen zur Schattenfrau durchsuchen.
Ab diesem Hörbuch wird der Text von einem neuen Sprecher gesprochen dessen Stimme mit gut gefällt. Die Aussprache ist verständlich und der Erzählfluss gut abgestimmt. Die einzelnen Personen werden gut gesprochen und die Stimme nicht zu arg nach oben oder unten gebracht. Manches mal ist es kein Genuss zu hören wie männliche Sprecher die Frauenrollen interpretieren, hier ist es gut gelungen den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen.
In diesem Band warten wieder einige neue Gefahren auf die Protagonisten. Die einzelnen Höhepunkte werden gut aneinander geknüpft und die Hörer erfahren ebenso wie die Helden der Reihe neues rund um die Ereignisse der letzten Zeit und aus der Vergangenheit. Alex und sein loses Mundwerk sind wieder mit dabei und lockern das Geschehen auf.
Zwei Theaterstücke
"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" von Martin Schörle
In seinem Buch Zwei Theaterstücke Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen vereint der Autor Martin Schörle zwei sehr unterschiedliche Aufführungen.
Im ersten Teil gibt es einen langen Monolog der kabaretteske Züge zeigt und mit dem ich nicht warm geworden bin.
Wahrscheinlich fehlt dabei das Umfeld der Bühne und auch die Mimik und die Stimme der Vortragenden. Kabarett lebt ja auch viel von Stimme, Mimik und Gestik. Obwohl die jeweilige Bühnensituation gut beschrieben wird kommt das eigentliche Gefühl, das erzeugt werden soll, bei mir nicht an. Der Text ist auf Dauer für mich schwierig lesbar und zu verfolgen weil es immer wieder Gedankensprünge gibt, welche wirr durcheinander zu sein scheinen. Auch das Gesagte ist teilweise derart überzogen das es mir nicht gefallen hat. Der Humor kam für mich nach dem ersten Drittel zum erliegen. Ein Stück das eher auf der Bühne gefallen könnte statt beim Lesen.
Meine Bewertung liegt daher im Mittelfeld
Der zweite Teil Einladung zum Klassentreffen hat dagegen voll meinen Geschmack getroffen. Ein humorvolles und tiefsinniges Gespräch in dem vieles zur Sprache kommt das einst nie gesagt wurde oder das vergessen wurde. Die kleinen Nebenrollen geben dem Ganzen genau die richtige Würze um gut zu unterhalten. Auch hier werden die Bühnenbilder erläutert und die Mimik und Gestik der Darsteller erklärt. Die Geschichte selber ist ruhiger und ich konnte ihr beim Lesen gut folgen, was bei der ersten Geschichte nicht der Fall war.
Hier würde ich die volle Wertung geben.
Für die Gesamtbewertung des Buches ergibt sich somit für mich eine Tendenz zu einer guten Bewertung, weil das zweite Stück sehr gut zu lesen war.
Raureifzeit
Raureifzeit von Cornelia Briend
Mit ihrem historischen Roman Raureifzeit führt die Autorin Cornelia Briend die Geschichte rund um Ceara und ihren Lebensweg weiter.
Es ist das Frühjahr im Jahr 985 und der junge Normanne Ivar versucht alles um Gefolgschaftskrieger des Herzogs der Normandie zu werden. Doch er scheitert und gerät in die Fänge des dänischen Plünderers Sigdan.
Derweil lebt Ivars Ziehschwester Ceara wieder bei dem Stamm ihres Vaters, da sie seit zwei Jahren Witwe ist. Als ihre Stieftochter Crón in Gefahr gerät will Ceara ihr helfen und erlebt dadurch einiges an Abenteuer und trifft dabei auch Ivar wieder.
Die Autorin entwirft ein lebendiges Bildnis der damaligen Zeit und der Lebensverhältnisse. Anfangs waren für mich die unbekannten Begriffe und Namen etwas schwer fassbar, aber das legte sich schnell. Die Charaktere gefielen mir gut weil sie Ecken und Kanten hatten und es auch immer wieder Punkte gab in denen sie nicht die strahlenden Helden waren. Im laufe der Zeit konnte ich merken wie die Protagonisten an den Erlebnissen wuchsen und die Charaktere reiften.
Historisch ist das Buch gut recherchiert, wobei ich mir manches Mal eine etwas knappere Erzählweise gewünscht hätte. Insgesamt ein spannendes Buch das mich fesselte und das ich jedem empfehlen kann der sich für diese Zeitepoche interessiert.









