Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Hat mich nicht mitgenommen
Elbstürme von Miriam Georg
Elbstürme ist der zweite Teil einer Dilogie der Autorin Miriam Georg. Drei Jahre sind vergangen in denen Lilly mit Ehemann und Tochter in Liverpool lebte. Nun kehrt sie nach Hamburg zurück und sieht sich mit ihrer Vergangenheit und ihrer großen Liebe Jo konfrontiert.
Die Charakter sind mittlerweile gereifter und haben sich weiter entwickelt.
Die Geschichte wird bildhaft erzählt, wobei ich diese Schilderungen mit der Zeit ermüdend fand. Eine straffere Erzählweise ist mir lieber. Wer ausschweifende Erläuterungen mag wird dies aber lieben. Die Perspektive wechselt zwischen vielen Charakteren und es ergibt sich so ein lebendiges Bild. Haupt-und Nebencharakter agieren gut miteinander und auch die unsympathischen Charaktere werden gut eingebunden. Das Ende wird mir zu schnell erzählt, da hätte ich mir einige Seiten mehr gewünscht. Insgesamt eine Familiensaga die mich aufgrund der ausschweifenden Erzählweise nicht richtig mitnehmen konnte, ich mag es lieber straffer und knapper.
Plötzliches Ende
Tödliche Nachfolge von Sibyl Quinke
Tödliche Nachfolge ist der 7. Fall für Dick und Bresniak aus der Feder der Autorin Sibyl Quinke.
Aufgeklärt werden muss der Mord an einer jungen Frau die erschossen wurde. Die Ermittlungen erfolgen in einem Umfeld das Familie und Freunde umfasst. Innerhalb der Familie gibt es Spannungen, welche durch die Nachfolgefrage im Familienunternehmen ausgelöst werden.
Auch im Freundeskreis gibt es Probleme aufgrund verschiedener Beziehungen die der aktuelle Freund der Getöteten unterhalten hat.
Die Ermittlungen werden interessant geschildert und die einzelnen Akteure tragen zu einer spannenden Geschichte bei. Erst nach und nach werden Verdächtige ausgefiltert und als Leserin wurde mir erst recht spät klar wer die Schüsse abgegeben haben muss. Leider ist das Ende der Geschichte sehr abrupt und ich hätte mir ein paar Seiten mehr mit dem endgültigen Ende der Ermittlungen gewünscht und der Festnahme des Täters oder der Täterin. So weiß man zwar wie es sein müsste, aber nicht ob die Ermittlungen es beweisen können. Das Buch kann eigenständig gelesen werden, man benötigt keine Informationen aus Vorbänden.
Spannender dritter Teil
Doggerland. Fester Grund von Maria Adolfsson
Fester Grund ist der dritte Teil der Doggerland Reihe der Autorin Maria Adolfsson. Wieder steht Kommissarin Karen Eiken Hornby im Vordergrund und die Leser können sie bei den Ermittlungen zum Verschwinden einer bekannten Sängerin und bei der Verfolgung eines Serientäters begleiten.
Beide Erzählstränge werden gut miteinander verknüpft und auch die persönlichen Probleme von Karen bilden einen guten Rahmen.
Die allmähliche Entwicklung der Kommissarin und ihre Beweggründe werden plausibel erzählt. Es gibt während der Geschichte immer wieder Perspektivwechsel, welche die Spannung untermalen. Das Buch kann zwar einzeln gelesen werden, aber ich würde empfehlen die Doggerland Bücher der Reihe nach zu lesen, um die nicht unwichtigen Kleinigkeiten gut zu verstehen. Für mich eine gut gemachte Reihe mit einer Hauptfigur die mir im Laufe der Zeit sympathisch geworden ist.
Überraschungen
Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit: Ausgezeichnet mit dem LovelyBooks-Leserpreis 2021: Kategorie Kinderbuch (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 3) von Andreas Suchanek
Durch das Portal der Zeit lautet der Titel des dritten Bandes der Flüsterwald Reihe des Autors Andreas Suchanek. Um den Professor zu befreien begeben sich die Freunde in die Vergangenheit und erleben dort etliche erhellende Momente mit vielen Überraschungen.
Die Geschichte rund um den Flüsterwald geht spannend weiter.
Bei ihrer Reise in die Vergangenheit ergeben sich Fragen und Geheimnisse werden aufgelöst. Die Szenen werden gut und bildhaft beschrieben und der Menok Rani sorgt für mehr als eine nicht immer angenehme Wendung der Ereignisse. Auch Felicitas bekommt Antworten auf Fragen der Gegenwart. Das Buch wird für die Zielgruppe ab neun Jahre empfohlen und ich finde die Empfehlung passend. Aber nicht nur junge Leser werden von der Geschichte in den Bann gezogen, auch ich als erwachsene Leserin habe die Geschehnisse rund um den Flüsterwald mit Genuss gelesen. Ein Buch das man gut gemeinsam mit seinem Kind lesen kann, mit spannenden Momenten, Humor und einer unerwarteten Wendung am Ende des Buches.
Das Eis schmilzt schnell
Küsse, Eis und Mr Right von M. L. Busch
Küsse Eis und Mr. Right ist ein Liebesroman der Autorin M.L. Busch. Sie lässt in dieser Geschichte zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen. Zum einem Pierce, einen hart arbeitenden Anwalt der sich wenig Zeit für sich selber nimmt und dann Ana eine junge Frau die in der Firma ihres Vaters arbeitet und dennoch das Leben nicht aus den Augen verloren hat.
Zufällig treffen beide aufeinander und erkennen schnell das es gewaltig zwischen ihnen knistert.
Die Geschichte wird auf leichte Art erzählt, mit ein wenig Dramatik und vielen schönen Momenten. Anas Lebenslust ist greifbar und auch Pierce kann sich dem nicht entziehen. Die einzelnen Entwicklungen passen gut zur Geschichte und die Charaktere ergänzen sich harmonisch. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Ana und Pierce erzählt und durch die Gedanken der beiden kann man die Charaktere gut kennen lernen. Das Ende mit dem Ausblick auf einen weiteren Band hat mir gut gefallen und brachten die Geschichte zu einen für mich befriedigenden Ende. Ich habe Ana und Pierce gerne begleitet.
Gute Fortsetzung
Bloom - Sie schlüpfen auch in deiner Stadt von Kenneth Oppel
Sie schlüpfen auch in deiner Stadt ist der zweite Band der Bloom Reihe des Autors Kenneth Oppel. Der Band schließt unmittelbar an den ersten Band an und Anaya, Petra und Seth müssen sich einer weiteren Herausforderung stellen. Nach dem Gras kommt Regen mit Eiern aus denen außerirdisches Leben schlüpft das alle bedroht.
Die Geschichte wird spannend weiter erzählt und auch dieses Mal dürfen die Leser die Geschichte aus den Perspektiven der drei Hauptakteure erleben. Sie sehen die Bedrohung sehr unterschiedlich und reagieren dementsprechend auch jeweils anders. Die Erzählstränge laufen am Ende des Buches wieder zusammen und ergeben ein rundes Bild. Sprachlich richtet sich das Buch an die Zielgruppe der Jugendlichen und das sollten Erwachsenen Leser auch immer wieder im Auge behalten. Insgesamt fand ich den zweiten Band der Reihe lesenswert und der Cliffhanger am Ende des Buches verspricht Spannung für den dritten Band.
Die richtige Spannung fehlte mir
Dampfer ab Triest von Günter Neuwirth
Dampfer ab Triest ist ein historischer Roman des Autors Günter Neuwirth. Er vermischt hier Krimi mit Gesellschaftsroman was bei mir keine richtige Spannung aufkommen ließ. Der Triestiner Inspector Bruno Zabini soll inkognito einen Grafen und seine Tochter an Bord eines Dampfers begleiten. Er soll den Grafen vor einen Attentat schützen, was diesen nicht wirklich gefällt.
Das Leben an Bord und die angesteuerten Städte werden ausführlich beschrieben wobei das Krimihafte eher nebensächlich bleibt. Wer solche Beschreibungen mag wird diese Passagen genießen, ich fand sie zu ausführlich. Dank des Personenverzeichnisses am Anfang des Buches erhält man als Leser einen guten Überblick über die verschiedenen Charaktere. Auch der Anhang mit Erklärungen zu historischen Zusammenhängen sowie zu einigen Persönlichkeiten und geschichtlichen Hintergründen ist für daran Interessierte informativ. Die Handlung selber plätschert eher so dahin, mit wenigen Höhenpunkten. Für mich ein Buch das man entspannt lesen kann, das aber keine atemlose Spannung erzeugt.
Personensuche
Donaumelodien - Totentaufe von Bastian Zach
Totentaufe ist der zweite Band der Donaumelodienreihe des Autors Sebastian Zach. In diesem Band sehen sich Hieronymus und Franz konfrontiert mit Morden an Doktoren und ihren Gehilfen. Bis sich Gemeinsamkeiten zwischen den Toten aufzeigen ist erst ein mal einiges an Recherche erforderlich. Diese führen Franz und Hieronymus in die Tiefen und Höhen der Wiener Gesellschaft und bringt beide in gefährliche Lagen.
Der Autor lässt die verschiedenen Erzählstränge langsam aufeinander zulaufen und erklärt dabei so einiges zur Gesellschaft der damaligen Zeit und die Lebensumstände der verschiedenen Gesellschaftsschichten. Wer ein rasantes Erzähltempo bevorzugt wird sich bei diesen Passagen eher langweilen, wer es lieber beschaulich und ausführlich mag wird es gerne lesen. Man kann Band zwei unabhängig vom ersten lesen, ich bevorzuge es lieber der Reihe nach zu lesen, so kann man die Entwicklung der einzelnen Charakter besser sehen. Typisch wienerische Begriffe werden sofort per Fußnote erläutert, aber es ergibt sich oft aus dem Zusammenhang was gemeint ist. Insgesamt ein gut lesbarer Historienkrimi der es etwas langsamer angehen lässt und der mit einem Cliffhanger zu Teil drei endet.
Freiheitsträume
Träume von Freiheit - Ferner Horizont von Silke Böschen
Träume von Freiheit Ferner Horizont ist der zweite Band einer Reihe rund um starke Frauen ihrer Zeit, geschrieben von Silke Böschen. Die Autorin beschäftigt sich mit Florence de Meli, eine Frau die es geschafft hat sich gegen ihren Ehemann zu wehren, der sie in eine Nervenheilanstalt sperren wollte.
Angetrieben wurde er dabei von seiner Mutter, welche Florence nicht als Partnerin ihres Sohnes akzeptieren konnte,
Der Autorin gelingt es die damalige Zeit gut in Worte zu fassen und zeigt die Probleme mit denen Florence zu kämpfen hatte. Ehefrauen hatten praktisch nicht viel mit zu reden, die Ehemänner konnten über sie frei bestimmen. Florences Kampf um Eigenständigkeit ist spannend zu lesen und ihre innere Zerrissenheit darüber, das sie ihre Kinder zurück lassen muss, ist stark greifbar. Insgesamt ein interessantes Frauenportrait das die damalige Zeit gut eingefangen hat. Ein umfangreiches Personenregister am Ende des Buches geht auf die tatsächlichen Personen und ihre Schicksale ein.
Guter Einstieg
Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch
Das Buch des Totengräbers ist der Auftaktband einer Reihe um Inspektor Leopold von Herzfeldt geschrieben vom Autor Oliver Pötzsch. Der junge Inspektor kommt nach Wien und soll dort die neumodischen Ermittlungsmethoden aus Graz vorstellen. Gleich an seinem ersten Tag wird Leopold mit dem Mord an einem Dienstmädchen konfrontiert und das führt in an manch unheimlichen Ort in Wien.
Der Autor schafft es mit seiner Geschichte eine gute Spannung zu erzeugen. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und müssen mit ihrer Vergangenheit ins Reine kommen. Eine wichtige Rolle spielt der Totengräber Augustin Rothmayer, ein Kenner aller möglichen Todesarten und Verwesungsprozesse. Am Anfang der verschiedenen Kapitel erhält man als Leser einen Einblick in das Buch, welches der Totengräber gerade verfasst. Nichts für zarte Gemüter, da er dort in vielen, nicht immer appetitlichen Einzelheiten, die Stufen und Möglichkeiten der Verwesung beschreibt. Die verschiedenen Handlungsstränge werden nach und nach zusammen geführt und ergeben zum Schluss ein rundes Bild mit einer überraschenden Wende. Der Schreibstil ist lebendig und die Dialoge passen zum Gesamtbild. Für mich ein guter Auftakt einer Reihe die interessante Einblicke gewährt.











